Mobilfunk-Boom in Gelterkinden: Drei weitere Pläne

Gelterkinden, 5. Dezember 2011

Obschon in der Gemeinde Gelterkinden ein heftiger Streit um eine Handy-Antenne der Firma Sunrise auf einer Liegenschaft an der Rickenbacherstrasse im Gange ist, sind zusätzlich drei weitere Pläne zum Bau von Mobilfunk-Antennen bekannt geworden. Laut einer Mitteilung der Gemeinde planen die Firma Sunrise im Gebiet zwischen Böckten und dem Dorf-Zentrum und die Firma Orange an der Hauptstrasse bei der Gemeindegrenze Gelterkinden / Ormalingen je "eine neue Anlage zur Kapazitätserweiterung und zur Abdeckung von Lücken". Ausserdem plant die Swisscom im Gebiet Gelterkinden Süd ("Wolfstiege"-Unterführung, am Standort der bestehenden SBB-Antenne) einen Neubau, ebenfalls "zur Kapazitätserweiterung", wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Der Gemeinderat ist aber nicht bereit, das Dorf einem schrankenlosen Antennen-Boom auszusetzen. Er habe die drei Firmen schriftlich informiert, dass ihm "keinerlei Kapazitätsprobleme beim Mobilfunk" bekannt seien. Daher fordert die Gemeindebehörde, dass die Firmen "spätestens zusammen mit einem allfälligen Vorabklärungsgesuch nachprüfbar erläutern, auf welchen Bedarfsberechnungen die geplanten Kapazitätserweiterungen beruhen". Gleichzeitig verlangt der Gemeinderat, "dass die drei Firmen mit den anderen Mobilfunkbetreibern Kontakt aufnehmen, um gegebenenfalls mit gemeinsam genutzten Anlagen Lösungen zu finden".

Seit 1. Oktober 2010 sind die Mobilfunkbetreiber gemäss dem Raumplanungs- und Baugesetz verpflichtet, die Gemeinden jährlich über den aktuellen Stand der Netzplanung zu informieren.

Am seit über zwei Jahren heftig umstrittenen Standort Rickenbacherstrasse 11 fand Ende November ein Augenschein der Baurekurskommission statt, zu dem auch die Gesuchstellerin Sunrise, der Hauseigentümer (der jetzt auf der Seite der Gegner steht) sowie die Beschwerdeführer eingeladen waren. Quartierbewohner hatten die Ablehnung ihrer zwei Beschwerden durch das Bauinspektorat angefochten. Die Rekurse sind jetzt bei der Baurekurskommission hängig.




Weiterführende Links:
- Dorf-Demo gegen Mobilfunk-Antenne im Wohnquartier
- Protest gegen das "Strahlenmeer im Wohnquartier"
- Antennen-Streit: Sunrise zieht 86-Jährigen vor Gericht
- Petition gegen Mobilfunk-Antenne eingereicht
- Antennen-Streit: Niederlage für Hauseigentümer
- Antennen-Vermieter hofft jetzt auf Sunrise-CEO Steil
- Gelterkinden will eigenständige Mobilfunkantennen-Politik
- Bauinspektorat lehnt Antennen-Einsprachen ab
- Mobilfunkantennen-Kampf geht weiter: Beschwerden
- Münchenstein schafft Ordnung im Antennen-Wildwuchs


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"Auch in Elgg ..."

Nicht nur in Gelterkinden besteht das Problem des ungebremsten Wachstums der Mobilfunkindustrie.

Auch in Elgg gewährt die Elibag AG gegen den Willen der Bevölkerung und Gemeinde den Bau einer Sunrise-Antenne.

 

Trotz Kommunalem Richtplan und Ablehnung des Baugesuches durch den Gemeinderat, wurde die Gemeinde genötigt, die Bewilligung zu erteilen.

 

Die gesetzlichen Grundlagen stammen aus der Zeit der Mobilfunktelefonie. Dieses Netz ist inzwischen vollständig ausgebaut. Eine vor kurzem veröffentliche Studie von Ericsson rechnet mit der Einführung von Smartphones und Tablett-PC’s mit einer Verzehnfachung des Datenvolumens!

Der weitere Ausbau des Mobilfunknetzes dient lediglich dem unterbruchsfreien Fernsehen, Onlinegaming, Videokonsum - und dies während einer Auto-, Bus- oder Zugfahrt. Wiegt dieser Nutzen die unberechenbaren Risiken der Mobilfunkstrahlen auf?

 

Die Nationalfondsstudie 57 belegt Auswirkungen der Mobilfunkstrahlen auf den Organismus, der nichts mit Erwärmung des Gewebes zu tun hat.

Langzeitstudien seien nötig, um die langfristigen Risiken von Dauerbelastung durch Mobilfunkstrahlen zu untersuchen.

 

Doch dafür lässt uns die Mobilfunkindustrie keine Zeit. Deshalb sind auf politischer Ebene unbedingt Gesetzesanpassungen notwendig. Gesetzesanpassungen, die den Gemeinden wieder Autonomie und Demokratie ermöglichen!

 

Niemand hat das Recht, die Gesundheit der Bevölkerung ohne Not zu gefährden!

Nur aus Habgier darf sich niemand über die Interessen einer Gemeinde stellen.


José von Ah, Elgg ZH



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Frisch pubertiert

Kontroverse am Weihnachtstisch
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"Dann müssen sie sich mich halt enteignen"

Bluewin.ch
vom 1. Januar 2022
über "Mitholz zwischen
Verständnis und Trotz",
auch am 2. Januar noch
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Buewin im Korrigierblues-Modus.

Alles mit scharf

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RückSpiegel


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