Völkerrechtlerin Helen Keller: "Ich arbeite unabhängig"

Helen Keller, Zürcher Völkerrechtsprofessorin und neues Mitglied des UNO-Menschenrechtsausschusses, erklärte heute nach ihrer Ankunft aus dem Ausland gegenüber OnlineReports, sie werde unabhängig sein und eine Brückenfunktion ausüben.
Zürich, 4. August 2008

OnlineReports: Helen Keller, letzte Woche sind Sie als Nachfolgerin von Völkerrechtsprofessor Walter Kälin in den Menschenrechtsausschuss der Vereinigten Nationen gewählt worden. Ihr Mandat dauert bis Ende 2010. Auf was werden Sie im Ausschuss Ihr Hauptgewicht legen?

Helen Keller: Der Ausschuss hat zwei Aufgaben: Die Prüfung der Staatenberichte und die Beantwortung von Individualbeschwerden. Daneben verfasst es sogenannte "General Comments", also allgemeine Kommentare, zu Fragen, die in seiner Praxis immer wieder auftauchen. Innerhalb des Ausschusses erfolgt eine Arbeitsteilung. Gewisse Mitglieder schreiben beispielsweise Entwürfe für die "General Comments" oder unterziehen die Individualbeschwerden einer ersten Vorprüfung. Welche Aufgaben mir als Newcomerin zugeteilt werden, weiss ich noch nicht.

OnlineReports: Was sind für Sie als Völkerrechtsprofessorin die grossen Herausforderungen bei der Menschenrechtsarbeit?

Helen Keller: Die Menschenrechte werden in vielen Ländern nicht eingehalten. Hier kann der Menschenrechtsausschuss natürlich nur einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Situation leisten. Dieser Beitrag ist aber wichtig, gerade für die betroffenen Menschen, die sich vor den innerstaatlichen Instanzen nicht durchsetzen konnten. Durch Kritik an der Menschenrechtssituation von internationaler Seite werden auch Menschenrechtsorganisationen, die sich für eine Verbesserung der Standards vor Ort einsetzen, gestärkt und können sich somit vermehrt Gehör verschaffen. 

OnlineReports:
Sie werden auch als Vertreterin der Schweiz betrachtet - wo liegen Ihrer Meinung nach die Vor- und Nachteile?
             
Helen Keller: Die Schweiz stellt mit mir eine Menschenrechtsexpertin für den Ausschuss, die nicht im juristischen Sinne als Vertreterin der Schweiz handelt. Das heisst, ich übe mein Mandat unabhängig aus. Natürlich werde ich aber eine Brückenfunktion wahrnehmen zwischen der Schweiz und dem Menschenrechtsausschuss, und zwar in beiden Richtungen. Ich werde mich beispielsweise im Menschenrechtsausschuss für Werte, die der schweizerischen Demokratie zu Grunde liegen, einsetzen.

OnlineReports: Ein Beispiel bitte.

Helen Keller:
Zum Beispiel für die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Umgekehrt werde ich mich aber auch in der Schweiz für Anliegen einsetzen, die von internationaler Seite gerügt werden – beispielsweise die latent rassistische Schäfchen-Propaganda der SVP.

OnlineReports: Worin liegt für Sie die Hauptbedeutung des Menschenrechtsausschusses?

Helen Keller: Menschenrechte sind nicht etwas, das in Stein gemeisselt ist, sondern etwas Dynamisches. Menschenrechte müssen sich den technischen Entwicklungen und den neuen Bedrohungsformen anpassen. Hier ist es wichtig, dass der Menschenrechtsausschuss die Rechte, die im Pakt über die politischen und bürgerlichen Rechte verankert sind, auf internationaler Ebene konkretisiert und weiterentwickelt. Damit erfüllt er weltweit eine eminent wichtige Aufgabe.




Weiterführende Links:
- Nun kämpft Helen Keller auch im Menschenrechtsausschuss
- Jean Ziegler trotz Attacken in Menschenrechtsrat gewählt
- Kesseltreiben gegen Jean Ziegler
- UNO-Deklaration als neuer Lichtblick für bedrohte Urvölker
- "Die Urvölker müssen eine Wiedergutmachung erhalten"


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"Eine Wild!stauden-Mischpflanzung für mehr Biodiversität"

Gemeinde Riehen
Titel einer Medienmitteilung
vom 30. März 2021
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Neue Schreib!weise für Gender*neutralität im Flora?Bereich.

RückSpiegel


In ihrem Report über die Basler LDP nimmt die WochenZeitung (WoZ) Bezug auf ein OnlineReports-Interview mit LDP-Grossrat Michael Hug.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Psychoterror in einem Arlesheimer Wohnblock auf.

Die BZ greift in ihrem Artikel "Bikini-Gate im Schrebergarten" einen Artikel von OnlineReports auf.

Den OnlineReports-Bericht über Masken-Sicherheit an Spital-Porten nahm die Konsumenten-Sendung "Espresso" von Radio SRF zum Anlass, das Thema vertieft zu untersuchen.

Blick, Telebasel, 20 Minuten und die BZ nahmen die OnlineReports-News über die Strafanzeigen gegen den ausländerfeindlichen Basler Grossrat E. W. auf.

Die BZ, die zu Recht die Intransparenz der Baselbieter Steuer(ab)rechnungen kritisierte, nahm in ihren Nachzug auf einen bestätigenden OnlineReports-Kommentar Bezug.

Prime News ging in der Kritik an "Weltwoche"-Kolumnist Christoph Mörgeli auf einen satirischen OnlineReports-Text über Lukas Engelberger ein.

Der Tages-Anzeiger bezog sich in einem Artikel über Impf-Privilegien auch auf einen OnlineReports-Artikel über UKBB-CEO Marco Fsicher.

Die Basler Zeitung nahm in ihrem Abschiedstext über den Basler Regierungsrat Hans-Peter Wessels in Text und Bild auf OnlineReports Bezug.

Die OnlineReports-Todesnachricht über alt-Landrat Peter H. Müller wurde von der BZ aufgenommen.

Die BZ nahm die OnlineReports-News über die Schliessung des Zeitungsladens "Press&Books" auf der Basler SBB-Passerelle auf.

Telebasel, das Regionaljournal und die Basler Zeitung nahmen in ihren Nachrufen auf Corina Christen auf OnlineReports Bezug.

Der OnlineReports-Primeur über den Rücktritt das Basler Grünen-Präsidenten Harald Friedl nahmen die BZ, Prime News, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und Telebasel auf.

Die Medienwoche berichtete bezüglich einer "Weltwoche"-Falschmeldung über den Basler Regierungsrat Lukas Engelberger darüber, dass Mörgeli die humoristische Gedankenspielerei auf Onlinereports.ch für bare Münze nahm.

In ihrer Presseschau über die Basler Regierungsratswahlen zitierete die BZ ausführlich aus OnlineReports.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-News über einen geplatzten Baselbieter Strafprozess auf.

Die Wochenzeitung ging in ihrem Bericht über den Abbau in grossen Schweizer Zeitungsredaktion auch auf "kleinere Player" wie OnlineReports ein.

Die BZ zieht den OnlineReports-Report über den Verzicht auf das Muttenzer Multiplex-Kino der "Kitag AG" nach.

Die OnlineReports-News über die Schliessung eines Tanzlokals in der Basler Innenstadt nahm die BZ auf.

In ihrer Besprechung von Roland Starks Kolumne-Buch "Stark!" nimmt die Volksstimme auf OnlineReports Bezug.

Die BZ kritisierte den designierten Basler SP-Regierungsrat Beat Jans für seinen Twitter-Tweet: "Wieso muss man in unserer Region eigentlich 'Onlinereports' lesen, wenn man sich umfassend informieren, statt belehren lassen will?"

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Der 615. Liestaler Banntag vom 10. Mai ist durch einen Beschluss der vier Rottenchefs aus pandemischen Gründen abgesagt worden.

Innerhalb von zwei Wochen sind über 3’000 Unterschriften gegen die vom Grossen Rat beschlossene Abschaffung der Parkplätze beim Friedhof Hörnli zusammengekommen.

Daniel Urech, Gemeinderat der Freien Wähler Dornach und Kantonsrat der Grünen Solothurn, tritt für das Gemeindepräsidium Dornach an.

Mit einer Geschwindigkeit von 124 km/h statt der erlaubten 60 km/h erwischte die Polizei am 29. März auf der Oristalstrasse in Liestal einen 33-jährigen italienischen PW-Lenker, der in Richtung Büren raste und es jetzt mit der Justiz zu tun bekommt.

Die neugewählten Basler Regierungsmitglieder Esther Keller (GLP) und Kaspar Sutter (SP) wurden zu neuen Verwaltungsratsmitgliedern des EuroAirport ernannt.

Das Referendum gegen eine flächendeckende Parkraum-Bewirtschaftung in Allschwil ist mit über 800 Unterschriften zustande gekommen; das Quorum beträgt 500 Unterschriften.

Waltraud Parisot wird neue Verwaltungs-Chefin an der Musik-Akademie Basel und damit Nachfolgerin von Marc de Haller, der nach 18 Dienstjahren regulär pensioniert wird.

Lina Arti hat heute als 10'000. Baslerin im Impfzentrum die Corona-Zweitimpfung und von Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger einen grossen Blumenstrauss erhalten.

Der Kanton Basel-Stadt hat bis 2. März gesamthaft 25,2 Millionen Franken A-fonds-perdu-Beiträge aus dem Härtefall-Programm an Unternehmen ausbezahlt und 4,9 Millionen Franken Bürgschaften für KMU-Kredite bewilligt.

Dominik Scherrer wird als Nachfolger von Titus Hell neuer Präsident der Jungfreisinnigen Basel-Stadt.

Die Fluxdock AG wird den Kasernen-Hauptbau betreiben, in dem Anfang 2022 das Kultur- und Kreativzentrum seine Tore öffnet.

Marcus Vetter ist neuer Chefarzt für Onkologie und Hämatologie des Kantonsspitals Baselland.

Alexa Ipen-Providoli wird ab 1. April neue Leiterin des Amtes für Beistandschaften und Erwachsenenschutz und damit Nachfolgerin von Sarah Thönen, die ins Erziehungsdepartement wechselt.

Bis 1. Februar erhielten in Basel-Stadt über 9'800 Personen eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus, über 3'700 weitere Personen haben bereits zwei Dosen erhalten.

Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat bei 36 Haarfärbemittel-Proben neun Produkte mit einem Verkaufsverbot belegt.

Die Wahlvorbereitungs-Kommission beantragt dem Grossen Rat, am 10. März Staatsanwalt Urs Jürg Müller-Egli zum Leitenden Staatsanwalt und Leiter der Allgemeinen Abteilung zu wählen.

Elisabeth Simon wird am 1. August neue Rektorin des Gymnasiums Bäumlihof und somit Nachfolgerin von Anna-Katharina Schmid, die auf diesen Zeitpunkt in Pension geht.

Mit einer Mehrheit von 89,4 Prozent beschlossen die Mitglieder der CVP Basel-Stadt am 25. Januar den Namenswechsel in "Die Mitte Basel-Stadt".

Gegen die Kreditbewilligung des Landrates in Höhe von 17,15 Millionen Franken für die Verlängerung der Tramlinie 14 von Pratteln nach Augst reichte am 25. Januar die Aktionsgruppe "aapacke" Pratteln das Referendum ein.

Mark Eichner (Präsident), Carol Baltermia, Liselotte Henz, Isabelle Mati und Karin Sartorius bilden die Findungskommission zur Evaluation eines neuen Basler FDP-Präsidiums.

Medbase und das Kantonsspital Baselland (KSBL) werden das "Regionale Gesundheitszentrum Laufen" im "Birs Center" betreiben und damit ein breites ambulantes Angebot mit Notfallversorgung anbieten.