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© Visualisierungen by Lost Architekten / Mitwirkung Studio Neo


Für 3 Millionen: "Murus Gallicus" soll umgestaltet werden

Basel, 5. Dezember 2023

Die Informationsstelle zum Keltenwall an der Rittergasse in Basel, von Caesar als "Murus Gallicus" beschrieben, soll umgestaltet werden. Die Kantonsregierung beantragt dafür beim Grossen Rat 2,972 Millionen Franken, wie sie am Dienstag mitteilt.

Der Wall befestigte vor 2100 Jahren eine spätkeltische Siedlung auf dem Münsterhügel. Die Überreste dieser Wehranlage liegen im Untergrund des Pausenplatzes der Primarschule Rittergasse. Seit 1993 ist das Denkmal in einer archäologischen Informationsstelle unter grossen Glaspyramiden sichtbar gemacht. Seit 1993 steht das Bauwerk unter Bundesschutz.

 

Tor wegen Kindern geschlossen

 

Das darüberliegende Gebäude wurde lange als Verwaltungsgebäude genutzt, im Jahr 2020 aber wieder in eine Schule umfunktioniert. Damit Kinder nicht vom Pausenhof auf die Strasse rennen, ist das Tor zum Schulareal meist geschlossen. Was aber zur Folge hat, dass der Besuch der Informationsstelle während des Schulbetriebs kaum noch möglich ist.

Von der geplanten Umgestaltung sollen nun der Tourismus, aber auch der Schulbetrieb und der Pausenplatz profitieren.

Das Team um Lost Architekten GmbH (Basel) und Studio MC (Darmstadt) hat mit dem Projekt "Orbis Alius" den Wettbewerb gewonnen. Gemäss den Plänen soll die unterirdische Informationsstelle künftig über einen Eingang direkt von der Rittergasse aus zu erreichen sein. Oberirdisch sollen zwei Baukörper die Höhe und den Verlauf des spätkeltischen Verteidigungswalls verdeutlichen. "Mit der Umgestaltung wird das Areal oberirdisch ein Ort des Spielens und unterirdisch ein Ort der Geschichte", wie es in der Regierungsmitteilung heisst. Die Pausenplatzfläche könne sogar leicht vergrössert werden.

 

 

Wenn das Kantonsparlament und die Genehmigungsbehörden grünes Licht geben, könnten die Arbeiten gemäss Communiqué frühestens ab dem dritten Quartal 2025 beginnen. Die Regierung rechnet mit einer Bauzeit von rund 14 Monaten.

Der Pausenplatz soll während der Bauzeit eingeschränkt verfügbar bleiben. Die Bauarbeiten sind lärmintensiv und sollen daher "möglichst" während der Schulferien ausgeführt werden.




Weiterführende Links:
- Villa Munzach: Strafanzeige wegen Raubgrabungen
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"Warum immer gleich Millionen?"

Wie so oft frage ich mich auch hier: Warum kostet es immer gleich Millionen, wenn der Staat etwas (um-)baut? Private bauen für 2,972 Millionen Franken eine prächtige Villa; man muss ja nicht mal das Land dazu kaufen.

Fazit: In solchen Artikeln wäre wünschenswert, wenn der Staat sich auch über die Höhe der Ausgaben rechtfertigen würde.


Peter Waldner, Basel



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