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© Fotomontage by Barbara Sorg


Primeo Energie plant zwei Windturbinen in der Hard

Energiepolitische Überraschung: Das Baselbiet bleibt doch keine windkraftfreie Zone, wie von Fachleuten vorausgesagt. Die "Primeo Energie" will in der Muttenzer Hard zwei Windturbinen bauen. Die Vorprüfung beim Kanton läuft schon.
Muttenz, 11. August 2020

"Primeo Energie"-Geschäftsleitungsmitglied Dominik Baier bestätigte heute Dienstagabend Informationen von OnlineReports: Geplant sind zwei Windkraftwerke mit einer Nabenhöhe von 140 Metern und einem Rotor-Radius von 60 Metern im Streifen westlich der A2-Autobahnbrücke zwischen der Autobahn und dem Rangierbahnhof.

Die Leistung jeder Turbine soll zwischen 2 und 2,4 Megawatt betragen. Jährlich sollen 4,5 Millionen Kilowattstunden Strom produziert werden, was dem Verbrauch von 1'200 durchschnittlichen Haushaltungen entspricht.

"Kein Landschafts-Schutzgebiet"

Die Pläne gehen Jahre zurück und sollten in rund zwei Monaten offiziell kommuniziert werden. Nachdem OnlineReports die Recherchen aufgenommen hatte, beschloss "Primeo Energie" (ehemals EBM), noch "heute Nacht" eine offizielle Mitteilung zu veröffentlichen. In Wahrheit erfolgte die Publikation unmittelbar nach dem Gespräch von OnlineReports mit "Primeo".

"Primeo" hält den Standort in der Nähe der Kiesgruben und der Familiengärten für ideal aus zwei Gründen: Erstens handle es sich um "kein Landschafts-Schutzgebiet", zweitens liegen die Verbraucher – vor allem die Industrie und Wohngebiete – in unmittelbarer Nähe der Produktionsanlagen. Ausserdem sei ein "Netzanschluss mit wenig Aufwand möglich" und die Verluste geringer.

Waldersatz: Noch keine Antwort

Baier konnte gegenüber OnlineReports keine Angaben sowohl zum Investitionsvolumen wie zur Frage des gesetzlich vorgeschriebenen Waldersatzes machen. Er sagte, die Bauherrin werde "alle Auflagen selbstverständlich erfüllen". Weitere Windkraft-Projekte will "Primeo" in der Nordwestschweiz nicht verfolgen, nachdem ein Standort bei Roggenburg aus Mangel an genügend Windstärke aufgegeben worden war.

Was den Standort am Rande des Hardwaldes als geeignet erscheinen lässt, ist der sogenannte "Möhlin-Jet". Es handelt sich um einen robusten Südostwind, der dafür sorgt, dass sich im Winter im Raum Basel keine geschlossene Nebeldecke bildet.

Eichenschutz im Hardwald

Der Standort für die beiden Windturbinen, die bei Drehung der Rotoren maximal 200 Meter hoch sind, scheint ideal – Gespräche mit lokalen und kommunalen Behörden bestätigen diese Einschätzung. Zwischen Rangierbahnhof und dem Industrie-Konglomerat von Schweizerhalle ist wenig ökologisch Erbauliches anzutreffen. Ausser dem Hardwald, der als Eichenschutz-Gebiet gilt.

Auf die Frage nach allfälligen Schutzauflagen im Projektgelände konnte der Baselbieter Kantonsplaner Martin Kolb auf die Kürze keine verbindliche Antwort geben und verwies statt dessen an den Muttenzer Bauverwalter Christoph Heitz, der wiederum nicht erreichbar war.

Nach OnlineReports-Recherchen waren zuvor am selben Ort Standorte evaluiert worden, die sich aber aus technischen und rechtlichen Gründen als nicht
realisierbar erwiesen haben.

Potentialgebiet für Windparks

Anders als der Hardwald ist das Projektgebiet im kantonalen Richtplan offiziell als "Potentialgebiet für Windparks" ausgeschieden. Dennoch ist eine Änderung des kommunalen Zonenplans erforderlich, der derzeit zu einer Vorprüfung bei den Planungsbehörden des Kantons liegt.

Windturbinen, die den sie umgebenden Wald um ein Mehrfaches überragen, müssen zahlreiche Auflagen erfüllen: so Vogelschutz, Sicherheit für die Luftfahrt und Infrastruktur wie eben eine Autobahn, Lärmwerte und vieles mehr. Der Kanton prüft die gesetzlichen Rahmenbedingungen, das letzte Wort über die neuen Zonenbestimmungen hat in Muttenz die Gemeindeversammlung.

Zuvor sollen die Bevölkerung und Umweltverbände in ein Mitwirkungsverfahren eingebunden werden.

"Primeo" betont, mit dem Bau von Windrädern werde die "Energiestrategie 2050" des Bundes unterstützt.



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Theater Basel

"Die Aufdrängung"
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"In der Nacht auf Dienstag kam am Totentanz in Basel zu einem Totenfall."

nau.ch
vom 3. Januar 2023
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Ein anschauliches Fall-Beispiel.

RückSpiegel


Telebasel nahm im "Wahltalk" auf ein Zitat in einem OnlineReports-Artikel Bezug.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-Erstmeldung über die Verhaftung eines Gewerbetreibenden nach.

Zum aktuellen Thema "Krise des Kulturjournalismus" bezeichnet die Basler Zeitung die Theater- und Opernkritiken in OnlineReports als "löbliche Ausnahme".

In ihrem Text über die Bundesratswahlen zitierte die Luzerner Zeitung aus dem OnlineReports-Leitartikel über die Basler Kandidatin Eva Herzog.

In seiner Bestandesaufnahme über Basler Online-Medien startet das Wirtschafts-Magazin Trend von Radio SRF1 mit OnlineReports.

Die Basler Zeitung ging in ihrem Bericht über den Telebasel-Weggang von Claude Bühler auf dessen Rolle als Theaterkritiker bei OnlineReports ein.

Telebasel zog den OnlineReports-Bericht über Fassaden-Probleme am Markthalle-Hochhaus nach. Die BZ Basel zog auch nach, unterschlug aber eine Quellennennung.

In ihren Presseschauen zu den Bundessratswahlen zitierten bajour.ch und primenews.ch aus dem OnlineReports-Leitartikel über Eva Herzog.

matthiaszehnder.ch nimmt die beiden News-Artikel aus OnlineReports zum Anlass, sich über die schrumpfende Kulturberichterstattung in den Schweizer Medien Gedanken zu machen.

Bajour zitierte OnlineReports in seinem Bericht über die Verwicklung von Bundesratskandidatin Eva Herzog in umstrittene Basler Geschäfte.

In ihrer Recherche über die sterbende Kulturberichterstattung in Basler Medien bezieht sich Bajour auf OnlineReports.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Angriff auf den Stiefvater vor dem Muttenzer Gerichtsgebäude auf.

Die Basler Zeitung und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Rückkehr von Christine Keller in den Basler Grossen Rat auf.

In ihrer Analyse über die unklare Gesundheitsversorgung des Laufentals ging die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche ein.

Telebasel konfrontierte die SVP-Regierungsrats-Kandidatin Sandra Sollberger mit einem Kommentar aus OnlineReports (worauf sie die Stellungnahme verweigerte).

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen den OnlineReports-Bericht über Pläne zum Abbruch des Spitals Laufen auf.

Die OnlineReports-News über den Wechsel des Telefon-Anbieters durch die Basler Verwaltung wurde von der BZ Basel und Happy Radio aufgenommen.

In seiner Aufstellung über "Politiker, die Wasser predigen und Wein trinken", nahm der Nebelspalter auch auf einen Artikel in OnlineReports Bezug.

20 Minuten griff die OnlineReports-Meldung über einen Autolenker, der bei der verbotenen Fahrt durch eine Einbahnstrasse in Birsfelden eine Radfahrerin schwer verletzte, auf.

Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des früheren Baselbieter Regierungsrats Urs Wüthrich nahmen Telebasel, die BZ Basel, die Basler Zeitung, das SRF-Regionaljournal, Prime News, die Nachrichtenagentur SDA, 20 Minuten und Happy Radio auf.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Melanie Thönen übernimmt am 1. Mai die Leitung des Pädagogischen Zentrums PZ.BS. Sie folgt auf Susanne Rüegg, die Ende August 2022 pensioniert worden ist.

Sarah Baschung leitet ab 1. April den Swisslosfonds Basel-Landschaft in der Sicherheitsdirektion und folgt auf Heidi Scholer, die in Pension geht.

Basel-Stadt und Baselland wollen zusammen die psychiatrische Versorgung in der Gemeinsamen Gesundheitsregion weiterentwickeln.

Nicola Goepfert, seit Juni Mitglied des Basler Grossen Ratse, wurde als neuer Co-Präsident der Links-Partei "Basta" gewählt.

Heiko Vogel (47), der frühere Cheftrainer, kehrt am 1. Januar 2023 als Sportdirektor zum FC Basel zurück, um den "gesamten operativen Fussball-Alltag des FCB" zu verantworten.

Die Baselbieter Regierung hat die Mietung von Räumlichkeiten für das Amt für Migration und Bürgerrecht im Helvetia Tower in Pratteln beschlossen.

Auf die im Februar zurücktretende "Basta"-Grossrätin Beatrice Messerli (70) wird die Präsidentin des Jungen Grünen Bündnisses Nordwest, die Klimaaktivistin Fina Girard (Jahrgang 2001) folgen.

Lorenz Amiet, bisher Vizepräsident, wird neuer Präsident der SVP-Grossratsfraktion als Nachfolger von Pascal Messerli, der neu Parteipräsident wurde.

In Lörrach bewarf dieser Tage ein Unbekannter die Fassade der Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde mit Eiern.

Am Riehenring entsiegelt das Basler Bau- und Verkehrsdepartement als Versuch ab 31. Oktober insgesamt 14 Parkfelder, so dass dort zukünftig Regenwasser in den Untergrund geleitet wird.

Witterungsbedingt muss die Eröffnung der Kunsteisbahn Eglisee in diesem Jahr um zwei Wochen nach hinten verschoben werden, nämlich auf den 12. November.

Ab 1. November müssen sämtliche Personen, die den Kanton in strategischen Führungsorganen der Beteiligungen des Kantons Basel-Landschaft vertreten, ihre Vergütungen offenlegen.

Der Kanton Baselland beteiligt sich mit 900'000 Franken an der von der Wirtschaftskammer organisierten grössten Berufswahlmesse der Schweiz.

Am 29. Oktober, ab 10.15 Uhr, findet an der Oristalstrasse 100 A in Liestal die öffentliche Fahrzeug-Versteigerung von rund 140 Velos diverser Marken, 4 Autos (BMW X6 xDrive30d, Honda Civic 2.0i Typ R, VW T5 Kombi D 4M BMT, VW Polo Blue GT) und ein Arbeitsanhänger (BZS MA MA MA) statt.

Die Kunsteisbahn Margarethen eröffnet am 22. Oktober, die Eislaufsaison und eine Woche später; ab dem 29. Oktober, ist auch die Kunsteisbahn Eglisee geöffnet.

Die Evangelische Volkspartei Baselland (EVP) feierte am vergangenen 9. Oktober mit Partei- und ihren 100. Geburtstag.

Das Bau- und Verkehrsdepartement erteilt der Wyniger Gruppe den Zuschlag für den Betrieb der Flora-Buvette ab 2023; es soll sich um die "erste klimaneutrale Buvette" handeln.

Per 1. Januar 2023 übernimmt Christopher Henry Tütsch (49) die Geschäftsleitung des Ausländerdienstes Baselland als Nachfolger von Oliver Bolliger, der zum selben Zeitpunkt die Geschäftsleitung der Stiftung Wohnhilfe in Basel übernimmt.

Die Delegierten des Gewerbeverbandes Basel-Stadt haben am 20. September Hansjörg Wilde zum neuen Präsidenten gewählt.

Nach einjährigem Studium am Basler Gymnasium Kirschgarten konnten dieses Jahr 65 junge Erwachsene ihre Passerelle-Ausweise entgegennehmen, die ihnen nach der Berufs- oder Fachmatur den Zugang zu sämtlichen Studiengängen an den Schweizer Hochschulen ermöglichen.

In Muttenz beim Hallenbad beginnen im September /Oktober die Bohrarbeiten zur Erkundung des Untergrundes, da es dort zu Dolineneinstürzen und grossflächigen Absenkungen gekommen ist.