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"Fiasko"-Bericht der BaZ wurde zum Fiasko für die BaZ

In der Lokalredaktion der "Basler Zeitung" (BaZ) ereignete sich ein gravierender Fehlgriff: Ein Redaktor hausierte mit einer Medienmitteilung zur BKB-Bankrats-Affäre bei bürgerlichen Parteien. Er wurde per sofort freigestellt.
Basel, 2. Februar 2017

Die "Basler Zeitung" hatte um die Jahreswende in mehreren Folgen über die wenig erfreuliche berufliche Vergangenheit der neuen Basler Bankrätin Priscilla Leimgruber ("Glarner Kantonalbank") und die SP-nahen Headhunterin Doris Aebi ("Solothurner Kantonalbank") berichtet, die Leimgruber der Basler SP-Finanzdirektorin Eva Herzog vermittelt haben soll. Beschrieben wurde das teure Banken-Fiasko in den beiden Kantonen und die Rolle beziehungsweise die Verantwortung, die Leimgruber und Aebi darin spielten.

Versuchte Empörungs-Bewirtschaftung

Heute Donnerstagmorgen nun trumpft die "TagesWoche" mit einer brisanten Neuigkeit auf. Nachdem die Banken-Enthüllung der BaZ unter den Basler Politikern auf keine spontane Resonanz in Form einer breiten Empörung stiess, sei den Präsidien der bürgerlichen Parteien SVP, LDP, FDP und CVP direkt aus der BaZ-Redaktion der Text einer affirmativen Medienmitteilung gesteckt worden, die unter dem Namen der Parteien hätte veröffentlicht werden sollen (und vermutlich von der BaZ auch prominent abgedruckt worden wäre).

Die "TagesWoche" zitiert sowohl FDP-Präsident Luca Urgese wie auch LDP-Präsidentin Patricia von Falkenstein, die die Existenz dieser aus einer BaZ-Feder stammenden "Medienmitteilung" bestätigten. Doch keine der vier Parteien biss an: Das Communiqué blieb unveröffentlicht.

Somm reagierte sofort

Schon heute Donnerstagnachmittag reagierte die "Basler Zeitung" ihrerseits mit einer dürren, aber offziellen Medienmitteilung, die Chefredaktor Markus Somm unterzeichnete und die als Bestätigung der "TagesWoche"-Angaben interpretiert werden kann.

Wörtlich heisst es darin: "Im Rahmen von Recherchearbeiten über den neu gewählten Bankrat der Basler Kantonalbank kam es innerhalb der Lokalredaktion der 'Basler Zeitung' zu einem Fehlverhalten. Die 'Basler Zeitung' distanziert sich von diesem nicht abgesprochenen Vorgehen. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes erfolgen dazu jedoch keine weiteren Auskünfte. Die 'Basler Zeitung' wird sich auch weiterhin für unabhängigen Journalismus einsetzen."

Ein berufsethisches No-go

BaZ-Lokalchef Christian Keller wollte auf Anfrage von OnlineReports keine über die offizielle BaZ-Verlautbarung hinausgehenden Angaben machen. Somit bleibt für den Moment unklar, welche Konsequenzen dieses unbestrittene berufsethische No-go hat. Nach Informationen von OnlineReports ist heute Donnerstagnachmittag ein Redaktor mit sofortiger Wirkung freigestellt worden.

Chef Somm hatte noch am Dienstag in der Sonderbeilage über "40 Jahre Basler Zeitung" geschwärmt, er sei "stolz auf eine der besten und kritischsten und heitersten Redaktionen dieses Landes". Heiter dürfte die Stimmung in der Redaktion heute zumindest nicht gewesen sein.



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"Unselige und miserable Schreiberei"

Diese Meldung verwundert mich gar nicht. Es gibt auf der BaZ-Lokalredaktion leider einzelne Journalisten die ihr Handwerk falsch bzw. überhaupt nicht verstehen. Bei gewissen "Schreiberlingen" ist es gang und gäbe dass, wenn immer möglich skandalisiert und auf die tendenziöse Pauke gehauen wird. Derartige Artikel übelster Herkunft stehen ganz im Gegensatz zum Anspruch von Chefredakteur Somm. Allein mit seinen samstäglichen hervorragenden Leitartikel kann er die unselige und miserable Schreiberei gewisser Lokal-"Schurnis" in keinster Weise ausgleichen ! Erstaunlich, dass sich Somm derartiges bieten lässt, es entzieht der BaZ Glaubwürdigkeit und das ist wohl etwas vom ungünstigsten was einem Printmedium passieren kann.


Albert Augustin, Gelterkinden



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Theater Basel

"Die Aufdrängung"
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"... die Intensivpflegebetten in den Aussenstationen Sitten, Martinach und Siders"

BaZ/Tamedia
vom 24. Dezember 2022
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Auf Germanisierungstour im Wallis: "Martinach" ist eine völlig veraltete deutsche Bezeichnung für Martigny.

RückSpiegel


Die BZ Basel zog die OnlineReports-Erstmeldung über die Verhaftung eines Gewerbetreibenden nach.

Zum aktuellen Thema "Krise des Kulturjournalismus" bezeichnet die Basler Zeitung die Theater- und Opernkritiken in OnlineReports als "löbliche Ausnahme".

In ihrem Text über die Bundesratswahlen zitierte die Luzerner Zeitung aus dem OnlineReports-Leitartikel über die Basler Kandidatin Eva Herzog.

In seiner Bestandesaufnahme über Basler Online-Medien startet das Wirtschafts-Magazin Trend von Radio SRF1 mit OnlineReports.

Die Basler Zeitung ging in ihrem Bericht über den Telebasel-Weggang von Claude Bühler auf dessen Rolle als Theaterkritiker bei OnlineReports ein.

Telebasel zog den OnlineReports-Bericht über Fassaden-Probleme am Markthalle-Hochhaus nach. Die BZ Basel zog auch nach, unterschlug aber eine Quellennennung.

In ihren Presseschauen zu den Bundessratswahlen zitierten bajour.ch und primenews.ch aus dem OnlineReports-Leitartikel über Eva Herzog.

matthiaszehnder.ch nimmt die beiden News-Artikel aus OnlineReports zum Anlass, sich über die schrumpfende Kulturberichterstattung in den Schweizer Medien Gedanken zu machen.

Bajour zitierte OnlineReports in seinem Bericht über die Verwicklung von Bundesratskandidatin Eva Herzog in umstrittene Basler Geschäfte.

In ihrer Recherche über die sterbende Kulturberichterstattung in Basler Medien bezieht sich Bajour auf OnlineReports.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Angriff auf den Stiefvater vor dem Muttenzer Gerichtsgebäude auf.

Die Basler Zeitung und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Rückkehr von Christine Keller in den Basler Grossen Rat auf.

In ihrer Analyse über die unklare Gesundheitsversorgung des Laufentals ging die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche ein.

Telebasel konfrontierte die SVP-Regierungsrats-Kandidatin Sandra Sollberger mit einem Kommentar aus OnlineReports (worauf sie die Stellungnahme verweigerte).

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen den OnlineReports-Bericht über Pläne zum Abbruch des Spitals Laufen auf.

Die OnlineReports-News über den Wechsel des Telefon-Anbieters durch die Basler Verwaltung wurde von der BZ Basel und Happy Radio aufgenommen.

In seiner Aufstellung über "Politiker, die Wasser predigen und Wein trinken", nahm der Nebelspalter auch auf einen Artikel in OnlineReports Bezug.

20 Minuten griff die OnlineReports-Meldung über einen Autolenker, der bei der verbotenen Fahrt durch eine Einbahnstrasse in Birsfelden eine Radfahrerin schwer verletzte, auf.

Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des früheren Baselbieter Regierungsrats Urs Wüthrich nahmen Telebasel, die BZ Basel, die Basler Zeitung, das SRF-Regionaljournal, Prime News, die Nachrichtenagentur SDA, 20 Minuten und Happy Radio auf.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Melanie Thönen übernimmt am 1. Mai die Leitung des Pädagogischen Zentrums PZ.BS. Sie folgt auf Susanne Rüegg, die Ende August 2022 pensioniert worden ist.

Sarah Baschung leitet ab 1. April den Swisslosfonds Basel-Landschaft in der Sicherheitsdirektion und folgt auf Heidi Scholer, die in Pension geht.

Basel-Stadt und Baselland wollen zusammen die psychiatrische Versorgung in der Gemeinsamen Gesundheitsregion weiterentwickeln.

Nicola Goepfert, seit Juni Mitglied des Basler Grossen Ratse, wurde als neuer Co-Präsident der Links-Partei "Basta" gewählt.

Heiko Vogel (47), der frühere Cheftrainer, kehrt am 1. Januar 2023 als Sportdirektor zum FC Basel zurück, um den "gesamten operativen Fussball-Alltag des FCB" zu verantworten.

Die Baselbieter Regierung hat die Mietung von Räumlichkeiten für das Amt für Migration und Bürgerrecht im Helvetia Tower in Pratteln beschlossen.

Auf die im Februar zurücktretende "Basta"-Grossrätin Beatrice Messerli (70) wird die Präsidentin des Jungen Grünen Bündnisses Nordwest, die Klimaaktivistin Fina Girard (Jahrgang 2001) folgen.

Lorenz Amiet, bisher Vizepräsident, wird neuer Präsident der SVP-Grossratsfraktion als Nachfolger von Pascal Messerli, der neu Parteipräsident wurde.

In Lörrach bewarf dieser Tage ein Unbekannter die Fassade der Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde mit Eiern.

Am Riehenring entsiegelt das Basler Bau- und Verkehrsdepartement als Versuch ab 31. Oktober insgesamt 14 Parkfelder, so dass dort zukünftig Regenwasser in den Untergrund geleitet wird.

Witterungsbedingt muss die Eröffnung der Kunsteisbahn Eglisee in diesem Jahr um zwei Wochen nach hinten verschoben werden, nämlich auf den 12. November.

Ab 1. November müssen sämtliche Personen, die den Kanton in strategischen Führungsorganen der Beteiligungen des Kantons Basel-Landschaft vertreten, ihre Vergütungen offenlegen.

Der Kanton Baselland beteiligt sich mit 900'000 Franken an der von der Wirtschaftskammer organisierten grössten Berufswahlmesse der Schweiz.

Am 29. Oktober, ab 10.15 Uhr, findet an der Oristalstrasse 100 A in Liestal die öffentliche Fahrzeug-Versteigerung von rund 140 Velos diverser Marken, 4 Autos (BMW X6 xDrive30d, Honda Civic 2.0i Typ R, VW T5 Kombi D 4M BMT, VW Polo Blue GT) und ein Arbeitsanhänger (BZS MA MA MA) statt.

Die Kunsteisbahn Margarethen eröffnet am 22. Oktober, die Eislaufsaison und eine Woche später; ab dem 29. Oktober, ist auch die Kunsteisbahn Eglisee geöffnet.

Die Evangelische Volkspartei Baselland (EVP) feierte am vergangenen 9. Oktober mit Partei- und ihren 100. Geburtstag.

Das Bau- und Verkehrsdepartement erteilt der Wyniger Gruppe den Zuschlag für den Betrieb der Flora-Buvette ab 2023; es soll sich um die "erste klimaneutrale Buvette" handeln.

Per 1. Januar 2023 übernimmt Christopher Henry Tütsch (49) die Geschäftsleitung des Ausländerdienstes Baselland als Nachfolger von Oliver Bolliger, der zum selben Zeitpunkt die Geschäftsleitung der Stiftung Wohnhilfe in Basel übernimmt.

Die Delegierten des Gewerbeverbandes Basel-Stadt haben am 20. September Hansjörg Wilde zum neuen Präsidenten gewählt.

Nach einjährigem Studium am Basler Gymnasium Kirschgarten konnten dieses Jahr 65 junge Erwachsene ihre Passerelle-Ausweise entgegennehmen, die ihnen nach der Berufs- oder Fachmatur den Zugang zu sämtlichen Studiengängen an den Schweizer Hochschulen ermöglichen.

In Muttenz beim Hallenbad beginnen im September /Oktober die Bohrarbeiten zur Erkundung des Untergrundes, da es dort zu Dolineneinstürzen und grossflächigen Absenkungen gekommen ist.