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© Foto by Peter Knechtli, OnlineReports.ch

SP beklagt "Rassismus"-Wahlkampf gegen Edibe Gölgeli

Riehen, 18. März 2022

Die zweite Runde um die Riehener Gemeinderats-Wahlen vom kommenden Wochenende endet mit einem geharnischten Protest der SP: In einem Leserbrief in der heutigen "Riehener Zeitung" greift eine Erika Mumenthaler die SP-Gemeinderats-Kandidatin und Basler Grossrätin Edibe Gölgeli (Bild) auf eine Weise an, die von der SP als "rassistisch" eingestuft wird.

Die Autorin schreibt ("soviel ich weiss") über Gölgeli, "diese Dame" habe "schon mehrfach Polizistinnen und Polizisten des Racial Profiling, also des Rassismus bezichtigt". Dies sei "problematisch, geschmacklos und falsch", weil dafür kein einziger Beweis vorliege. Wegen "solchen unwahren Beschuldigungen" sei Gölgeli "für mich nicht mehr wählbar".

Ob Erika Mumenthaler die SP-Politikerin überhaupt je gewählt hat, bleibt unklar. Deutlich drückt sie hingegen ihre Sympathie für SVP-Konkurrent Stefan Suter aus. Weiter heisst es im Leserbrief, Riehen brauche "keine Sibel Arslan", die Basel-Stadt als Nationalrätin vertritt, und die – wie Gölgeli – kurdische Wurzeln hat.

Leserbrief sei "selbst rassistisch"

Die SP Riehen weist die Mumenthaler-Vorwürfe als "verleumderische und unwahre Behauptung" zurück. Wahr sei, dass Gölgeli "die Polizei in ihrer Arbeit schon mehrfach unterstützt hat und auch als Mitglied der Justiz-, Sicherheits- und Sportkommission des Grossen Rates die Aktivitäten der Basler Polizei gegen Racial Profiling mitträgt".

Mit dem Einbezug Arslans gebe die Leserbriefschreiberin ihrem Beitrag "selbst eine rassistische Wendung". Er passe in ein Muster der gegnerischen Kampagne, "die indirekt die Herkunft von Edibe Gölgeli disqualifizierend ins Spiel bringt und in frauenfeindlicher Manier die Kompetenzen der Kandidatin kleinredet".

Rechtliche Schritte

Gegenüber OnlineReports zeigte sich Edibe Gölgeli "perplex" über die unbelegten Vorwürfe "gegen mich als Person". Sie werde sich mit juristischen Mitteln dagegen zur Wehr setzen. Frau Mumenthaler sei ihr persönlich nicht bekannt.



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"Hätten Sie, im Nachhinein betrachtet, mehr machen müssen, um die Menschen (insbesondere auch im Unterbaselbiet) zu überzeugen?"

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