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Juso fordern Abwahl von "Polizeichef" Hanspeter Gass

Basel, 18. August 2008

Die Basler Jungsozialisten (Juso) nehmen im Hinblick auf die bevorstehenden Regierungsratswahlen den freisinnigen Sicherheitsdirektor Hanspeter Gass ins Visier: "Ich werde den Polizeichef abwählen", heisst es in der mit einer Gratis-SMS-Aktion verbundenen Plakat- und Inseratekampagne der SP-Jungsektion, die heute Montagmorgen unter dem Motto "Wir fordern den Sheriff heraus" an einer Medienorientierung vorgestellt wurde.

"In Sachen Jugendpolitik arbeitet das Sicherheits-Departement ohne Konzept und Idee", hiess es in der Einladung zum Medien-Termin. Vor Ort war dann weniger die Jugendpolitik ein Thema, die ohnehin nicht in die Zuständigkeit des Sicherheitsdepartementes gehört, sondern das Thema "Jugendgewalt" und die gegen sie eingesetzten Mittel der Repression und Überwachung, wie die beiden Juso-Vizepräsidiums-Mitglieder Nora Baud (Bild links) und Pascal Pfister (rechts) sowie Grossratskandidat Chaim Howald erklärten.

Ihre Kritik an Gass - nebest seinem Vorgehen gegen tatsächliche und vermeintliche Anti-WEF-Demonstraten: Der Sicherheitsdirektor begegne der Gewalt mit Repression wie etwa in Form der Wegweisung statt durch Prävention und Resozialisierung. Gass lasse es an rechtsstaatlichen Grundsätzen mangeln, wenn er  - "absolute Sauerei" - mit der Wegweisung nicht auch gleichzeitig eine gesetzliche Beschwerdeinstanz schaffe. So könnten die Polizisten ohne klare Kriterien, die eine Wegweisung rechtfertigen, "als Duubel abgestempelt werden" (Howald). Die Frage von OnlineReports, ob sie selbst konkrete Kriterien oder Vorschläge erarbeitet hätten, wurde verneint.

Die Juso gingen aber auch mit ihrer eigenen Mutterpartei scharf ins Gericht: Der Entwurf eines sicherheitspolitischen Posititionspapiers passt dem Basler Sozialisten-Nachwuchs in einigen Aspekten gar nicht in den Kram. In Fragen wie der präventiven Polizeigewahrsam, der Videoüberwachung oder der Ausschaffung krimineller Ausländer hätten die Autorinnen und Autoren "die rechtsbürgerliche Angstmacher-Theorie übernommen". Dabei spitzen die Basler Juso mitunter auch überdeftig zu: Jugendliche als "Bedrohung der öffentlichen Sicherheit" darzustellen, sei eine "Verleumdung" - ohne zu belegen, wer die Jugendlichen tatsächlich pauschal als "Bedrohung der öffentlichen Sicherheit" verunglimpft.

Auf die Frage, ob die Attacke gegen Gass nicht kontraproduktiv sein und die Mitte-Rechts-Parteien zum Zusammenrücken bewegen könnte, meinte Nora Baud: "Das kann sein." Es gehe darum, zu polarisieren und eine Debatte auszulösen, ergänzten ihre Kollegen.



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"Wo sind die konkreten Verbesserungsvorschläge?"

Man merkt, dass wir uns inmitten der Zeit des Wahl"kampfes“ befinden. "Kampf" ist für dies das richtige Wort: Gewisse Parteien versuchen um jeden Preis aufzufallen – wie auch in diesem Falle. So ist es doch leicht, eine solche Aktion zu schaffen um in aller Munde zu sein und keine konkreten Verbesserungsvorschläge zu bringen.

 

Wie soll man Jugendliche "resozialisieren" wenn kein Wille vorhanden ist (und sich auch die Eltern nicht darum bemühen)? Da kann ja wohl nur noch ein gesetzlicher Weg der Ausweg sein.


Tamara Hunziker, Basel




"Ziel ist ein ein ausgereifter Meinungsaustausch"

Da kann man den Juso mal ein Kompliment machen. Mit jugendlichem Gestüm kickt sie eine Diskussion an, die durchaus geführt werden muss. Wie sieht das Sicherheitskonzept die Jugend betreffend im Sicherheitsdepartements aus? Die durchaus provokative Art und Weise die Diskussion zu lancieren, soll einen ausgereiften Meinungsaustausch nicht verhindern, sondern anzünden.


Sebastian Kölliker, Basel



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"Wenn jetzt die frühere Regierungsrätin und heutige Ständerätin Verena Herzog (SP) antritt, hat sie nach fünfzig Jahren nicht nur den Stadtbasler Anspruch auf ihrer Seite. "

Christoph Mörgeli
"Weltwoche"-Autor
am 1. Dezember 2022
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Herr Mörgeli hätte wohl gern die Thurgauer SVP-Nationalrätin Verena Herzog als Bundesrätin, muss aber mit Eva Herzog Vorlieb (SP) nehmen.

RückSpiegel


Bajour zitierte OnlineReports in seinem Bericht über die Verwicklung von Bundesratskandidatin Eva Herzog in umstrittene Basler Geschäfte.

In ihrer Recherche über die sterbende Kulturberichterstattung in Basler Medien bezieht sich Bajour auf OnlineReports.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Angriff auf den Stiefvater vor dem Muttenzer Gerichtsgebäude auf.

Die Basler Zeitung und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Rückkehr von Christine Keller in den Basler Grossen Rat auf.

In ihrer Analyse über die unklare Gesundheitsversorgung des Laufentals ging die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche ein.

Telebasel konfrontierte die SVP-Regierungsrats-Kandidatin Sandra Sollberger mit einem Kommentar aus OnlineReports (worauf sie die Stellungnahme verweigerte).

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen den OnlineReports-Bericht über Pläne zum Abbruch des Spitals Laufen auf.

Die OnlineReports-News über den Wechsel des Telefon-Anbieters durch die Basler Verwaltung wurde von der BZ Basel und Happy Radio aufgenommen.

In seiner Aufstellung über "Politiker, die Wasser predigen und Wein trinken", nahm der Nebelspalter auch auf einen Artikel in OnlineReports Bezug.

20 Minuten griff die OnlineReports-Meldung über einen Autolenker, der bei der verbotenen Fahrt durch eine Einbahnstrasse in Birsfelden eine Radfahrerin schwer verletzte, auf.

Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des früheren Baselbieter Regierungsrats Urs Wüthrich nahmen Telebasel, die BZ Basel, die Basler Zeitung, das SRF-Regionaljournal, Prime News, die Nachrichtenagentur SDA, 20 Minuten und Happy Radio auf.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Recherche über Lärm-Überschreitungen im Osten des Gundeldinger-Quartiers auf.

Auf die OnlineReports-News über den Rücktritt der Laufener Finanzkommission reagierte die BZ Basel mit einem Nachzug.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Analyse der Basler FDP auf einen OnlineReports-Artikel aus dem Jahr 2005 Bezug.

Die BZ Basel nahm in ihrem Bericht über den Protest gegen entwässerte Basler Brunnen auf OnlineReports Bezug.

Die OnlineReports-News über stehengelassene BVB-Buspassagiere wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Aufnahme von Frauen in die drei Kleinbasler Ehrengesellschaften auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über Login-Probleme bei der Basler Kantonalbank (BKB) nach. Ebenso das Regionaljournal, das aber keine Quelle nannte.

Die BZ Basel und das SRF-Regionaljournal nahmen die OnlineReports-Meldung vom Tod des ehemaligen Baselbieter LdU-Nationalrats Claudius Alder auf.

In ihrem Bericht über den Störungs-Aufruf von "Basel nazifrei" zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Heiko Vogel (47), der frühere Cheftrainer, kehrt am 1. Januar 2023 als Sportdirektor zum FC Basel zurück, um den "gesamten operativen Fussball-Alltag des FCB" zu verantworten.

Die Baselbieter Regierung hat die Mietung von Räumlichkeiten für das Amt für Migration und Bürgerrecht im Helvetia Tower in Pratteln beschlossen.

Auf die im Februar zurücktretende "Basta"-Grossrätin Beatrice Messerli (70) wird die Präsidentin des Jungen Grünen Bündnisses Nordwest, die Klimaaktivistin Fina Girard (Jahrgang 2001) folgen.

Lorenz Amiet, bisher Vizepräsident, wird neuer Präsident der SVP-Grossratsfraktion als Nachfolger von Pascal Messerli, der neu Parteipräsident wurde.

In Lörrach bewarf dieser Tage ein Unbekannter die Fassade der Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde mit Eiern.

Am Riehenring entsiegelt das Basler Bau- und Verkehrsdepartement als Versuch ab 31. Oktober insgesamt 14 Parkfelder, so dass dort zukünftig Regenwasser in den Untergrund geleitet wird.

Witterungsbedingt muss die Eröffnung der Kunsteisbahn Eglisee in diesem Jahr um zwei Wochen nach hinten verschoben werden, nämlich auf den 12. November.

Ab 1. November müssen sämtliche Personen, die den Kanton in strategischen Führungsorganen der Beteiligungen des Kantons Basel-Landschaft vertreten, ihre Vergütungen offenlegen.

Der Kanton Baselland beteiligt sich mit 900'000 Franken an der von der Wirtschaftskammer organisierten grössten Berufswahlmesse der Schweiz.

Am 29. Oktober, ab 10.15 Uhr, findet an der Oristalstrasse 100 A in Liestal die öffentliche Fahrzeug-Versteigerung von rund 140 Velos diverser Marken, 4 Autos (BMW X6 xDrive30d, Honda Civic 2.0i Typ R, VW T5 Kombi D 4M BMT, VW Polo Blue GT) und ein Arbeitsanhänger (BZS MA MA MA) statt.

Die Kunsteisbahn Margarethen eröffnet am 22. Oktober, die Eislaufsaison und eine Woche später; ab dem 29. Oktober, ist auch die Kunsteisbahn Eglisee geöffnet.

Die Evangelische Volkspartei Baselland (EVP) feierte am vergangenen 9. Oktober mit Partei- und ihren 100. Geburtstag.

Das Bau- und Verkehrsdepartement erteilt der Wyniger Gruppe den Zuschlag für den Betrieb der Flora-Buvette ab 2023; es soll sich um die "erste klimaneutrale Buvette" handeln.

Per 1. Januar 2023 übernimmt Christopher Henry Tütsch (49) die Geschäftsleitung des Ausländerdienstes Baselland als Nachfolger von Oliver Bolliger, der zum selben Zeitpunkt die Geschäftsleitung der Stiftung Wohnhilfe in Basel übernimmt.

Die Delegierten des Gewerbeverbandes Basel-Stadt haben am 20. September Hansjörg Wilde zum neuen Präsidenten gewählt.

Nach einjährigem Studium am Basler Gymnasium Kirschgarten konnten dieses Jahr 65 junge Erwachsene ihre Passerelle-Ausweise entgegennehmen, die ihnen nach der Berufs- oder Fachmatur den Zugang zu sämtlichen Studiengängen an den Schweizer Hochschulen ermöglichen.

In Muttenz beim Hallenbad beginnen im September /Oktober die Bohrarbeiten zur Erkundung des Untergrundes, da es dort zu Dolineneinstürzen und grossflächigen Absenkungen gekommen ist.

Der Verein "Treffpunkt Arlesheim" (ehemals "Verkehrsverein Arlesheim") beschloss bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung, sich aufzulösen.

Gleichzeitig mit dem Start der Bundeskampagne zum Energiesparen senkt die Basler Regierung die Heiztemperatur in seinen Verwaltungsgebäuden auf 19 Grad Celsius.

Der Liestaler Stadtrat hat beschlossen, den "Engel-Saal" unter dem Namen "Stadtsaal" in eigener Regie zu betreiben, womit er den Liestaler Vereinen zukünftig zu vergünstigten Konditionen angeboten werden kann.

Die Baumann & Cie übernimmt rückwirkend per 30. Juni 100 Prozent der Aktien der Vögeli Vermögensverwaltung AG.

In Basel-Stadt ist am 19. August die aus Lehrerkreisen angeregte Initiative zur Erweiterung der Integrativen Schule durch heilpädagogisch geführte Förderklassen eingereicht worden.

Die beiden Ludotheken Bläsi und St. Johann der Robi-Spiel-Aktionen werden nach 2022 nicht weiter betrieben.

Anouk Feurer, die Co-Präsidentin des "Jungen grünen Bündnisses Nordwest", ist Nachrückende für die zurücktretende grüne Basler Grossrätin Michelle Lachenmeier.