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Transport: Keine Schutzmasken für IVB-Chauffeure

"Ungenügender Schutz": Der Vorwurf ist gewichtig, den ein im Rollstuhl sitzender Paraplegiker an die Adresse der IVB Behinderten-Selbsthilfe beider Basel richtet.
Basel/Liestal, 20. März 2020

"Die Chauffeure desinfizieren ihre Hände nicht nach jedem Kunden und diese tragen weder Handschuhe noch einen Mundschutz", schrieb er OnlineReports, nachdem er einen Behindertentransport bestellt hatte.

"Man muss zwischen Behinderten- und Patiententransporten unterscheiden", entgegnete Marcel W. Buess heute Freitagmittag den Vorwürfen. Transporte von Patienten, darunter auch von Corona-Infizierten, seien Isolationstransporte, führte der IVB-Präsident aus. Dabei befinde sich das Personal in der notwendigen Schutzausrüstung, und das Fahrzeug werde gründlich desinfiziert. Die IVB sind eines der wenigen privaten Unternehmen, die solche Transporte aktuell durchführen.

Klare Verhaltensanweisungen an Chauffeure

Bei "normalen" Behindertentransporten hätten die Chauffeure klare Verhaltensanweisungen erhalten, erläuterte Buess. Dazu hätten sie auch Zugang zu Desinfektionsmittel. Von Schutzmasken sehe die IVB ab, da sie auf normalen Transporten nichts brrächten. Zudem seien sie nicht üppig vorhanden. "Wir sind von einer Liefersperre betroffen, haben aber eine Lösung über eine alternative Bezugsquelle in Aussicht", meinte der IVB-Präsident weiter.

Der betroffene Paraplegiker hat sich auch an das Basler Gesundheitsdepartement (GD) gewandt. In seiner Antwort bestätigt das GD, dass Schutzmasken nur beschränkt verfügbar seien und den Erkrankten wie auch dem Gesundheitspersonal vorbehalten sei, das direkten Kontakt mit am Coronavirus erkrankten Personen habe.

Nicht unbedingt aus der Risikogruppe

Das Departement gehe weiter davon aus, dass Behindertentransporte von gesunden Personen durchgeführt werden und die erforderlichen Hygieneregeln bekannt seien. Buess bestätigte dies und ergänzte: "Wir haben drei Personen nach Hause geschickt, weil sie zur Risikogruppe gehören." Weiter machen der IVB-Präsident und das Gesundheitsdepartement darauf aufmerksam, dass eine Behinderung oder ein Transport durch die IVB noch nicht bedeute, dass die Person zur Risikogruppe gehöre.

Buess betonte nochmals klar, dass die Fahrzeuge gereinigt werden und die Chauffeure Desinfektionsmittel zur Verfügung hätten. Er machte aber auch einen allgemeinen Aufruf: "Es sind alle aufgefordert, Eigenverantwortung zu übernehmen und einander zu helfen!"

Auch IVB leidet: Antrag auf Kurzarbeit

Die IVB leidet, wie andere Branchen auch, unter den aktuellen Verordnungen. So wurden die Schülertransporte komplett eingestellt und auch die Behindertentransporte gehen massiv zurück. "Wir beantragen für den ganzen Betrieb Kurzarbeit", erklärt Buess und fürchtet die finanziellen Auswirkungen.



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