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© Foto by Stadtgärtnerei Basel-Stadt


Baumverpflanzung: "Valium für Parlament und Bevölkerung"

Mit ihrer Beantwortung der Interpellation zur umstrittenen Baumverpflanzung an der Margarethenstrasse kommt die Regierung bei der Basler "Mitte"-Grossrätin Andrea Strahm nicht gut weg.
Basel, 1. Juni 2022

Die Parlamentarierin nahm Recherchen von OnlineReports zum umstrittenen staatlichen Schnellschuss-Auftrag einer Verpflanzung von acht Kugelahorn-Bäumen an der Margarethenstrasse letzten August zum Anlass für ihren Vorstoss. Der Kern der Kritik betrifft einerseits den Schnellschuss der Beauftragung an die Luzerner "Arbor Swiss AG" durch das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) – anderseits die Frage, wie seriös das Departement die beauftragte Firma vor der Auftragserteilung evaluiert hatte.

Auf firmeneigene Referenzen verlassen

In ihrem Votum im Grossen Rat von heute Mittwochnachmittag zeigte sich Andrea Strahm (Bild) von der Antwort der Regierung "nicht befriedigt, ganz und gar nicht". Soviel wurde klar: Das Bau- und Verkehrsdepartement verliess sich in ihrer Evaluation auf die von der Firma selbst formulierten Referenzen auf der Homepage der BMB Group, die "bezüglich der fachlichen Qualifikation durch die Stadtgärtnerei als aussagekräftig beurteilt" worden seien.

Laut Regierung sei die "BMB Group" zum Zeitpunkt der benötigten Dienstleistung die einzige der Stadtgärtnerei bekannte kurzfristig verfügbare und in der Schweiz tätige Firma" gewesen. Die Interpellantin dagegen fand aufgrund einer einfachen Google-Recherche eine etablierte Schweizer Gartenbau-Firma mit über 200 fachlich ausgebildeten Mitarbeitenden heraus. Die BMB dagegen bestehe aus vier Personen, wovon deren drei "keinerlei Ahnung von Gartenbau" hätten.

"Verletzung der Sorgfaltspflichten"

Die Regierung musste einräumen, dass weder Zeichenberechtigung noch die Handelregister-Einträge der beauftragten Firma überprüft wurde. Auch ihre Solvenz und ihr Umgang mit der Arbeitssicherheit wurden nicht abgeklärt. Dies sei mit Blick auf das Auftragsvolumen von 30'000 Franken nicht nötig, so die Regierung.

Andrea Strahm erinnerte die Regierung daran, dass der Kanton auch bei Auftragsvergaben "in einer Vorbildfunktion" stehe. Die "saloppe Auftragserteilung" müsse als eine "Verletzung der Sorgfaltspflichten" zu qualifizieren. Die Frage nach Person und Ansprechpartner im Zusammenhang mit der Ausführung des Projektes – gemeint war BMB-Projektleiter und Akquisiteur Andreas Bernauer – habe die Regierung, so Strahm, "nicht richtig verstehen wollen". Statt dessen nannte die Exekutive profan das Tiefbauamt als zuständig für die Gesamtprojektleitung.

Gute Noten für die Stadtgärtnerei

Der Stadtgärtnerei stellte die Interpellantin ein gutes Zeugnis aus, sie sei aber "an die Weisungen von oben" gebunden: "Und von dort kam der Befehl, zu verpflanzen." Nach dem öffentlichen Aufruhr über die geplante Fällung sei die BMB Group gerade recht gekommen: "Verbales Valium für Parlament und Bevölkerung."




Weiterführende Links:
- Ein staatlicher Schnellschuss-Auftrag mit vielen Fragezeichen
- Die erstaunliche Metamorphose eines "schlauen Füchsleins"
- Kugelahorn-Vorstoss zum Baumverpflanzungs-Auftrag
- Margarethenstrasse: Zückerchen für Baumfäll-Gegner
- Widerstand gegen Baumfällungen in der Margarethenstrasse
- Die Margarethenstrasse wird gerade neu erfunden


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"Basel SBB, c’est Endbahnhof."

SBB
Zugsdurchsage
vom 3. November 2022
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gehort.gif

Basel, bilingue.

RückSpiegel


matthiaszehnder.ch nimmt die beiden News-Artikel aus OnlineReports zum Anlass, sich über die schrumpfende Kulturberichterstattung in den Schweizer Medien Gedanken zu machen.

Bajour zitierte OnlineReports in seinem Bericht über die Verwicklung von Bundesratskandidatin Eva Herzog in umstrittene Basler Geschäfte.

In ihrer Recherche über die sterbende Kulturberichterstattung in Basler Medien bezieht sich Bajour auf OnlineReports.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Angriff auf den Stiefvater vor dem Muttenzer Gerichtsgebäude auf.

Die Basler Zeitung und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Rückkehr von Christine Keller in den Basler Grossen Rat auf.

In ihrer Analyse über die unklare Gesundheitsversorgung des Laufentals ging die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche ein.

Telebasel konfrontierte die SVP-Regierungsrats-Kandidatin Sandra Sollberger mit einem Kommentar aus OnlineReports (worauf sie die Stellungnahme verweigerte).

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen den OnlineReports-Bericht über Pläne zum Abbruch des Spitals Laufen auf.

Die OnlineReports-News über den Wechsel des Telefon-Anbieters durch die Basler Verwaltung wurde von der BZ Basel und Happy Radio aufgenommen.

In seiner Aufstellung über "Politiker, die Wasser predigen und Wein trinken", nahm der Nebelspalter auch auf einen Artikel in OnlineReports Bezug.

20 Minuten griff die OnlineReports-Meldung über einen Autolenker, der bei der verbotenen Fahrt durch eine Einbahnstrasse in Birsfelden eine Radfahrerin schwer verletzte, auf.

Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des früheren Baselbieter Regierungsrats Urs Wüthrich nahmen Telebasel, die BZ Basel, die Basler Zeitung, das SRF-Regionaljournal, Prime News, die Nachrichtenagentur SDA, 20 Minuten und Happy Radio auf.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Recherche über Lärm-Überschreitungen im Osten des Gundeldinger-Quartiers auf.

Auf die OnlineReports-News über den Rücktritt der Laufener Finanzkommission reagierte die BZ Basel mit einem Nachzug.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Analyse der Basler FDP auf einen OnlineReports-Artikel aus dem Jahr 2005 Bezug.

Die BZ Basel nahm in ihrem Bericht über den Protest gegen entwässerte Basler Brunnen auf OnlineReports Bezug.

Die OnlineReports-News über stehengelassene BVB-Buspassagiere wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Aufnahme von Frauen in die drei Kleinbasler Ehrengesellschaften auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über Login-Probleme bei der Basler Kantonalbank (BKB) nach. Ebenso das Regionaljournal, das aber keine Quelle nannte.

Die BZ Basel und das SRF-Regionaljournal nahmen die OnlineReports-Meldung vom Tod des ehemaligen Baselbieter LdU-Nationalrats Claudius Alder auf.

In ihrem Bericht über den Störungs-Aufruf von "Basel nazifrei" zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Heiko Vogel (47), der frühere Cheftrainer, kehrt am 1. Januar 2023 als Sportdirektor zum FC Basel zurück, um den "gesamten operativen Fussball-Alltag des FCB" zu verantworten.

Die Baselbieter Regierung hat die Mietung von Räumlichkeiten für das Amt für Migration und Bürgerrecht im Helvetia Tower in Pratteln beschlossen.

Auf die im Februar zurücktretende "Basta"-Grossrätin Beatrice Messerli (70) wird die Präsidentin des Jungen Grünen Bündnisses Nordwest, die Klimaaktivistin Fina Girard (Jahrgang 2001) folgen.

Lorenz Amiet, bisher Vizepräsident, wird neuer Präsident der SVP-Grossratsfraktion als Nachfolger von Pascal Messerli, der neu Parteipräsident wurde.

In Lörrach bewarf dieser Tage ein Unbekannter die Fassade der Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde mit Eiern.

Am Riehenring entsiegelt das Basler Bau- und Verkehrsdepartement als Versuch ab 31. Oktober insgesamt 14 Parkfelder, so dass dort zukünftig Regenwasser in den Untergrund geleitet wird.

Witterungsbedingt muss die Eröffnung der Kunsteisbahn Eglisee in diesem Jahr um zwei Wochen nach hinten verschoben werden, nämlich auf den 12. November.

Ab 1. November müssen sämtliche Personen, die den Kanton in strategischen Führungsorganen der Beteiligungen des Kantons Basel-Landschaft vertreten, ihre Vergütungen offenlegen.

Der Kanton Baselland beteiligt sich mit 900'000 Franken an der von der Wirtschaftskammer organisierten grössten Berufswahlmesse der Schweiz.

Am 29. Oktober, ab 10.15 Uhr, findet an der Oristalstrasse 100 A in Liestal die öffentliche Fahrzeug-Versteigerung von rund 140 Velos diverser Marken, 4 Autos (BMW X6 xDrive30d, Honda Civic 2.0i Typ R, VW T5 Kombi D 4M BMT, VW Polo Blue GT) und ein Arbeitsanhänger (BZS MA MA MA) statt.

Die Kunsteisbahn Margarethen eröffnet am 22. Oktober, die Eislaufsaison und eine Woche später; ab dem 29. Oktober, ist auch die Kunsteisbahn Eglisee geöffnet.

Die Evangelische Volkspartei Baselland (EVP) feierte am vergangenen 9. Oktober mit Partei- und ihren 100. Geburtstag.

Das Bau- und Verkehrsdepartement erteilt der Wyniger Gruppe den Zuschlag für den Betrieb der Flora-Buvette ab 2023; es soll sich um die "erste klimaneutrale Buvette" handeln.

Per 1. Januar 2023 übernimmt Christopher Henry Tütsch (49) die Geschäftsleitung des Ausländerdienstes Baselland als Nachfolger von Oliver Bolliger, der zum selben Zeitpunkt die Geschäftsleitung der Stiftung Wohnhilfe in Basel übernimmt.

Die Delegierten des Gewerbeverbandes Basel-Stadt haben am 20. September Hansjörg Wilde zum neuen Präsidenten gewählt.

Nach einjährigem Studium am Basler Gymnasium Kirschgarten konnten dieses Jahr 65 junge Erwachsene ihre Passerelle-Ausweise entgegennehmen, die ihnen nach der Berufs- oder Fachmatur den Zugang zu sämtlichen Studiengängen an den Schweizer Hochschulen ermöglichen.

In Muttenz beim Hallenbad beginnen im September /Oktober die Bohrarbeiten zur Erkundung des Untergrundes, da es dort zu Dolineneinstürzen und grossflächigen Absenkungen gekommen ist.

Der Verein "Treffpunkt Arlesheim" (ehemals "Verkehrsverein Arlesheim") beschloss bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung, sich aufzulösen.

Gleichzeitig mit dem Start der Bundeskampagne zum Energiesparen senkt die Basler Regierung die Heiztemperatur in seinen Verwaltungsgebäuden auf 19 Grad Celsius.

Der Liestaler Stadtrat hat beschlossen, den "Engel-Saal" unter dem Namen "Stadtsaal" in eigener Regie zu betreiben, womit er den Liestaler Vereinen zukünftig zu vergünstigten Konditionen angeboten werden kann.

Die Baumann & Cie übernimmt rückwirkend per 30. Juni 100 Prozent der Aktien der Vögeli Vermögensverwaltung AG.

In Basel-Stadt ist am 19. August die aus Lehrerkreisen angeregte Initiative zur Erweiterung der Integrativen Schule durch heilpädagogisch geführte Förderklassen eingereicht worden.

Die beiden Ludotheken Bläsi und St. Johann der Robi-Spiel-Aktionen werden nach 2022 nicht weiter betrieben.

Anouk Feurer, die Co-Präsidentin des "Jungen grünen Bündnisses Nordwest", ist Nachrückende für die zurücktretende grüne Basler Grossrätin Michelle Lachenmeier.