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Jahreswechsel: Hochbetrieb für Polizei und Feuerwehr

Schussabgaben, Autobrände, ein Wohnungsbrand und Raubüberfälle – und einiges mehr – beschäftigten die Basler Blaulicht-Organisationen in der Nacht von Silvester auf heute Jahrjahrstag.
Basel, 1. Januar 2011

Haufenweise Arbeit bescherte der Jahreswechsel in Basel der Polizei, Berufsfeuerwehr und Sanität: In der Einsatzzentrale der Polizei gingen während der Neujahrsnacht nicht weniger als 161 Notrufe ein. Zudem gingen weitere 374 Anrufe ein von Leuten, die Probleme hatten. Die Berufsfeuerwehr hatte fünf Einsätze zu bewältigen und auch die Sanität war in 41 Einsätzen pausenlos unterwegs, wobei es in elf Fällen "um lebensbedrohlichen Situationen um Sekunden ging", wie die Polizei in ihrer Bilanz schreibt.

Alkohol, Zechprellereien, Streit

Trotz eher misslichen Wetterverhältnissen herrschte während der Neujahrsnacht sowohl auf Strassen und Plätzen wie in den Gaststätten Hochbetrieb. Zehntausende verfolgten das Feuerwerk zum Jahreswechsel, wünschten sich um Mitternacht ein gutes neues Jahr an und feierten in bester Laune. Daneben zeigte der Jahreswechsel wie üblich auch seine unschöne Seite: Scherben auf Strassen und Plätzen, Leute, die massiv über den Durst getrunken hatten, Schlägereien und Streitereien. Vor allem die Stunden nach Mitternacht bescherten der Polizei einen Dauereinsatz.

Die Ordnungshüter wurden  aus den verschiedensten Gründen gerufen, meist war zuviel Alkohol mit im Spiel. So kam es zu Schlägereien und Streitigkeiten, die geschlichtet werden mussten, zu Zechprellereien und Lärmbelästigungen vor allem durch knallendes Feuerwerk und auch zu Unfällen, die alle – wie die Fahrt eines Geisterfahrers auf der Nordtangente – einigermassen glimpflich verliefen. Vor dem Ausschaffungsgefängnis gab es eine Mini-Demo und allzu Betrunkene nahm die Polizei in Gewahrsam.

Schüsse vor der "Musicalbar"

Heute Neujahrsmorgen kurz vor 7 Uhr gab ein Mann beim Riehenring auf Höhe der "Musicalbar" rund ein Dutzend Schüsse ab. Personen wurden offenbar nicht verletzt. Die Polizei konnte den mutmasslichen Schützen, ein 34-jähriger Schweizer, der sich der Festnahme entziehen wollte, an der Verzweigung Riehenring / Oetlingerstrasse überwältigen. Drei Faustfeuerwaffen wurden sichergestellt. Laut Zeugenangaben war es vor den Schussabgaben zu einer Auseinandersetzung zwischen dem 34-Jährigen und mehreren dunkelhäutigen Personen gekommen. Ob der Festgenommene gezielt gegen Personen oder in die Luft geschossen hat, ist noch ungeklärt.

Bei einem Wohnungsbrand an der Markgräflerstrasse wurde kurz nach 1 Uhr eine 63-jährige Frau leicht verletzt. Sie musste wegen Verdachts auf Rauchgasvergiftung in die Notfallstation eingewiesen werden. Die Wohnung wurde durch das Feuer stark beschädigt und ist zur Zeit nicht mehr bewohnbar. Die Liegenschaft musste nicht evakuiert werden.

Vier Autos durch Feuer zerstört

Gegen 1 Uhr gingen am Nonnenweg vier parkierte Autos in Flammen auf. Ein "Mercedes" und ein "VW" brannten vollkommen aus. Ein "Audi" sowie ein "Fiat" erlitten ebenfalls Totalschaden. Die Staatsanwaltschaft geht von Brandstiftung aus.

Überfallen und ausgeraubt wurde gestern Silvesternacht gegen 23.30 Uhr ein 30-jähriger Mann in der Klybeckstrasse. Er war auf der Dreirosenbrücke von einem Unbekannten angesprochen worden. Auf Höhe Verzweigung Klybeckstrasse / Horburgstrasse griff ihn der Unbekannte unvermittelt an, schlug ihm ins Gesicht und raubte ihm das Portemonnaie sowie das Natel. Das Opfer musste in die Notfallstation eingewiesen werden.

Ein 40-jähriger Taxi-Chauffeur wurde kurz nach 22 Uhr beim Wiesenkreisel am Riehenring Opfer eines Raubüberfalls. Er wurde mit einer Flasche angegriffen und erlitt leichte Schnittverletzungen. Der Portemonnaie-Raub misslang nach heftiger Gegenwehr.

Angaben erbeten zu den Gewaltvorfällen sind erbeten an das Kriminalkommissariat Basel-Stadt, Telefon 061 267 71 11, oder an einen Polizeiposten.



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