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Baudepartement rückt von Müsterplatz-Buvette ab

Der Betrieb einer Buvette auf dem Münsterplatz steht für die Basler Regierung nicht mehr im Vordergrund. Die Überlegungen gehen in Richtung Peripherie-Gastronomie.
Basel, 29. November 2011

Als der Basler Bau- und Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels Pläne bekanntmachte, in der unmittelbaren Umgebung des "wunderschönen Kastanienhains" (so Wessels) auf dem Münsterplatz eine Sommer-Buvette zu errichten, ging ein deutlich vernehmbares öffentliches Rauschen durch die Baumkronen, das auch drüben am Departementssitz noch zu vernehmen war: Denkmalschützer, Stadtästheten, Anrainer, Innenstadtbewohner und insbesondere die reformierte Kirche Basel-Stadt äusserten deutlich ihren Missmut über die departementale Verpflegungsabsicht.

Starke Ablehnung einer Beizen-Bude

Es hagelte Einsprachen: Die Würde des denkmalgeschützten Platzes – eines der schönsten Europas – dürfe nicht durch eine Beizen-Bude erst noch in unmittelbarer Umgebung der Kathedrale beeinträchtigt werden. Nicht jeder freie Quadratmeter der Basler Innenstadt, so eine weitere Argumentationslinie, müsse auch noch "bespielt" werden. Der Kraft-Ort am Münster dürfte nicht zum Saft-Ort werden, schrieb OnlineReports damals.

Vor knapp zwei Jahren sistierte Wessels den Plan und nannte ihn "Zurückstellung" – wohl in der Meinung, die Buvette dann doch zu realisieren, wenn sich die erste Empörung gelegt habe. Doch in der Zwischenzeit scheint im Departement Wessels doch ein Sinneswandel eingetreten zu sein. Dies zumindest lässt sich aus der Beantwortung einer Interpellation von EVP-Grossrat Beat Fischer interpretieren.

Münsterplatz "nicht mehr weiterverfolgt"

Laut heutiger Planung seien stadtweit 16 Buvetten-Standorte als "prinzipiell geeignet" identifiziert worden. Doch würden zwei davon – der Münsterplatz und der Petersplatz – "als kritisch beurteilt". Eine Buvetten-Lösung "direkt auf dem Münsterplatz" – heisst es an derer Stelle noch deutlich, werde "nicht weiterverfolgt".

Wie die Regierung nun erstmals als Alternative festhält, steht auf dem Müsterplatz nach Abschluss der Pflästerung "eine Belebung der gepflegten Gastronomie am Rande des Platzes als Alternative zu einer Buvette im Vordergrund". Eine Lösung unter Einbezug der bestehenden Gaststätten – "Isaak" und das Museumsbistro "Rollerhof" – bezeichnet die Regierung jetzt sogar als "ideal".

Fazit: Die Regierung will keine Buvette mehr, glaubt aber, dass der Platz nach Abschluss der Pflästerung an Attraktivität gewinnen und dadurch "zur Bespielung einladen" werde.




Weiterführende Links:
- Hans-Peter Wessels will Buvette auf dem Münsterplatz
- Vorläufiges Aus für Buvette auf dem Münsterplatz
- Münsterplatz-Anrainer: Scharfe Worte gegen Eventitis


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https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Er soll mehrere Gedichtbänder veröffentlicht haben."

bz
am 16. Mai 2024
über den Attentäter
in der Slowakei
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Das kann man auch nicht mit Schweizer-Hochdeutsch erklären.

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