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Staat verbietet Solar-Panels am Lonza-Hochhaus

Der Chemiekonzern Lonza wollte an der Fassade seines Hauptsitzes in Basel eine grosse Photovoltaik-Anlage bauen. Doch die Stadtbildkommission verbot die ökologische Investition. Bau- und Umweltschutzdirektor Hans-Peter Wessels ist über den Entscheid gar nicht erfreut.
Basel, 24. April 2011

"Rasierapparat" wird das markante Geschäfts-Hochhaus an der Münchensteinerstrase 38 wegen seiner Form im Volksmund eher liebevoll als despektierlich genannt: Die zwei breiten und vier schmalen Fassaden, gebaut im Jahr 1962, drücken dem Geschäftsquartier im Westen des Bahnhofs SBB unbestritten den Stempel auf. Hier hat der Feinchemikalienkonzern Lonza seinen Hauptsitz.

Das Unternehmen wollte nun zwei der schmalen, fensterlosen und südwärts gerichteten Fassaden mit je 500 Quadratmetern Solarpanels zur Herstellung von Sonnenstrom ausstatten. Diese Anlage hätte jährlich rund 100'000 Kilowattstunden Strom erzeugen sollen, was ausreicht, um 40 Einfamilienhäuser zu versorgen.

Architektur würde "erheblich verunklärt"

Doch die Stadtbildkommission lehnte das Begehren laut einem Bericht des Schweizer Fernsehens im Rahmen einer "Voranfrage" ab. In ihrem Bescheid vom 31. März – Wochen nach der Atomkatastrophe von Fukushima – begründete die Kommission die Ablehnung damit, dass mit der "vorgesehenen Veränderung des Erscheinungsbildes einer dieser Giebelflächen" das "Gesamtkonzept der Gebäudegestaltung erheblich verunklärt" würde. Deshalb könnte der Photovoltaik-Anlage "nicht zugestimmt" werden.

Baudirektor Wessels für Solaranlage

Im SF-Bericht sagte Lonza-Sprecher Dominik Werner, das Unternehmen habe diesen ablehnenden Bescheid nicht erwartet. Die Firma sei "negativ überrascht", dass die Stadtbildkommission ein "absolutes Nein" verordnet habe, ohne in eine Diskussion einzutreten. Gegenüber OnlineReports sagte Werner, Lonza werde "zuerst noch intern diskutieren, wie wir mit dem negativen Bescheid der Stadtbildkommission verfahren".

Der Basler Bau- und Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels, der derzeit in China weilt, kommentierte gegenüber OnlineReports, er werde sich nach seiner Rückkehr Ende April um die Sache kümmern können, "von der ich leider erst nachtäglich erfahren habe". Selbstverständlich sei er der Ansicht, "dass wir alles unternehmen müssen, um die erneuerbare Energieerzeugung zu fördern". Basel-Stadt nehme diesbezüglich "eine Pionierrolle in der Schweiz" ein. Dies soll auch so bleiben. Wessels dann wörtlich: "Aus meiner Sicht spricht grundsätzlich nichts gegen Fotovoltaik-Panels am Lonza-Hochhaus – ganz im Gegenteil!"

Auch Wüthrich kritisiert Entscheid

Der grüne Grossrat Michael Wüthrich, Präsident der Umwelt, Verkehrs- und Energiekommission (UVEK), hat ebenfalls kein Verständnis für den Entscheid der Stadtbildschützer. Basel-Stadt habe vor gut zwei Jahren mit dem IWB-Gesetz die Stromversorgung des Stadtkantons auf 100 Prozent erneuerbare Energie festgelegt und damit  wegweisende Energiepolitik gemacht.

Im Fall des Lonza-Gebäudes scheine bei der Stadtbildkommission Ästhetik und Architektur vor Photovoltaik und damit vor erneuerbarer Energie zu kommen. Wüthrich wörtlich: "Solche Entscheide lösen bei mir als Energiepolitiker nur Unverständnis aus. Wir müssen bereit zum Umdenken sein. Nach Fukushima sind fast alle gegen Kernenergie – da müssen die gleichen Personen auch bereit sein, Schritte zu machen, die wirklich nicht weh tun, und im vorliegenden Fall Ästhetik hinter Solarpanels stellen."




Weiterführende Links:
- CVP fordert Solar-Panels am Lonza-Hochhaus


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"Kompetenzen klar überschritten"

Die Stadtbildkommission wurde 2005 verkleinert, in der Hoffnung, dass sie effizienter arbeiten möge. Ob der Lonza Entscheid effizient zustande gekommen ist sei hier dahingestellt. Offenbar tagte die Kommission ohne ihren Präsidenten, Regierungsrat Hans-Peter Wessels und hat diesen mit diesem Entscheid desavouiert.

 

"Die Stadtbildkommission ist zur Einsprache gegen Baubegehren berechtigt, wenn von seiner Ausführung erhebliche Verunstaltung des Strassen-, Platz-, Städte-, Landschafts- und Aussichtsbildes zu erwarten ist."

 

Im Hinblick auf die Solarbestückung hat die Stadtbildkommission auf dem Hintergrund obigen Zitates ihre Kompetenzen klar überschritten. Die Architektur des Lonza-Hochhauses steht für diese Kommission gar nicht zur Debatte.

 

Vielleicht müssten da bei nächster Gelegenheit einige Gesetze und Verodrnungen etwas präzisiert werden.


Erwin Zbinden, Basel




"Ein instinktloser Entscheid"

Es ist nicht nur ein instinktloser Entscheid, den niemand versteht, der nicht in einem Biotop oder Museumskeller lebt. Es ist auch nachgerade arrogant, wenn die genannten beiden Begründungen das Einzige sind, mit dem das Gesuch abgelehnt worden ist. Das Gebäude hat zweifellos eine aussergewöhnliche, einzigartige Fassade, über deren Veränderung nachzudenken es sich lohnen mag. Ob das reicht, dem überfälligen Trend nach alternativer Energie entgegenzustehen, bezweifle ich stark; zumindest aber disqualifiziert sich hier die Stadtbildkommission alleine schon aus Mangel an Rechtfertigung ihres Entscheides – denn "Rechtfertigung" ist sie hier schuldig!


Peter Waldner, Basel




"Bis vor Bundesgericht"

Diesen Entscheid würde ich mit Vergnügen anfechten und bis zum Bundesgericht durchziehen.


Prof. Walter P. von Wartburg, Basel




"Abgehobene Fehl-Entscheidung"

Die Stadtbildkommission Basel fällte eine negative Vor-Entscheidung bezüglich der geplanten Photovoltaik-Anlage am Lonza-Haus. Das Gesamtkonzept der Gebäudegestaltung würde "erheblich verunklärt".

 

Wenn die Bodenschätze Öl, Gas, Kohle und Uran unerschwinglich werden, dann werden sich diese Wertigkeiten verschieben. Da kann ein Gebäude aussehen, wie es will. Wenn man sieht, es produziert Energie, wird es positiv besetzt sein. Ästheten haben dann neue Möglichkeiten.

 

Da Bau Langzeitwirkung hat, wird es bereits in wenigen Jahren nötig sein, dass Bauten, welche energetisch nicht mindestens im Plus-Bereich sind, aus grundsätzlichen Überlegungen abzulehnen sind.

 

Rohstoffe sind nun mal endlich, ausser, sie kommen direkt von der Sonne. Die notwendige Energiewende wird von der gleichen – oder einer anderen – Kommission durchgesetzt werden. Nach heutigem Wissensstand müssten sich die Kommissionsmitglieder schämen, an so einer abgehobenen Fehl-Entscheidung beteiligt zu sein.


Franz Riedmann, Lustenau, Österreich




"Ein prächtiges Vorbild"

Mich erstaunt der Entscheid ebenfalls völlig. Es würde beiden Halbkantonen gut anstehen, intern sehr bald einmal dieses Dilemma zu klären:

Ein Amt fördert die erneuerbare Energie, das andere verhindert sie!

 

Das Lonza-Haus ist in zweierlei Hinsicht ein recht geeignetes Haus für Photovoltaik:Die Fassade sieht bereits jetzt fast so aus, als sei sie mit Solarzellen bestückt. Zudem steht es an einer markanten Stelle, ist sehr gut einsehbar, also ein prächtiges Vorbild. Ausserdem ist es eine Chance, dass der Besitzer dieses Projekt realisieren will. Das ist gar keine Selbstverständlichkeit, auch bei Grosskonzernen nicht. Im übrigen wird die Montage der Panels an diesem Gebäude recht aufwändig werden.

 

Wo sind eigentlich in Basel-Stadt grossflächig Solaranlagen zu finden? Wäre nicht der Messeturm ebenfalls ein geeignetes Gebäude gewesen? Wie stehen die Aussichten im neuen Novartis-Campus in Bezug auf die Energieversorgung? Ich kann nur Folgendes finden:

 

"Volta Zentrum Ausbaubeschrieb Wohnungen:

Bauqualität: Das Gebäude wurde nach den aktuellen Normen, Vorschriften und behördlichen Auflagen geplant und erstellt. Energieträger: Anschluss an die Fernwärme. Heizzentrale: Zentrale Brauchwasseraufbereitung mit Legionellensteuerung (einmal pro Woche höhere Temperatur)."

 

Nichts von Minergie-Standart, nichts von erneuerbarer Energieerzeugung, nichts von autarker Energieversorgung. Wo sind hier die Forderungen des Kantons Basel-Stadt? Gibt es nur Forderungen des Denkmalschutzes?


Viktor Krummenacher, Bottmingen




"Ist diese erlauchte Runde fortschrittsfeindlich?"

Ich bin soweit einverstanden, dass das Lonza-Hochhaus auch noch heute ein Beispiel guter Architektur ist. In Milano steht zwar

das Vorbild, das Pirelli-Hochhaus. (Nur) eine gute Kopie wurde also hier gebaut. Wenn zwei Fassaden nun mit Solarpanels verkleidet werden sollen, ist das doch ein überaus positives Facelifting mit Nebeneffekt.

 

Aber was will die Stadtbildkommission? Den Ist-Zustand etwa konservieren? Ist diese erlauchte Runde fortschrittsfeindlich? Sind Energieeinsparung und erneuerbare Energie Tabus?

 

Mein Vorschlag zur Güte. Statt dieser Solarelemente, sollte einfach dutzende von Eternitkistli mit Geranien an die Fassade montiert

werden.


Franz Bach-Conus, Rodersdorf




"Römische Öllämpchen für Lonza-Fassaden"

Doch doch, der Gebrauch des Begriffes "verunklärt" ist von den Mitgliedern der hiesigen Stadtbildkommission gar nicht so abwegig gewählt. Kommt er doch sowohl im Jahrbuch Band 103 von 1988, als auch in den Jahrbüchern Band 104 von 1989, Band 108 von 1993 und Band 111 von 1997 vor. Allerdings in denen des Deutschen Archäologischen Institutes in Berlin.

Dabei geht es um so interessante doch "verunklärte" Objekte, wie etwa einer Kanne aus der Römerzeit, oder um die Haarmotive eines Kopfes aus der Villa Hadriana in Sperlonga, aber auch um die Vorbilder für den Fürstenfries der Villa von Boscoreale aus dem 3. Jahrhundert. Aus diesem sozusagen retrospektiven Blickwinkel betrachtet, kann man am Lonza-Hochhaus entweder gar nichts ändern, oder die Aussenflächen höchstens mit römischen Öllämpchen, möglicherweise gar solchen mit Gladiatorenmotiven, dekorieren.


René Reinhard, Basel




"Basler Hinterwäldlertum"

Das Tun der Baselbieter wird vielmals als Hinterwäldlertum bezeichnet. In diesem Fall ist Basel aber auch nicht besser. Dies wäre doch eine Chance, etwas Revolutionäres zu tun.


Jürg Eichenberger, Schönenbuch




"Die solare Zukunft hat begonnen"

Gar keine Frage: Photovoltaik stört an diesem Gebäude am allerwenigsten. Ästhetische Bedenken scheinen mir vor dem Hintergrund unserer globalen Probleme wirklich wenig angebracht. Die solare Zukunft hat begonnen, wir müssen die Kraft der Sonne nur nutzen!


Josef Jeker, Basel




"Kommission kann sich über Energiegesetz hinwegsetzen"

Das in Sachen Solarenergie fortschrittliche Basel leistet sich eine Stadtbildkomission, die keine Leitlinien hat. Offensichtlich kann sich diese Kommission über das eigene Energiegesetz hinwegsetzen, bzw. noch schlimmer, es nicht einmal bei der Entscheidfindung berücksichtigen: Dort steht schon im 1. Artikel, dem Zweckartikel, dass erneuerbare Energie zu fördern ist. Und in Artikel 7 hat Basel Stadt als einziger Kanton in der Schweiz, eine Solarstrombörse im Energiegesetz festgeschrieben. Soll nun eine Betonfassade mit einer Solarstromanlage zu einer Energiefassade aufgewertet werden, wird der Blickwinkel dieser Stadtbildkommission "erheblich verunklärt". Das "Gesamtkonzept der Gebäudegestaltung" soll für die Zukunft fit gemacht werden. Hier wäre ein Umdenken und Mithelfen der Herren und Damen Professorinnen und Professoren auch aus deutschen Landen wünschenswert.


Andreas Appenzeller, Hölstein




"Stadtbildkommission soll 100 KW Strom sparen"

Die "verunklärten" Damen und Herren der Stadtbildkommission (mit Ausnahme des am Entscheid offenbar nicht beteiligt gewesenen Präsidenten, Regierungsrat Hans-Peter Wessels) sollen sich bitte zur eigenen Aufklärung über die Tragweite ihres Entscheids bereit erklären, gemeinsam während eines Jahres die 100 Kilowatt-Stunden Strom , die wegen ihres Entscheides nicht produziert werden können, einzusparen.

 

Des Weiteren: ein grosses Dankeschön an die Lonza!


Beatrice Alder, Basel




"Aesch würde sich über Lonza freuen"

Ich schlage der Lonza vor, nach Aesch zu kommen. Wir würden uns über einen tollen Gewerbebau in Aesch Nord mit Solarpanels freuen.


Andreas Spindler, Aesch




"Dieses Geld könnte sich die Stadt sparen"

Es scheint so, als ob diese Kommission sich nur durch solche Entscheide am Leben erhält. Eine Rechtfertigung hat sie in meinen Augen schon lange verloren, dieses Geld könnte sich die Stadt sparen. Das Stadtbild hängt scheinbar diesmal an einer Fassade.


Peter Isler, Basel




"Eine solche Kommission sollte nicht mehr so mächtig sein"

Es ist ziemlich lächerlich, was die Begründungen der Stadtbildkommission anbelangt: "Gesamtkonzept der Gebäudegestaltung erheblich verunklärt" - welch ein Ausdruck! Aber wir sind's ja bald schon gewohnt. Als wir seitens des Gundeldingerquartiers interaktive Kunst auf den Trottoirs der Güterstrasse planten, um die Wildparkierer einzudämmen, begründete die Stadtbildkommission ihr Nein mit "formaler Verhübschung".

 

Eine solche Kommission sollte es sich heutzutage nicht mehr leisten können, mit einer derart grossen Macht zu agieren und ökologisch sinnvolle Anlagen abzuschmettern. Sind denn alle Mitglieder der Kommission bereit, auf elektrischen Strom zu verzichten?


Beatrice Isler, Basel




"Mehr Farb- und Sonnenenergie für unsere Stadt"

Die Frage, "wer schützt uns eigentlich vor den Schützern" bezüglich der Statdbildschützer muss endlich auf der politisch-strukturellen Ebene aufgenommen werden. Zu vieles ist für mich intransparent, was diese Konmmission angeht. Wer wählt sie und nach welchen Kriterien? Wann muss, darf, kann die Stadtbildkommission entscheiden? Sind ihre Entscheide absolut oder beschwerdefähig? Wer ist Rekursinstanz und wie lange kann ein Verfahren dauern?

 

Diese Fragen kamen mir letztes Jahr, als ich mich mit den grau-schwarz gekleideten Herren Stadtbildschützer um das Feng-Shui Farbkonzept unseres engiersanierten Hauses an der Claramatte herumstreiten musste. Wäre es nach ihren Vorstellungen gegangen, hätte ich unserem Haus nur sehr dezente Farben geben dürfen wie vor 50 Jahren, um das Strassenbild nicht zu zerstören. Das farbige Gelb und Grün von Nachbarhäusern rettete unser Farbkonzept. Die Herren – Frauen sah ich bei den drei Begehungen nie – merkten selbst, dass ihr Einwand in Anbetracht der bereits angewandten Farbfreudigkeit doch sehr an den Haaren herbeigezogen war. Das blosse Neumalen eines Hauses braucht keine Farb-Bewilligung. Die Stadtschützer können nur aktiv werden, wenn am Haus baubewilligungspflichtige Umbauten vorgenommen werden. Zum guten Glück, sonst würde unsere Stadt immer mehr in dezenter farblicher Tristesse und Depression versinken. Mehr Farb- und Sonnenenergie für unsere Stadt und energiebewusste und lebensfreudige SatdtschützerInnen und Stadtschützer wäre mehr als wünschenswert.


Peter Stirnimann, Basel




"Stadtbildkommission auf Schonzone beschränken"

Die Stadtbildkommission ist vielen BewohnerInnen, aber auch vielen ArchitektInnen schon lange ein Dorn im Auge. Unverständliche Entscheide, Herumklittern an Details, aber dann wieder grosszügige Entscheide über Neubauten wenn ein Architekt den Namen "von" trägt. Auch im St. Johann ist ein ähnlicher Fall, in dem ein Bauherr auf einem Dach, notabende von der Strasse nicht einsehbar, eine Photovoltaikanlage bauen will, aber die Stadtbildkommission das Veto eingelegt hat. Ich habe deshalb an der letzten Grossratsitzung eine Motion eingereicht, die die Aufgaben der Stadtbildkommission auf die Schonzone beschränkt.

 

Damit soll die abschliessende Entscheidfindung von Baugesuchen beim Bauinspektorat liegen und nicht bei der nach ästhetischen Gesichtspunkten urteilenden Stadtbildkommission.


Jörg Vitelli, Grossrat SP, Basel




"Positive Entwicklung wird verhindert"

Basel ist weder Ballenberg noch eine permanente Münsterbauhütte. Für grosse städtebauliche Aufgaben wie beispielsweise eine zunehmende Verdichtung oder die Versorgung mit erneuerbaren Energien ist Interesse und Dynamik von Seiten der Eigentümer und Investoren vorhanden. Ob mutige Entscheide richtig waren, sehen wir in den nächsten Jahren. Verhinderte Veränderungen sind bereits heute beurteilbar und sind in den überwiegenden Fällen falsch.

 

Eine Stadtentwicklung, die derart dominant von momentan gültigen ästhetisch-architektonischen Kriterien diktiert wird, verhindert eine positive Entwicklung und Ertüchtigung der Stadt für die Anforderungen künftiger Generationen.


Franco Fregnan, Liestal




"Uns Zürchern geht es leider ähnlich

Liebe Basler, Ihr habt mein volles Mitgefühl – es geht den Stadt- und Landzürchern leider sehr ähnlich. Dagegen wehren wir uns von der FDP mit einer kantonalen Initiative, die – gegen den Willen der Regierung – zur Ausarbeitung entsprechender Gesetzesanpassungen vom Kantonsrat überwiesen wurde.


Gabriela Winkler, Kantonsrätin FDP, Zürich




"Mindestens zwei Fragezeichen"

Nicht präzis genannt im Beitrag ist folgende Tatsache: Gemäss § 15 der Bau- und Planungsordnung ist der Vorsteher des Baudepartementes – also Herr Wessels – auch der Vorsitzende der Stadtbildkommission. Da sieht man mindestens zwei Fragezeichen, wenn sich dieser dann aus China vernehmen lässt, er hätte erst nachtäglich davon erfahren. Natürlich ist ihm dies unangenehm.

 

Sinnvoll wäre gewesen, strukturell zuvor die Weichen zu stellen, dass eine Stadtbildkommission nicht jene Kompetenzen erhält, um eine unökologische Politik zu betreiben in Basel. Die Politik ist gefordert, eine klare Stellungnahme zu einem solchen Schildbürgerstreich abzugeben.


Karl Linder, Basel




"Solarenergie-Nutzungmuss Rechtsanspruch werden"

Regierungsrat Wessels hat es in der Hand, das Basler Baugesetz zu ändern. Es muss ein Rechtsanspruch auf eine Baubewilligung bestehen, wenn jemand Sonnenenergie am Gebäude nach dem neusten Stand der Technik nutzen will. Es muss im Basler Baugesetz heissen: "Sorgfältig in Dach- und Fassadenflächen integrierte Solaranlagen sind zu bewilligen." Dann könnte man mit der Lonza noch über das "sorgfältig integriert" verhandeln, aber das mit dem Verbieten wäre definitiv überwunden – Solarenergie nutzen muss ein Rechtsanspruch werden.


Eric Nussbaumer, Nationalrat SP, Frenkendorf




"Ballenberg einfach!"

Diese so genannte Stadtbildkommission in den Zug setzen mit dem Ziel Ballenberg einfach.


Bruno Heuberger, Oberwil




"Offenbar keine Ahnung"

Da haben die Mitglieder der Stadtbildkommission offenbar keine Ahnung, wie eine moderne Stadt, die die alternativen Energien fördern will, aussehen kann. Es ist zu hoffen, dass dieser weltfremde Entscheid noch korrigiert wird, ansonsten ist diese Kommission ersatzlos abzuschaffen.


Bruno Honold, Basel




"Kommission sofort auflösen"

Das ist eine guter Grund, diese Stadtbildkommission sofort aufzulösen. Die Überheblichkeit stinkt zum Himmel.


Hannibal J. Wohlschlegel, Basel




"Wer schützt uns eigentlich vor den Schützern?"

Einmal mehr muss man sich nach diesem Entscheid der Stadtbildkommission die Frage stellen: Wer schützt uns eigentlich vor den Schützern?


Max Pusterla, Basel




"Fehlurteil revidieren"

Bei Erdbeben wäre diese Lösung ideal, denn das Hochhaus ist sicher gebaut. Dieses Fehlurteil ist zu revidieren.


Michael Przewrocki, Basel




"Verschrobene Stadtbildkommissions-Ästhetik"

Ich hoffe, das letzte Wort in dieser Sache ist noch nicht gesprochen! Wie kommt es, dass die Stadtbildkommission soviel Macht hat, vernünftige energietechnische Lösungen zu verhindern? "Gebäudeflächen verunklärt" – schon diese Formulierung ist nicht ganz von dieser Welt! Es geht doch hier nicht um eine Barockfassade, sondern um glatte, graue Flächen, die auch mit Photovoltaik-Beschichtung nicht viel anders aussehen würden. Es gibt mittlerweile andere Prioritäten als die verschrobene Stadtbildkommissions-Ästhetik, die übergeordnete Interessen manchmal einfach ausblendet oder praktische Lösungen torpediert. Zum Glück haben wir im Kanton Basel-Stadt keine lecken Atommeiler, möglicherweise würde auch deren Ummantelung aus gebäudeschützerischen Gründen verboten.


Esther Murbach, Basel




"Nicht nachvollziehbar"

Das ist schlicht traurig und angesichts der sich abzeichnenden Atomausstiegs-Debatte nicht nachvollziehbar!


Marc Baumgartner, Anwil



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"Was hat die Pandemie für einen Impact auf Ihr Berufsleben?"

BZ Basel
in einem Interview
vom 3. April 2021
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Sie ist eine Challenge.

RückSpiegel


In ihrem Report über die Basler LDP nimmt die WochenZeitung (WoZ) Bezug auf ein OnlineReports-Interview mit LDP-Grossrat Michael Hug.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Psychoterror in einem Arlesheimer Wohnblock auf.

Die BZ greift in ihrem Artikel "Bikini-Gate im Schrebergarten" einen Artikel von OnlineReports auf.

Den OnlineReports-Bericht über Masken-Sicherheit an Spital-Porten nahm die Konsumenten-Sendung "Espresso" von Radio SRF zum Anlass, das Thema vertieft zu untersuchen.

Blick, Telebasel, 20 Minuten und die BZ nahmen die OnlineReports-News über die Strafanzeigen gegen den ausländerfeindlichen Basler Grossrat E. W. auf.

Die BZ, die zu Recht die Intransparenz der Baselbieter Steuer(ab)rechnungen kritisierte, nahm in ihren Nachzug auf einen bestätigenden OnlineReports-Kommentar Bezug.

Prime News ging in der Kritik an "Weltwoche"-Kolumnist Christoph Mörgeli auf einen satirischen OnlineReports-Text über Lukas Engelberger ein.

Der Tages-Anzeiger bezog sich in einem Artikel über Impf-Privilegien auch auf einen OnlineReports-Artikel über UKBB-CEO Marco Fsicher.

Die Basler Zeitung nahm in ihrem Abschiedstext über den Basler Regierungsrat Hans-Peter Wessels in Text und Bild auf OnlineReports Bezug.

Die OnlineReports-Todesnachricht über alt-Landrat Peter H. Müller wurde von der BZ aufgenommen.

Die BZ nahm die OnlineReports-News über die Schliessung des Zeitungsladens "Press&Books" auf der Basler SBB-Passerelle auf.

Telebasel, das Regionaljournal und die Basler Zeitung nahmen in ihren Nachrufen auf Corina Christen auf OnlineReports Bezug.

Der OnlineReports-Primeur über den Rücktritt das Basler Grünen-Präsidenten Harald Friedl nahmen die BZ, Prime News, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und Telebasel auf.

Die Medienwoche berichtete bezüglich einer "Weltwoche"-Falschmeldung über den Basler Regierungsrat Lukas Engelberger darüber, dass Mörgeli die humoristische Gedankenspielerei auf Onlinereports.ch für bare Münze nahm.

In ihrer Presseschau über die Basler Regierungsratswahlen zitierete die BZ ausführlich aus OnlineReports.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-News über einen geplatzten Baselbieter Strafprozess auf.

Die Wochenzeitung ging in ihrem Bericht über den Abbau in grossen Schweizer Zeitungsredaktion auch auf "kleinere Player" wie OnlineReports ein.

Die BZ zieht den OnlineReports-Report über den Verzicht auf das Muttenzer Multiplex-Kino der "Kitag AG" nach.

Die OnlineReports-News über die Schliessung eines Tanzlokals in der Basler Innenstadt nahm die BZ auf.

In ihrer Besprechung von Roland Starks Kolumne-Buch "Stark!" nimmt die Volksstimme auf OnlineReports Bezug.

Die BZ kritisierte den designierten Basler SP-Regierungsrat Beat Jans für seinen Twitter-Tweet: "Wieso muss man in unserer Region eigentlich 'Onlinereports' lesen, wenn man sich umfassend informieren, statt belehren lassen will?"

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Salome Bessenich wird Nachfolgerin des zurücktretenden Basler SP-Grossrats Sebastian Kölliker, der Co-Generalsekretär des Basler Präsidialdepartements wird.

Der 615. Liestaler Banntag vom 10. Mai ist durch einen Beschluss der vier Rottenchefs aus pandemischen Gründen abgesagt worden.

Innerhalb von zwei Wochen sind über 3’000 Unterschriften gegen die vom Grossen Rat beschlossene Abschaffung der Parkplätze beim Friedhof Hörnli zusammengekommen.

Daniel Urech, Gemeinderat der Freien Wähler Dornach und Kantonsrat der Grünen Solothurn, tritt für das Gemeindepräsidium Dornach an.

Mit einer Geschwindigkeit von 124 km/h statt der erlaubten 60 km/h erwischte die Polizei am 29. März auf der Oristalstrasse in Liestal einen 33-jährigen italienischen PW-Lenker, der in Richtung Büren raste und es jetzt mit der Justiz zu tun bekommt.

Die neugewählten Basler Regierungsmitglieder Esther Keller (GLP) und Kaspar Sutter (SP) wurden zu neuen Verwaltungsratsmitgliedern des EuroAirport ernannt.

Das Referendum gegen eine flächendeckende Parkraum-Bewirtschaftung in Allschwil ist mit über 800 Unterschriften zustande gekommen; das Quorum beträgt 500 Unterschriften.

Waltraud Parisot wird neue Verwaltungs-Chefin an der Musik-Akademie Basel und damit Nachfolgerin von Marc de Haller, der nach 18 Dienstjahren regulär pensioniert wird.

Lina Arti hat heute als 10'000. Baslerin im Impfzentrum die Corona-Zweitimpfung und von Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger einen grossen Blumenstrauss erhalten.

Der Kanton Basel-Stadt hat bis 2. März gesamthaft 25,2 Millionen Franken A-fonds-perdu-Beiträge aus dem Härtefall-Programm an Unternehmen ausbezahlt und 4,9 Millionen Franken Bürgschaften für KMU-Kredite bewilligt.

Dominik Scherrer wird als Nachfolger von Titus Hell neuer Präsident der Jungfreisinnigen Basel-Stadt.

Die Fluxdock AG wird den Kasernen-Hauptbau betreiben, in dem Anfang 2022 das Kultur- und Kreativzentrum seine Tore öffnet.

Marcus Vetter ist neuer Chefarzt für Onkologie und Hämatologie des Kantonsspitals Baselland.

Alexa Ipen-Providoli wird ab 1. April neue Leiterin des Amtes für Beistandschaften und Erwachsenenschutz und damit Nachfolgerin von Sarah Thönen, die ins Erziehungsdepartement wechselt.

Bis 1. Februar erhielten in Basel-Stadt über 9'800 Personen eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus, über 3'700 weitere Personen haben bereits zwei Dosen erhalten.

Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat bei 36 Haarfärbemittel-Proben neun Produkte mit einem Verkaufsverbot belegt.

Die Wahlvorbereitungs-Kommission beantragt dem Grossen Rat, am 10. März Staatsanwalt Urs Jürg Müller-Egli zum Leitenden Staatsanwalt und Leiter der Allgemeinen Abteilung zu wählen.

Elisabeth Simon wird am 1. August neue Rektorin des Gymnasiums Bäumlihof und somit Nachfolgerin von Anna-Katharina Schmid, die auf diesen Zeitpunkt in Pension geht.

Mit einer Mehrheit von 89,4 Prozent beschlossen die Mitglieder der CVP Basel-Stadt am 25. Januar den Namenswechsel in "Die Mitte Basel-Stadt".

Gegen die Kreditbewilligung des Landrates in Höhe von 17,15 Millionen Franken für die Verlängerung der Tramlinie 14 von Pratteln nach Augst reichte am 25. Januar die Aktionsgruppe "aapacke" Pratteln das Referendum ein.

Mark Eichner (Präsident), Carol Baltermia, Liselotte Henz, Isabelle Mati und Karin Sartorius bilden die Findungskommission zur Evaluation eines neuen Basler FDP-Präsidiums.

Medbase und das Kantonsspital Baselland (KSBL) werden das "Regionale Gesundheitszentrum Laufen" im "Birs Center" betreiben und damit ein breites ambulantes Angebot mit Notfallversorgung anbieten.