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"Salina Raurica": 3,2 Kilometer neue Tramlinie "14"

Ein spannendes Kapitel des öffentlichen Verkehrs im Baselbiet steht vor der parlamentarischen Beratung: Die Verlängerung der Tramlinie 14 ins Entwicklungsgebiet "Salina Raurica" in den Gemeinden Pratteln und Augst. Die Projektierungsvorlage der Regierung dazu ging heute Mittwoch an den Landrat. Baudirektor Isaac Reber präsentierte den Medien das Projekt.
Pratteln, 2. September 2020

Die heutige Tramlinie 14 von Basel nach Pratteln endet in der Nähe des Bahnhofs. Künftig soll die Doppelspur um 3,2 Kilometer weitergeführt werden und erst an der Längi-Kreuzung an der Grenze von Pratteln und Augst eine Wendeschlaufe erhalten.

Der Grund dafür ist nicht primär die Erschliessung des Längi-Quartiers mit den grünen Trämli. Vielmehr ist es das dazwischen liegende, seit vielen Jahren in Planung stehende, 60 Hektar grosse Entwicklungsgebiet "Salina Raurica", das schon über einen eigenen Bahnhof verfügt.

Wohnraum für 3'500 Personen

Dieser Perimeter, der mit Wohnungen, Gewerbe und einem 25'000 Quadratmeter grossen Park überbaut wird, schafft allein für die 17'000-Einwohner-Gemeinde Pratteln Wohnraum für 2'500 Personen und ebenso viele Arbeitsplätze. Auf dem Augster Anteil des Geländes – zwischen der heutigen Rheinstrasse und dem Rhein – entsteht Wohnraum für rund 1'000 Personen, wodurch sich die Bevölkerung der Gemeinde genau verdoppelt.

Die Kosten der Tramverlängerung belaufen sich auf 170 Millionen Franken, woran sich der Bund mit rund einem Drittel aus dem Agglomerations-Programm beteiligen dürfte.

Zunächst geht es um den Projektierungskredit von rund 17 Millionen Franken, in dem neben der Projektierung (8,5 Millionen) auch der vorgezogene Landerwerb (7 Millionen Franken) und der Bau eines provisorischen Bushofs in Augst enthalten sind. Der Kredit untersteht dem fakultativen Referendum. Das Bundesamt für Strassen hat dazu keine Vorbehalte angebracht.

Direkter Bahnanschluss

Dieses "Schlüsselprojekt" von "Salina Raurica" stellte Baudirektor Isaac Reber zusammen mit dem Prattler Gemeindepräsidenten Stephan Burgunder, dem Augster Vizegemeindepräsidenten Ralph Wächter, Kantonsingenieur Drangu Sehu und BLT-Direktor Andreas Büttiker den Medien vor.

Die Linie unterfährt beim Bahnhof die SBB-Stammlinie auf einer Länge von 70 Metern, führt auf einer 280 Meter langen Brücke über die Autobahn A2 ins Gewerbegebiet "Grüssen", wo die zweite Wendeschlaufe geplant ist, und quer durch "Salina Raurica" bis zur Endschlaufe. Bedient werden sechs neue Stationen: "Unterführung SBB" mit direktem Bahnanschluss, "Grüssenhölzli", "Zurlinden", "Steinhölzli", "Längipark" und "Augst".

Die Rheinstrasse im Projektgebiet wird Ende 2022 zurückgebaut und durch die Rauricastrasse abgelöst. Dies hat zur Folge, dass die bestehende Buslinie neu geführt werden müssen. Weil der neue Busbahnhof erst 2031 in Betrieb gehen kann, ist für die Dauer von rund zehn Jahren der Bau eines provisorischen Bushofs nötig. Laut Drangu Sehu müssen dem Bau "weniger als zwölf Häuser" weichen. Alle Eigentümer seien "informiert".

Reber würde "gern antreten"

Der Kantonsingenieur geht von einer Inbetriebnahme der neuen Tramlinie im Jahr 2031 aus. Im vierten Quartal dieses Jahre soll der Landrat den Projektkredit sprechen. Auf die OnlineReports-Frage, ob er mit einem Referendum rechne, sagte Reber: "Ausgeschlossen ist es nicht, ich würde gern dagegen antreten. Aber Baselland ist aufstrebend unterwegs."

Der mit Tram-Neubaustrecken erfahrene BLT-Dirketor Andreas Büttiker dagegen warnte, das Projekt sei "kein Selbstläufer, da es immer Partikularinteressen gibt". Jedenfalls bedürfe es einer "exzellenten Kommunikation".

Büttiker gab dabei die Anekdote zum Besten, zu Beginn der neunziger Jahre sei eine Verlängerung der Tramlinie 14 um 600 Meter bis zur Zweifengasse "durch Stichentscheid des grünen Landratspräsidenten" abgelehnt worden, weil Gärten grüner Anstösser betroffen gewesen seien. Stimmt so nicht ganz: Den negativen Stichentscheid traf der Prattler Landratspräsident Willi Bernegger (1990/1991) – ein strammer Freisinniger. Erster grüner Baselbieter Landratspräsident war Daniel Müller (1993/1994).

Zufriedene Gemeinden

Die Gemeindevertreter aus Pratteln und Augst zeigten sich erfreut über die Tramverlängerung. Sie führe zu einem "hochwertigen Wohnumfeld", einem Wirtschaftsstandort mit hoher Wertschöpfung und zugleich zu Flächen zur Entwicklung von Biodiversität und für Naherholung.

Für Augst bleibt ein Wermutstropfen: Viel Verkehr fliesst weiterhin durch die Hauptstrasse der Gemeinde: Eine Umfahrung entlang der Autobahn sei zwar "in den Plänen", aber von einer Realisierung noch weit entfernt.

Bild von links: Andreas Büttiker, Drangu Sehu, Ralph Wächter, Stephan Burgunder, Isaac Reber




Weiterführende Links:
- Spatenstich zur neuen Kantonsstrasse in Salina Raurica
- Schuss draussen: Die neuen Tramlinien in beiden Basel
- Rheinstrasse-Verlegung: Referendum nicht eingereicht


BVB-Trämli auf BLT-Trassee


Der "Vierzehner" von Basel nach Pratteln ist ein Unikum. Er fährt zwar auf dem Hoheits-Trassee der Baselland Transport AG (BLT) mit Markenfarbe Orange, wird aber durch grünes Rollmaterial der Basler Verkehrsbetriebe (BVB) betrieben.
 


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Theater Basel

"Verlorene Illusionen"
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"Zeiglingen: Heute Wolf gesuchtet"

OnlineReports.ch
Titel einer Meldung
vom 22. November 2021
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Er wurde dann in Zeglingen auch gefindet. Wenn schon falsch, dann richtig!

RückSpiegel


In ihrer Story über die amtliche Schliessung des Bistro "Cheesmeyer" in Sissach nahm die BZ auf OnlineReports Bezug.

Die BZ, Telebasel und Happy Radio nahmen die OnlineReports-Meldung über den Tod des Kleinbasler "Modezars" Roland Vögtli auf.

Die Medienwoche verlinkt auf den OnlineReports-Kommentar über das Medienrechts-Urteil des Baselbieter Kantonsgerichts zum Fall Wirtschaftskammer Baselland vs. "Basler Zeitung".

Der Tages-Anzeiger geht in seinem Bericht über die neue Post-Strategie auf OnlineReports-Nachrichten über die Verteuerung der Vereinspostfächer und die allgemeine Kostenpflicht für Postfächer ein.

In ihrem Beitrag über den Prozess der Wirtschaftskammer Baselland gegen einen ehemaligen Journalisten der "Basler Zeitung" nahm die Medienwoche auf OnlineReports Bezug.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Geschichte über einen FCB-Hooligan und vor Appellationsgericht erfolglosen DNA-Verweigerer auf.

Die BZ Basel, Telebasel, Bajour und Prime News nahmen zum Rücktritt des Basler Nationalrats Christoph Eymann Bezug auf ein OnlineReports-Interview.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über die Polizei-Kontrolle von Rechtsextremen in Bubendorf nach.

Telebasel nahm den OnlineReports-Primeur über die Sichtung einer Waschbären-Familie in Gelterkinden auf.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Meldung über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Basler Grossrat Eric W. auf.

20 Minuten, Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Durchführung der Basler Herbstmesse auf. Die Basler Zeitung kam einen Tag später und unterliess die Quellennennung.

Bajour nahm im Artikel über die Basler Nano-Forschung auf eine OnlineReports-Meldung Bezug.

Im Beitrag von Prime News über die "zunehmende Missachtung der Aufgabentrennung zwischen Staat und Medien" wird OnlineReports zitiert.

Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über den Grund des Tramunglücks vom Oktober 2019 auf.

Die OnlineReports-Erstmeldung über die zweite Beschwerde von ex ASE-Präsident Simon Müller vor Bundesgericht wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die Medienwoche nahm den OnlineReports-Leitartikel über die Förderung von Onlinemedien ohne Subventionen in ihr Monitoring auf.

Telebasel, 20 Minuten und Primenews nahmen die OnlineReports-Exklusivmeldung über den Ausnahmezustand im überfüllten Gartenbad St. Jakob auf.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Alexander Suter (36) wird als Nachfolger von Fleur Jaccard, die die Geschäftsführung der Zürcher "Age Stiftung" übernimmt, neuer Leiter der Abteilung Soziales  und GL-Mitglied der Christoph Merian Stiftung.

Weil bei der Baselbieter Polizei Beat Krattiger, Chef Sicherheitspolizei, in etwa zwei Jahren vorzeitig in Pension gehen will, kommt es ab 1. Januar aus Gründen der Kontinuität zu einem Stellen-Tausch mit Reto Zuber, dem bisherigen Chef Planung und Einsatz.

Aufgrund der aktuellen pandemischen Lage und der damit verbundenen Unsicherheiten wird die Basler Museumsnacht am 21. Januar abgesagt und voraussichtlich auf den Freitag, 20. Mai 2022 verschoben.

Wegen der stark zunehmenden Corona-Fallzahlen, der hohen Belastung des Gesundheitssystems und der aktuellen Entwicklung setzte die Baselbieter Regierung den Kantonalen Krisenstab wieder ein und reaktivierte den Pandemieplan.

Zum 125-Jahre-Jubiläum schenkt die Basler Regierung der F. Hoffmann-La Roche AG einen originalen Basilisken-Brunnen, der 2023 am künftigen Science Square auf dem Roche-Gelände an der Ecke Peter Rot-Strasse / Chrischonastrasse montiert werden soll.

Die Ost-West-Piste des EuroAirports wird ab 2. Dezember aufgrund der Verschiebung des magnetischen Nordpols von "08/26" zu "07/25" umbenannt.

Die Geschäftsleitung des Landrats hat angesichts der stark steigenden Corona-Fallzahlen beschlossen, dass an den Landratssitzungen per sofort wieder Maskenpflicht gilt.

24 Mitarbeitende der Baselbieter Polizei kommen auf Ersuchen der Genfer Regierung für Aufgaben bei der Durchführung der 12. WTO-Ministerkonferenz zum Einsatz.

Der Basler Journalist, Historiker und langjährige Grossbritannien- und Irlandkorresponent von Radio SRF, Martin Alioth, ist am 18. November nach schwerer Krankheit im Alter von 67 Jahren gestorben.

Der FC Basel überträgt der Rennbahnklinik in Muttenz per sofort die medizinische Versorgung der 1. Mannschaft, der Frauen- und der Nachwuchsabteilung.

Als Nachfolger der in Pension gehenden Yvonne Aellen wird Simon Leuenberger per 1. März 2022 die Leitung der Abteilung Grünflächen-Unterhalt der Stadtgärtnerei Basel.

Die Mitglieder des Schutzverbandes EuroAirport wählten am 11. November die Reinacher Einwohnerrätin Katrin Joos Reimer als neue Präsidentin und Nachfolgerin von Landrätin Rahel Bänziger.

Die Pharma-Firma Bachem AG hat am 11. November in Bubendorf den Grundstein für den Bau des bisher grössen Produktionsgebäudes gelegt, das bis zu 150 neue meist hochqualifizierte Arbeitsplätze bieten wird.

Die Fassade der Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde in Lörrach wurde am 8. November in der Dunkelheit mit zwei Eiern beworfen.

Für die demissionierenden Daniela Dolci Reidemeister, Gottlieb A. Keller und Sibylle Schürch treten Bernhard Berger, Annette Luther und Hans-Peter Wessels in Basler Universitätsrat ein.

Für die erstmalige Besetzung des Stiftungsrats der neuen Wohnbaustiftung und die Amtsdauer vom 1. Dezember 2021 bis 30. November 2025 wählte die Basler Regierung Sarah Barth, Agnes Dormann (Präsidentin), Manuela Jessica Scarpellino, Jürg Steiner und Felix Suter.

Eine klare Mehrheit der Justiz-, Sicherheits- und Sportkommission des Basler Grossen Rates folgt der Regeirung und empfiehlt die kantonale Volksinitiative "Grundrechte für Primaten" ohne Gegenvorschlag zur Ablehnung

Trotz Steuerfuss von 65 Prozent rechnet das Budget 2022 der Stadt Liestal mit einem Defizit von 4,7 Millionen Franken.

Tom Wiederkehr und Andrea Schäfer erhielten von der Basler Regierung den Zuschlag für den Betrieb des Pavillon-Cafés im Schützenmattpark ab 2023.

Bettina Buomberger (40) wechselt von der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion in die Finanz- und Kirchendirektion und übernimmt die Leitung des Personalamts an Stelle von Martin Lüthy, der den Kanton per 30. Oktober 2021 verlässt.

1'500 Unterschriften trägt die Petition an die Vertreter der Leimentaler Gemeinden, die mehr Velostrassen im Leimental fordert.

Die baselstädtische EVP nominiert Gemeinderätin Christine Kaufmann für das Riehener Gemeindepräsidium und gleichzeitig für den Gemeinderat, und Bürgerrat Daniele Agnolazza als Gemeinderat.

Flavio Casanova und Thomas Schneider werden neue Verwaltungsräte der Basler Verkehrs-Betriebe anstelle von Sibylle Oser und Kurt Altermatt, die nicht mehr zur Wiederwahl antreten.

Die SP Riehen nominierte den bereits amtierenden Gemeinderat Guido Vogel zusammen mit Grossrätin Edibe Gölgeli für den Gemeinderat.