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© Foto by Matthias Brunner


Gipfeltreffen: Caroline Rasser trifft Georges Bourquard

Eine anderer Blick, eine neue Sichtweise: Prominente und sozial schwächere Menschen erlebten sich in der Themenwoche "Blickwechsel" des HEKS einmal von einer ungewohnten Seite.
Basel, 27. März 2011

Die Welt einmal mit anderen Augen betrachten – eine Aufforderung, die besonders aktuell ist, da unser Erdball gerade kopfzustehen scheint. Während einer Woche veranstaltete das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) solche "Blickwechsel", bei denen sich Prominente und Menschen mit einer schwierigen Lebensgeschichte austauschten. In Basel trafen sich die Schauspielerin und Theaterdirektorin Caroline Rasser (Bild rechts) und der ehemalige Obdachlose Georges Bourquard (Bild links), der heute im Rahmen eines betreuten Wohnkonzepts von HEKS beider Basel wieder eine Wohnung hat.

Beide konnten während je eines halben Tages Einsicht in das Leben des andern erhalten, erfuhren  die Medien bei dem von HEKS-Geschäftsleiter Christian Plüss eingeleiteten Gespräch am Samstag. "Seine Welt ist so nah zu meiner – und doch so verschieden", stellte Caroline Rasser fest. Als Menschen hätten sie sich jedoch sofort verstanden. Rasser, die erfolgreiche Künstlerin, resümierte zur Begründung ihrer Teilnahme an dieser Kampagne: "Mein Leben ist ein ständiger Blickwechsel".

Zum Schluss im Wald gelebt

Bourqaurd seinerseits zeigte Rasser auf einem Rundgang durch das Kleinbasel und einer Probe bei einem Gospel-Chor, in dem er mitsingt, einen Ausschnitt aus seinem Leben. Dieses war alles andere als einfach. Noch vor 30 Jahren arbeitete er am Spalenberg in einem Käseladen und war – was für ein Zufall – der "Hoflieferant" des nahen und damals von Carolines Vater Alfred Rasser geführten Kleintheater "Fauteuil". Doch dann überfielen Georges Bourquard psychische Probleme. Er konnte nicht mehr arbeiten, er musste die Notschlafstelle in Anspruch nehmen und schliesslich lebte er sogar ein halbes Jahr lang in einem Wald in der Nähe Basels.

Doch heute hat sich der 53-jährige IV-Renter mit Unterstützung des Hilfswerks wieder aufgefangen. "Ich habe eine sinnvolle Aufgabe gefunden, und ich fühle mich gebraucht", versicherte Bourquard gegenüber OnlineReports. Die Aufgabe besteht im Besuchen von betagten und kranken Menschen im Spital, um die er sich kümmert, indem er sich mit ihnen unterhält. Es sind für beide Seiten wichtige Begegnungen, die von der Psychosozialen Arbeitsgruppe (PSAG) ermöglicht werden.

Das Ziel: Ein eigener Haushalt

Tatsächlich erhielten wir am Samstag den Eindruck, Georges Bourquard sei auf dem besten Weg, die volle Reintegration in die Gesellschaft zu schaffen. Gut möglich, dass er eines Tages auch nicht mehr die bislang notwendige Unterstützung des Projekts von HEKS-Wohnen beider Basel in Anspruch nehmen muss.

Und dann, so die Hoffnung von Georges Bourquard und dem HEKS-Team, wird er wieder wie früher selbst eine Wohnung mieten und eigenständig den Haushalt führen können.



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Die Angst vor dem alten Mann

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Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


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