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© Foto by Toni Eglin


Wieder ein Eglin-Mosaik bedroht – Basel-Stadt sucht Lösung

Wieder ist ein Mosaik des verstorbenen Oberbaselbieter Künstlers Walter Eglin bedroht: Jenes im Basler Sandgruben-Schulhaus. Doch der Kanton bietet Hand für eine Lösung.
Basel/Känerkinden, 8. August 2016

Fast scheint es, als werde überall dort gebaut, wo Kunstwerke von Walter Eglin (1895-1966) die Wände öffentlicher Gebäude zieren. Neuerdings muss im Basler Sandgruben-Schulhaus der Meissel angesetzt werden – genau dort, wo Eglin im Jahr 1952 das Mosaik "Tiere am Bach" schuf. Das Werk steht über einem Brunnen, den der 1972 verstorbene Basler Bildhauer Emil Knöll gestaltete.

Kanton bemüht sich um neuen Standort

Im Zuge der Sanierung wird im Schulhaus ein Lift eingebaut, um es künftig behindertengerecht zu betreiben. "Der mit Abstand am besten geeignete Liftstandort" – so Daniel Hofer vom Basler Bau- und Verkehrsdepartement – liege genau beim Mosaik von Walter Eglin. Deshalb muss das Brunnen/Mosaik-Ensemble weichen.

Die Lösung liegt allerdings weder für das Mosaik noch für den Brunnen vor. Immerhin will sich das Departement gemäss Hofer "um einen neuen Standort und den Erhalt des Mosaiks bemühen". Derzeit liefen "Abklärungen wie das Mosaik abgebaut und neu montiert werden kann".

Die Stories um die Eglin-Werke

Toni Eglin, der den Nachlass seines Vaters verwaltet, weiss noch nicht, wohin die Reise der "Tiere am Bach" geht. Zu OnlineReports meinte er: "Am liebsten wäre es mir, wenn das Mosaik an einem andern Ort im Sandgruben-Schulhaus platziert werden könnte." Viel Zeit bleibt nicht mehr: Im Oktober soll der Lift eingebaut werden.

Die teils grotesken Geschichten um die Eglin-Werke begannen damit, dass im KV-Schulhaus in Liestal das Mosaik "Sphinx" schlicht zugemauert wurde. Es steht heute im Walter Eglin-Museum in Känerkinden. Das Mosaik "Der Schatzgräber von der Muttenzer Hard" wurde gerettet und aus dem Primarschuhaus "Gründen" in das Muttenzer Schulleitungszentrum transferiert.

Das an einer Aussenwand des sanierungsbedürftigen Hölsteiner Schulhauses "Holde" angebrachte Sgraffito "Weiher" konnte dank Unterstützung des "Freundeskreises Walter Eglin" ebenfalls vor der Zerstörung bewahrt werden. Es steht jetzt am Eingang zum Industrie-Museum "Silo 12" in Läufelfingen.




Weiterführende Links:
- Walter Eglins "Sphinx" ruht hinter Liestaler KV-Gips
- Nach der "Sphinx"-Verwirrung: Wo bleibt der "Weltenbaum"?
- Die "Sphinx" ist aus dem Liestaler KV-Gefängnis entwichen
- Niggi Ullrich verteidigt Zumaurerei der Eglin-"Sphinx"
- Eingemauerte Liestaler "Sphinx": Ungereimtheiten
- Die im KV eingegipste "Sphinx" wird ausgegraben
- "Sphinx"-Affäre: KV verweigert Einsicht in Dokumentation
- Mosaik "Sphinx" ausgemauert und dem Kanton übergeben
- Gemeinde kündigt Freilegung des Eglin-Mosaiks an
- Muttenz legte Walter Eglins "Schatzgräber" wieder frei
- Bald Entscheid über Walter Eglins Hölsteiner Sgraffito
- Eglin-Mosaik erhält Domizil im Schulleitungszentrum
- Eglin-Kunstwerk "Weiher" in letzter Minute gerettet
- Vor Verschwinden und Vergessen gerettet: Walter Eglin


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