News

© Foto by DRG


Rufacherstrasse: Rosskopf-Haus kann abgerissen werden

Keine Gnade für das bekannte Rosskopf-Haus an der Rufacherstrasse 73 in Basel: Das Bau- und Gewerbeinspektorat hat Einsprachen gegen einen Abbruch und Neubau abgewiesen.
Basel, 18. Juli 2020

Das 1904 vom Baumeister Johann Schwarz-Sutter erbaute, von der Strasse leicht zurückversetzte Wohnhaus mit Schmiedewerkstatt ist mit seiner markanten Waldföhre und den beiden Rossköpfen an der Fassade im Eingangsbereich eine zweigeschossige Liegenschaft, die durch ihr Äusseres eine identitätsstiftende, wohl auch geschichtsträchtige Aura auslöst. "Ich schaue es immer an, wenn ich daran vorbei gehe. Es verströmt den Charme vergangener Zeiten", sagte eine Leserin zu OnlineReports.

Doch damit wird es wohl in absehbarer Zeit vorbei sein. Das Bau- und Gewerbeinspektorat hat mit Datum von 15. Juli Einsprachen gegen den Abbruch und die Baumfällung – durch den Heimatschutz Basel und eine Privatperson – abgelehnt. Geplant ist an dieser Stelle ein Mehrfamilien-Neubau, der die Parzelle im ähnlichen Verhältnis ausnützt wie die Nachbarbauten.

Denkmalpflege: Zu viele Veränderungen

Zum ablehnenden Entscheid massgeblich beigetragen haben dürfte die Stellungnahme der staatlichen Denkmalpflege. Sie attestiert der Liegenschaft zwar eine "erhaltene bauzeitliche Struktur und Substanz". Doch nachteiliger fällt für sie ins Gewicht, dass sie 1975 durch einen Umbau unter anderem durch einen rückwärtigen Balkonanbau "erhebliche Verluste an ursprünglicher Substanz und eine starke Veränderung des Grundrisses" erfahren habe. Nicht nur seien viele Oberflächen wie Böden erneuert worden, auch habe die strassenseitige Fassade eine "starke Purifizierung" erfahren.

Die Denkmalpflege habe die Schutzwürdigkeit des Handwerkerhauses in mehreren Schritten – so 2006 und 2012 – überprüft und festgestellt, dass es sich dabei "nicht um ein potenzielles Schutzobjekt" gemäss Denkmalschutz-Gesetz handelt. Auch eine aktuelle Besichtigung des Objekts der Behörde im Juni und Recherchen zur Baugeschichte hätten am früheren Befund nichts geändert: Eine Unterschutzstellung komme  nicht in Betracht, heisst es im Einsprache-Entscheid, der OnlineReports vorliegt.

Baumschutz-Kommission befürwortet Fällung

Auch die vorgelagerte Waldföhre und der Götterbaum scheinen den Baubehörden nicht schutzwürdig: Die Stadtgärtnerei stimmt der Baumfällung zu. Sie stützt sich auf eine Empfehlung der kantonalen Baumschutz-Kommission.

Sie kommt zum Schluss, dass an der Waldföhre "mit ihrer markanten Erscheinung ein hohes öffentliches Interesse" bestehe. Wegen ihres "nicht nachhaltigen Standorts" und Vorschäden am Baum mit einer verkürzten Reststandzeit sei "das private Interesse an der Baumfällung höher zu bewerten als das öffentliche Interesse am Erhalt der Föhre". Ein Festhalten an beiden Bäumen sei "unverhältnismässig".

Laut Ausführungen der Stadtgärtnerei soll im Vorgarten des Neubaus wiederum eine Waldföhre gepflanzt werden, die "wieder zu einem markanten Baum heranwachsen wird".




Weiterführende Links:
- Unruhe über geplanten Abbruch des Rosskopf-Häuschens
- "Rosskopf-Haus": Heimatschutz-Einsprache gegen Abriss
- "Genossenschaft zur Eiche" will ihre Eiche weichen lassen


 Ihre Meinung zu dieser News
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)

Weitere aktuelle News

News

Basel Raubversuch am Unteren Rheinweg: Zwei Algerier verhaftet
Basel Flüchtender Einbrecher bei Kollision mit Polizei-Auto verletzt
Liestal Neuer Baselbieter Kantonsplaner heisst Thomas Waltert
Gelterkinden Anstelle von Mangold: Peter Gröflin wird neuer Preesi
Riehen Gewalt in der Rauracherstrasse: Zwei Festnahmen
Basel Unterer Rheinweg: 20-jähriger Mann bewusstlos geschlagen
Basel Nach Pöbelei Gewalt und Raub am Unteren Rheinweg

www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Leblose Person aus der Wiese geborgen"

Kantonspolizei Basel-Stadt
Titel einer Medienmitteilung
vom 31. Januar 2021
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Leiche in polizeilicher Neusprech.

Frisch pubertiert

Die Angst vor dem alten Mann

RückSpiegel


Die BZ greift in ihrem Artikel "Bikini-Gate im Schrebergarten" einen Artikel von OnlineReports auf.

Den OnlineReports-Bericht über Masken-Sicherheit an Spital-Porten nahm die Konsumenten-Sendung "Espresso" von Radio SRF zum Anlass, das Thema vertieft zu untersuchen.

Blick, Telebasel, 20 Minuten und die BZ nahmen die OnlineReports-News über die Strafanzeigen gegen den ausländerfeindlichen Basler Grossrat E. W. auf.

Die BZ, die zu Recht die Intransparenz der Baselbieter Steuer(ab)rechnungen kritisierte, nahm in ihren Nachzug auf einen bestätigenden OnlineReports-Kommentar Bezug.

Prime News ging in der Kritik an "Weltwoche"-Kolumnist Christoph Mörgeli auf einen satirischen OnlineReports-Text über Lukas Engelberger ein.

Der Tages-Anzeiger bezog sich in einem Artikel über Impf-Privilegien auch auf einen OnlineReports-Artikel über UKBB-CEO Marco Fsicher.

Die Basler Zeitung nahm in ihrem Abschiedstext über den Basler Regierungsrat Hans-Peter Wessels in Text und Bild auf OnlineReports Bezug.

Die OnlineReports-Todesnachricht über alt-Landrat Peter H. Müller wurde von der BZ aufgenommen.

Die BZ nahm die OnlineReports-News über die Schliessung des Zeitungsladens "Press&Books" auf der Basler SBB-Passerelle auf.

Telebasel, das Regionaljournal und die Basler Zeitung nahmen in ihren Nachrufen auf Corina Christen auf OnlineReports Bezug.

Der OnlineReports-Primeur über den Rücktritt das Basler Grünen-Präsidenten Harald Friedl nahmen die BZ, Prime News, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und Telebasel auf.

Die Medienwoche berichtete bezüglich einer "Weltwoche"-Falschmeldung über den Basler Regierungsrat Lukas Engelberger darüber, dass Mörgeli die humoristische Gedankenspielerei auf Onlinereports.ch für bare Münze nahm.

In ihrer Presseschau über die Basler Regierungsratswahlen zitierete die BZ ausführlich aus OnlineReports.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-News über einen geplatzten Baselbieter Strafprozess auf.

Die Wochenzeitung ging in ihrem Bericht über den Abbau in grossen Schweizer Zeitungsredaktion auch auf "kleinere Player" wie OnlineReports ein.

Die BZ zieht den OnlineReports-Report über den Verzicht auf das Muttenzer Multiplex-Kino der "Kitag AG" nach.

Die OnlineReports-News über die Schliessung eines Tanzlokals in der Basler Innenstadt nahm die BZ auf.

In ihrer Besprechung von Roland Starks Kolumne-Buch "Stark!" nimmt die Volksstimme auf OnlineReports Bezug.

Die BZ kritisierte den designierten Basler SP-Regierungsrat Beat Jans für seinen Twitter-Tweet: "Wieso muss man in unserer Region eigentlich 'Onlinereports' lesen, wenn man sich umfassend informieren, statt belehren lassen will?"

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Lina Arti hat heute als 10'000. Baslerin im Impfzentrum die Corona-Zweitimpfung und von Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger einen grossen Blumenstrauss erhalten.

Der Kanton Basel-Stadt hat bis 2. März gesamthaft 25,2 Millionen Franken A-fonds-perdu-Beiträge aus dem Härtefall-Programm an Unternehmen ausbezahlt und 4,9 Millionen Franken Bürgschaften für KMU-Kredite bewilligt.

Dominik Scherrer wird als Nachfolger von Titus Hell neuer Präsident der Jungfreisinnigen Basel-Stadt.

Die Fluxdock AG wird den Kasernen-Hauptbau betreiben, in dem Anfang 2022 das Kultur- und Kreativzentrum seine Tore öffnet.

Marcus Vetter ist neuer Chefarzt für Onkologie und Hämatologie des Kantonsspitals Baselland.

Alexa Ipen-Providoli wird ab 1. April neue Leiterin des Amtes für Beistandschaften und Erwachsenenschutz und damit Nachfolgerin von Sarah Thönen an, die ins Erziehungsdepartement wechselt.

Bis 1. Februar erhielten in Basel-Stadt über 9'800 Personen eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus, über 3'700 weitere Personen haben bereits zwei Dosen erhalten.

Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat bei 36 Haarfärbemittel-Proben neun Produkte mit einem Verkaufsverbot belegt.

Die Wahlvorbereitungs-Kommission beantragt dem Grossen Rat, am 10. März Staatsanwalt Urs Jürg Müller-Egli zum Leitenden Staatsanwalt und Leiter der Allgemeinen Abteilung zu wählen.

Elisabeth Simon wird am 1. August neue Rektorin des Gymnasiums Bäumlihof und somit Nachfolgerin von Anna-Katharina Schmid, die auf diesen Zeitpunkt in Pension geht.

Mit einer Mehrheit von 89,4 Prozent beschlossen die Mitglieder der CVP Basel-Stadt am 25. Januar den Namenswechsel in "Die Mitte Basel-Stadt".

Gegen die Kreditbewilligung des Landrates in Höhe von 17,15 Millionen Franken für die Verlängerung der Tramlinie 14 von Pratteln nach Augst reichte am 25. Januar die Aktionsgruppe "aapacke" Pratteln das Referendum ein.

Mark Eichner (Präsident), Carol Baltermia, Liselotte Henz, Isabelle Mati und Karin Sartorius bilden die Findungskommission zur Evaluation eines neuen Basler FDP-Präsidiums.

Medbase und das Kantonsspital Baselland (KSBL) werden das "Regionale Gesundheitszentrum Laufen" im "Birs Center" betreiben und damit ein breites ambulantes Angebot mit Notfallversorgung anbieten.

Am 18. Januar reichte in Basel das überparteiliche Komitee seine Volksinitiative zur Abschaffung des Präsidialdepartements und Reduktion der Anzahl der Regierungs-Mitglieder von 7 auf 5 mit 3'524 beglaubigten Unterschriften ein.

Am 1. April 2021 tritt Thomas Wenk (48) die neu geschaffene Stelle des Leiters der zentralisierten Informatik des Erziehungsdepartements an.

Der Basler SP-Grossrat Christian von Wartburg übernimmt für das Jahr 2021 die Präsidentschaft des Oberrheinrats.

Über das Referendum gegen den Allschwiler Quartierplan ALBA wid am 13. Juni abgestimmt.

Seit dem 4. Januar werden die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Laufental in einem Neubau unterrichtet.

Raphael Kissling (29) wird zum Jahresbeginn neuer Geschäftsführer der Luftseilbahn Reigoldswil–Wasserfallen und Nachfolger von Johannes Sutter, der Stiftungsrat bleibt.

Die Muttenzer Gemeindeversammlung vom 9. Januar, 14 Uhr, wird auf Beschluss des Gemeinderates Corona-bedingt in der St. Jakob-Halle durchgeführt.

Für das Herbstsemester 2020 hat sich die Rekordzahl von 13'139 Studierenden und Doktorierenden für ein Studium an der Universität Basel eingeschrieben.

In Allschwil ist das Referendum gegen den Quartierplan "Alba" mit 601 gültigen Unterschriften zustande gekommen.

Michael Rolaz, derzeit Chief Development Officer CDO am Kantonsspital Baselland, wird neuer CEO der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK).