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Projekt abgebrochen: Luftreiniger an Schulen nützen nichts

Liestal, 28. Oktober 2022

Als erfolglos haben sich im Zuge der Corona-Krise Luftreinigungs-Geräte an Baselbieter Schulen erwiesen: Nach einem Pilotprojekt in den Unterrichtsräumen von Schulen der Sekundarstufen I und II kommt die Bildungsdirektion zum Schluss, dass Erkenntnisse "weder auf eine Reduktion der Corona-Infektionen noch auf eine signifikante Verbesserung der Raumluftqualität" hinweisen. Der Kanton verzichtet deshalb auf einen flächendeckenden Einsatz der Geräte.

Laut Direktions-Sprecherin Fabienne Romanens beliefen sich die Kosten für die Anschaffung der 225 Geräte inklusive Wartungsleistungen für ein Jahr auf rund 300'000 Franken. Petra Schmidt, die stellvertretende Generalsekretärin der Bildungsdirektion, lieferte aus eigener Initiative eine nicht unerhebliche Korrektur nach: "Die beschafften 225 Luftreinigungsgeräte für den Pilotversuch kosteten insgesamt 245'000 Franken inklusive ein Jahr Unterhalt."

225 Geräte an fünf Standorten

Das Projekt war im Febuar dieses Jahres mit Genehmigung des Kantonalen Krisenstabs lanciert worden. Es sollte Erkenntnisse über einen möglichen Beitrag an eine Verhinderung von Corona-Infektionen liefern. An fünf Standorten wurden 225 Geräte eingesetzt. Die Evaluation der Wirkung erfolgte aufgrund der erhobenen Infektionszahlen und Online-Befragungen von Lehrpersonen durch den früheren Basler Kantonsarzt Thomas Steffen.

Unter Laborbedingungen können Luftreinigungs-Geräte die Aerosol-Konzentration in einem Raum senken. Daraus lasse sich aber "nicht auf einen besseren Schutz vor Ansteckungen in Schulzimmern mit mobilen Luftreinigern schliessen", heisst es in einer Medienmitteilung.

Händewaschen ist wirkungsvoller

Grund: Das Infektionsrisiko aufgrund von wechselnder Belegung, längeren Kontakten mit wenig Abstand oder sogar direktem Anhusten verringere sich nicht. In den untersuchten Zeiträumen zeigte sich auch kein Unterschied in den coronabedingten Absenzen zwischen den Schulen mit beziehungsweise ohne Luftreinigungs-Geräte.

Fazit: Die allgemeinen Schutz- und Hygienemassnahmen wie Händewaschen, Maskentragen, Abstand oder reduzierte Personendichte liessen sich demnach nicht wirkungsvoll durch mobile Luftreiniger ergänzen. Das manuelle Lüften sei darüber hinaus "für die Raumluftqualität von zentraler Bedeutung".

Wohin damit?

Was mit den 225 Geräten nun geschehen soll, ist noch offen. Obschon sie keinen Nutzen bringen, können sie "bei Interesse von den Versuchsschulen übernommen werden". Andernfalls würden sie "weiteren Schulen und Verwaltungseinheiten angeboten". Dabei müssten die Kosten für Betrieb und Wartung ab kommendem Februar "von den jeweiligen Nutzern selbst getragen werden".



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Theater Basel

"Die Aufdrängung"
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"Die SVP will mit einer Initiative verhindern, dass die Bevölkerung bis 2050 nicht über 10 Millionen wächst."

Basler Zeitung
vom 13. Januar 2023
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Wer genau liest, erkennt die geheime Schweizer Wachstumsstrategie der SVP.

RückSpiegel


Im Porträt von Regierungsrat Isaac Reber nahm die Basler Zeitung auf eine "fast schon legendäre Wortschöpfung" von OnlineReports Bezug.

Telebasel nahm im "Wahltalk" auf ein Zitat in einem OnlineReports-Artikel Bezug.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-Erstmeldung über die Verhaftung eines Gewerbetreibenden nach.

Zum aktuellen Thema "Krise des Kulturjournalismus" bezeichnet die Basler Zeitung die Theater- und Opernkritiken in OnlineReports als "löbliche Ausnahme".

In ihrem Text über die Bundesratswahlen zitierte die Luzerner Zeitung aus dem OnlineReports-Leitartikel über die Basler Kandidatin Eva Herzog.

In seiner Bestandesaufnahme über Basler Online-Medien startet das Wirtschafts-Magazin Trend von Radio SRF1 mit OnlineReports.

Die Basler Zeitung ging in ihrem Bericht über den Telebasel-Weggang von Claude Bühler auf dessen Rolle als Theaterkritiker bei OnlineReports ein.

Telebasel zog den OnlineReports-Bericht über Fassaden-Probleme am Markthalle-Hochhaus nach. Die BZ Basel zog auch nach, unterschlug aber eine Quellennennung.

In ihren Presseschauen zu den Bundesratswahlen zitierten bajour.ch und primenews.ch aus dem OnlineReports-Leitartikel über Eva Herzog.

matthiaszehnder.ch nimmt die beiden News-Artikel aus OnlineReports zum Anlass, sich über die schrumpfende Kulturberichterstattung in den Schweizer Medien Gedanken zu machen.

Bajour zitierte OnlineReports in seinem Bericht über die Verwicklung von Bundesratskandidatin Eva Herzog in umstrittene Basler Geschäfte.

In ihrer Recherche über die sterbende Kulturberichterstattung in Basler Medien bezieht sich Bajour auf OnlineReports.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Angriff auf den Stiefvater vor dem Muttenzer Gerichtsgebäude auf.

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Telebasel konfrontierte die SVP-Regierungsrats-Kandidatin Sandra Sollberger mit einem Kommentar aus OnlineReports (worauf sie die Stellungnahme verweigerte).

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In seiner Aufstellung über "Politiker, die Wasser predigen und Wein trinken", nahm der Nebelspalter auch auf einen Artikel in OnlineReports Bezug.

20 Minuten griff die OnlineReports-Meldung über einen Autolenker, der bei der verbotenen Fahrt durch eine Einbahnstrasse in Birsfelden eine Radfahrerin schwer verletzte, auf.

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In einem Satz


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