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Rheintunnel: Regierung will "partiellen Rückbau" prüfen

Basel, 5. März 2024

Die Basler Regierung hat gegenüber dem Bundesamt für Strassen (Astra) Stellung genommen zum geplanten Rheintunnel. Sie begrüsse und unterstütze das Ausführungsprojekt für die Autobahn und erwarte "eine deutliche Verlagerung des Verkehrs der oberirdischen Osttangente in den unterirdischen Rheintunnel". Dies führe zu einer Entlastung des städtischen Strassennetzes vom Ausweichverkehr sowie der Wohnquartiere von Lärm und Feinstaub, schreibt die Regierung am Dienstag in einem Communiqué.

Der Kanton werde die Verkehrsentlastung mit flankierenden Massnahmen "dauerhaft sichern", was auch zum kantonalen Netto-Null-Ziel bis 2037 beitrage. Dazu sollen der öffentliche und der "aktive" Verkehr gefördert und "Massnahmen zur Reduktion des Autoverkehrs" ergriffen werden.

Wie die flankierenden Massnahmen aussehen, ist noch unklar: Sie würden "frühzeitig erarbeitet" und sollen spätestens mit der Inbetriebnahme des Rheintunnels umgesetzt werden. Der Kanton erwartet aber die Unterstützung des Bundesamts: "Das Astra soll unter anderem das Potenzial und die Auswirkungen eines partiellen Rückbaus der Osttangente nach der Inbetriebnahme des Rheintunnels prüfen."

 

Dauerhaften Grünraum schaffen

 

Überhaupt solle sich das Astra für eine "partnerschaftliche Koordination mit kantonalen Projekten" einsetzen und verpflichten, fordert die Basler Regierung. Der Kanton möchte im Umkreis der Dreirosenbrücke Grün- und Freiraum schaffen. Dieser solle nicht nur während der Bauarbeiten als Ersatz für die Dreirosenanlage dienen, sondern den Quartierbewohnerinnen und -bewohnern dauerhaft erhalten bleiben.

Überdies solle das Astra prüfen, im weiteren Projektverlauf CO2-ärmere Materialien wie etwa den sogenannten grünen Asphalt einzusetzen.

 

Widerstand und Abstimmung noch dieses Jahr

 

Das Astra liess im vergangenen November verlauten, dass das Verkehrsaufkommen auf der Osttangente durch den Rheintunnel um rund 30 Prozent sinken könnte. Auch auf verschiedenen Stadtstrassen rechnet das Bundesamt mit einer Reduktion zwischen 10 und 20 Prozent, im ganzen Kanton sei eine Abnahme um 4 Prozent oder 45'000 Fahrzeugkilometer zu erwarten.

Die Allianz "Nein zum Rheintunnel", zu der auch die Basler SP gehört, bekämpft das Projekt. Sie fordert, dass die heutige Osttangente im Gegenzug umgenutzt wird. Die SP stellte sich etwa eine Begrünung mit Bäumen, eine Veloschnellroute, einen ÖV-Ausbau oder sogar Wohnraum vor. Die Regierung sei hier zu unverbindlich. Auch die Gemeinde Birsfelden wehrt sich und verlangt Massnahmen, um das untergeordnete lokale Strassennetz vor, während und nach dem Bau des Rheintunnels zu entlasten.

Noch dieses Jahr kommt die Vorlage an die Urne. Es handelt sich um eine eidgenössische Abstimmung, weil der Rheintunnel Teil des Ausbauschritts 2023 des Nationalstrassennetzes ist.

Die Kosten für den Rheintunnel zwischen Birsfelden und der Nordtangente/Verzweigung Wiese belaufen sich auf rund 2,6 Milliarden Franken. Die Bauarbeiten sollen frühestens im Jahr 2029 starten. Ab 2040 könnte der Tunnel in Betrieb gehen.




Weiterführende Links:
- Birsfelden wehrt sich gegen Rheintunnel
- Basler SP ist jetzt doch gegen den Rheintunnel
- Neuer Rheintunnel: Baubeginn erst in zehn Jahren
- Priorität Rheintunnel – Kein Geld für Zubringer Allschwil
- Rheintunnel "frisst" Familiengärten: BS bietet Ersatz


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https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Er soll mehrere Gedichtbänder veröffentlicht haben."

bz
am 16. Mai 2024
über den Attentäter
in der Slowakei
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Das kann man auch nicht mit Schweizer-Hochdeutsch erklären.

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