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Kein Humbug: Das Grüne Bündnis will rot-grüne Mehrheit

Das Bündnis von Grünen und linksalternative Basta tritt mit zwölf Bisherigen zu den Basler Grossratswahlen an. Schwerpunkte in der gemeinsamen Wahlplattform sind Klimaneutralität und eine Wende zu einer wirklich umwelt- und sozialverträglichen Politik.
Basel, 20. August 2020

"Bündnis Grüne BastA! jgb", wie es sich offiziell und etwas schwer lesbar nennt, ist das Wahlbündnis der Basler Grünen mit der linksgrünen "Basta" und der gemeinsamen Juniorenorganisation "Junges Grünes Bündnis" (JGB). Sie treten zu den Basel Wahlen vom 25. Oktober auf der Liste 8 an.

Für die Präsentation ihres Wahlprogrammes wählten die Bündnisgrünen, wie sie manchmal salopp genannt werden, einen besonderen Ort aus: die Musikbar "Humbug" in der Zwischennutzung Klybeck. Das war eine Ansage: Alternativszene im Schatten der alten Industrie, in einem alten Arbeiterquartier, das heute zu den benachteiligten Ecken mit Entwicklungspotential gehört.

Nicht in allem einig

A propos Klybeck/Kleinhüningen: Das Grüne Bündnis ist sich nicht in allen Themen einig. Den Bau eines dritten Hafenbeckens mit Containerterminal befürworten die Grünen als Regierungspartei, "Basta" dagegen hat für die Abstimmung vom 29. November die Nein-Parole beschlossen, wie auf eine Frage zu erfahren war.

In den grossen Linien ist man sich aber einig: Angestrebt wird für die Wahlen zusammen mit der SP die links-grüne Mehrheit im Grossen Rat, wie JGB-Präsidentin Paula Carle betonte. Harald Friedl, Präsident der Grünen, erinnerte an den alten Slogan "Global denken – lokal handeln." Bis 2030 könnte Basel klimaneutral werden. Zu erreichen wäre dies auch, wenn Unternehmen im Besitz der öffentlichen Hand nicht weiter in die Energiewirtschaft auf fossiler Basis investieren.

"Ökosoziale Wende"

"Basta" legt den Akzent mehr auf die soziale Gerechtigkeit und die Wohnsituation. Die Angst vor Vertreibung aus dem gewohnten Wohnumfeld habe nun auch den Mittelstand erfasst, sagte Heidi Mück, ehemalige Regierungsratskandidatin, die nach vier Jahren Pause wieder für einen Sitz im Grossen Rat antritt. Co-Präsidentin Sina Deiss fordert eine ökosoziale Wende mit einem Mindestlohn von 23 Franken und einkommensabhängigen Krankenkassen-Prämien.

Das Grüne Bündnis tritt ausser in Bettingen in allen Wahlkreisen und mit zwölf Bisherigen an: 27 Bewerber und Bewerberinnen in Grossbasel-Ost, 34 in Grossbasel-West, 27 im Kleinbasel und 11 in Riehen, wo aber niemand mit dem Prädikat "bisher" antreten kann. Stolz ist das Bündnis auf die Geschlechterparität bei den Kandidaturen und den Altersdurchschnitt von 41 Jahren, weit unter dem Durchschnitt des bisherigen Grossen Rates. Das Wahlkampfbudget beträgt 107'000 Franken.   



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RückSpiegel


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Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


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