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James Murdoch wird bedeutende Einzelstimme der Messe

Der US-amerikaniche Investor James Murdoch wird den Kurs der Basler MCH Group künftig massgeblich mitbestimmen. Er musste aber auch Zugeständnisse an Struktur und Standort des Messeunternehmen machen.
Basel, 10. Juli 2020

MCH Group-Präsident Ueli Vischer machte heute Freitagmorgen vor Börsenöffnung offiziell, was seit Tagen gerüchteweise kursierte: Die in New York domizilierte Investmentgesellschaft "Lupa Systems LCC" von James Murdoch steigt massgeblich in die schwer angeschlagene Basler Messe-Gesellschaft ein.

Der Sohn von Medien-Mogul Rupert Murdoch ("Fox News") wird zwischen 30 und 44 Prozent des Aktienkapitals übernehmen – je nachdem wie viele  bisherige Aktionäre sich durch die Ausübung ihrer Bezugsrechte an der Kapitalerhöhrung von insgesamt 104,5 Millionen Franken beteiligen.

74,5 Millionen für neue Aktien

Lupa Systems LLC ist bereit, die neuen Aktien zum Preis von 74,5 Millionen Franken vollumfänglich zu übernehmen und alle Aktien zu erwerben, die nicht von den Aktionären bezogen werden. Dafür sollen die bestehenden Vinkulierungs-Bestimmungen aufgehoben werden.

30 Millionen Franken sollen dem Unternehmen durch die Umwandlung eines Darlehens des Kantons Basel-Stadt in Höhe von 30 Millionen Franken zufliessen. Die Kosten pro neue Aktie liegen bei 10.50 Franken, was unabhängige Finanzberater nach Aussagen der Messe als "fair" bezeichnen.

Murdoch – politisch anders als sein Vater

Der Kanton Baselland und die Basler Kantonalbank leisten ihren Beitrag an die Bilanz-Stärkung, indem die Rückzahlungsfristen ihrer Darlehen über 35 und 40 Millionen Franken um fünf Jahre verlängert werden. Zur 2023 fälligen Refinanzierung der 100-Millionen-Anleihe ist nach der Kapitalerhöhung ein öffentliches Angebot zum Umtausch in eine neue Anleihe geplant.

Die öffentlich-rechtlichen Aktionäre – Kanton Basel-Stadt, Stadt und Kanton Zürich – werden auf die Ausübung ihrer Bezugsrechte verzichten und nach Abschluss der Kapitalerhöhung zusammen weiterhin mehr als 33,3 Prozent der Aktien halten.

Ohne Zustimmung dieser Aktionäre "geht nichts", hielt Vischer fest. Deutlich strich er heraus, dass James Murdoch als eigenständige Person politisch weder mit seinem Vater, noch mit dem rechtskonservativen US-TV-Sender "Fox News" noch mit Präsident Donald Trump etwas am Hut hat.

Verwaltungsrat nach System 3-3-3

Der Verwaltungsrat soll künftig auf acht bis neun Mitglieder verkleinert werden und sich aus je drei Vertreterinnen und Vertretern der öffentlich-rechtlichen Aktionäre und von "Lupa Systems" sowie aus zwei bis drei unabhängigen Mitgliedern zusammensetzen. Diese Veränderungen sollen bis spätestens an der ordentlichen Generalversammlung 2021 vollzogen werden. An diesem Datum wird auch Ueli Vischer als Präsident zurücktreten.
 

Bereits an der ausserordentlichen Generalversammlung vom 3. August sollen James R. Murdoch (Gründer und CEO Lupa Systems), Jeff Palker (Managing Partner und General Counsel Lupa Systems) und Eleni Lionaki (Partnerin Lupa Systems) als Verwaltungsräte gewählt werden. Gleichzeitig werden Tanja Soland und Karin Lenzlinger Diedenhofen aus dem Verwaltungsrat zurücktreten.

Für Basel-Stadt soll Wirtschaftsminister Christoph Brutschin bis zu seinem Rücktritt weiterhin mit von der Partie sein. Als sein Nachfolger könnte – falls er gewählt wird – SP-Nationalrat Beat Jans in Frage kommen.

Murdoch: Keine Schnäppchen-Strategie

Ziel der personellen und kapitalmässigen Restrukturierung sei eine erfolgreiche Transformation vom traditionellen Messe- und Eventgeschäft in "hybride Plattformen mit ganzjährigen Verbindungen zu Communities". Was damit gemeint ist, bleibt vielen Beobachtern noch unklar.

Anders als bisherige Befürchtungen glauben liessen, ist Murdoch – er wandte sich in einer kurzen Videobotschaft an das Medien-Publikum – laut Vischer bereit, "die Marktposition der MCH Group und der 'Art Basel' in der Schweiz und international zu stärken". Dass der amerikanische Investor also zu einem Schnäppchenpreis an den Schweizer Messekonzern kommt, um so die auf einen Wert von 500 Millionen Franken geschätzte Kunstmesse unter den Nagel zu reissen, scheint längerfristig nicht realistisch.

Vischer betonte auch, Murdochs "Lupa" trage "unsere Ankerstrategie" mit und sei an einem langfristigen Engagement interessiert. Die Messe-Aktien darf der Investor frühestens nach fünf Jahren verkaufen.

Von der Transformation zur Sanierung

Das jetzige Konzept, so Vischer weiter, "sichert Fortbestand unseres Unternehmens. Nicht mehr und nicht weniger". Es würden damit "bestmögliche Voraussetzungen geschaffen, um wieder auf den gesunden Weg zu kommen". Die "Art Basel" soll nicht verkauft werden. Allerdings könne die Transaktion nur dann realisiert werden, wenn ihr die Generalversammlung als Gesamtpaket zustimmt.

Die Situation der MCH Group sei "sehr ernst". CEO Bernd Stadlwieser schätzte den diesjährigen Umsatzverlust gegenüber dem Budget auf 150 bis 180 Millionen Franken. Denn wegen Corona sei "aus der Transformation eine Sanierung geworden". Murdoch, "nachweislich sehr erfolgreicher Manager", der auch im Verwaltungsrat von Tesla sitzt, gehe es um die Nachhaltigkeit seines Engagements.

Murdoch ist für Vischer kein Unbekannter. Auf die OnlineReports-Frage hin erklärte er, er sei dem Amerikaner schon vor einem Jahr zum ersten Mal begegnet ("ein völlig unverbindliches persönliches Kennenlernen"). Bezüglich der Zukunft der Hallen seien "im Moment keine Veränderung vorgesehen" (Stadlwieser). Dies Hallen würden "weiterhin von uns betrieben und gefüllt". Sie seien, ergänzte Vischer, "für uns auch ein Asset, das nicht alle Messegesellschaften haben".
 
Die Börse honorierte das Massnahmenpaket des Unternehmens nicht: Die Aktie verlor zeitweise bis zu 13 Prozent ihres Werts. Sie schloss mit einem Minus von knapp zehn Prozent.



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"Ein gebrauchter Nachmittag"

BZ Basel
Schlagzeile vom
2. Mai 2022 zur FCB-Niederlage
gegen den FC Zürich
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Eine hochinformative Schlag-Zeile.

RückSpiegel


In ihrem Bericht über den Störungs-Aufruf von "Basel nazifrei" zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Der Tages-Anzeiger bezog sich in seinem Artikel über das "Russengrab" auf dem Friedhof "Hörnli" auf die vorausgegangene OnlineReports-Recherche.

In ihrem Bericht über die Forderung nach einer Neudiskussion über ein Windkrafwerk im Muttenzer Hardacker nimmt die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über den Abgang von BLT-Direktor Andreas Büttiker kommendes Jahr auf.

In ihren Bericht über den Streit um öffentliche Wege durch Basler Schrebergärten zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Der SF-Bericht von Schweiz aktuell zitiert OnlineReports mit der Erstmeldung über die defekten Gummieinlagen in Basler Tramschienen.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Wegzug der Bank Vontobel aus der Basler Rittergasse nach.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung, das Regionaljournal und 20 Minuten nahmen die OnlineReports-News über beschädigte Gummiprofile auf der Tram-Teststrecke im Gundeldingerquartier auf.

Das Regionaljournal bezog sich in seinem Bericht über die gescheiterte Ausschreibung zum Betrieb des Gärtnerhauses auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung thematisiert den Flächenmiete-Vorschlag von OnlineReports zu einer kantonalen Medienförderung.

Im Bericht über den Ausstieg der BKB aus dem FCB-Sponsoring bezieht sich 20 Minuten auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Erstmeldung über die Planung von fünf Kraftwerken an Birs und Ergolz auf.

In ihrem Artikel über die hohe "Swisslos"-Vergabung an "Primeo Energie" bezieht sich die BZ Basel auf OnlineReports.

Die OnlineReports-Forderung nach kantonaler Medienhilfe nahmen Bajour, das Regionaljournal und die BZ Basel auf.

Die Basler Zeitung beruft sich in ihrem Bericht über den Zubringer Bachgraben auf eine Erstmeldung in OnlineReports.

Die BZ Basel bezieht sich in ihrem Bericht über Gemeindewahlen in Riehen auf OnlineReports.

Im Einspieler zum "Sonntagstalk" nahm Telebasel Bezug auf eine OnlineReports-Kolumne von Andrea Strahm.

Die OnlineReports-News über die Beschwerde gegen "Tempo 30" auf Teilen der Kantonsstrassen wird von der BZ Basel aufgenommen.

Die Badische Zeitung bezieht sich in ihrem Bericht über den Kauf das Kleinbasler Clara-Areals durch den Staat auf OnlineReports.

Im Interview mit dem Medienökonomen Matthias Künzler stellt Bajour die Frage, ob es fair sei, dass OnlineReports, da kostenlos zugänglich, von der Medienförderung nicht profitieren könnte.

Prime News nimmt im Kommentar gegen das "Medienförderungsgesetz" auf die Position von OnlineReports Bezug.

Die BZ Basel und Happy Radio bezogen sich in ihrer Meldung über die Kündgung der Gelterkinder Schulleitung auf eine OnlineReports-News.

Die Badische Zeitung bezog sich in ihrem Bericht über die Absage des internationalen Reitsport-Turniers "CHI Classics" in der St. Jakobshalle auf OnlineReports.

In ihrer Meldung über den Widerstand gegen ein Kirchenglocken-Läutverbot geht die BZ Basel auf OnlineReports ein.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Meldung über die Traiferhöhung auf den Basler Fähren auf.

Bajour interviewt OnlineReports-Gründer Peter Knechtli zu seiner Ablehnung des vor der Volksabstimmung stehenden "Medienförderungsgesetzes". Die Medienwoche nimmt das Interview auf.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Die künftige Direktorin des Basler Waisenhauses ist Anita Conrad, die auf den Ende November 2023 persionierten Uli Hammler folgt.

In der Gemeinderats-Ersatzwahl in Füllinsdorf wurde Christoph Keigel als Kandidat der Ortspartei "Pro Füllinsdorf" und Nachfolger des verstorbenen Beat Keller gewählt.

Die Initiative zum Bau einer neuen Stadthalle für Liestal ist bei einer Stimmbeteiligung von 44 Prozent mit einer Mehrheit von fast 69 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt worden.

Einen Unterstützungsbeitrag in Höhe von 25'000 Franken aus dem Swisslos-Fonds hat die Basler Regierung dem türkisch-islamischen Sozial- und Kulturverein an die Infrastruktur von Küche und Aufenthaltsraum am Leimgrubenweg bewilligt.

Lukas Fischler wird neuer Chefarzt Anästhesie, Chief Medical Officer und Mitglied der Geschäftsleitung der Merian Iselin Klinik.

Der bei der Basler Zeitung in Ungnade gefallene Lokalredaktor Daniel Wahl ist in Markus Somms Nebelspalter untergekommen.

Die Gemeinde Reinach budgetierte war ein Defizit von 9,2 Millionen Franken, herausgekommen ist ein Verlust von 440'000 Franken.

Samuel Meyer, Leiter des Geschäftsbereichs Vertrieb der Bank Cler, wird per 1. Mai neuer CEO und Nachfolger von Mariateresa Vacalli.

Bei einem budgetierten Defizit von 5,7 Millionen Franken schliesst die Liestaler Rechnung 2021 nun ausgeglichen ab "dank höherer Steuereinnahmen und tieferen Sozialhilfekosten als erwartet".


Susanne Fisch und Noé Pollheimer sind die Nachfolgenden von Martin Leschhorn Strebel im Präsidium der SP Riehen.


Marc-Oliver Möller wird am 1. August neuer der Zentralen Dienste im Basler Erziehungsdepartement und Nachfolger von Thomas Riedtmann, der im Sommer pensioniert wird.

Der frühere Basler Regierungsrat Baschi Dürr (45) wird Verwaltungsrat bei der Sicherheitsfirma Pantex.

Die Findungskommission für die Direktion des Historischen Museums Basel ab 1. Mai 2024 ist konstituiert und nimmt ihre Arbeit auf, während der Vertrag mit dem interimistischen Direktor Marc Zehntner bis Ende April 2024 verlängert wurde.

Anstelle des zurücktretenden André Auderset soll Anita Treml Nidecker (64) das Präsidium der "Interessen-Gemeinschaft Kleinbasel" (IGK) übernehmen.

Die 35-jährige Zahnärztin Anja von Büren wird per 25. April 2022 neue Baselbieter Kantonszahnärztin und Leiterin des Kantonszahnärztlichen Dienstes im Amt für Gesundheit – als Nachfogerin von Ludmilla Strickler, die in Pension geht.

Für die zurücktretende Grossrätin Grüne Marianne Hazenkamp-von Arx (Riehen) rückt Béla Bartha nach.

In Riehen steigen EVP, Grüne und SP im dritten Wahlgang der Gemeinderatswahlen vom 24. April mit Daniele Agnolazza (EVP) ins Rennen.

Wegen massiven Preissteigerungen der letzten Monate an den internationalen Energiemärkten bei Gas sowie laufenden Investitionen in die CO2-Neutralität erhöhen die IWB die Fernwärmetarife ab 1. April um 12,25 Prozent.

Stephan Erni wird Chefarzt der neuen "Rehaklinik Basel", die in den Neubau Hirzbrunnen des Claraspitals integriert wird.

Die Justiz-, Sicherheits- und Sportkommission (JSSK) des Basler Grossen Rates beantragt dem Plenum einstimmig, der Stimmbevölkerung die Volksinitiative "Abschaffung des Präsidialdepartements und Reduktion der Anzahl der Mitglieder des Regierungsrats von 7 auf 5 Mitglieder" ohne Gegenvorschlag zur Ablehnung zu empfehlen.

Der Betrieb des neuen Tagesrestaurants mit Cateringbetrieb, das derzeit im ehemaligen Ökonomiegebäude der Merian Gärten entsteht, wird von der Christoph Merian Stiftung an das Basler Gastronomieunternehmen "Berest" übertragen.

Das Basler Staatsarchiv sichert die Geschichte der Anti-AKW-Bewegung, die sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Zusammenhang mit Plänen eines Atomkraftwerks in Kaiseraugst formierte.

Elena Kasper und Clara Bonk, beide 21-jährig, heissen die neuen Co-Präsidentinnen der Baselbieter Juso.

Die Frenkendörfer SP-Landrätin Mirjam Würth tritt per Ende Februar aus dem Landrat zurück, der Birsfelder FDP-Landrat Christof Hiltmann demissioniert per 1. Juni.

Der emeritierte Basler Soziologieprofessor Ueli Mäder wird am 21. März in Stuttgart für sein gesellschaftspolitisches Engagement mit dem Erich Fromm-Preis geehrt.

Aus 573 steuerbezogenen Selbstanzeigen im Jahr 2021 resultierten im Baselbiet zusätzliche Steuererträge in Höhe von 5,6 Millionen Franken.

Im Baselbiet funktionierten 149 von 150 Sirenen beim Test einwandfrei, in Basel-Stadt heulten alle 39 Sirenen ordnungsgemäss auf.

Aufgrund der stark gesunkenen Nachfrage nach Impfungen stellt das Impfzentrum West in Laufen seinen Betrieb Ende Februar 2022 ein.

Die Basler Kantonalbank (BKB) erweitert jetzt ihr Produktangebot für Firmenkunden, weil dort "ein wachsender Beratungs- und Finanzierungsbedarf mit Blick auf den Klimaschutz, aber auch in anderen Bereichen der Nachhaltigkeit" bestehe.

Die Juso-Initiative für ein Gratis-U-Abo für alle Baselbieter und -innen ist mit über 1'900 Unterschriften zustandegekommen.