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ASAG: Vier neue "Audis" zerstört – Brandstiftung

Das mutwillige Abfackeln von Autos scheint in Basel zuzunehmen. Doch die Staatsanwaltschaft erklärt, es gebe keine Häufung. Was die Motive der Feuerleger betrifft, tappen die Behörden im Dunkeln.
Basel, 11. Oktober 2011

Vier lodernde Fahrzeuge heute Dienstagmorgen kurz nach 2 Uhr vor der ASAG-Garage an der St. Alban-Anlage in Basel: Die Brände werden beinahe im gleichen Augenblick von einer zufällig vorbeifahrenden Polizeipatrouille und von einem Angestellten einer Sicherheitsfirma entdeckt.

Umgehend wird die Feuerwehr alarmiert. Diese ist rasch zur Stelle, sie kann die Brände problemlos löschen. Doch die vier Autos, so wird in der Polizeimeldung festgestellt, sind vollständig zerstört. Alle waren "brandneu", alle aus dem Hause "Audi". Als sich die Polizei am Tatort umsieht, bemerkt sie ein zersplittertes Schaufenster. Ihr 4 x 5 Meter grosses Glas wurde mit einem Stein zertrümmert. "Aufgrund der ersten Untersuchungen durch die kriminaltechnische Abteilung der Staatsanwaltschaft, muss von Brandstiftung ausgegangen werden", kommen die Behörden zum Schluss. Der entstandene Schaden dürfte sich um die 230'000 Franken bewegen.

 

Schon mehrmals Ziel von Brandattacken

 

Die ASAG-Garage verkauft vor allem deutsche Qualitätsmarken und Luxuswagen wie Porsches. Sie war bereits am 1. Mai 2010 Ziel von Feuer legenden Auto-Vandalen. Damals wurde zur gleichen Morgenstunde ein Porsche abgefackelt. Und vom 8. auf den 9. Oktober 2010 beschädigten in der Gegend um die Garage Vandalen insgesamt 41 Wagen, ohne aber einen Brand zu legen.

 

Autoverkaufszentren mit unter freiem Himmel stehenden Ausstellungswagen seien eben besonders exponiert, erklärte heute Markus Melzl, Sprecher der Basler Staatsanwaltschaft, gegenüber OnlineReports. Auch die Zweigniederlassung der Emil Frey AG am Dreispitz, die Autowelt Basel, sei schon von Brandstiftern heimgesucht worden. Dagegen könnten sich die betroffenen Garagisten höchstens mit einer Vollüberwachung durch Sicherheitspersonal wehren, was aber enorm teuer wäre.

 

Rätseln über die Motive der Feuerleger

 

Zu Brandattacken auf Autos kommt es in Basel und Umgebung  immer wieder. Zum Jahresbeginn beispielsweise gingen am Nonnenweg in Basel vier parkierte Wagen – drei davon deutscher Herkunft – in Flammen auf. Was sind jeweils die Motive dieser Brandleger? Markus Melzl sagt, die Polizei tappe hier weitgehend im Dunkeln. Es gebe keine Sprayparolen, keine Bekennerbriefe und keine Hinweise auf den Internet-Blogs. Anschläge wie jene auf die ASAG-Garage seien aber sicher geplant. Denn hierzu brauche es Brandbeschleuniger und wohl auch eine vorherige Auskundschaftung des Tatortes.

 

Brandlstifter dieser Sorte könnten auch nicht mit jenen Vandalen verglichen werden, die nachts aus Langweile oder Frustration beim Heimweg den Autos zusetzten. Brandanschläge auf Fahrzeuge wie jener von heute Morgen habe es immer schon gegeben: "Wir haben das immer wieder einmal gehabt." Melzl sieht zudem auch "keine Häufung" beim Abfackeln von Automobilen.

Besonders von Autobrandstiftern heimgesucht wurde seit 2004 die Baselbieter Gemeinde Therwil. Eine Brandserie endete im März 2005, bei der 15 Wagen und Motorräder angesengt wurden oder verbrannten. Nach umfangreichen Ermittlungen konnte der 19-jährige Täter gefasst werden. 2008 kam es zu einer weiteren Brandserie in Therwil, bei der gegen ein Dutzend Wagen brannte.




Weiterführende Links:
- Drei Luxus-Autos gingen serienweise in Flammen auf
- Vandalen beschädigten Dutzende Personenwagen


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Kontroverse am Weihnachtstisch
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vom 26. Januar 2022
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