Werbung

News

© Foto by Peter Knechtli, OnlineReports.ch


Höli-Betreiber in Liestal schlucken saftige Weko-Busse

Liestal, 27. September 2023

Sie wollen es nicht als Schuldanerkennung verstanden haben. Dennoch: Der Bürgerrat der Bürgergemeinde Liestal und der Verwaltungsrat der Deponie Höli AG haben gemeinsam beschlossen, die Verfügung der Wettbewerbskommission (Weko) vom 29. August 2023 nicht ans Bundesverwaltungsgericht weiterzuziehen. Damit solle ein Schlussstrich unter das Kapitel gezogen werden, heisst es in einem Communiqué vom Mittwoch. 

Die Weko hatte der Deponie Höli AG vorgeworfen, die Aktionärinnen jahrelang bevorzugt und damit das Kartellgesetz verletzt zu haben. Die Deponiebetreiber wurden deshalb mit einer Busse von knapp einer Million Franken bestraft. Der Betrag wurde offenbar nach einer Anhörung der Liestaler Unternehmung bereits um 250'000 Franken reduziert.

 

Auf Zukunft konzentrieren

 

Der Verwaltungsrat und der Bürgerrat zeigen sich enttäuscht darüber, dass die Weko "die zu hinterfragende Rolle des Kantons als Aufsichts- und Bewilligungsbehörde und das Verhalten der anderen Marktteilnehmer in der Region" nicht umfassender untersucht und gewichtet habe. Auch habe sie die Definition des Marktes, auf der letztendlich die Berechnung der Marktbeherrschung basiere, zu wenig berücksichtigt.

Statt sich "in jahrelanger Vergangenheitsbewältigung zu verlieren", wollen Verwaltungsrat und Bürgerrat sich nun auf die Zukunft konzentrieren und die Energie für den wieder aufgenommenen Erweiterungsprozess der Deponie "Höli plus" einsetzen. Denn beide Gremien hätten sich kritisch mit den Vorwürfen auseinandergesetzt und die Lehren daraus gezogen.

 

Teil der Lösung

 

So habe der seit Juli 2020 neu zusammengesetzte Bürgerrat bei seiner Amtseinsetzung das Doppelmandat des Bürgergemeinde- und Verwaltungsratspräsidiums getrennt und auf zwei Personen verteilt, heisst es in der Mitteilung. Zudem habe er im Folgejahr verfügt, dass in der Höli pro Jahr nur noch maximal 450'000 Tonnen nicht verwertbare mineralische Bauabfälle deponiert werden dürfen. Mit dieser Strategie und einer "konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Kanton" habe der Bürgerrat die Rahmenbedingungen für den weiteren Deponiebetrieb festgelegt. 

Für den Verwaltungsrat und den Bürgerrat ist klar, dass die Deponie Höli auch in Zukunft Teil der Lösung für Baureststoffe aus der Region sein werde. Denn trotz der Recyclingstrategie des Kantons Baselland benötige es weiterhin Deponieraum.




Weiterführende Links:
- Es muss nicht gleich von Mafia-Methoden die Rede sein
- Wettbewerbshüter: Milllionen-Busse für Liestaler Deponie-Betreiber
- "Wir verstehen uns als Teil der kantonalen Recycling-Strategie"
- Ein Deponievolumen vergössert sich wundersam um einen Fünftel
- WWF erhebt Einsprache gegen Deponie-Erweiterung "Höli"
- Verhandlungen über Inertstoff-Deponie "Höli" gescheitert
- Liestaler Deponie "Höli" darf aufgestockt werden


 Ihre Meinung zu dieser News
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)

Weitere aktuelle News

www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Er soll mehrere Gedichtbänder veröffentlicht haben."

bz
am 16. Mai 2024
über den Attentäter
in der Slowakei
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Das kann man auch nicht mit Schweizer-Hochdeutsch erklären.

RückSpiegel

 

Baseljetzt, bz, Volksstimme, SDA und Happy Radio nehmen die Recherche von OnlineReports über den geschassten CEO Marcel Allemann auf.

Die bz berichtet, dass Landrat Hannes Hänggi das Mitte-Präsidium übernehmen will, und verweist dabei auf OnlineReports.

Das Portal kath.ch nimmt die OnlineReports-Recherche über die Pläne der Basler Hicret-Moschee in Reinach im Medienspiegel auf.

Baseljetzt nimmt die Recherche von OnlineReports über den "Fuck SVP"-Schriftzug am Nebiker-Turm in Sissach auf.

In ihrem Bericht über die Wahl des neuen Baelbieter SVP-Präsidenten zitiert die Basler Zeitung aus einem OnlineReports-Kommentar.

 

Das Regionaljournal Basel veweist in einem Beitrag über die Probleme der Kitas im Baselbiet auf OnlineReports.

Der Klein Report nimmt die Recherche von OnlineReports über Roger Blums Buch über die Basellandschaftliche Zeitung auf.

Die BaZ bezieht sich in einem Artikel über die Zerwürfnisse in der Baselbieter SVP auf OnlineReports.

Die bz verweist in einem Bericht über die Kita-Krise im Baselbiet auf OnlineReports.

BaZ, Baseljetzt und Happy Radio nehmen die OnlineReports-News über das geplante Ministertreffen in Basel auf.

Der Sonntagsblick zitiert OnlineReports in einer grossen Recherche über die Baselbieter SVP-Politikerin Sarah Regez.

Baseljetzt verweist im Bericht über Basler Schiffsunfälle auf ein OnlineReports-Video.

Die Volksstimme greift die OnlineReports-Recherche über das Aus des Textildruck-Unternehmens Permatrend auf.
 

Weitere RückSpiegel








In einem Satz


Die Israelitische Gemeinde Basel wählt mit Steffi Bollag als Nachfolgerin von Emmanuel Ullmann erstmals eine Frau zur Präsidentin.

Sabina Brocal wird am
1. August Förderchefin der Abteilung Kultur im Präsidialdepartement Basel-Stadt.

Die Stadtreinigung des Basler Tiefbauamts wird ab 12. August neu von Markus Müller geleitet, sein Vorgänger Dominik Egli geht in Pension.

Christoph Jorns wird am 1. Juli Finanzchef der Basler Lebensversichererin Pax als Nachfolger von Alex Flückiger.

Mirjam Christ-Crain
 von der Universität Basel erhält den mit 200'000 Franken dotierten Otto-Naegeli-Preis für ihre patientenorientierte klinische Forschung.

Kimrobin Birrer übernimmt das Parteisekretariat der GLP Baselland von Yves Krebs.

Barbara Staehelin hat am
1. Mai das Verwaltungsrats-Präsidium des Kantonsspitals Baselland von Madeleine Stöckli übernommen.

Die Baselbieter Regierung hat Kathrin Choffat und Roger Müller als neue Mitglieder des Bankrats der BLKB für die laufende Amtsperiode bis Mitte 2027 gewählt. 

Der Baselbieter Regierungsrat hat Raphael Giossi zum Nachfolger des langjährigen kantonalen Bieneninspektors Marcel Strub gewählt.

Cyril Bleisch übernimmt bei den Jungfreisinnigen Baselland das Präsidium von Lucio Sansano.

Die Basler Sozialdemokraten haben die SP queer Basel-Stadt gegründet und als neues Organ in den Statuten der Partei verankert.

Eiskunstläuferin Kimmy Repond und Wasserfahrer Adrian Rudin sind Basler Sportlerin beziehungsweise Basler Sportler des Jahres.

Jean-Luc Nordmann übergibt das Präsidium der Stiftung Tierpark Weihermätteli per 1. Januar 2024 an Martin Thommen.

Iris Graf steigt von der Projektleiterin und akademischen Mitarbeiterin der Baselbieter Fachstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern zur Leiterin auf.  

Sonja Kuhn,
ehemalige Co-Leiterin der Abteilung Kultur Basel-Stadt, ist neu Präsidentin der SRG Region Basel.

Florian Nagar-Hak und Saskia Bolz übernehmen die Leitung des Gesundheitszentrums Laufen, das zum Kantonsspital Baselland gehört.

Mohamed Almusibli übernimmt ab März 2024 die Direktion der Kunsthalle Basel von Elena Filipovic.

Marilena Baiatu ist neue Kommunikationsbeauftragte der Staatsanwaltschaft im Kanton Baselland und ersetzt Thomas Lyssy, der Ende November pensioniert wird.