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Priorität Rheintunnel – Kein Geld für Zubringer Allschwil

In ihrer Strategie für die Hochleistungsstrassen (HLS) setzt die Basler Regierung den Rheintunnel an die erste Stelle. Der Tunnel unter dem Gundeli mache nur Sinn, wenn er an eine unterirdische Ringautobahn angeschlossen wird.
Basel, 29. April 2015

Regierungsrat Hans-Peter Wessels, Vorsteher des Bau- und Verkehrsdepartementes (BVD) orientierte heute Mittwochmittag über die Strategie Hochleistungsstrassen, wie sie von der Basler Regierung verabschiedet wurde. Gemeint sind damit die Autobahnen und die autobahnähnlichen Zubringer, die möglichst grosse Verkehrsmengen ausserhalb des lokalen Strassennetzes befördern.

Baselbieter Probleme nicht vorrangig

An oberster Stelle steht der sogenannte Rheintunnel als Entlastung der Osttangente. Er soll von der Verzweigung Hagnau zur Nordtangente führen und den internationalen Verkehr von Frankreich und in Richtung Deutschland aufnehmen. Das Bundesamt für Strassen (Astra), Baselland und Basel-Stadt haben sich darauf grundsätzlich geeinigt. Der Bundesrat soll darüber 2018 entscheiden, Baubeginn wäre um 2025. Dass Baselland nichts an die geschätzten Kosten von 1,7 Milliarden bezahlen will, hat man in Basel zur Kenntnis genommen, wie Wessels erklärte.

In ihrem Strategiepapier hält die Basler Regierung sozusagen im Gegenzug fest, dass eine Beteiligung am Zubringer Allschwil "nicht zur Diskussion" stehe. Es handelt sich dabei um das Verbindungsstück zwischen der französischen Autobahn A35, der Nordtangente und dem Raum Allschwil/Leimental, wie es in einer von den Baselbieter Stimmbürgern befürworteten Initiative gefordert wird. Sowohl die genaue Linienführung als auch die Weiterführung dieser Hochleistungsstrasse sind noch offen. Schon jetzt ist aber klar, dass sie weitgehend unterirdisch geführt werden wird.

Gundelitunnel an stadtnahe Tangente anschliessen

Die Basler Regierung macht auch deutlich, dass dieser Zubringer für sie nicht vorrangig ist. Denn mit dem Bau des zweispurigen Kreisels Luzernerring und dem Ausbau der Kreuzung Burgfelderstrasse erhöhe man die Verkehrskapazitäten und löse fürs erste die städtischen Verkehrsprobleme in diesem Raum. Für die Basler ist der Zubringer Allschwil nur interessant, wenn er an eine Art von "stadtnaher Tangente" angeschlossen werden könne, gewissermassen eine Neuauflage der alten Westtangente.

 

Dann würde auch der Gundelitunnel, der in der Prioritätenliste erst an vierter Stelle folgt, wieder Sinn machen. Wenn Baselland eine stadtnahe Tangente mit einem Tunnel unter Binningen beschliessen würde, soll gemäss der Basler Regierung "in einer gemeinsamen Projektorganisation untersucht" werden, ob der Gundelitunnel daran angeschlossen werden kann. Die ersten Entwürfe zum Projekt Gundelitunnel reichen noch in die Zeit zurück, als der Bund nur zwei Drittel des Nationalstrassenbaus übernahm. Das Bauvorhaben würde den Stadtkanton mindestens 200 Millionen Franken kosten.

Die Botschaft der Basler Regierung ist somit klar: An erster Stelle kommt der Rheintunnel, an zweiter Stelle die Sanierung der Osttangente, die mitten durch Wohngebiete führt. Sie könnte überdeckt oder eingepackt werden. Die Verkehrsprobleme der Unterbaselbieter Agglomerationen kommen erst an dritter Stelle. Und das Gundeldinger Quartier muss sich mit "Tempo 30" auf bestimmten Abschnitten seiner Hauptverkehrsachsen begnügen.

Handelskammer verlangt koordiniertes Vorgehen


Die Handelskammer beider Basel zeigt sich einerseits erfreut darüber, dass die Basler Regierung den "dringenden Handlungsbedarf erkannt" habe und mit ihrer Strategie den Willen bekräftige, "das Thema aktiv anzugehen". Auf "wenig Verständnis" dagegen stösst, dass die Planungen zu den Projekten Gundelitunnel und Zubringer Allschwil in dieser Strategie "in den Hintergrund rücken sollen". Das Projekt Rheintunnel "darf nicht dazu missbraucht werden, um die so dringende Planung des restlichen Hochleistungsstrassennetzes in den Hintergrund zu drängen", wird Martin Dätwyler, stellvertretender Direktor der Handelskammer, in einer Medienmitteilung zitiert.

Die Handelskammer fordert nun erst recht ein koordiniertes Vorgehen im Rahmen eines "Strategischen Entwicklungsprogramms" und einer bikantonalen Organisationsstruktur in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Strassen. Es dürfe nicht sein, dass weiterhin einseitige Beschlüsse und Strategien zu regionalen und nationalen Verkehrsinfrastrukturen gefasst werden, wenn diese eine ganze Region betreffen.

TCS "erstaunt"

Der TCS beider Basel stellt "mit Erstaunen" fest, dass in der heute publizierten Strategie "vorgesehen ist, die Realisierung des Gundelitunnels zurückzustellen". Für den TCS stelle der bis zur Nordtangente verlängerte Gundelitunnel "ein rasch zu realisierender Teil einer für Basel vernünftigen Verkehrsentlastungs-Politik dar".

Ähnlich wie die Handelskammer argumentiert der Basler Gewerbeverband: Das Konzept sei "vage und unausgegoren". Die Wirtschaftskammer Baselland kritisiert den Bau der Westumfahrung durch das Baselbiet als Bedingung zum Bau des Gundelitunnels. Dieser Entscheid bedeute "das faktische Ende des Gundelitunnels, denn es ist nicht damit zu rechnen, dass dieser noch vor Mitte des Jahrhunderts gebaut, geschweige denn in Betrieb genommen wird".




Weiterführende Links:
- Osttangente: Verbände wollen Entscheid noch dieses Jahr
- Handelskammer: "Total vernebelte Steuerlandschaft"
- Riesentunnel statt Verbreiterung der Osttangente
- Grünliberale mit Petition gegen "Gundeli-Tunnel"


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"Wir sind alle enger zusammengerückt"

Coop-Zeitung
Interview-Titel
vom 28. Dezember 2020
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Und das in Corona-Zeiten?

RückSpiegel


Die BZ nahm die OnlineReports-News über die Schliessung des Zeitungsladens "Press&Books" auf der Basler SBB-Passerelle auf.

Telebasel, das Regionaljournal und die Basler Zeitung nahmen in ihren Nachrufen auf Corina Christen auf OnlineReports Bezug.

Der OnlineReports-Primeur über den Rücktritt das Basler Grünen-Präsidenten Harald Friedl nahmen die BZ, Prime News, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und Telebasel auf.

Die Medienwoche berichtete bezüglich einer "Weltwoche"-Falschmeldung über den Basler Regierungsrat Lukas Engelberger darüber, dass Mörgeli die humoristische Gedankenspielerei auf Onlinereports.ch für bare Münze nahm.

In ihrer Presseschau über die Basler Regierungsratswahlen zitierete die BZ ausführlich aus OnlineReports.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-News über einen geplatzten Baselbieter Strafprozess auf.

Die Wochenzeitung ging in ihrem Bericht über den Abbau in grossen Schweizer Zeitungsredaktion auch auf "kleinere Player" wie OnlineReports ein.

Die BZ zieht den OnlineReports-Report über den Verzicht auf das Muttenzer Multiplex-Kino der "Kitag AG" nach.

Die OnlineReports-News über die Schliessung eines Tanzlokals in der Basler Innenstadt nahm die BZ auf.

In ihrer Besprechung von Roland Starks Kolumne-Buch "Stark!" nimmt die Volksstimme auf OnlineReports Bezug.

Die BZ kritisierte den designierten Basler SP-Regierungsrat Beat Jans für seinen Twitter-Tweet: "Wieso muss man in unserer Region eigentlich 'Onlinereports' lesen, wenn man sich umfassend informieren, statt belehren lassen will?"

Bajour.ch zitiert OnlineReports in einem Interview mit der Basler Regierungsrats-Kandidatin Stephanie Eymann.

Das SRF-Regionaljournal, die BZ, fasnacht.ch sowie LDP-Grossrat Michael Hug (Interpellation) nahmen die OnlineReports-Recherche über Lärmprobleme durch Trommler, Pfeifer und Gugge in Kleinhüningen auf.

Bajour schreibt, die Berichte von OnlineReports zur Baselbieter Velobahn-Affäre gefielen ihr "am besten".

In ihrem Kommentar über staatliche Medienförderung geht Prime News auf das über zwanzigjährige Bestehen von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung und die BZ zitierten in ihren Berichten über das Velobahn-Amigo-Geschäft von Klaus Kirchmayr und Isaac Reber ausführlich aus OnlineReports.

In ihrem Bericht über die Umgestaltung der Basler Meriangärten nimmt die BZ auf eine zuvor erschienene OnlineReports-Recherche Bezug.

Die Badische Zeitung zitierte in ihrer Vorwahl-Analyse der Basler Regierungs-Wahlen aus einem OnlineReports-Kommentar.

In der BZ-Kolumne nahm Daniel Wiener Bezug auf den OnlineReports-Kommentar über den Macht-Poker um die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann.

In ihrem Leitartikel über den Zustand des Kantons Basel-Stadt zitierte die BZ aus dem OnlineReports-Interview mit Michael Hug.

Die BZ nahm die OnlineReports-Geschichte über den Abbruch des Hauses an der Basler Rufacherstrasse 73 auf. Die Basler Zeitung verzichtete auf eine Quellennennung.

Die BZ nahm die OnlineReports-Story über eine umstrittene Eichen-Fällung auf.

In ihrer News über das Debakel um die Wahl des Gemeindepräsidenten in Schönenbuch nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Artikel über die Kandidatensuche der Basler SVP auf ein Interview in OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Am 1. April 2021 tritt Thomas Wenk (48) die neu geschaffene Stelle des Leiters der zentralisierten Informatik des Erziehungsdepartements an.

Der Basler SP-Grossrat Christian von Wartburg übernimmt für das Jahr 2021 die Präsidentschaft des Oberrheinrats.

Über das Referendum gegen den Allschwiler Quartierplan ALBA wid am 13. Juni abgestimmt.

Seit dem 4. Januar werden die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Laufental in einem Neubau unterrichtet.

Raphael Kissling (29) wird zum Jahresbeginn neuer Geschäftsführer der Luftseilbahn Reigoldswil–Wasserfallen und Nachfolger von Johannes Sutter, der Stiftungsrat bleibt.

Die Muttenzer Gemeindeversammlung vom 9. Januar, 14 Uhr, wird auf Beschluss des Gemeinderates Corona-bedingt in der St. Jakob-Halle durchgeführt.

Für das Herbstsemester 2020 hat sich die Rekordzahl von 13'139 Studierenden und Doktorierenden für ein Studium an der Universität Basel eingeschrieben.

In Allschwil ist das Referendum gegen den Quartierplan "Alba" mit 601 gültigen Unterschriften zustande gekommen.

Michael Rolaz, derzeit Chief Development Officer CDO am Kantonsspital Baselland, wird neuer CEO der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK).

Für die zurückgetretenen Ralph Lewin und Andreas Sturm wurden neu Kristyna Ters und Mathis Büttiker in den BKB-Bankrat gewählt, während das Präsidium und die bisherigen Mitglieder durch die Regierung bestätigt wurden.

Die Basler Regierung beschloss zur Unterstützung von Unternehmen in der zweiten Corona-Welle, das Kreditbürgschafts-Programm wiederaufzunehmen.

Urs Bühler wird per 1. März 2021 neuer Leiter der "Zentralen Informatik" des Kantons Baselland.

Die Baselbieter Regierung senkt den Verzugszins 2021 bei der Staatssteuer von 6 auf 5 Prozent, während der Vergütungszins unverändert bei 0,2 Prozent bleibt.

Das Budgetdefizit 2021 in Höhe von 2,2 Millionen Franken sei "mehrheitlich coronabedingt", schreibt der Birsfelder Gemeinderat.

Sarah Thönen wird am 1. April 2021 die Leitung des Bereichs "Jugend, Familie und Sport" des Kantons Basel-Stadt übernehmen.

Die Birsfelder Gemeinderätin Regula Meschberger wird ab 1. Januar 2021 als Nachfolgerin von Bianca Maag-Streit den "Verband Basellandschaftlicher Gemeinden" (VBLG) präsidieren.

Gregor Leonhardt (52) übernimmt im Frühjahr 2021 die Leitung des Geschäftsbereichs Infrastruktur im Basler Tiefbauamt.

Der Basler Anwalt und Notar Andreas Waldmann zieht sich per 1. Januar 2021 aus der Kanzlei Waldmann Petitpierre als Partner zurück.

Der Baselbieter Landrat nahm das Gesetz über die Bekämpfung der Schwarzarbeit und das Arbeitsmarktaufsichts-Gesetz mit 71:18 Stimmen an, doch kommt es zur obligatorischen Volksabstimmung, weil die Vierfüntel-Mehrheit nicht erreicht wurde.

Der Baselbieter Polizeikommandant Mark Burkhard ist zum Präsidenten der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz (KKPKS) gewählt worden.

Die Central Real Estate Basel AG, Eigentümerin im Klybeck-Areal, tritt ab sofort unter dem neuen Namen Rhystadt AG auf.

Das Basler Marionetten Theater unterbricht per sofort seine Saison bis mindestens Ende 2020.

Die Basler FDP nominierte für den zweiten Wahlgang der Regierungsrats-Wahlen erwartungsgemäss ihr Mitglied Baschi Dürr sowie die LDP-Liberale Stephanie Eymann.

Auf der Autobahn A3 bei Eiken, wo 120 km/h erlaubt sind, wurde am frühen Morgen des 24. Oktober eine Autofahrerin mit Tempo 214 km/h als Raserin geblitzt.

Die Basler Juso bitten die Regierung in einer Petition, sich aktiv dafür einzusetzen, 100 Menschen aus dem Camp Moria in den Kanton Basel-Stadt aufzunehmen.

Der Stiftungsrat der Stiftung Brasilea hat die 37-jährige brasilianisch-schweizerische Doppelbürgerin Tatiana Andrade Vieira als neue Geschäftsführerin und Nachfolgerin von Daniel Faust gewählt.

Die Basler SP hat am 16. Oktober ihre Initiative "Kinderbetreuung für alle" mit über 3'000 Unterschriften eingereicht.

Dominik Beeler wird neuer Präsident der Grünen Liestal und damit Nachfolger von Erika Eichenberger.

Die Volksinitiative "für ein klimagerechtes Basel", die die Treibhausgas-Emissionen in Basel-Stadt bis 2030 auf Null senken will, ist am 8. Oktober mit über 3'700 Unterschriften bei der Staatskanzlei eingereicht worden.

Die Stadt Liestal hat die Einführung eines Ortsbusses namentlich in den Quartieren Sichtern und Langhag/Hanro mit 2'246 Ja-Stimmen gegen 2'717 Nein-Stimmen deutlich abgelehnt.

Binningen hat die SP-Initaitive gegen den Verkauf von gemeindeeigenem Boden mit  2'823 Ja gegen 2'809 Nein hauchdünn angenommen.

Münchenstein hat der Quartierplanung "Spenglerpark" mit dem 100 Meter hohen Hochhaus mit einem Ja- Anteil von 58 Prozent zugestimmt.