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Schweiz-Kolumbien: "Blutgold" in Fokus der Kulturwoche

Das brisante Thema "Blutgold" steht im Zentrum der diesjährigen Basler Kulturwoche der "Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien". OnlineReports hat bei Aktivmitglied Claudia Kunz nachgefragt.
Basel, 10. November 2013

OnlineReports: Die Basler Sektion der "Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien" thematisiert anlässlich ihrer diesjährigen Kulturwoche das Thema "Blutgold". Was ist mit "Blutgold" konkret gemeint?
 
Claudia Kunz: Der mechanisierte Goldabbau hat in den letzten Jahren einen regelrechten Boom ausgelöst. Die eingesetzten Maschinen und Minen stehen jedoch meistens  in Verbindung mit oder unter der Kontrolle von illegalen bewaffneten Gruppen. Der grösste Teil der Bevölkerung lehnt diese Art von Bergbau ab, eine Minderheit, die sie befürwortet ist jedoch dank dem Druck der Bewaffneten stärker und dies führt zu Konflikten und einer Spaltung der Gemeinschaften. Zudem dient Gold seit jeher in Kriegsländern den Milizen zur Finanzierung von Waffengeschäften. Der Goldabbau führt auch zu grossen Umweltzerstörungen, viele  Giftstoffe wie Quecksilber und Blausäure landen zum Beispiel im Wasser, ganze Uferabschnitte werden abgeholzt, was die Erosion und nachher mehr Überschwemmungen verursacht.

OnlineReports: Weshalb wird dieses Thema gerade in Basel  thematisiert?

Kunz: Wir führen in Basel alle zwei Jahre eine Kolumbien-Kulturwoche zu einem aktuellen politischen Thema durch. Im 2010 wurde die Landproblematik thematisiert, dieses Jahr nun das Thema Gold. Das Thema Gold betrifft und verbindet die Schweiz und Kolumbien gleichermassen. Während in Kolumbien der Goldrausch ausgebrochen ist, gilt die Schweiz als eine der wichtigsten Drehscheiben des globalen Goldhandels. Basel mit der Uhren- und Schmuckmesse gehört zu den weltweit grössten Messen für Feingoldprodukte. Kaum jemand fragt jedoch danach, was hinter dem Mythos Gold steckt, wo das Edelmetall herkommt und unter welchen Bedinungen es abgebaut wird.

OnlineReports: Welche Bedeutung in Bezug auf die "Blutgold"-Problematik hat spezifisch das Land Kolumbien?

Kunz:
Die weltweit zunehmende Nachfrage nach dem Edelmetall hat auch in Kolumbien einen regelrechten Goldrausch ausgelöst, welcher mit viel Gewalt abläuft. Von der Regierung wird der intensivierte Abbau und Handel mit dem Rohstoffen als vielversprechende Strategie für Wirtschaftswachstum und Entwicklung angepriesen. Doch die Medaille hat eine düstere Kehrseite:  Die unzureichende reglementierte Ausbeutung natürlicher Ressourcen führt zur Abholzung von tropischem Regenwald, zu Umweltverschmutzung und zur Verdrängung von ethnischen Minderheiten und Kleinbauern.

OnlineReports: Wollen Sie mit der Themenwoche einfach informieren oder erheben Sie auch konkrete Forderungen?

Kunz:
Wir möchten die Bevölkerung zum Nachdenken über die Bedeutung des glänzenden Metalls und die Auswirkungen der Goldförderung anregen. Gleichzeitig wollen wir Kolumbien mit seiner grossen kulturellen Vielfalt und seiner komplexen gesellschaftlichen Realität ins Bewusstein der Bevölkerungen rücken, und erlebbar machen, was die Schweiz und Kolumbien miteinander verbindet. Unsere konkrete Forderung lautet: kein Blutgold aus Kolumbien. Dazu braucht es eine Deklarierung der Herkunft des Goldes und unabhängige Zertifizierungen über soziale und ökologische Verträglichkeit der Importe. Diese garantieren, dass es sich nicht um Blutgold handelt. Das ist möglich, denn bereits gibt es Schmuckwaren aus fairem Gold.

OnlineReports: Was wird an der Kulturwoche geboten?

Kunz: Das interessierte Publikum erfährt historisches zum Thema Gold, der Goldabbau wird mittels einem Dokumentarfilm und an anschliessender Podiumsdiskussion thematisiert, an einem Abend werden Texte zum Thema Gold musikalisch umrahmt, es gibt eine goldige Filmnacht mit Chaplins "Goldrausch" und Herzogs "Aguirre der Zorn Gottes" mit Klaus Kinski. Der Abschluss bildet ein kolumbianisch-schweizerisches Musiktreffen. Für die Kinder wird ein Märchennachmittag durchgeführt.

 

Info: www.askonline.ch/veranstaltungen




Weiterführende Links:
- "Eine Attacke auf das Herz Amazoniens"
- Bedrohte Völker: Gegen "perverses Schweigen"


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"Wir sind alle enger zusammengerückt"

Coop-Zeitung
Interview-Titel
vom 28. Dezember 2020
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Und das in Corona-Zeiten?

RückSpiegel


Die BZ nahm die OnlineReports-News über die Schliessung des Zeitungsladens "Press&Books" auf der Basler SBB-Passerelle auf.

Telebasel, das Regionaljournal und die Basler Zeitung nahmen in ihren Nachrufen auf Corina Christen auf OnlineReports Bezug.

Der OnlineReports-Primeur über den Rücktritt das Basler Grünen-Präsidenten Harald Friedl nahmen die BZ, Prime News, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und Telebasel auf.

Die Medienwoche berichtete bezüglich einer "Weltwoche"-Falschmeldung über den Basler Regierungsrat Lukas Engelberger darüber, dass Mörgeli die humoristische Gedankenspielerei auf Onlinereports.ch für bare Münze nahm.

In ihrer Presseschau über die Basler Regierungsratswahlen zitierete die BZ ausführlich aus OnlineReports.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-News über einen geplatzten Baselbieter Strafprozess auf.

Die Wochenzeitung ging in ihrem Bericht über den Abbau in grossen Schweizer Zeitungsredaktion auch auf "kleinere Player" wie OnlineReports ein.

Die BZ zieht den OnlineReports-Report über den Verzicht auf das Muttenzer Multiplex-Kino der "Kitag AG" nach.

Die OnlineReports-News über die Schliessung eines Tanzlokals in der Basler Innenstadt nahm die BZ auf.

In ihrer Besprechung von Roland Starks Kolumne-Buch "Stark!" nimmt die Volksstimme auf OnlineReports Bezug.

Die BZ kritisierte den designierten Basler SP-Regierungsrat Beat Jans für seinen Twitter-Tweet: "Wieso muss man in unserer Region eigentlich 'Onlinereports' lesen, wenn man sich umfassend informieren, statt belehren lassen will?"

Bajour.ch zitiert OnlineReports in einem Interview mit der Basler Regierungsrats-Kandidatin Stephanie Eymann.

Das SRF-Regionaljournal, die BZ, fasnacht.ch sowie LDP-Grossrat Michael Hug (Interpellation) nahmen die OnlineReports-Recherche über Lärmprobleme durch Trommler, Pfeifer und Gugge in Kleinhüningen auf.

Bajour schreibt, die Berichte von OnlineReports zur Baselbieter Velobahn-Affäre gefielen ihr "am besten".

In ihrem Kommentar über staatliche Medienförderung geht Prime News auf das über zwanzigjährige Bestehen von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung und die BZ zitierten in ihren Berichten über das Velobahn-Amigo-Geschäft von Klaus Kirchmayr und Isaac Reber ausführlich aus OnlineReports.

In ihrem Bericht über die Umgestaltung der Basler Meriangärten nimmt die BZ auf eine zuvor erschienene OnlineReports-Recherche Bezug.

Die Badische Zeitung zitierte in ihrer Vorwahl-Analyse der Basler Regierungs-Wahlen aus einem OnlineReports-Kommentar.

In der BZ-Kolumne nahm Daniel Wiener Bezug auf den OnlineReports-Kommentar über den Macht-Poker um die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann.

In ihrem Leitartikel über den Zustand des Kantons Basel-Stadt zitierte die BZ aus dem OnlineReports-Interview mit Michael Hug.

Die BZ nahm die OnlineReports-Geschichte über den Abbruch des Hauses an der Basler Rufacherstrasse 73 auf. Die Basler Zeitung verzichtete auf eine Quellennennung.

Die BZ nahm die OnlineReports-Story über eine umstrittene Eichen-Fällung auf.

In ihrer News über das Debakel um die Wahl des Gemeindepräsidenten in Schönenbuch nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Artikel über die Kandidatensuche der Basler SVP auf ein Interview in OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Am 1. April 2021 tritt Thomas Wenk (48) die neu geschaffene Stelle des Leiters der zentralisierten Informatik des Erziehungsdepartements an.

Der Basler SP-Grossrat Christian von Wartburg übernimmt für das Jahr 2021 die Präsidentschaft des Oberrheinrats.

Über das Referendum gegen den Allschwiler Quartierplan ALBA wid am 13. Juni abgestimmt.

Seit dem 4. Januar werden die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Laufental in einem Neubau unterrichtet.

Raphael Kissling (29) wird zum Jahresbeginn neuer Geschäftsführer der Luftseilbahn Reigoldswil–Wasserfallen und Nachfolger von Johannes Sutter, der Stiftungsrat bleibt.

Die Muttenzer Gemeindeversammlung vom 9. Januar, 14 Uhr, wird auf Beschluss des Gemeinderates Corona-bedingt in der St. Jakob-Halle durchgeführt.

Für das Herbstsemester 2020 hat sich die Rekordzahl von 13'139 Studierenden und Doktorierenden für ein Studium an der Universität Basel eingeschrieben.

In Allschwil ist das Referendum gegen den Quartierplan "Alba" mit 601 gültigen Unterschriften zustande gekommen.

Michael Rolaz, derzeit Chief Development Officer CDO am Kantonsspital Baselland, wird neuer CEO der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK).

Für die zurückgetretenen Ralph Lewin und Andreas Sturm wurden neu Kristyna Ters und Mathis Büttiker in den BKB-Bankrat gewählt, während das Präsidium und die bisherigen Mitglieder durch die Regierung bestätigt wurden.

Die Basler Regierung beschloss zur Unterstützung von Unternehmen in der zweiten Corona-Welle, das Kreditbürgschafts-Programm wiederaufzunehmen.

Urs Bühler wird per 1. März 2021 neuer Leiter der "Zentralen Informatik" des Kantons Baselland.

Die Baselbieter Regierung senkt den Verzugszins 2021 bei der Staatssteuer von 6 auf 5 Prozent, während der Vergütungszins unverändert bei 0,2 Prozent bleibt.

Das Budgetdefizit 2021 in Höhe von 2,2 Millionen Franken sei "mehrheitlich coronabedingt", schreibt der Birsfelder Gemeinderat.

Sarah Thönen wird am 1. April 2021 die Leitung des Bereichs "Jugend, Familie und Sport" des Kantons Basel-Stadt übernehmen.

Die Birsfelder Gemeinderätin Regula Meschberger wird ab 1. Januar 2021 als Nachfolgerin von Bianca Maag-Streit den "Verband Basellandschaftlicher Gemeinden" (VBLG) präsidieren.

Gregor Leonhardt (52) übernimmt im Frühjahr 2021 die Leitung des Geschäftsbereichs Infrastruktur im Basler Tiefbauamt.

Der Basler Anwalt und Notar Andreas Waldmann zieht sich per 1. Januar 2021 aus der Kanzlei Waldmann Petitpierre als Partner zurück.

Der Baselbieter Landrat nahm das Gesetz über die Bekämpfung der Schwarzarbeit und das Arbeitsmarktaufsichts-Gesetz mit 71:18 Stimmen an, doch kommt es zur obligatorischen Volksabstimmung, weil die Vierfüntel-Mehrheit nicht erreicht wurde.

Der Baselbieter Polizeikommandant Mark Burkhard ist zum Präsidenten der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz (KKPKS) gewählt worden.

Die Central Real Estate Basel AG, Eigentümerin im Klybeck-Areal, tritt ab sofort unter dem neuen Namen Rhystadt AG auf.

Das Basler Marionetten Theater unterbricht per sofort seine Saison bis mindestens Ende 2020.

Die Basler FDP nominierte für den zweiten Wahlgang der Regierungsrats-Wahlen erwartungsgemäss ihr Mitglied Baschi Dürr sowie die LDP-Liberale Stephanie Eymann.

Auf der Autobahn A3 bei Eiken, wo 120 km/h erlaubt sind, wurde am frühen Morgen des 24. Oktober eine Autofahrerin mit Tempo 214 km/h als Raserin geblitzt.

Die Basler Juso bitten die Regierung in einer Petition, sich aktiv dafür einzusetzen, 100 Menschen aus dem Camp Moria in den Kanton Basel-Stadt aufzunehmen.

Der Stiftungsrat der Stiftung Brasilea hat die 37-jährige brasilianisch-schweizerische Doppelbürgerin Tatiana Andrade Vieira als neue Geschäftsführerin und Nachfolgerin von Daniel Faust gewählt.

Die Basler SP hat am 16. Oktober ihre Initiative "Kinderbetreuung für alle" mit über 3'000 Unterschriften eingereicht.

Dominik Beeler wird neuer Präsident der Grünen Liestal und damit Nachfolger von Erika Eichenberger.

Die Volksinitiative "für ein klimagerechtes Basel", die die Treibhausgas-Emissionen in Basel-Stadt bis 2030 auf Null senken will, ist am 8. Oktober mit über 3'700 Unterschriften bei der Staatskanzlei eingereicht worden.

Die Stadt Liestal hat die Einführung eines Ortsbusses namentlich in den Quartieren Sichtern und Langhag/Hanro mit 2'246 Ja-Stimmen gegen 2'717 Nein-Stimmen deutlich abgelehnt.

Binningen hat die SP-Initaitive gegen den Verkauf von gemeindeeigenem Boden mit  2'823 Ja gegen 2'809 Nein hauchdünn angenommen.

Münchenstein hat der Quartierplanung "Spenglerpark" mit dem 100 Meter hohen Hochhaus mit einem Ja- Anteil von 58 Prozent zugestimmt.