News


Image-Schaden für "Telebasel": Watsche für Bornhäusser

Das Rüppel-Interview von Michael Bornhäusser mit dem Basler Messe-Präsidenten Ueli Vischer hat Telebasel Imageschaden zugefügt: Der Ombundsmann fällt über die Moderation ein vernichtendes Urteil.
Basel, 27. Mai 2020

Es war ein Interview der negativen Extraklasse, das der Basler Regionalsender "Telebasel" am 22. April ausgestrahlt hatte. Darin zelebriert sich Stiftungsrat und Geschäftsführer Michael Bornhäusser auch als Moderator – und versagt komplett. In besserwisserischer Art beschwatzte er den wegen dem "Baselworld"-Niedergang unter Druck geratenen Basler Messe-Präsidenten Ueli Vischer, so dass diesem die Lust selbst an einem kritischen Dialog sichtlich verging.

Ein privater Bürger geriet über die öffentliche Abreibung eines Interview-Partners an einem konzessionierten TV-Sender derart in Rage, dass er Beschwerde bei Ombudsmann Oliver Sidler einreichte. Die Ombudsstelle für privates Radio und Fernsehen arbeitete bemerkenswert speditiv.

Minimale Sorgfaltspflichten verletzt

In seiner Beurteilung, die bereits vorliegt, spricht Sidler in einer Art Klartext, wie sie für Beschwerdestellen ungewöhnlich ist. Bornhäusser, so sein Fazit, habe "minimale journalistische Sorgfaltspflichten zur Gesprächsführung wie auch zum korrekten Umgang mit einem Interviewpartner nicht eingehalten". Diese Feststellung ist umso treffender, als Bornhäusser auch bei seinen Auftritten innerhalb der Redaktion als besserwisserisch Dominator auftrat, wie ehemalige Angestellte gegenüber OnlineReports berichteten.

Das Publikum habe die von Vischer gemachten Aussagen "durchaus zur Kenntnis nehmen und einordnen" können, schreibt Sidler. Doch die Meinungsbildung insgesamt sei "durch die nicht transparenten Ausführungen des Gesprächsleiters wie auch seinen eigenwilligen Gesprächsstil, der im Rahmen des Sendegefässes 'Talk' von 'Telebasel' von den Zuschauerinnen und Zuschauern nicht erwartet werden konnte und demgemäss überraschend war, beeinträchtigt, wenn nicht gar verunmöglicht".

Stoppuhr belegt Bornhäusser-Monologe

Mit Bornhäusser, so Siedler weiter, sei eine Person als Gesprächsleiter eingesetzt, "die sich nicht durch interessante und kritische Fragen qualifizierte, sondern durch teilweise minutenlange Monologe, die Darstellung einer intransparenten Ansicht und eine chaotische Gesprächsführung disqualifizierte".

Der Ommbudsmann ging sogar mit der Stoppuhr an die Beschwerde-Beurteilung. Dabei stellte er fest, "dass beide Gesprächsteilnehmer etwa gleich viel Redezeit beanspruchen konnten" und Bornhäusser für seine Monologe mal 70 Sekunden, mal zweieinhalb Minuten beanspruchte.

"Wir" – ohne zu wissen, wer

Ebenso fiel der Beschwerdestelle auf, dass Bornhäusser immer wieder in der "Wir-Form" ("unserer Meinung nach", "unserer Einschätzung nach", "wir haben das Gefühl", "wir haben das gesehen", etc.) sprach und dabei "unklar und verwirrend" war, weshalb und auf welcher Grundlage Bornhäusser in einer Talksendung gegenüber seinem Gast Forderungen stellt wie "ich verlange Professionalität im Verwaltungsrat". So sei für die Zuschauerin und den Zuschauer "verwirrend" gewesen, "ob Herr Bornhäusser bei diesem Gespräch seine eigene Meinung vertrat, die von Investoren, Dritten oder diejenige von 'Telebasel'".

Für den Fall, dass erneut Personen ausserhalb der Redaktion die Gesprächsführung der Sendung "Talk" übernehmen sollten, unterlässt Ombudsmann Sidler nicht die Empfehlung, diese Moderatoren " vorgängig in der Gesprächsführung und im korrekten Umgang mit Interviewpartnern zu schulen".




Weiterführende Links:
- Anstand bei "Telebasel": Ein Machtfaktor driftet ins Abseits
- "Telebasel": Gebührenfinanzierter Aufregungs-Journalismus
- "Telebasel": Roger Thiriet und Samuel Hess treten zurück


 Ihre Meinung zu dieser News
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)

Weitere aktuelle News

News

Basel James Murdoch wird bedeutende Einzelstimme der Messe
Binningen Jetzt sagt auch Binningen die Bundesfeier ab
Laufen Industriehallen im Vollbrand: Rauchwolke in Basel sichtbar
Ungültig Gmeinipreesi: Schönenbuch muss Wahl wiederholen
Corona Bundesfeiern: Binningen und Arlesheim entscheiden neu
Basel Rhein-Terrassen werden gebaut – ohne Sicherheitsabstand
Virus Beizen und Events: Nur noch 100 Personen-Gruppen

www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
LGBTQIA+*

Jessica Brandenburger
Basler SP-Grossrätin
in einem Vorstoss
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Liebe Genossinnen Bekämpft Tapfer Qualen In Amt Und Geburten

RückSpiegel

 

Das SRF-Regionaljournal, die BZ, fasnacht.ch sowie LDP-Grossrat Michael Hug (Interpellation) nahmen die OnlineReports-Recherche über Lärmprobleme durch Trommler, Pfeifer und Gugge in Kleinhüningen auf.

Bajour schreibt, die Berichte von OnlineReports zur Baselbieter Velobahn-Affäre gefielen ihr "am besten".

In ihrem Kommentar über staatliche Medienförderung geht Prime News auf das über zwanzigjährige Bestehen von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung und die BZ zitierten in ihren Berichten über das Velobahn-Amigo-Geschäft von Klaus Kirchmayr und Isaac Reber ausführlich aus OnlineReports.

In ihrem Bericht über die Umgestaltung der Basler Meriangärten nimmt die BZ auf eine zuvor erschienene OnlineReports-Recherche Bezug.

Die Badische Zeitung zitierte in ihrer Vorwahl-Analyse der Basler Regierungs-Wahlen aus einem OnlineReports-Kommentar.

In der BZ-Kolumne nahm Daniel Wiener Bezug auf den OnlineReports-Kommentar über den Macht-Poker um die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann.

In ihrem Leitartikel über den Zustand des Kantons Basel-Stadt zitierte die BZ aus dem OnlineReports-Interview mit Michael Hug.

Die BZ nahm die OnlineReports-Geschichte über den Abbruch des Hauses an der Basler Rufacherstrasse 73 auf. Die Basler Zeitung verzichtete auf eine Quellennennung.

Die BZ nahm die OnlineReports-Story über eine umstrittene Eichen-Fällung auf.

In ihrer News über das Debakel um die Wahl des Gemeindepräsidenten in Schönenbuch nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Artikel über die Kandidatensuche der Basler SVP auf ein Interview in OnlineReports.

In ihrem Beitrag über den Protest gegen das "General Sutter"-Denkmal in Rünenberg nahm die BZ auf OnlineReports Bezug.

Die BZ zog die OnlineReports-News über den Rücktritt von Beat Jans als IWB-Verwaltungsrat nach.

Auch das Regionaljournal zog die OnlineReports-Geschichte über Probleme in den Familiengärten nach, verzichtete aber vornehm auf eine Quellenangabe.

Die BZ nahm die OnlineReports-Recherche über die erneute Schliessung der Familiengärten an der Landesgrenze auf.

Die BZ nahm die OnlineReports-Nachricht über die Berufung des Staatsanwalts im Fall der FCZ-Schlägerei im Lehenmattquartier auf.

Das Regionaljournal griff die OnlineReports-Geschichte über Kurzarbeit bei BaZ und BZ auf.

Die BZ nahm die OnlineReports-Nachricht über die Stadtpräsidenten-Ambition von Kantonsspital-CEO Jürg Aebi auf.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Story über den anstehenden Gerichtsfall zum Rothenflüher Blechpolizisten-Sprenger auf.

In ihrem Basler Medien-Epos nahm die Medienwoche auch auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung, Prime News und die BZ berichteten unter Berufung auf OnlineReports über Adrian Plachesis Abgang bei Telebasel.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Das Basler Marionetten Theater unterbricht per sofort seine Saison bis mindestens Ende 2020.

Die Basler FDP nominierte für den zweiten Wahlgang der Regierungsrats-Wahlen erwartungsgemäss ihr Mitglied Baschi Dürr sowie die LDP-Liberale Stephanie Eymann.

Auf der Autobahn A3 bei Eiken, wo 120 km/h erlaubt sind, wurde am frühen Morgen des 24. Oktober eine Autofahrerin mit Tempo 214 km/h als Raserin geblitzt.

Die Basler Juso bitten die Regierung in einer Petition, sich aktiv dafür einzusetzen, 100 Menschen aus dem Camp Moria in den Kanton Basel-Stadt aufzunehmen.

Der Stiftungsrat der Stiftung Brasilea hat die 37-jährige brasilianisch-schweizerische Doppelbürgerin Tatiana Andrade Vieira als neue Geschäftsführerin und Nachfolgerin von Daniel Faust gewählt.

Die Basler SP hat am 16. Oktober ihre Initiative "Kinderbetreuung für alle" mit über 3'000 Unterschriften eingereicht.

Dominik Beeler wird neuer Präsident der Grünen Liestal und damit Nachfolger von Erika Eichenberger.

Die Volksinitiative "für ein klimagerechtes Basel", die die Treibhausgas-Emissionen in Basel-Stadt bis 2030 auf Null senken will, ist am 8. Oktober mit über 3'700 Unterschriften bei der Staatskanzlei eingereicht worden.

Die Stadt Liestal hat die Einführung eines Ortsbusses namentlich in den Quartieren Sichtern und Langhag/Hanro mit 2'246 Ja-Stimmen gegen 2'717 Nein-Stimmen deutlich abgelehnt.

Binningen hat die SP-Initaitive gegen den Verkauf von gemeindeeigenem Boden mit  2'823 Ja gegen 2'809 Nein hauchdünn angenommen.

Münchenstein hat der Quartierplanung "Spenglerpark" mit dem 100 Meter hohen Hochhaus mit einem Ja- Anteil von 58 Prozent zugestimmt.