© Screenshot 3.8.2010, 12 Uhr by OnlineReports


Immer noch hat die PNOS ihren Hetzartikel nicht gelöscht

Er kann nach wie vor im Internet gelesen werden: Der rassendiskriminierende Kommentar des Nationalisten Philippe Eglin über die "Lügen um Anne Frank". Das hat OnlineReports festgemacht. Die Basler Staatsanwaltschaft fordert nun die sofortige und totale Entfernung des Textes.
Basel, 3. August 2010

Das war taktisch: Als der wegen Rassendiskriminierung eben verurteilte Philippe Eglin (22) am Morgen des 21. Julis das Strafgericht Basel-Stadt verliess, wollte er noch nicht wissen, ob er seinen anstössigen Kommentar über die angeblichen "Lügen um Anne Frank" von der Internetseite seiner "Partei national orientierter Schweizer" (PNOS) der Sektion Basel löschen werde. Dabei hatte Richterin Liselotte Henz unmissverständlich klar gemacht, die Strafverfolgungsbehörden würden nicht ruhen, bis dieser Text von der Homepage gelöscht sei.

Das war vernünftig: Ex-PNOS-Sektionspräsident Eglin und sein Nachfolger Michael Herrmann scheinen jedoch ziemlich rasch zum Schluss gekommen zu sein, es sei wohl gescheiter, den Kommentar auf der Internetseite so rasch wie möglich unsichtbar zu machen: Bereits am Abend war Eglins Text von der Homepage verschwunden.

Das ist abgefeimt: Auf der Homepage gelöscht, heisst aber noch lange nicht, dass etwas auch im World Wide Web gelöscht ist. Alle, die sich wie die PNOS etwas näher mit dem Internet befassen, wissen, dass dessen "Gedächtnis" sogar das unheimlich gute Erinnerungsvermögen eines Elefanten schlapp erscheinen lässt: Im Web geht – ausser Dingen wie Übersicht und Zeit – nichts so schnell verloren. Auch das "Gelöschte" nicht. Dies wiederum kann mitunter bewusst ausgenutzt werden.

Routine-Recherche brachte es an den Tag

OnlineReports stiess während einer Recherche ohne Probleme – auf den "gelöschten" Kommentar Eglins. Und zwar im Puffer-Speicher (Cache) der Supersuchmaschine Google. Diese erklärt sich selbst: "Während Google das gesamte Web durchforstet, erstellt und speichert es von jeder Webseite einen 'Schnappschuss', der im sogenannten 'Cache' abgelegt wird."

Dort steht nun über der von der Basler Justiz geächteten Webseite: "Es handelt sich dabei um ein Abbild der Seite, wie diese am 22. Mai 2010 04:49:57 angezeigt wurde. Die aktuelle Seite sieht mittlerweile eventuell anders aus." Wer auf die aktivierte "aktuelle Seite" klickt, wird auf die nun tatsächlich anders aussehende PNOS-Seite verlinkt – sie zeigt ein unbeschriebenes Textfeld.

Dessen Inhalt (Content), gemäss Gericht eindeutig rassendiskriminierend, ist – sofern er nicht von anderen Suchmachinen angelegt oder auf anderen Seiten aufgeschaltet wurde – zurzeit nachweisbar im Cache von Google (Bild, heute 12 Uhr) nachzulesen. Wie aber kann er dort gelöscht werden? Google stellt klar: Wenn der Inhalt aus den Suchergebnissen von Google entfernt werden soll, müsse dieser Content "zuerst aus dem Web entfernt oder für Suchmaschinen blockiert werden". Überdies wollen die Betreiber der grössten Suchmaschine der Welt dies präzisiert haben: "Manche Leute glauben, dass Google das gesamte Web verwaltet und alle Websites darin kontrolliert, aber das ist natürlich nicht der Fall. Die Websites in den Google-Suchergebnissen werden von den Webmastern dieser Websites kontrolliert."

Aufforderung zur endgültigen Löschung

Im Falle des "Nationalisten" Philippe Eglin – die PNOS-Mitglieder wollen nicht als "Rechtsradikale" bezeichnet werden – müsste also die Partei als Betreiberin der Seite dafür sorgen, dass der Eglin-Kommentar auch im Google-Cache nicht mehr auftaucht. Der Inhaber der Website, so zeigt Google die dazu möglichen Wege für alle nachlesbar auf, könne "die betreffenden Informationen von der Seite entfernen, die Seite ganz aus dem Web nehmen oder angeben, dass die ihre Suchmaschine die Seite weder crawlen noch indexieren soll". Das dürfte auch Eglin, Herrmann und Kameraden bekannt sein.

Nun will die Basler Staatsanwaltschaft den Schweizer Nationalisten Motivationshilfe leisten. Sie hat sich, nach einer Frage von OnlineReports, umgehend mit der Materie befasst. Und sie wird, so die Auskunft von Kriminalkommissär Peter Gill, "den Verantwortlichen des Artikels" darauf aufmerksam machen, "dass das entsprechende Schreiben im Google-Cache offensichtlich noch vorhanden ist" und abgerufen werden könne. "Wir werden den Verantwortlichen auffordern, den Artikel beim Provider löschen zu lassen." Philippe Eglin und Gesinnungsgenossen sind neu gefordert.




Weiterführende Links:
- Seine Rassendiskriminierung hat Holocaust-Ignorant Eglin eingeholt


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"Auf Grund Bauarbeiten"

BVB
Durchsage in der Tramlinie 16
vom November 2021
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Eine Art Deutsch. Stiessen die Bauarbeiten auf Grund?

RückSpiegel


Die Medienwoche verlinkt auf den OnlineReports-Kommentar über das Medienrechts-Urteil des Baselbieter Kantonsgerichts zum Fall Wirtschaftskammer Baselland vs. "Basler Zeitung".

Der Tages-Anzeiger geht in seinem Bericht über die neue Post-Strategie auf OnlineReports-Nachrichten über die Verteuerung der Vereinspostfächer und die allgemeine Kostenpflicht für Postfächer ein.

In ihrem Beitrag über den Prozess der Wirtschaftskammer Baselland gegen einen ehemaligen Journalisten der "Basler Zeitung" nahm die Medienwoche auf OnlineReports Bezug.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Geschichte über einen FCB-Hooligan und vor Appellationsgericht erfolglosen DNA-Verweigerer auf.

Die BZ Basel, Telebasel, Bajour und Prime News nahmen zum Rücktritt des Basler Nationalrats Christoph Eymann Bezug auf ein OnlineReports-Interview.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über die Polizei-Kontrolle von Rechtsextremen in Bubendorf nach.

Telebasel nahm den OnlineReports-Primeur über die Sichtung einer Waschbären-Familie in Gelterkinden auf.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Meldung über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Basler Grossrat Eric W. auf.

20 Minuten, Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Durchführung der Basler Herbstmesse auf. Die Basler Zeitung kam einen Tag später und unterliess die Quellennennung.

Bajour nahm im Artikel über die Basler Nano-Forschung auf eine OnlineReports-Meldung Bezug.

Im Beitrag von Prime News über die "zunehmende Missachtung der Aufgabentrennung zwischen Staat und Medien" wird OnlineReports zitiert.

Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über den Grund des Tramunglücks vom Oktober 2019 auf.

Die OnlineReports-Erstmeldung über die zweite Beschwerde von ex ASE-Präsident Simon Müller vor Bundesgericht wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die Medienwoche nahm den OnlineReports-Leitartikel über die Förderung von Onlinemedien ohne Subventionen in ihr Monitoring auf.

Telebasel, 20 Minuten und Primenews nahmen die OnlineReports-Exklusivmeldung über den Ausnahmezustand im überfüllten Gartenbad St. Jakob auf.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Die Geschäftsleitung des Landrats hat angesichts der stark steigenden Corona-Fallzahlen beschlossen, dass an den Landratssitzungen per sofort wieder Maskenpflicht gilt.

24 Mitarbeitende der Baselbieter Polizei kommen auf Ersuchen der Genfer Regierung für Aufgaben bei der Durchführung der 12. WTO-Ministerkonferenz zum Einsatz.

Der Basler Journalist, Historiker und langjährige Grossbritannien- und Irlandkorresponent von Radio SRF, Martin Alioth, ist am 18. November nach schwerer Krankheit im Alter von 67 Jahren gestorben.

Der FC Basel überträgt der Rennbahnklinik in Muttenz per sofort die medizinische Versorgung der 1. Mannschaft, der Frauen- und der Nachwuchsabteilung.

Als Nachfolger der in Pension gehenden Yvonne Aellen wird Simon Leuenberger per 1. März 2022 die Leitung der Abteilung Grünflächen-Unterhalt der Stadtgärtnerei Basel.

Die Mitglieder des Schutzverbandes EuroAirport wählten am 11. November die Reinacher Einwohnerrätin Katrin Joos Reimer als neue Präsidentin und Nachfolgerin von Landrätin Rahel Bänziger.

Die Pharma-Firma Bachem AG hat am 11. November in Bubendorf den Grundstein für den Bau des bisher grössen Produktionsgebäudes gelegt, das bis zu 150 neue meist hochqualifizierte Arbeitsplätze bieten wird.

Die Fassade der Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde in Lörrach wurde am 8. November in der Dunkelheit mit zwei Eiern beworfen.

Für die demissionierenden Daniela Dolci Reidemeister, Gottlieb A. Keller und Sibylle Schürch treten Bernhard Berger, Annette Luther und Hans-Peter Wessels in Basler Universitätsrat ein.

Für die erstmalige Besetzung des Stiftungsrats der neuen Wohnbaustiftung und die Amtsdauer vom 1. Dezember 2021 bis 30. November 2025 wählte die Basler Regierung Sarah Barth, Agnes Dormann (Präsidentin), Manuela Jessica Scarpellino, Jürg Steiner und Felix Suter.

Eine klare Mehrheit der Justiz-, Sicherheits- und Sportkommission des Basler Grossen Rates folgt der Regeirung und empfiehlt die kantonale Volksinitiative "Grundrechte für Primaten" ohne Gegenvorschlag zur Ablehnung

Trotz Steuerfuss von 65 Prozent rechnet das Budget 2022 der Stadt Liestal mit einem Defizit von 4,7 Millionen Franken.

Tom Wiederkehr und Andrea Schäfer erhielten von der Basler Regierung den Zuschlag für den Betrieb des Pavillon-Cafés im Schützenmattpark ab 2023.

Bettina Buomberger (40) wechselt von der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion in die Finanz- und Kirchendirektion und übernimmt die Leitung des Personalamts an Stelle von Martin Lüthy, der den Kanton per 30. Oktober 2021 verlässt.

1'500 Unterschriften trägt die Petition an die Vertreter der Leimentaler Gemeinden, die mehr Velostrassen im Leimental fordert.

Die baselstädtische EVP nominiert Gemeinderätin Christine Kaufmann für das Riehener Gemeindepräsidium und gleichzeitig für den Gemeinderat, und Bürgerrat Daniele Agnolazza als Gemeinderat.

Flavio Casanova und Thomas Schneider werden neue Verwaltungsräte der Basler Verkehrs-Betriebe anstelle von Sibylle Oser und Kurt Altermatt, die nicht mehr zur Wiederwahl antreten.

Die SP Riehen nominierte den bereits amtierenden Gemeinderat Guido Vogel zusammen mit Grossrätin Edibe Gölgeli für den Gemeinderat.

Die grünliberale Fraktion wählt Grossrat Bülent Pekerman ins Büro des Basler Grossen Rates und nominiert ihn damit im kommenden Jahr für das Amt des Statthalters und im 2023 zum ersten Grossratspräsidenten der GLP.

Das Basler Silvester-Feuerwerk kann auch dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden.

Die frühere Baselbieter SP-Landrätin und Landrats-Präsidentin Heidy Strub ist am 21. September im Alter von 83 Jahren gestorben.

Die Birsfelder EVP-Landrätin Sara Fritz tritt nach zwölf Jahren zurück, um ihren Muttenzer Parteikollegen Thomas Buser nachrücken zu lassen.

Der Kanton Basel-Stadt budgetiert für das Jahr 2022 einen Überschuss von 78 Millionen Franken.

Ab dem 1. Oktober übernimmt Jonathan Koellreuter die Leitung des Portfolio-Managements bei Immobilien Basel-Stadt (IBS).

Raffael Kubalek wird per 1. Oktober neuer stellvertretender Generalsekretär in der Baselbieter Sicherheitsdirektion und Nachfolger von Katrin Bartels, die Gemeindeverwalterin von Arlesheim wird.