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© Fotos by Polizei BL


Sturm "Joachim" wütete: Mehrere Hausdächer abgedeckt

Eine ganze Talschaft ohne Strom, ein umgestürzter Lastwagen und abgedeckte Hausdächer: Der Sturm "Joachim" forderte im Baselbiet zwei Verletzte.
Liestal, 16. Dezember 2011

Die teils orkanartigen Sturmböen, die seit heute Freitagmorgen mit Spitzengeschwindigkeiten bis 140 Stundenkilometern über die Region Basel hinweg fegten, haben ihre Spuren hinterlassen. In Rünenberg wurden gar Böenspitzen bis 148 Stundenkilometer gemessen – der höchste Wert sei Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1984. Seit 4.30 Uhr gingen bei der Polizei Dutzende Schadensmeldungen ein.

Folgende Vorfälle wurden aus dem Baselbiet bekannt:

• Im ganzen Laufental fiel der Strom aus. Der Eggfluhtunnel wurde aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt.

• Auf der Bennwilerstrasse in Diegten wurde der Anhänger eines Lastwagens durch den starken Wind umgestossen. Als der Anhänger durch ein Abschleppunternehmen wieder aufgestellt werden konnte, fuhr der Lastwagen weiter in Richtung Hölstein. Auf der Weiterfahrt wurde der Lastwagen mit Anhänger erneut von einer sehr starken Windböe erfasst, so dass die gesamte Fahrzeugkombination umkippte. Dabei wurde der 36-jährige Lenker verletzt und musste ins Spital gebracht werden.

• Im Bootshafen in Augst stürzte beim Versuch, eine durch den Wind weggerissene Abdeckplane eines Bootes wieder zu befestigen, ein 65-jähriger Mann in das Hafenbecken. Im kalten Wasser konnte sich der Mann jedoch bis zum Beckenrand fortbewegen und sich dort festhalten. Ein ebenfalls anwesender Bekannter des Verunfallten holte schliesslich eine Leiter und alarmierte die Sanität. Mit leichten Verletzungen und Verdacht auf Unterkühlung wurde der Verletzte ins Spital eingeliefert.

• In mehreren Gemeinden, vorwiegend im Oberbaselbiet und im Laufental, wurden durch den Sturm ganze Hausdächer abgedeckt.

• Mit Abstand am meisten Probleme verursachten umgestürzte Bäume, weshalb vereinzelt Strassen gesperrt werden mussten.

• Die Gemeinde Langenbruck ist wegen der Sturmschäden zurzeit komplett von der Umwelt abgeschnitten.

• Auch im südlichen Versorgungsnetz der EBM brachte der Sturm Bäume zu Fall. Als Folge davon wurden zwischen 3.27 und 5 Uhr eine 50-Kilovolt-Freileitung (kV) und drei 13-kV-Freileitungen beschädigt.
 
Beim Dorf Mariastein wurde die 13-kV-Freileitung durch einen Baum niedergerissen. Vom Stromunterbruch waren rund 50 Kunden betroffen. Die Netzelektriker der EBM haben die Leitung inzwischen repariert, womit seit 11.50 Uhr alle Kunden wieder mit Strom versorgt sind.
 
Zwischen Bretzwil und Lauwil wurde ebenfalls die 13-kV-Freileitung durch einen Baum beschädigt, wodurch bei beiden Dörfern die Stromversorgung vollständig unterbrochen war. Die Netzelektriker der EBM sind vor Ort zur Behebung der Schäden. Mittels Umschaltungen und einer Notstromversorgung konnte Bretzwil seit 11.35 Uhr wieder mit Strom versorgt werden.
 
Durch die Beschädigung einer 13-kV-Freileitung nach Bärschwil war auch dieses Dorf vollständig von der Stromversorgung abgeschnitten. Die Freileitung konnte inzwischen repariert werden. Sämtliche Kunden in Bärschwil haben seit 11.30 Uhr wieder Strom.

Bei der 50-kV-Freileitung zwischen Breitenbach und Liesberg wurden durch einen umfallenden Baum Drähte niedergerissen. Mittels Umschaltungen wurde sichergestellt, dass diese Störung zu keinen Stromunterbrüchen bei Kunden führte. Der Schaden wird zur Zeit repariert.
 
Neben diesen vier grösseren Ereignissen gab es diverse kleinere Störungen im 400 Volt-Netz, womit verschiedentlich Kunden zwischen einer Minute und mehr als 2 Stunden teilweise keinen Strom mehr hatten. Auch diese Schäden wurden und werden laufend durch die Netzelektriker der EBM behoben und damit die Stromversorgung wieder hergestellt. Die EBM rechnet damit, dass bis heute Abend sämtliche Kunden wieder mit Strom versorgt sind.

Die ersten Stromunterbrüche im Oberbaselbiete wurden der EBL um 2.56 Uhr zwischen Titterten, Liedertswil und Reigoldswil gemeldet.

Mit dem Tagesanbruch kamen weitere Unterbrüche dazu:
• Die Verbindungsleitungen Lampenberg-Hölstein und Diegten-Dietisberg wurden durch Bäume heruntergerissen.

• Im Dreieck Kilchberg-Rünenberg-Zeglingen riss der Sturm eine Freileitung um.

• In Reigoldswil riss ein umfallender Baum eine weitere Freileitung nieder. Dies war die Ursache für längere Stromunterbrüche in Bubendorf, Ziefen, Arboldswil, Reigoldswil, Titteren, Liedertswil, Hölstein, Waldenburg, Bennwil, Niederdorf, Teile von Ormalingen, Rothenfluh, Anwil, Oltingen, Wenslingen, Teilen von Zeglingen, Eptingen und Teilen von Langenbruck.

Der Dietisberg wird bis zum Ende der Reparaturen solange mit der leistungsfähigsten Notstromgruppe der EBL gespiesen. Um 14 Uhr waren alle Trafostationen wieder am Netz. Neben dem Transportnetz wurden auch zahlreiche Hofzuleitungen unterbrochen.

Feuerwehren und Polizei stehen beinahe im ganzen Kanton im Einsatz. Zu grösseren Verkehrs-Behinderungen kam es bisher nicht.

Umgestürzte Weihnachtsbäume in Basel-Stadt

• Im Kanton Basel-Stadt wurde in den frühen Morgenstunden der Weihnachtsbaum bei der Schifflände vom Wind umgeweht. Der Baum am Claraplatz wurde bereits heute Morgen vorsorglich abgebaut. Bei der Allmendverwaltung gab der Verein "Basler Weihnacht" die Absperrung von besonders exponierten Bäumen – wie etwa am Centralbahnplatz und bei der Heiliggeistkirche – in Auftrag.

Der Wind legte auch Teile des "Märchenwaldes" vom Weihnachtsmarkt auf dem Münsterplatz flach. Von der Feldbergstrasse wurden fallende Ziegel gemeldet, an der Erikastrasse knickte eine Antenne und Anwohner der Matthäusstrasse, der Kornfeldstrasse und der Gotthardstrasse meldeten Bäume in Schieflage, was der Berufsfeuerwehr mit über einem Dutzend Einsätzen doch viel Arbeit bescherte und den betroffenen Hausbesitzern viel Verdruss.




Weiterführende Links:
- Sturmwarnung für Donnerstagnacht und Freitag


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"Zwei Unfälle mit Velofahrerenden"

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in einem Titel
in der Rubrik Polizeirapport
am 20. Juni 2024
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Am Ende die Velofahrer?

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