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Die Verlockung der Schärfe und die Moral daraus

Zuhause, 17. Oktober 2021

Im Home office-Modus kam es zuweilen vor, dass wir, je nach Disponibilität, nicht wie sonst gemeinsam assen, sondern nach Bedarf individuell. Das führte dazu, dass ich in solchen Fällen für meine Kalorienzufuhr selbst verantwortlich war und mir die Basis-Fähigkeiten des kulinarischen Handwerks aneignen musste. (Spiegeleier mit Käse und selbst ein Boeuf Bourguignon lagen bisher drin, viel mehr nicht.)

Nun mag ich in meinem Beruf gern etwas Würze in journalistischen Texten, wie ich zu Tisch angmessen Pikantes schätze. So griff ich denn gern zu, als meine Tochter mir bei der Präsentation ihres Gartens ein "Versucherli", das mein besonderes Interese fand, mit auf den Weg nach Hause gab. Allerdings – gewitzigt durch eigene Erfahrungen – nicht ohne die Schärfe-Warnung, bei der Verwertung dieses Gewürzes äusserste Zurückhaltung walten zu lassen.

Mittlerweile gelingt mir die Zubereitung von Bärlauch-Pesto-Pasta mit gedämpften Zucchetti-Stücken einigermassen akzeptabel. Was lag nun näher, dieses Kunst-Stück der mediokren Küche noch mit etwas Chili aus Tochters Garten zu verfeinern. Ein Messerspitzchen davon schnitt ich in kleine Streifen und diese nochmals in kaum sichtbare Stückchen. Ein Schluck Rotwein stand bereit, die Vorfreunde war gross.

Schon beim ersten Bissen stiegen mir Tränen in die Augen. Es waren nicht Tränen der Freude. Mir schwante rasch, dass ich die Warnung meiner Tochter – sagen wir mal – nicht mit gebotenem Nachdruck zur Kenntnis genommen hatte. Im Gaumen breitete sich ein Höllenfeuer aus, das unverzüglich einen Hustenanfall auslöste und weder mit Wasser noch mit Wein zu löschen war.

Der Kopf des Hobby-Kochs aber wollte sich das Unvermeidliche nicht eingestehen, und sein Mund ass weiter. Nun begann die Nase in einem Ausmass zu laufen, dass mein Nas-Tuch in kürzester Zeit nach Auswechslung rief. Cool bleiben, kommt schon gut, blieb meine Devise, während ich mich essenderweise daran schickte, im "Magazin" Philipp Losers Kolumne zu lesen. Doch o weh!

Jetzt schoss mir das Wasser auch in die Augen. Daraus entwickelte sich ein kleiner Wasserfall, der sich gnadenlos auf das Druck-Erzeugnis ergoss, das schon bald nur noch in groben Umrissen wahrzunehmen war.  Ans Lesen beim Essen war also nicht mehr im Entferntesten zu denken, die temporäre Chili-Blindheit hatte mich fest im Griff.

Der Teller leerte sich dann, wie früher von den Eltern eingebläut, doch noch. Das war aber kein Grund zur Erleichterung. Denn ich hatte bewusst gleich zwei Portionen meiner Lieblings-Pasta zubereitet. Am Tag darauf – aus Schaden wird man bekanntlich klug! – hievte ich die in Portion zwei verbliebenen kleinen roten Scharfen in Sisiphusarbeit an den Tellerrand, um nebenwirkungsfrei zubeissen zu können. Es war eine Freude zu sehen, wie sich das Olivenöl bärlauchgrün färbte und sich mit dem Reibkäse perfekt vereinigte.

Der erwartete Hochgenuss aber blieb aus, denn sämtliche Zutaten hatten die Schärfe der Chili längst in sich aufgenommen. Diesmal verzichtete ich wohlweislich darauf, eine Lektüre bereitzulegen. Dort, wo tags zuvor noch das "Magazin" lag, stand jetzt ein mächtiger Krug, gefüllt mit zwei Litern Wasser. Vorsorglicherweise lagen auch ein paar frische Stoff-Nastücher bereit. Ich musste da nochmals durch.

Die Moral der Geschicht': Übertreib' es mit der Schärfe nicht.



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"Brot, dick mit Butter bestreichen"

… und hätten Sie mit den Fingern, mit denen Sie zuvor die Chili fein gestreifelt hatten, in den Augen gerieben, wäre der Supergau
schon früher gekommen.

Eine Servierfrau sagte mir einmal, dass sie Leuten mit einem "Chili-Anfall" Brot und Butter bringen. Das Brot, dick mit Butter bestreichen und langsam gegessen, lässt die Sache erträglicher werden.


Rosemarie Mächler, Aesch



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Theater Basel

"Verlorene Illusionen"
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"Zeiglingen: Heute Wolf gesuchtet"

OnlineReports.ch
Titel einer Meldung
vom 22. November 2021
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Er wurde dann in Zeglingen auch gefindet. Wenn schon falsch, dann richtig!

RückSpiegel


In ihrer Story über die amtliche Schliessung des Bistro "Cheesmeyer" in Sissach nahm die BZ auf OnlineReports Bezug.

Die BZ, Telebasel und Happy Radio nahmen die OnlineReports-Meldung über den Tod des Kleinbasler "Modezars" Roland Vögtli auf.

Die Medienwoche verlinkt auf den OnlineReports-Kommentar über das Medienrechts-Urteil des Baselbieter Kantonsgerichts zum Fall Wirtschaftskammer Baselland vs. "Basler Zeitung".

Der Tages-Anzeiger geht in seinem Bericht über die neue Post-Strategie auf OnlineReports-Nachrichten über die Verteuerung der Vereinspostfächer und die allgemeine Kostenpflicht für Postfächer ein.

In ihrem Beitrag über den Prozess der Wirtschaftskammer Baselland gegen einen ehemaligen Journalisten der "Basler Zeitung" nahm die Medienwoche auf OnlineReports Bezug.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Geschichte über einen FCB-Hooligan und vor Appellationsgericht erfolglosen DNA-Verweigerer auf.

Die BZ Basel, Telebasel, Bajour und Prime News nahmen zum Rücktritt des Basler Nationalrats Christoph Eymann Bezug auf ein OnlineReports-Interview.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über die Polizei-Kontrolle von Rechtsextremen in Bubendorf nach.

Telebasel nahm den OnlineReports-Primeur über die Sichtung einer Waschbären-Familie in Gelterkinden auf.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Meldung über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Basler Grossrat Eric W. auf.

20 Minuten, Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Durchführung der Basler Herbstmesse auf. Die Basler Zeitung kam einen Tag später und unterliess die Quellennennung.

Bajour nahm im Artikel über die Basler Nano-Forschung auf eine OnlineReports-Meldung Bezug.

Im Beitrag von Prime News über die "zunehmende Missachtung der Aufgabentrennung zwischen Staat und Medien" wird OnlineReports zitiert.

Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über den Grund des Tramunglücks vom Oktober 2019 auf.

Die OnlineReports-Erstmeldung über die zweite Beschwerde von ex ASE-Präsident Simon Müller vor Bundesgericht wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die Medienwoche nahm den OnlineReports-Leitartikel über die Förderung von Onlinemedien ohne Subventionen in ihr Monitoring auf.

Telebasel, 20 Minuten und Primenews nahmen die OnlineReports-Exklusivmeldung über den Ausnahmezustand im überfüllten Gartenbad St. Jakob auf.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


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