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© Foto by Peter Knechtli, OnlineReports.ch


Was Reber im O-Ton sagte: "urb-x" war "involviert"

Wenn es um Selbstlob ging, waren die Velobahn-Promotoren euphorisch. Aber um Worte ringend, wenn Staats-Aufträge an Parteifreiunde zur Diskussion kamen.
Liestal, 12. September 2020

Der grüne Baselbieter Baudirektor Isaac Reber (Bild) startete vergangenen Mittwoch mit einem Werbespruch in eigener Sache in die Medienkonferenz, an der er zusammen mit seinem Fraktionspräsidenten und "urb-x"-Verwaltungsrat Klaus Kirchmayr das Testprojekt einer 2,5 Kilometer langen Velo-Hochbahn von Pratteln nach Augst vorstellte: Die Regierung habe in den vergangenen Jahren "intensiv daran gearbeitet, dass wir unser Haus wieder in Ordnung bringen".

Regierungsrätliche Nebelkerzen

Als es dann darum ging, OnlineReports-Fragen zur Trägerschaft des Projekts und vor allem zu bereits vergebenen Aufträgen zu beantworten, lag die Unsicherheit so blank, dass sowohl Reber wie sein Regierungskollege und Volkswitschaftsdirektor Thomas Weber (SVP) zum Mittel der Nebelkerzen griffen, um nicht bis ins Detail transparent machen zu müssen, was an diesem Innovations-Projekt politisch brisant sein könnte.

Schon bei der Frage nach Trägerschaft und generell der Ausschreibung von Aufträgen brauchte Reber eine Kunstpause, bis er ausholte. "Grundsätzlich", holte er aus, sei der Kanton Baselland Träger des Projekts, dann aber war die Rede von einer "Partnerschaft mit dem Astra" (Bundesamt für Strassen). Alle Fragen würden im vierten Quartal im Rahmen der Landratsvorlage behandelt.

Rebers unkorrekte Richtigstellung

Nur widerwillig und umständlich beantwortete Reber die Frage nach bisher durch die Regierung erteilten Aufträgen. 130'000 Franken seien bisher gesprochen worden. Als die FDP-Landrätin und Kantonalpräsidentin Saskia Schenker später auf Twitter eine Bemerkung platzierte ("Neue Art der Start-up-Förderung im Baselbiet: man gibt sich einen Studienauftrag für 130'000.- plus das Pilotprojekt und hat dann das Patent für die europaweite Umsetzung") fuhr ihr Reber in die Parade: "Das ist falsch, bitte korrigieren. Vertragspartner war Häring & Co."

Das klingt wie ein Vertuschungsversuch. Wie der O-Ton aus der Medienkonferenz belegt, sagte Reber damals vor versammelten Medienvertretern, ohne dass Kirchmayr widersprach: "Es gab einen Auftrag an eine Gemeinschaft, Häring, worin auch 'urb-x' involviert gewesen ist." Es sei darum gegangen, die Idee zu konkretisieren und einen Prototypen zu erstellen.

Regierungsrat Thomas Weber muss gespürt haben, dass die Fragen heikel und die Antworten noch heikler wurden: Sofort eilte er Reber mit dem bekannten Mittel zu Hilfe, dass er mit den Worten ablenkte: Bei solchen Innovationen sei "natürlich sehr viel Herzblut und Risiko dabei".

Schwacher Teil der Vorstellung

Fraglos. Aber schon einen Prototypen vorzustellen, ohne proaktiv und transparent über Aufträge zu reden, ist ebenso schwach wie der Versuch, den Adressaten des Auftrags hinterher als die Firma "Häring" zu deklarieren, obschon zuvor von einer "Gemeinschaft" gesprochen wurde, an der auch Kirchmayrs Firma "urb-x" beteiligt ist – das eigentliche Hirn des Projekts. Hier muss "das Haus" noch deutlich nachgebessert werden.

Hier O-Ton der Regierungsrät Isaac Reber und Thomas Weber am 9. September 2020 auf Fragen von OnlineReports




Weiterführende Links:
- Bis 2022: Ein Velo-Highway von Augst nach Pratteln
- Die grossartige Velobahn – das grüne Amigo-Geschäft


 
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Die Angst vor dem alten Mann

RückSpiegel


Die BZ greift in ihrem Artikel "Bikini-Gate im Schrebergarten" einen Artikel von OnlineReports auf.

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Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Lina Arti hat heute als 10'000. Baslerin im Impfzentrum die Corona-Zweitimpfung und von Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger einen grossen Blumenstrauss erhalten.

Der Kanton Basel-Stadt hat bis 2. März gesamthaft 25,2 Millionen Franken A-fonds-perdu-Beiträge aus dem Härtefall-Programm an Unternehmen ausbezahlt und 4,9 Millionen Franken Bürgschaften für KMU-Kredite bewilligt.

Dominik Scherrer wird als Nachfolger von Titus Hell neuer Präsident der Jungfreisinnigen Basel-Stadt.

Die Fluxdock AG wird den Kasernen-Hauptbau betreiben, in dem Anfang 2022 das Kultur- und Kreativzentrum seine Tore öffnet.

Marcus Vetter ist neuer Chefarzt für Onkologie und Hämatologie des Kantonsspitals Baselland.

Alexa Ipen-Providoli wird ab 1. April neue Leiterin des Amtes für Beistandschaften und Erwachsenenschutz und damit Nachfolgerin von Sarah Thönen, die ins Erziehungsdepartement wechselt.

Bis 1. Februar erhielten in Basel-Stadt über 9'800 Personen eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus, über 3'700 weitere Personen haben bereits zwei Dosen erhalten.

Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat bei 36 Haarfärbemittel-Proben neun Produkte mit einem Verkaufsverbot belegt.

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Elisabeth Simon wird am 1. August neue Rektorin des Gymnasiums Bäumlihof und somit Nachfolgerin von Anna-Katharina Schmid, die auf diesen Zeitpunkt in Pension geht.

Mit einer Mehrheit von 89,4 Prozent beschlossen die Mitglieder der CVP Basel-Stadt am 25. Januar den Namenswechsel in "Die Mitte Basel-Stadt".

Gegen die Kreditbewilligung des Landrates in Höhe von 17,15 Millionen Franken für die Verlängerung der Tramlinie 14 von Pratteln nach Augst reichte am 25. Januar die Aktionsgruppe "aapacke" Pratteln das Referendum ein.

Mark Eichner (Präsident), Carol Baltermia, Liselotte Henz, Isabelle Mati und Karin Sartorius bilden die Findungskommission zur Evaluation eines neuen Basler FDP-Präsidiums.

Medbase und das Kantonsspital Baselland (KSBL) werden das "Regionale Gesundheitszentrum Laufen" im "Birs Center" betreiben und damit ein breites ambulantes Angebot mit Notfallversorgung anbieten.

Am 18. Januar reichte in Basel das überparteiliche Komitee seine Volksinitiative zur Abschaffung des Präsidialdepartements und Reduktion der Anzahl der Regierungs-Mitglieder von 7 auf 5 mit 3'524 beglaubigten Unterschriften ein.

Am 1. April 2021 tritt Thomas Wenk (48) die neu geschaffene Stelle des Leiters der zentralisierten Informatik des Erziehungsdepartements an.

Der Basler SP-Grossrat Christian von Wartburg übernimmt für das Jahr 2021 die Präsidentschaft des Oberrheinrats.

Über das Referendum gegen den Allschwiler Quartierplan ALBA wid am 13. Juni abgestimmt.

Seit dem 4. Januar werden die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Laufental in einem Neubau unterrichtet.

Raphael Kissling (29) wird zum Jahresbeginn neuer Geschäftsführer der Luftseilbahn Reigoldswil–Wasserfallen und Nachfolger von Johannes Sutter, der Stiftungsrat bleibt.

Die Muttenzer Gemeindeversammlung vom 9. Januar, 14 Uhr, wird auf Beschluss des Gemeinderates Corona-bedingt in der St. Jakob-Halle durchgeführt.

Für das Herbstsemester 2020 hat sich die Rekordzahl von 13'139 Studierenden und Doktorierenden für ein Studium an der Universität Basel eingeschrieben.

In Allschwil ist das Referendum gegen den Quartierplan "Alba" mit 601 gültigen Unterschriften zustande gekommen.

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