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BaZ-Verkauf an "Tagi": Vielleicht alles nur "Fake News"?

Basel/Herrliberg/Zürich, 24. März 2018

Wer will es schon bestreiten: Obschon sie in den vergangenen Jahren fast die Hälfte ihrer Auflage verloren hat, gelingt es keinem Medium so gut, sich im Tagesgespräch zu halten wie der "Basler Zeitung" und ihrem Haupt-Entscheidungsträger Christoph Blocher. "BaZ wird verkauft. Verschwinden dann auch die Hetznudeln? Da gäb's ja auf einmal Platz für Journis in Basel", frohlockte ein anonymer Facebook-Poster möglicherweise aus dem Umfeld von "Rettet Basel!" vor ein paar Wochen.

Die "Schweiz am Wochenende"  aus dem Verlag AZ Medien AG ("BZ Basel") hatte am 10. März mit der Spekulation aufgetrumpft, die Tamedia AG ("Tages-Anzeiger", "SonntagZeitung", "Berner Zeitung", "Bund") wolle die BaZ kaufen. Eine "Quelle" sagte der Zeitung, Mitte Februar sei "sogar bereits Einigkeit erzielt" worden.

Die Vielleicht-Vollzugsmeldung

Nun lockt schon der Frühling, und der angeblich binnen Tagen fällige Verkauf hat nicht stattgefunden. Obschon klare Indizien für ein Ende von Blochers Engagement in Basel vorhanden ist. Chefredaktor Markus Somm hatte – dies ist verbrieft – die Redaktion vor kurzem gruppenweise über Verkaufsabsichten informiert – allerdings ohne den Namen des Käufers zu nennen und ohne gleichzeitig auch seine Leserschaft mit einer offiziellen Verlagsmitteilung zu informieren, wie dies üblich ist.

Statt dessen erfuhr die BaZ-Leserschaft im Lokalteil vom Veräusserungs-Getue hinter den Kulissen über eine Umfrage im Grossen Rat. Titel der kokettierenden Vielleicht-Vollzugsmeldung: "Die Basler Zeitung steht kurz vor dem Verkauf – wer soll sie übernehmen?" Bereitwillig gaben fünf Abgeordnete Auskunft (Bild oben).

Blocher genüsslich über Wanner

Dass die "Schweiz am Wochenende" vorpreschte, gab Blocher in seinem "TV" die Möglichkeit zur genüsslichen Aussage, daraus könne man "ablesen", dass der Aargauer Verleger Peter Wanner gern BaZ-Besitzer würde – was der Tatsache entspricht. (Auch wenn nicht klar ist, ob er in einem solchen Fall nicht seine "BZ Basel" einstellen müsste, die für die BaZ nie zur ernsthaften Bedrohung wurde.)

War die Spekulation in der "Schweiz am Wochenende" ein Versuchsballon aus der Beiz am Knochenende? Wir werden sehen. Sicherlich aber war sie ungünstig für in Zweifel geratene Abonnenten der BaZ, denen gerade die Einladung zur Abo-Erneuerung ins Haus flatterte. BaZ-Leser Frederik Locher (richtiger Name der Redaktion bekannt), soeben mit einer solchen Einladung für eine Zweijahres-Verpflichtung beschenkt, wandte sich bange an den BaZ-Abo-Dienst: "Soll ich fast 1'000 Franken zahlen für eine Zeitung, von der man gehört hat, dass sie demnächst verkauft werden soll?"

Schriftliches aus der Abo-Abteilung

Die Antwort liess in der Tat auf das Szenario "Luftballon" schliessen. So teilte die Abo-Dame dem Leser "gerne" mit, (sic!)"dass wir keine Informationen haben das wir verkauft werden. Wie Sie den Medien entnehmen konnten, hätte der Verkauf bereits bis und mit vor einer Woche sein sollten".

Doch nicht genug damit. Denn die Verkaufsverwaltung beschwichtigte Leser Locher: (sic!) "Es wird immer wieder spekuliert, wie es mit der BaZ weiter geht, Sie können aber davon ausgehen, dass dies nicht in absehbarer Zeit geschehen wird." Versuch einer Ausdeutschung: In absehbarer Zeit wird nicht geschehen, wie es mit der BaZ weiter geht.

Unbehauptete Fake-News

Weiter im Text der Abo-Administratorin: (sic!) "Wenn was in Erwägung gezogen wird und konkretere Pläne vorhanden sind, hat uns der Verlag bestätigt, dass es im Voraus publiziert wird." Ausgedeutscht: Diese Publikation hat ja bereits über die Umfrage im Lokalteil stattgefunden.

Die Abo-Dame weiter: (sic!) "Die Meldung das Herr Somm vor uns stand und mitteilte, dass wir verkauft werden, sind Fake-News." Ausgedeutscht: Die Dame an der Schnittstelle zwischen Abonnenten und Verlag hat damit sogar Recht. Sie wurde von Chefredaktor Markus Somm vermutlich nicht informiert. Nur hat dies auch niemand behauptet.

Dennoch sind wir ziemlich sicher: Der beabsichtigte Verkauf der BaZ ist keine Fake-News. Die Frage ist nur: wann und an wen?




Weiterführende Links:
- Zürcher "Tages-Anzeiger" soll "Basler Zeitung" kaufen


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"Wenn ihr etwas verloren habt, gebt es im Fundbüro ab."

Radio SRF
am 27. August 2022
um 17.28 Uhr
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Mir ist entfallen, was ich soeben vergessen habe.

RückSpiegel


In ihrer Analyse über die unklare Gesundheitsversorgung des Laufentals ging die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche ein.

Telebasel konfrontierte die SVP-Regierungsrats-Kandidatin Sandra Sollberger mit einem Kommentar aus OnlineReports (worauf sie die Stellungnahme verweigerte).

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen den OnlineReports-Bericht über Pläne zum Abbruch des Spitals Laufen auf.

Die OnlineReports-News über den Wechsel des Telefon-Anbieters durch die Basler Verwaltung wurde von der BZ Basel und Happy Radio aufgenommen.

In seiner Aufstellung über "Politiker, die Wasser predigen und Wein trinken", nahm der Nebelspalter auch auf einen Artikel in OnlineReports Bezug.

20 Minuten griff die OnlineReports-Meldung über einen Autolenker, der bei der verbotenen Fahrt durch eine Einbahnstrasse in Birsfelden eine Radfahrerin schwer verletzte, auf.

Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des früheren Baselbieter Regierungsrats Urs Wüthrich nahmen Telebasel, die BZ Basel, die Basler Zeitung, das SRF-Regionaljournal, Prime News, die Nachrichtenagentur SDA, 20 Minuten und Happy Radio auf.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Recherche über Lärm-Überschreitungen im Osten des Gundeldinger-Quartiers auf.

Auf die OnlineReports-News über den Rücktritt der Laufener Finanzkommission reagierte die BZ Basel mit einem Nachzug.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Analyse der Basler FDP auf einen OnlineReports-Artikel aus dem Jahr 2005 Bezug.

Die BZ Basel nahm in ihrem Bericht über den Protest gegen entwässerte Basler Brunnen auf OnlineReports Bezug.

Die OnlineReports-News über stehengelassene BVB-Buspassagiere wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Aufnahme von Frauen in die drei Kleinbasler Ehrengesellschaften auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über Login-Probleme bei der Basler Kantonalbank (BKB) nach. Ebenso das Regionaljournal, das aber keine Quelle nannte.

Die BZ Basel und das SRF-Regionaljournal nahmen die OnlineReports-Meldung vom Tod des ehemaligen Baselbieter LdU-Nationalrats Claudius Alder auf.

In ihrem Bericht über den Störungs-Aufruf von "Basel nazifrei" zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Das Bau- und Verkehrsdepartement erteilt der Wyniger Gruppe den Zuschlag für den Betrieb der Flora-Buvette ab 2023; es soll sich um die "erste klimaneutrale Buvette" handeln.

Per 1. Januar 2023 übernimmt Christopher Henry Tütsch (49) die Geschäftsleitung des Ausländerdienstes Baselland als Nachfolger von Oliver Bolliger, der zum selben Zeitpunkt die Geschäftsleitung der Stiftung Wohnhilfe in Basel übernimmt.

Die Delegierten des Gewerbeverbandes Basel-Stadt haben am 20. September Hansjörg Wilde zum neuen Präsidenten gewählt.

Nach einjährigem Studium am Basler Gymnasium Kirschgarten konnten dieses Jahr 65 junge Erwachsene ihre Passerelle-Ausweise entgegennehmen, die ihnen nach der Berufs- oder Fachmatur den Zugang zu sämtlichen Studiengängen an den Schweizer Hochschulen ermöglichen.

In Muttenz beim Hallenbad beginnen im September /Oktober die Bohrarbeiten zur Erkundung des Untergrundes, da es dort zu Dolineneinstürzen und grossflächigen Absenkungen gekommen ist.

Der Verein "Treffpunkt Arlesheim" (ehemals "Verkehrsverein Arlesheim") beschloss bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung, sich aufzulösen.

Gleichzeitig mit dem Start der Bundeskampagne zum Energiesparen senkt die Basler Regierung die Heiztemperatur in seinen Verwaltungsgebäuden auf 19 Grad Celsius.

Der Liestaler Stadtrat hat beschlossen, den "Engel-Saal" unter dem Namen "Stadtsaal" in eigener Regie zu betreiben, womit er den Liestaler Vereinen zukünftig zu vergünstigten Konditionen angeboten werden kann.

Die Baumann & Cie übernimmt rückwirkend per 30. Juni 100 Prozent der Aktien der Vögeli Vermögensverwaltung AG.

In Basel-Stadt ist am 19. August die aus Lehrerkreisen angeregte Initiative zur Erweiterung der Integrativen Schule durch heilpädagogisch geführte Förderklassen eingereicht worden.

Die beiden Ludotheken Bläsi und St. Johann der Robi-Spiel-Aktionen werden nach 2022 nicht weiter betrieben.

Anouk Feurer, die Co-Präsidentin des "Jungen grünen Bündnisses Nordwest", ist Nachrückende für die zurücktretende grüne Basler Grossrätin Michelle Lachenmeier.

Die grosse Silberlinde im Riehener Solitude-Park musste durch die Stadtgärtnerei gefällt werden, weil sich aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit zwei gefährliche Risse im Kronenansatz gebildet haben und der Baum zusätzlich stark in Schieflage geraten ist.

Auch die Gemeinden Arisdorf, Bubendorf, Frenkendorf, Füllinsdorf, Hersberg, Itingen, Lausen, Liestal, Lupsingen, Seltisberg und Ziefen haben per sofort das Feuerwerksverbot beschlossen.

Der Kanton Basel-Stadt unterstützt mit 118'000 Franken aus dem Pendlerfonds den Bau einer Mobilitätsdrehscheibe in Lörrach-Brombach, die dazu beitragen soll, den Pendler- und Besucherverkehr nach Basel auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu verlagern.

Der Landrat hat am 30. Juni Lucia Mikeler Knaack (SP) mit 68 von insgesamt 78 abgegebenen Stimmen zur neuen Präsidentin gewählt.

Die Volksinitiative "Sichere Velorouten in Basel-Stadt" ist am 24. Juni mit 3'176 beglaubigten Unterschriften bei der Basler Staatskanzlei eingereicht worden.

Claraspital-Direktor Peter Eichenberger wird per Jahresende Nachfolger von Fritz Jenny als Präsident des Verwaltungsrats der "Rehab Basel".

Nach 12 Jahren als Delegierte des Vorstands trat Ruth Ludwig-Hagemann an der GGG-Mitgliederversammlung vom 16. Juni zurück; als Nachfolger wurde David Andreetti gewählt.

Markus Leuenberger wird ab  August 2023 neuer Rektor des Gymnasiums Laufental-Thierstein und damit Nachfolger von Isidor Huber, der in Pension gehen wird.

Andreas Eggimann, Chief Digital & Information Officer (CDIO) und Mitglied des Executive Board der MCH Group verlässt das Unternehmen im Verlaufe des Sommers.

Der Liestal Gymnasiums-Rektor Thomas Rätz wird im Sommer 2023 in Pension gehen, worauf die bisherigen Konrektoren Urban Kessler und Andreas Langlotz seine Nachfolge als Co-Rektoren antreten werden.

Die Basler Regierung hat die Wohnschutzkommission gewählt: Rico Michael Maritz (vorsitzender Präsident), Béatrice Elisabeth Müller Schnürle, Piotr Franciszek Brzoza (Präsidium); Vera Gruber, Felix Spiegel, und Markus Anderegg (Vermietende); Beat Leuthardt (Mieterschaft); Martin Schlatter (Schreiber).

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) des Basler Grossen Rates unterstützt die Beteiligung des Kantons Basel-Stadt an einer Kapitalerhöhung der MCH Group AG, wie es die Regierung vorschlägt.

Die künftige Direktorin des Basler Waisenhauses ist Anita Conrad, die auf den Ende November 2023 pensionierten Uli Hammler folgt.