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27 Soldaten-Skelette gefunden – ausgerechnet in der Kaserne

Ein Massengrab mit 27 Skeletten kam überraschend bei archäologischen Ausgrabungen im nördlichen Anbau der Kaserne in Basel zum Vorschein.
Basel, 5. September 2019

Die sterblichen Überreste dürften von Soldaten stammen, die im 19. Jahrhundert einer Epidemie zum Opfer gefallen waren und schnell bestattet werden mussten. Sie lagen auf engem Raum auf der Sohle des ehemaligen Stadtgrabens in einem schmalen Graben. Der Stadtgraben wurde beim Bau der Reithalle im Jahr 1820 aufgefüllt.

Nach einer ersten anthropologischen Untersuchung stammen die Skelette alle von jungen Männern. Sie lagen neben- und übereinander in Bauch- und in Rückenlage in dem Graben. Es handle sich "eindeutig um ein Massengrab, in welchem eine grosse Zahl an Toten möglichst schnell bestattet werden musste", schreibt das Präsidialdepartement.

Typhus-Epidemie als Todesgrund

Bei den Skeletten lagen zwei Kreuzanhänger und einige wenige Knöpfe, die das Massengrab ins 19. Jahrhundert datieren. Wahrscheinlich steht das Massengrab im Zusammenhang mit einer historisch belegten Typhus-Epidemie in Zusammenhang, die durch Soldaten gegen Ende der napoleonischen Kriege ausgelöst wurde.

Am 21. Dezember 1813 marschierten im Krieg gegen Napoleon 80'000 Soldaten der alliierten Truppen über die Rheinbrücke von Basel. Am 13. Januar 1814 überquerten die drei Monarchen, Zar Alexander I. von Russland, Kaiser Franz I. von Österreich und König Friedrich Wilhelm III. von Preussen hoch zu Ross die Rheinbrücke und bezogen in Basel Unterkunft. 32'000 Soldaten der russisch-preussischen Garden und die österreichische Reservedivision des Generals Trautenberg wurden in Basel und Umgebung von Dezember 1813 bis Juni 1814 einquartiert.

Auch 800 Einheimische betroffen

Die Soldaten schleppten den so genannten "Flecktyphus" in die Stadt ein. In jener Zeit befand sich im Areal des ehemaligen Klosters Klingental ein Lazarett, in dem die erkrankten Soldaten möglicherweise behandelt wurden. Viele der Soldaten überlebten die Krankheit nicht. Tatsächlich ist aus Schriftquellen ein Notfriedhof bekannt, der 1814 auf dem Kasernenareal entstand.

Der eingeschleppte "Flecktyphus“ löste eine im Oberrheingebiet wütende Epidemie aus. Alleine in der Stadt Basel fielen der Seuche im Jahr 1814 über 800 der etwa 16'000 bis 17'000 Einwohner zum Opfer.

Auch im zweiten Graben werden Skelette vermutet. Da dieser vom Umbau nicht zerstört wird, wird er nicht weiter ausgegraben.



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https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Er soll mehrere Gedichtbänder veröffentlicht haben."

bz
am 16. Mai 2024
über den Attentäter
in der Slowakei
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Das kann man auch nicht mit Schweizer-Hochdeutsch erklären.

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