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© Foto by Christof Wamister, OnlineReports.ch


Der Schwarzpark wird für das Publikum geöffnet

Wenn auch die Basler Regierung zustimmt, wird der Schwarzpark dem Publikum zugänglich gemacht. Die Chancen stehen gut, die Hirsche dürfen bleiben.
Basel, 8. November 2012

Gut Ding will Weile haben. Von der Stadtgärtnerei erfuhr OnlineReports, dass die Idee, den Schwarzpark für Quartierbevölkerung und Spaziergänger zu öffnen, nun mit grosser Wahrscheinlichkeit doch noch realisiert wird.

Ein Projekt von 2005 wurde überarbeitet und angepasst. Dies erklärte Urs Leugger, stellvertretender Leiter der Stadtgärtnerei, gegenüber OnlineReports. Er spricht von einer "sanften Öffnung" und nennt als Ziel eine "besseren Anbindung ans Quartier". Das Geschäft im Umfang von drei Millionen befinde sich zur Zeit noch beim Finanzdepartement zur Prüfung und werde bei positivem Befund der Regierung zur Beschlussfassung vorgelegt. Eine Beratung durch den Grossen Rat ist nicht mehr nötig, weil das Geschäft aus dem Mehrwertabgabe-Fonds finanziert wird.

Hirsche als bekanntestes Merkmal

Der Schwarzpark ist eine grüne Insel von der Dimension des Schützenmattparks und befindet sich zwischen den Quartieren Gellert und Lehenmatt entlang des eheamligen Gewerbekanals St. Alban-Teich. Bekanntestes Merkmal des Parks ist ein grosser Hirschbestand, der vom Personal des Tierparks "Lange Erlen" betreut und von Zeit zu Zeit auch (durch Abschüsse) dezimiert wird, was auch schon zu tierfreundlichen Emotionen Anlass gab. Die Stadtgärtnerei hat sich nun entschlossen, die beliebten Hirsche nicht aus dem Park zu verbannen, und Fachleute der "Langen Erlen" werden auch weiterhin ihres Amtes walten.

Erschlossen wird der Schwarzpark mit zwei Zugängen von der Gellertstrasse - einer davon bereits bestehend - und zwei neuen Fussgängerbrücken über den St. Alban-Teich, der eine beim Kastanienweg, der andere beim Hechtweg. Herzstück der Öffnung ist ein neu zu schaffender Promenadenweg entlang der Kastanienallee oberhalb des St. Alban-Teichs. Dafür wird die Einzäunung des Hirschparks zurückversetzt, was zu einer Flächenreduktion führt. Der neue Fussweg ist nicht als Rundweg angelegt, damit die Hirsche ein Rückzugsgebiet im westlichen Teil des Parks in Richtung Autobahn A2 behalten. Beim Gärtnerhaus auf der anderen Seite grünen Oase wird ein Kinderspielplatz eingerichtet.

Bewegte Vergangenheit

Der Schwarzpark, benannt nach den früheren Besitzern, hat eine bewegte Planungsgeschichte hinter sich. Die Eigentümerin verkaufte ihn 1987 an private Investoren, nachdem der Kanton auf ein Verkaufsangebot mit der Bedingung, das Areal frei zu erhalten, nicht eingetreten war. 1996 musste der Staat den Park für teures Geld doch noch kaufen, nachdem ein Bebauungsprojekt in der Volksabstimmung gescheitert und eine Volksinitiative "für die Grünerhaltung des Schwarzparks" gutgeheissen worden war. Als Kompromiss wurden an den Parkrändern, an der Gellertstrasse und der Redingstrasse, zwei Wohnblöcke erstellt. 



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"Eine erfreuliche Meldung"

Eine erfreuliche Meldung, sind doch etliche Jahre seit der Führung mit Warten vergangen. Noch mehr freut mich, dass die Hirsche bleiben. Die Abschüsse sind ok. Ich empfinde das Röhren der Hirsche sehr bereichernd. Ebenfalls alle anderen Tierarten, die zu vernehmen sind.


Maria Streit, Basel



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