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Bürgerliches Ticket: "Keine Luftschlösser, keine Experimente"

Mit scharfer Kritik an Rot-Grün startete heute Donnerstagmorgen das bürgerliche Ticket in den zweiten Wahlgang der Basler Regierungswahlen. Amtsinhaber Baschi Dürr (FDP) und die neu Kandidierende Stephanie Eymann (LDP) setzen auf Stabilität und Kollegialität.
Basel, 5. November 2020

Zwei der vier Kandidierenden waren schon im ersten Wahlgang wiedergewählt worden: Der als lokaler "Mister Corona" amtierende Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger (CVP) und Erziehungsdirektor Conradin Cramer (LDP). An einer Online-Medienkonferenz strichen sie die Vorzüge von Sicherheitsdirektor Baschi Dürr und Stephanie Eymann hervor, die am 29. November zum zweiten Wahlgang antreten müssen. Grundsätzlich Neues war dabei nicht bekannt geworden.

"Dürr hat achtmal mehr Regierungserfahrung"

Engelberger sagte, Dürr könne mit seinen acht Jahren Regierungstätigkeit als Sicherheitsdirektor "achtmal mehr Regierungs- und Führungserfahrung vorweisen als das gesamte rot-grüne Ticket, inklusive der amtierenden Finanzdirektorin". Der neu kandidierenden Eymann, die im ersten Wahlgang auf Platz fünf haarscharf unter dem Absoluten Mehr lag, traut Cramer zu, "vor ersten Tag an anzupacken".

Soviel kam heraus: Stephanie Eymann kandidiert weiterhin für das Amt der Regierungspräsidentin, wobei sie in den letzten Tagen unerwartet starke Konkurrenz von Beat Jans (SP) erhielt: Der bereits gewählte Regierungsrat kündigte auch seine Bewerbung für die Leitung des Präsidialdepartements an.

Keine Departements-Rochade, aber Kritik

Vehement widersprach das bürgerliche Ticket Gerüchten, wonach es im Falle einer bürgerlichen Regierungsmehrheit zu einer gröberen Departements-Rochade komme: "Wir wollen niemandem das Departement wegnehmen", insbesondere nicht der glänzend wiedergewählten Tanja Soland (SP) das Finanzdepartement. "Da würde ich nicht mitmachen", äusserte sich auch Stephanie Eymann unmissverständlich.

Hingegen gab es einige verbale Haue an die rot-grüne Konkurrenz. Die Rede war von "Buebetrickli", "Wahlkampf-Gag" und "Extrempositionen" (Engelberger), von "Luftschlössern" und "Experimenten" (Dürr), was in Zeiten der Corona-Krise nun gar nicht zu gebrauchen sei.

Damit gemeint ist einerseits die Portierung der "sehr linksorientierten" (Eymann) "Basta"-Politikerin Heidi Mück als Anwärterin auf einen Regierungssitz, nachdem die grüne Elisabeth Ackermann nach dem schechten Ergebnis im ersten Wahlgang zum zweiten Wahlgang nicht mehr antritt. Anderseits die Jans-Kandidatur mit dem Anspruch im Fallle einer Wahl das Präsidialdepartement durch Einverleibung des "Amtes für Umwelt und Energie" zu einem Klimadepartement umzubauen. Ein solcher Transfer dürfe nur "durch einen Konsens im Regierungskollegium" erfolgen.

Das Zusammenstellen von Wunsch-Departementen

In seinem Werbespot hielt sich Baschi Dürr relativ knapp. Er geht "zuversichtlich in den zweiten Wahlgang". Auf die OnlineReports-Frage, welche Änderung in Stil und Inhalt bürgerliche Wählende von einer bürgerlichen Regierungs-Majorität erwarten können, sagte Baschi Dürr: "Wir stehen für Kontinuität und wollen den kollegialen Groove, mit dem wir heute in der Regierung gut zusammenarbeiten, weiterführen."

Wenn "auf der andern Seite nun Wunsch-Departemente zusammengestellt werden, dann wäre das ein neuer Stil, nämlich die Fortsetzung des Parlaments in den Regierungsrat". Dürr: "Das möchten wir nicht. Angesprochen darauf, wie er seinen sehr knappen Abstand auf die Achtplatzierte Esther Keller (GLP) erhöhen wolle, meinte er: "Ich werde zwischen erstem und zweitem Wahlgang nichts ändern." Vielmehr stehe er mit seinem bisherigen Leistungsausweis zur Wahl. Es sei aber "noch nichts entschieden" und es werde "auch im zweiten Wahlgang auf jede Stimme ankommen".

Eine Art Von-Wattenwyl-Gespräche

Klar am ausführlichsten äusserte sich Stephanie Eymann, am 13. Tag in der Quarantäne. Das Ergebnis im ersten Wahlgang habe sie trotz der ungewöhnlichen Umstände "beschwingt, jetzt Vollgas zu geben". Auch sie plane "keine Revolution" und komme "nicht einem neuen Peng". Vielmehr wolle sie sich "als Team-Playerin und Vermittlerin" anbieten, das "Sammelsurium" der Aufgaben im Präsidialdepartement entwirren und die vorhandenen "Instrumente eichen".

Der Baselbieter Polizei-Offizierin schwebt vor, die nötige Vernetzung in Form von "festen Gesprächsrunden im kantonalen Stil der Von-Wattenwyl-Gespäche" zu definieren.




Weiterführende Links:
- Basler Regierung: Liberale Stephanie Eymann auf Erfolgskurs


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Frisch pubertiert

Knutschen im Thermalbad
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"Ein Blick über die Grenzen zeigt, wie sich die Menschen im Elsass und Sübdaben auf die neue Situation einstellen."

Regionaljournal Basel online
vom 30. Oktober 2020
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Das ist dort, wo die Dabenser belen.

Alles mit scharf

Der Bart nach dem Maskenball

RückSpiegel


Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-News über einen geplatzten Baselbieter Strafprozess auf.

Die Wochenzeitung ging in ihrem Bericht über den Abbau in grossen Schweizer Zeitungsredaktion auch auf "kleinere Player" wie OnlineReports ein.

Die BZ zieht den OnlineReports-Report über den Verzicht auf das Muttenzer Multiplex-Kino der "Kitag AG" nach.

Die OnlineReports-News über die Schliessung eines Tanzlokals in der Basler Innenstadt nahm die BZ auf.

In ihrer Besprechung von Roland Starks Kolumne-Buch "Stark!" nimmt die Volksstimme auf OnlineReports Bezug.

Die BZ kritisierte den designierten Basler SP-Regierungsrat Beat Jans für seinen Twitter-Tweet: "Wieso muss man in unserer Region eigentlich 'Onlinereports' lesen, wenn man sich umfassend informieren, statt belehren lassen will?"
 

Bajour.ch zitiert OnlineReports in einem Interview mit der Basler Regierungsrats-Kandidatin Stephanie Eymann.

Das SRF-Regionaljournal, die BZ, fasnacht.ch sowie LDP-Grossrat Michael Hug (Interpellation) nahmen die OnlineReports-Recherche über Lärmprobleme durch Trommler, Pfeifer und Gugge in Kleinhüningen auf.

Bajour schreibt, die Berichte von OnlineReports zur Baselbieter Velobahn-Affäre gefielen ihr "am besten".

In ihrem Kommentar über staatliche Medienförderung geht Prime News auf das über zwanzigjährige Bestehen von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung und die BZ zitierten in ihren Berichten über das Velobahn-Amigo-Geschäft von Klaus Kirchmayr und Isaac Reber ausführlich aus OnlineReports.

In ihrem Bericht über die Umgestaltung der Basler Meriangärten nimmt die BZ auf eine zuvor erschienene OnlineReports-Recherche Bezug.

Die Badische Zeitung zitierte in ihrer Vorwahl-Analyse der Basler Regierungs-Wahlen aus einem OnlineReports-Kommentar.

In der BZ-Kolumne nahm Daniel Wiener Bezug auf den OnlineReports-Kommentar über den Macht-Poker um die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann.

In ihrem Leitartikel über den Zustand des Kantons Basel-Stadt zitierte die BZ aus dem OnlineReports-Interview mit Michael Hug.

Die BZ nahm die OnlineReports-Geschichte über den Abbruch des Hauses an der Basler Rufacherstrasse 73 auf. Die Basler Zeitung verzichtete auf eine Quellennennung.

Die BZ nahm die OnlineReports-Story über eine umstrittene Eichen-Fällung auf.

In ihrer News über das Debakel um die Wahl des Gemeindepräsidenten in Schönenbuch nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Artikel über die Kandidatensuche der Basler SVP auf ein Interview in OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Die Baselbieter Regierung senkt den Verzugszins 2021 bei der Staatssteuer von 6 auf 5 Prozent, während der Vergütungszins unverändert bei 0,2 Prozent bleibt.

Das Budgetdefizit 2021 in Höhe von 2,2 Millionen Franken sei "mehrheitlich coronabedingt", schreibt der Birsfelder Gemeinderat.

Sarah Thönen wird am 1. April 2021 die Leitung des Bereichs "Jugend, Familie und Sport" des Kantons Basel-Stadt übernehmen.

Die Birsfelder Gemeinderätin Regula Meschberger wird ab 1. Januar 2021 als Nachfolgerin von Bianca Maag-Streit den "Verband Basellandschaftlicher Gemeinden" (VBLG) präsidieren.

Gregor Leonhardt (52) übernimmt im Frühjahr 2021 die Leitung des Geschäftsbereichs Infrastruktur im Basler Tiefbauamt.

Der Basler Anwalt und Notar Andreas Waldmann zieht sich per 1. Januar 2021 aus der Kanzlei Waldmann Petitpierre als Partner zurück.

Der Baselbieter Landrat nahm das Gesetz über die Bekämpfung der Schwarzarbeit und das Arbeitsmarktaufsichts-Gesetz mit 71:18 Stimmen an, doch kommt es zur obligatorischen Volksabstimmung, weil die Vierfüntel-Mehrheit nicht erreicht wurde.

Der Baselbieter Polizeikommandant Mark Burkhard ist zum Präsidenten der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz (KKPKS) gewählt worden.

Die Central Real Estate Basel AG, Eigentümerin im Klybeck-Areal, tritt ab sofort unter dem neuen Namen Rhystadt AG auf.

Das Basler Marionetten Theater unterbricht per sofort seine Saison bis mindestens Ende 2020.

Die Basler FDP nominierte für den zweiten Wahlgang der Regierungsrats-Wahlen erwartungsgemäss ihr Mitglied Baschi Dürr sowie die LDP-Liberale Stephanie Eymann.

Auf der Autobahn A3 bei Eiken, wo 120 km/h erlaubt sind, wurde am frühen Morgen des 24. Oktober eine Autofahrerin mit Tempo 214 km/h als Raserin geblitzt.

Die Basler Juso bitten die Regierung in einer Petition, sich aktiv dafür einzusetzen, 100 Menschen aus dem Camp Moria in den Kanton Basel-Stadt aufzunehmen.

Der Stiftungsrat der Stiftung Brasilea hat die 37-jährige brasilianisch-schweizerische Doppelbürgerin Tatiana Andrade Vieira als neue Geschäftsführerin und Nachfolgerin von Daniel Faust gewählt.

Die Basler SP hat am 16. Oktober ihre Initiative "Kinderbetreuung für alle" mit über 3'000 Unterschriften eingereicht.

Dominik Beeler wird neuer Präsident der Grünen Liestal und damit Nachfolger von Erika Eichenberger.

Die Volksinitiative "für ein klimagerechtes Basel", die die Treibhausgas-Emissionen in Basel-Stadt bis 2030 auf Null senken will, ist am 8. Oktober mit über 3'700 Unterschriften bei der Staatskanzlei eingereicht worden.

Die Stadt Liestal hat die Einführung eines Ortsbusses namentlich in den Quartieren Sichtern und Langhag/Hanro mit 2'246 Ja-Stimmen gegen 2'717 Nein-Stimmen deutlich abgelehnt.

Binningen hat die SP-Initaitive gegen den Verkauf von gemeindeeigenem Boden mit  2'823 Ja gegen 2'809 Nein hauchdünn angenommen.

Münchenstein hat der Quartierplanung "Spenglerpark" mit dem 100 Meter hohen Hochhaus mit einem Ja- Anteil von 58 Prozent zugestimmt.