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© Foto Jacobi by OnlineReports.ch / Foto Duss Wahlflyer 2016


Eigenheim-Affäre des Kantonsingenieurs: Das Geständnis

Seltisberg, 4. Februar 2016

Die von OnlineReports aufgedeckte Affäre um das neue Haus des Baselbieter Kantonsingenieurs Oliver Jacobi und seiner Ehefrau Vanessa Duss Jacobi erfährt eine Wende: Heute Donnerstagabend veröffentlichte Jacobi eine "persönliche Erklärung", "im Zusammenhang mit dem Neubau meines Eigenheims in Seltisberg".

"Rechtmässigkeit falsch beurteilt"

Darin hält er fest, dass er "während des Baus verschiedene Änderungen vorgenommen" habe, "in der Absicht, diese nachträglich, aber noch vor der Bauabnahme, beim Bauinspektorat zur Bewilligung zu beantragen". Dabei habe er "bei einigen von mir in Auftrag gegebenen Änderungen die Rechtmässigkeit falsch beurteilt".

Gestern Mittwoch hatte OnlineReports eine Reihe fundamentaler Verstösse gegen Abstands-, Nutzungs- und Zonenvorschriften dokumentiert, die das kantonale Bauinspektorat nicht akzeptiert. Sowohl der Gemeinderat, dem Jacobis Ehefrau angehört, wie die kommunale Baukommission, der Jacobi angehört, hatten gegen die zu den bewilligten Plänen in Widerspruch stehende Bauausführung keine Einwände geäussert und auch auf eine Einsprache verzichtet.

Keine Entschuldigung

In seiner Erklärung schreibt Jacobi: "Ich werde alles unternehmen, dass bei der Bauabnahme alle gesetzlichen Vorschriften und Vorgaben des Bauinspektorates eingehalten sind." Ebenso sei es ihm "ein Anliegen, zu versuchen, das Verhältnis zu unseren Nachbarn wieder zu verbessern". Er hoffe, "mit dieser Erklärung den ersten Schritt dazu gemacht zu haben" und werde "so rasch wie möglich mit ihnen das Gespräch suchen".

Die Erklärung enthält keine Entschuldigung und auch keine konkreten Angaben darüber, welche Bereich seine falsche Beurteilung der Rechtmässigkeit betreffen und welches weitere Vorgehen er plant.

Einsprache noch hängig

Ziwschen dem Ehepaar Jacobi und ihrer Nachbarin, der ehemaligen Gemeinderätin Vera Hasenböhler, war es wegen den baurechtlichen Problemen zu einem Streit gekommen. In dessen Verlauf erhob sie beim Bauinspektorat Einsprache, die derzeit noch hängig ist. Bis 15. Februar müssen sich die Parteien geeinigt haben. Andernfalls kommt es zu einem Entscheid der Behörde.

In einem ersten Prüfbericht hatte das Bauinspektorat als Bewilligungsbehörde mehrere schwerwiegende Tatbestände aufgeführt, die mit dem Recht nicht kompatibel sind. Unter anderem hätte Jacobi bei Vera Hasenböhler ein Näherbaurecht einholen sollen, was nicht erfolgte.

Kommentar vom 9. Februar 2016: "Ein Staats-Kadermann wird zur Belastung"
Kommentar vom 25. Februar 2016: "Fall Jacobi: Die Trennung war unumgänglich"
Kommentar vom 28. März 2016: "Seltisberg: Apropos juristisches Fachwissen"




Weiterführende Links:
- Privater Hochbau-Ärger für Baselbieter Tiefbau-Chef
- Bauinspektorat nimmt Mass am Eigenheim des Kantonsingenieurs
- Wie Oliver Jacobi sein Privat-Problem lösen könnte
- Eigenheim-Affäre: BL-Kantonsingenieur Oliver Jacobi geht
- Duss Jacobi im ersten Wahlgang nicht gewählt
- Seltisberger Eigenheim-Affäre: Behördenfilz ist jetzt offiziell
- Vanessa Duss Jacobi aus dem Gemeinderat abgewählt
- Eigenheim-Affäre: Die Akteure haben ihre Lehren nicht gezogen


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"Gleicher als gleich"

Herr Graf, für die Öffentlichkeit dürfte eine Einigung das kleinste Thema sein. Das grössere Problem ist, dass es Leute gibt, die meinen, gleicher als gleich zu sein als der Normalbürger und sich erdreisten, Vorschriften und Gesetze zu negieren und auszureizen, bis es dann zu viel wird. Und dann noch als Fachmann den Magen hat zu behaupten, die Rechtmässigkeit falsch beurteilt zu haben. Da stellt sich dann schon die Frage, wie und wo dieser hohe Kantons-Chefbeamte sich im Recht und Vorschriften noch täuschte. Nicht sehr vertrauenswürdig für den Kanton und für die Bevölkerung.


Bruno Heuberger, Oberwil




"Gar nicht so einfach"

Warum probieren, bis es knallt? Gar nicht so einfach, aus dieser Einbahnstrasse wieder hinauszufahren. Jacobis und Hasenböhlers einigen sich soweit, bis sie wieder Frieden schliessen können, mehr nicht.


Ruedi Graf, Mediator, Sissach



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Alles mit scharf

Der Bart nach dem Maskenball

RückSpiegel


Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-News über einen geplatzten Baselbieter Strafprozess auf.

Die Wochenzeitung ging in ihrem Bericht über den Abbau in grossen Schweizer Zeitungsredaktion auch auf "kleinere Player" wie OnlineReports ein.

Die BZ zieht den OnlineReports-Report über den Verzicht auf das Muttenzer Multiplex-Kino der "Kitag AG" nach.

Die OnlineReports-News über die Schliessung eines Tanzlokals in der Basler Innenstadt nahm die BZ auf.

In ihrer Besprechung von Roland Starks Kolumne-Buch "Stark!" nimmt die Volksstimme auf OnlineReports Bezug.

Die BZ kritisierte den designierten Basler SP-Regierungsrat Beat Jans für seinen Twitter-Tweet: "Wieso muss man in unserer Region eigentlich 'Onlinereports' lesen, wenn man sich umfassend informieren, statt belehren lassen will?"
 

Bajour.ch zitiert OnlineReports in einem Interview mit der Basler Regierungsrats-Kandidatin Stephanie Eymann.

Das SRF-Regionaljournal, die BZ, fasnacht.ch sowie LDP-Grossrat Michael Hug (Interpellation) nahmen die OnlineReports-Recherche über Lärmprobleme durch Trommler, Pfeifer und Gugge in Kleinhüningen auf.

Bajour schreibt, die Berichte von OnlineReports zur Baselbieter Velobahn-Affäre gefielen ihr "am besten".

In ihrem Kommentar über staatliche Medienförderung geht Prime News auf das über zwanzigjährige Bestehen von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung und die BZ zitierten in ihren Berichten über das Velobahn-Amigo-Geschäft von Klaus Kirchmayr und Isaac Reber ausführlich aus OnlineReports.

In ihrem Bericht über die Umgestaltung der Basler Meriangärten nimmt die BZ auf eine zuvor erschienene OnlineReports-Recherche Bezug.

Die Badische Zeitung zitierte in ihrer Vorwahl-Analyse der Basler Regierungs-Wahlen aus einem OnlineReports-Kommentar.

In der BZ-Kolumne nahm Daniel Wiener Bezug auf den OnlineReports-Kommentar über den Macht-Poker um die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann.

In ihrem Leitartikel über den Zustand des Kantons Basel-Stadt zitierte die BZ aus dem OnlineReports-Interview mit Michael Hug.

Die BZ nahm die OnlineReports-Geschichte über den Abbruch des Hauses an der Basler Rufacherstrasse 73 auf. Die Basler Zeitung verzichtete auf eine Quellennennung.

Die BZ nahm die OnlineReports-Story über eine umstrittene Eichen-Fällung auf.

In ihrer News über das Debakel um die Wahl des Gemeindepräsidenten in Schönenbuch nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Artikel über die Kandidatensuche der Basler SVP auf ein Interview in OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Die Baselbieter Regierung senkt den Verzugszins 2021 bei der Staatssteuer von 6 auf 5 Prozent, während der Vergütungszins unverändert bei 0,2 Prozent bleibt.

Das Budgetdefizit 2021 in Höhe von 2,2 Millionen Franken sei "mehrheitlich coronabedingt", schreibt der Birsfelder Gemeinderat.

Sarah Thönen wird am 1. April 2021 die Leitung des Bereichs "Jugend, Familie und Sport" des Kantons Basel-Stadt übernehmen.

Die Birsfelder Gemeinderätin Regula Meschberger wird ab 1. Januar 2021 als Nachfolgerin von Bianca Maag-Streit den "Verband Basellandschaftlicher Gemeinden" (VBLG) präsidieren.

Gregor Leonhardt (52) übernimmt im Frühjahr 2021 die Leitung des Geschäftsbereichs Infrastruktur im Basler Tiefbauamt.

Der Basler Anwalt und Notar Andreas Waldmann zieht sich per 1. Januar 2021 aus der Kanzlei Waldmann Petitpierre als Partner zurück.

Der Baselbieter Landrat nahm das Gesetz über die Bekämpfung der Schwarzarbeit und das Arbeitsmarktaufsichts-Gesetz mit 71:18 Stimmen an, doch kommt es zur obligatorischen Volksabstimmung, weil die Vierfüntel-Mehrheit nicht erreicht wurde.

Der Baselbieter Polizeikommandant Mark Burkhard ist zum Präsidenten der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz (KKPKS) gewählt worden.

Die Central Real Estate Basel AG, Eigentümerin im Klybeck-Areal, tritt ab sofort unter dem neuen Namen Rhystadt AG auf.

Das Basler Marionetten Theater unterbricht per sofort seine Saison bis mindestens Ende 2020.

Die Basler FDP nominierte für den zweiten Wahlgang der Regierungsrats-Wahlen erwartungsgemäss ihr Mitglied Baschi Dürr sowie die LDP-Liberale Stephanie Eymann.

Auf der Autobahn A3 bei Eiken, wo 120 km/h erlaubt sind, wurde am frühen Morgen des 24. Oktober eine Autofahrerin mit Tempo 214 km/h als Raserin geblitzt.

Die Basler Juso bitten die Regierung in einer Petition, sich aktiv dafür einzusetzen, 100 Menschen aus dem Camp Moria in den Kanton Basel-Stadt aufzunehmen.

Der Stiftungsrat der Stiftung Brasilea hat die 37-jährige brasilianisch-schweizerische Doppelbürgerin Tatiana Andrade Vieira als neue Geschäftsführerin und Nachfolgerin von Daniel Faust gewählt.

Die Basler SP hat am 16. Oktober ihre Initiative "Kinderbetreuung für alle" mit über 3'000 Unterschriften eingereicht.

Dominik Beeler wird neuer Präsident der Grünen Liestal und damit Nachfolger von Erika Eichenberger.

Die Volksinitiative "für ein klimagerechtes Basel", die die Treibhausgas-Emissionen in Basel-Stadt bis 2030 auf Null senken will, ist am 8. Oktober mit über 3'700 Unterschriften bei der Staatskanzlei eingereicht worden.

Die Stadt Liestal hat die Einführung eines Ortsbusses namentlich in den Quartieren Sichtern und Langhag/Hanro mit 2'246 Ja-Stimmen gegen 2'717 Nein-Stimmen deutlich abgelehnt.

Binningen hat die SP-Initaitive gegen den Verkauf von gemeindeeigenem Boden mit  2'823 Ja gegen 2'809 Nein hauchdünn angenommen.

Münchenstein hat der Quartierplanung "Spenglerpark" mit dem 100 Meter hohen Hochhaus mit einem Ja- Anteil von 58 Prozent zugestimmt.