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Kampfhunde-Schnitzer in der Bau- und Umweltschutzdirektion

Liestal, 24. Dezember 2005

Ruth Singer, Kampfhunde-Besitzerin und Medien-Mitarbeiterin der Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD), kämpfte offenbar während ihrer Arbeitszeit - und mit teils äusserst fragwürdigem Inhalt - gegen das Verbot von Kampfhunden. Laut der Basler Zeitung machte die Mitbegründerin der "IG gegen die Diskriminierung von Hunden bestimmter Rassen" am Freitagmorgen um 7.46 Uhr einen Weblog-Eintrag im Internet mit folgendem Inhalt: "Mit dem Rassismus gegen Hunde fängt es an! Es darf nicht vergessen werden, dass hinter diesen Hunden in den meisten Fällen anständige und verantwortungsvolle Menschen stehen, die sich jetzt nicht mehr auf die Strasse wagen, wenn sie mit ihren Hunden Gassi gehen wollen. Das Dritte Reich ist zurückgekehrt - und zwar in die Schweiz!"

BUD-Generalsekretär Pascal Payllier habe der Mitarbeiterin später den Auftrag gegeben, den Eintrag "blitzschnell" zu löschen. Um 14.42 Uhr korrigiert sich Frau Singer auf Intervention des Generalsekretärs: "Hiermit nehme ich meinen davor gemachten Eintrag inbezug auf Zustände aus dem Dritten Reich in aller Form zurück. Ich sehe ein, dass er deplatziert und überreagiert ist." Allerdings: Der Beitrag ist auch heute Samstag noch auf dem Netz.

Brisant: Die Communiqués der IG wurden offenbar während der Arbeitszeit verschickt und von einem staatlichen Account, der unverkennbar auf die Direktion von Regierungsrätin Elsbeth Schneider schliessen lässt ("Singer, Ruth BUD"). So wurde am 12. Dezember um 8.32 Uhr eine kritische Medienmitteilung über die vom Bundesgericht abgewiesene Beschwerde gegen die in der Direktion des Baselbieter Sanitätsdirektors Erich Straumann verfügte Bewilligungspflicht für bestimmte Hunderassen versandt. Drei Tage später um 10.30 Uhr folgte der Versand einer "Petition gegen das Verbot international anerkannter Hunderassen". Am 22. Dezember um 8.28 Uhr folgte ein Kommentar von Ruth Singer über die "Ausrottung von 12 Hunderassen" im Kanton Wallis - über den gleichen Account der BUD-Medienabteilung, über den eine Stunde später ein offizielles BUD-Communiqué über "Weitere Untersuchungen an Muttenzer Deponien" verbreitet wurde.

Ob über den Staats-Account oder vom Ruth Singers Arbeitsplatz aus eine eigentliche Kampfhunde-Kampagne geführt wurde, ist zumindest nicht ausgeschlossen: Auf demselben Log droht ein Kritiker, "gegen die von Frau Singer initierte Mailflut" Strafanzeige einzureichen.

OnlineReports hat BUD-Sprecher Michael Köhn um eine Stellungnahme gebeten. Sie steht noch aus.



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Das ist doch Jans was Heiri ...

RückSpiegel


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