Wasserstoff-Kraftwerk: Auch Birsfelden erhebt Einsprache

Birsfelden, 10. Februar 2021

Schwieriger Start für die geplante Wasserstoff-Fabrik auf der Kraftwerkinsel von Birsfelden: Auch die Standortgemeinde erhebt Einsprache gegen das Baugesuch von IWB und "Fritz Meyer AG". Zwar begrüsst der Gemeinderat "grundsätzlich" die Förderung umweltfreundlicher Energiequellen. Im vorliegenden Fall sei die geplante Anlage zur Produktion des klimafreundlichen Treibstoffs jedoch "am falschen Ort angesiedelt".

Laut Gemeinderat ist die geplante Produktionsanlage in der Spezialzone Kraftwerk vorgesehen, die "Bauten und Anlagen im Zusammenhang mit der öffentlichen Energiewirtschaft und dem Betrieb der Schifffahrtsanlagen sowie Erholungseinrichtungen" zulässt. In dieser Zone gelte es, die verschiedenen Nutzungen sorgfältig aufeinander abzustimmen und den im Reglement festgehaltenen "Öffentlichkeits-Aspekt" zu berücksichtigen.

Zonenkonformität bestritten

Deshalb erachtet der Gemeinderat Produktionsanlagen, die "keinen direkten Bezug zur wasserkraftbasierten Energiegewinnung haben und bei denen primär wirtschaftliche Gründe für die Standortwahl ausschlaggebend sind, als nicht zonenkonform".

Ausserdem stelle sich die Frage, ob es sich bei der Anlage um einen Betrieb handelt, welcher der Störfallverordnung unterliegt. Von den kantonalen Behörden müsse dieser Aspekt deshalb "umfassend geprüft und geklärt" werden. Dabei sei insbesondere auch die unmittelbare Nähe zu einem hoch frequentierten Naherholungsgebiet und den beiden Schleusenkammern zu beachten.

Für den Gemeinderat ist überdies unklar, ob die Wasserstoff-Transporte nicht als Gefahrguttransporte gewertet werden müssen. Falls dies der Fall sei, müsse berücksichtigt werden, dass sie durch ein sehr dicht besiedeltes Wohngebiet mit Schulnutzungen führen.

Wie schon die lokale SP-Sektion ist auch die Gemeindebehörde der Meinung, der Birsfelder Hafen würde sich als Standort für die geplante Wasserstoff-Anlage bestens eignen.




Weiterführende Links:
- Pläne für Wasserstoff-Kraftwerk beim Wasserkraftwerk
- Wasserstoff-Fabrik auf Kraftwerk-Insel: Einsprache


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"Verkehrstechnisch unüberlegt"

Ich gehe öfter bei Spaziergängen über die Brücke beim Kraftwerk Birsfelden. Vor zwei Tagen konnte ich einen grossen Lastzug beobachten, der auf der Grossbasler Seite beim Service-Gebäude nach der Schleuse etwas abgeliefert hatte. Zunächst musste er rückwärts den Riesen-Truck aus dem Gelände bewegen. Dann setzte er mehrfach an zu wenden. Dabei beanspruchte er etwa fünf Minuten den ganzen Raum bei der Abbiegung Kraftwerk zur Schleuse.

Velofahrer und Frau mit Kinderwagen wichen ängstlich zu Seite, wohl wissend, dass der Lastwagenchauffeur sie im toten Winkel nicht sehen konnte. Anschliessend fuhr der Truck weiter Richtung Birsfelden. Auf der schmalen Strasse kam es da mehrmals zu Konflikten mit entgegen kommenden Velofahrern und Automobilisten.

 

An dieser Stelle eine Wasserstoff-Fabrik mit viel Werksverkehr zu planen, ist rein verkehrstechnisch sehr unüberlegt. Das kann nicht gut gehen!


Bernhard Meier, Riehen




"Wasserstoffproduktion im Naherholungsgebiet?"

Die Frage ist nicht, ob man für oder gegen die Energiewende ist, oder den Klimaschutz politisch priorisiert, sondern, ob eine industrielle Wasserstoffproduktions-Anlage in ein Naherholungsgebiet gehört.

Die Kraftwerkinsel ist ein stark frequentiertes Erholungsgebiet, welches es zu schützen gilt. Der nahegelegene Birsfelder Hafen bietet mit seinen über 400’000m2 genügend Platz, um eine sinnvolle Wasserstoffproduktion zu betreiben. Dort kann eine industrielle Produktionsanlage gefahrlos betrieben werden und später allfällig auch expandieren.

Da Wasserstoff letztlich auch ein Gefahrengut darstellt, analog der diversen Mineralöle, ist eine industrielle Umgebung, welche über die nötigen Schutzzonen und Schutzinfrastrukturen verfügt, der logisch sinnvollere Standort. Im Hafen kann der LKW-Verkehr zudem ungehindert abgewickelt werden, ohne dass Quartierstrassen passiert und die Bevölkerung gefährdet werden muss.


Christoph Meury, Birsfelden




"Keine Energiewende ohne Innovation"

Es wird einem schon etwas Angst und Bange um die Energiewende, wenn man sieht, wie fast instinktiv gegen fast jedes innovative Projekt für erneuerbare Energien Sturm gelaufen wird. Jetzt nicht nur von der lokalen SP, sondern auch von der Gemeinde. Oft stammt die Kritik in solchen Fällen aus denselben Kreisen, die die grössten Befürworter der Energiewende sind.

Ich bin zwar offensichtlich Laie, verstehe aber nicht, dass eine Wasserstoffanlage nicht kompatibel sein soll mit den Zonenvorschriften: "Bauten und Anlagen im Zusammenhang mit der öffentlichen Energiewirtschaft …". In den Zonenvorschriften steht nichts von wasserkraftbetriebenen Energieanlagen. Auch das Argument, dass wirtschaftliche Gründe für den Standort nicht massgebend seien, überzeugt nicht. Je günstiger der Wasserstoff hergestellt werden kann, umso konkurrenzfähiger ist er gegenüber fossilen, klimaschädlichen Treibstoffen.

Und dann habe ich noch gelesen, dass an diesem Standort die Abwärme für einen Wärmeverbund genutzt werden kann. Ist das im Birsfelder Hafen auch der Fall? Dass Transportvorschriften eingehalten und die Störfallverordnung befolgt werden muss, ist andererseits selbstverständlich. Dazu braucht es weder die SP noch die Gemeinde Birsfelden.

Es ist natürlich jedermanns Recht, Einsprachen zu machen. Hoffen wir, dass die Behörden auch den Klimaschutz bei der Beurteilung als wichtig bewerten und nicht der weit verbreiteten Tendenz folgen, bei allem Innovativem, das in der Nähe geplant wird, nur Nachteile zu sehen, die zum Teil gar nicht existieren.


Kaspar Eigenmann, Arlesheim



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"Basel SBB, c’est Endbahnhof."

SBB
Zugsdurchsage
vom 3. November 2022
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Basel, bilingue.

RückSpiegel


matthiaszehnder.ch nimmt die beiden News-Artikel aus OnlineReports zum Anlass, sich über die schrumpfende Kulturberichterstattung in den Schweizer Medien Gedanken zu machen.

Bajour zitierte OnlineReports in seinem Bericht über die Verwicklung von Bundesratskandidatin Eva Herzog in umstrittene Basler Geschäfte.

In ihrer Recherche über die sterbende Kulturberichterstattung in Basler Medien bezieht sich Bajour auf OnlineReports.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Angriff auf den Stiefvater vor dem Muttenzer Gerichtsgebäude auf.

Die Basler Zeitung und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Rückkehr von Christine Keller in den Basler Grossen Rat auf.

In ihrer Analyse über die unklare Gesundheitsversorgung des Laufentals ging die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche ein.

Telebasel konfrontierte die SVP-Regierungsrats-Kandidatin Sandra Sollberger mit einem Kommentar aus OnlineReports (worauf sie die Stellungnahme verweigerte).

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen den OnlineReports-Bericht über Pläne zum Abbruch des Spitals Laufen auf.

Die OnlineReports-News über den Wechsel des Telefon-Anbieters durch die Basler Verwaltung wurde von der BZ Basel und Happy Radio aufgenommen.

In seiner Aufstellung über "Politiker, die Wasser predigen und Wein trinken", nahm der Nebelspalter auch auf einen Artikel in OnlineReports Bezug.

20 Minuten griff die OnlineReports-Meldung über einen Autolenker, der bei der verbotenen Fahrt durch eine Einbahnstrasse in Birsfelden eine Radfahrerin schwer verletzte, auf.

Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des früheren Baselbieter Regierungsrats Urs Wüthrich nahmen Telebasel, die BZ Basel, die Basler Zeitung, das SRF-Regionaljournal, Prime News, die Nachrichtenagentur SDA, 20 Minuten und Happy Radio auf.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Recherche über Lärm-Überschreitungen im Osten des Gundeldinger-Quartiers auf.

Auf die OnlineReports-News über den Rücktritt der Laufener Finanzkommission reagierte die BZ Basel mit einem Nachzug.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Analyse der Basler FDP auf einen OnlineReports-Artikel aus dem Jahr 2005 Bezug.

Die BZ Basel nahm in ihrem Bericht über den Protest gegen entwässerte Basler Brunnen auf OnlineReports Bezug.

Die OnlineReports-News über stehengelassene BVB-Buspassagiere wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Aufnahme von Frauen in die drei Kleinbasler Ehrengesellschaften auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über Login-Probleme bei der Basler Kantonalbank (BKB) nach. Ebenso das Regionaljournal, das aber keine Quelle nannte.

Die BZ Basel und das SRF-Regionaljournal nahmen die OnlineReports-Meldung vom Tod des ehemaligen Baselbieter LdU-Nationalrats Claudius Alder auf.

In ihrem Bericht über den Störungs-Aufruf von "Basel nazifrei" zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Heiko Vogel (47), der frühere Cheftrainer, kehrt am 1. Januar 2023 als Sportdirektor zum FC Basel zurück, um den "gesamten operativen Fussball-Alltag des FCB" zu verantworten.

Die Baselbieter Regierung hat die Mietung von Räumlichkeiten für das Amt für Migration und Bürgerrecht im Helvetia Tower in Pratteln beschlossen.

Auf die im Februar zurücktretende "Basta"-Grossrätin Beatrice Messerli (70) wird die Präsidentin des Jungen Grünen Bündnisses Nordwest, die Klimaaktivistin Fina Girard (Jahrgang 2001) folgen.

Lorenz Amiet, bisher Vizepräsident, wird neuer Präsident der SVP-Grossratsfraktion als Nachfolger von Pascal Messerli, der neu Parteipräsident wurde.

In Lörrach bewarf dieser Tage ein Unbekannter die Fassade der Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde mit Eiern.

Am Riehenring entsiegelt das Basler Bau- und Verkehrsdepartement als Versuch ab 31. Oktober insgesamt 14 Parkfelder, so dass dort zukünftig Regenwasser in den Untergrund geleitet wird.

Witterungsbedingt muss die Eröffnung der Kunsteisbahn Eglisee in diesem Jahr um zwei Wochen nach hinten verschoben werden, nämlich auf den 12. November.

Ab 1. November müssen sämtliche Personen, die den Kanton in strategischen Führungsorganen der Beteiligungen des Kantons Basel-Landschaft vertreten, ihre Vergütungen offenlegen.

Der Kanton Baselland beteiligt sich mit 900'000 Franken an der von der Wirtschaftskammer organisierten grössten Berufswahlmesse der Schweiz.

Am 29. Oktober, ab 10.15 Uhr, findet an der Oristalstrasse 100 A in Liestal die öffentliche Fahrzeug-Versteigerung von rund 140 Velos diverser Marken, 4 Autos (BMW X6 xDrive30d, Honda Civic 2.0i Typ R, VW T5 Kombi D 4M BMT, VW Polo Blue GT) und ein Arbeitsanhänger (BZS MA MA MA) statt.

Die Kunsteisbahn Margarethen eröffnet am 22. Oktober, die Eislaufsaison und eine Woche später; ab dem 29. Oktober, ist auch die Kunsteisbahn Eglisee geöffnet.

Die Evangelische Volkspartei Baselland (EVP) feierte am vergangenen 9. Oktober mit Partei- und ihren 100. Geburtstag.

Das Bau- und Verkehrsdepartement erteilt der Wyniger Gruppe den Zuschlag für den Betrieb der Flora-Buvette ab 2023; es soll sich um die "erste klimaneutrale Buvette" handeln.

Per 1. Januar 2023 übernimmt Christopher Henry Tütsch (49) die Geschäftsleitung des Ausländerdienstes Baselland als Nachfolger von Oliver Bolliger, der zum selben Zeitpunkt die Geschäftsleitung der Stiftung Wohnhilfe in Basel übernimmt.

Die Delegierten des Gewerbeverbandes Basel-Stadt haben am 20. September Hansjörg Wilde zum neuen Präsidenten gewählt.

Nach einjährigem Studium am Basler Gymnasium Kirschgarten konnten dieses Jahr 65 junge Erwachsene ihre Passerelle-Ausweise entgegennehmen, die ihnen nach der Berufs- oder Fachmatur den Zugang zu sämtlichen Studiengängen an den Schweizer Hochschulen ermöglichen.

In Muttenz beim Hallenbad beginnen im September /Oktober die Bohrarbeiten zur Erkundung des Untergrundes, da es dort zu Dolineneinstürzen und grossflächigen Absenkungen gekommen ist.

Der Verein "Treffpunkt Arlesheim" (ehemals "Verkehrsverein Arlesheim") beschloss bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung, sich aufzulösen.

Gleichzeitig mit dem Start der Bundeskampagne zum Energiesparen senkt die Basler Regierung die Heiztemperatur in seinen Verwaltungsgebäuden auf 19 Grad Celsius.

Der Liestaler Stadtrat hat beschlossen, den "Engel-Saal" unter dem Namen "Stadtsaal" in eigener Regie zu betreiben, womit er den Liestaler Vereinen zukünftig zu vergünstigten Konditionen angeboten werden kann.

Die Baumann & Cie übernimmt rückwirkend per 30. Juni 100 Prozent der Aktien der Vögeli Vermögensverwaltung AG.

In Basel-Stadt ist am 19. August die aus Lehrerkreisen angeregte Initiative zur Erweiterung der Integrativen Schule durch heilpädagogisch geführte Förderklassen eingereicht worden.

Die beiden Ludotheken Bläsi und St. Johann der Robi-Spiel-Aktionen werden nach 2022 nicht weiter betrieben.

Anouk Feurer, die Co-Präsidentin des "Jungen grünen Bündnisses Nordwest", ist Nachrückende für die zurücktretende grüne Basler Grossrätin Michelle Lachenmeier.