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Daniel Wahl: Der falsche Plural und "Fall Adeline"-Vergleich

Muttenz/Basel, 21. Mai 2019

Es muss am ganz spezifischen Quellenzugang liegen, dass BaZ-Redaktor Daniel Wahl seit Jahren auf der Baselbieter Staatsanwaltschaft herumdengelt. In der heutigen Ausgabe erweist er mir die Ehre mit der Annahme, ich hätte "zum Fürsprecher der Staatsanwaltschaft avancieren" können. Der Berufskollege scheint nicht verwunden zu haben, dass ihn OnlineReports am 13. August 2018 einer mehr als alltäglichen journalistischen Fehlleistung überführt hat.

Worum geht es? Einzig aufgrund des trockenen Jahresberichts 2016 der Aufsichtskommission hatte Wahl unter dem Titel "Ein Freipass für Sex-Verbrecher" die Staatsanwaltschaft unter anderem beschuldigt, sie habe einen heute 35-jährigen Angeklagten durch Schludrigkeit nicht daran gehindert, Frauen sexuell zu attackieren (Ausriss oben). Dieser Fall, dramatisierte Wahl, habe "das Potenzial skandalträchtiger Schlagzeilen in ähnlicher Dimension des landesweit bekannten Justizfalls Adeline in Genf".

Dramatisierung durch den Plural

Nur: Der fleissige Produzent skandalträchtiger Schlagzeilen war einem fundamentalen Irrtum aufgesessen. Weil die Aufsichtskommission in ihrem Bericht über ein halbes Dutzend "Straftaten gegen die sexuelle Integrität" des Angeschuldigten auflistete, nahm Wahl unüberprüft an, dass es sich dabei um über ein halbes Dutzend Einzelfälle gegen verschiedene Frauen handelte. Er verwendete immer den Plural ("Die Opfer", "seiner Opfer", "Waren es Kinder, waren es Frauen?"). Beispiel: "Auf freiem Fuss durfte sich der Täter auch in den Jahren 2015, 2016 an seinen Opfern vergehen."

Irrtum: Es war immer ausschliesslich das eine anfänglich 12-jährige Mädchen, mit dem der pädophil veranlagte Beschuldigte über Jahre einvernehmlichen, aber klar verbotenen Sex hatte. Keine Spur von einem Serien-Vergewaltiger oder -Belästiger. Diese verhängnisvolle Fehlannahme, mit der Wahl seinen Angriff auf die Staatsanwaltschaft legitimierte, deckte OnlineReports nach einem Antrag auf Einsicht in die Anklageschrift auf (hier nachzulesen).

Vom "Fall Adeline" ist keine Rede mehr

Seit gestern Montag wird der Fall vor dem Baselbieter Strafgericht verhandelt. Wahls heutiger BaZ-Gerichtsbericht weicht gravierend von seiner früheren "Sexverbrecher"-Darstellung ab, ohne dass er den Grund dafür deklariert: Von einem Serien-Sexverbrecher und einem "Justizfall Adeline" ist keine Rede mehr.

Es wäre jetzt der Zeitpunkt, in dem sich der "Freipass für Sex-Verbrecher"-Journalist, nicht selten unwählerisch im Austeilen, für seinen Bock bei der Staatsanwaltschaft mannhaft entschuldigt. Aber auch beim Beschuldigten für die mediale Vorverurteilung als "Verbrecher", was unstatthaft ist, solange gegen ihn kein rechtskräftiges Urteil vorliegt.




Weiterführende Links:
- Den jagenden "Sexverbrecher", der Frauen missbrauchte, gibt es nicht


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"Was sagen Sie dazu?"

Zwei Fragen an Herrn Wahl:
Was sagen Sie, Herr Wahl, zu diesen happigen Vorwürfen?
Schweigen Sie?
Wenn nicht, wie informieren Sie die OnlineReports-Leserschaft?
 
Eine Frage an die beiden Chefredaktoren der BaZ:
Was unternehmen Sie in diesem Fall?


Viktor Krummenacher, Bottmingen



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"Er soll mehrere Gedichtbänder veröffentlicht haben."

bz
am 16. Mai 2024
über den Attentäter
in der Slowakei
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Das kann man auch nicht mit Schweizer-Hochdeutsch erklären.

RückSpiegel

 

Baseljetzt, bz, Volksstimme, SDA und Happy Radio nehmen die Recherche von OnlineReports über den geschassten CEO Marcel Allemann auf.

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Das Regionaljournal Basel veweist in einem Beitrag über die Probleme der Kitas im Baselbiet auf OnlineReports.

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Die bz verweist in einem Bericht über die Kita-Krise im Baselbiet auf OnlineReports.

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Baseljetzt verweist im Bericht über Basler Schiffsunfälle auf ein OnlineReports-Video.

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In einem Satz


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Die Basler Sozialdemokraten haben die SP queer Basel-Stadt gegründet und als neues Organ in den Statuten der Partei verankert.

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