News


Münchenstein schafft Ordnung im Antennen-Wildwuchs

Im allgemeinen Streit um Mobilfunk-Anlagen geht die Gemeinde Münchenstein voraus: Sie erliess ein Konzept, das unerwünschte Standort-Zonen ausscheidet.
Münchenstein, 1. September 2011

Den inaktiven Gemeinden droht Antennen-Wildwuchs. Nicht so jenen Kommunen, die die rechtlichen und politischen Möglichkeiten ausschöpfen, um ein unkoordiniertes, nicht gemeinschaftsverträgliches Wuchern von Strahlenquellen zu verhindern.

Bestehende Anlagen haben Priorität

Münchenstein macht es vor. Der Planungsbericht zum "Standortkonzept Mobilfunk-Anlagen" hält fest, dass sich solche Antennen in das Ortsbild einzufügen haben und grundsätzlich in Bauzonen errichtet werden sollten. Ausserdem seien sie "in der Regel innerhalb von Gebäuden unterzubringen". Die Antennen der Mobilfunkanlagen sollen unter Berücksichtigung der kommunalen Bestimmungen über Dachaufbauten auf Dächern errichtet werden, "sofern sie das Siedlungsbild nicht verunstalten".

Erste Priorität für die Errichtung von Mobilfunkanlagen hat die Installation an bereits bestehenden Anlagen sowie die Errichtung auf Dächern von öffentlichen Gebäuden oder Gewerbe- und Industriebauten. (In Gelterkinden, wo auch ein Streit um eine UMTS-Antenne tobt, ist ausgesprochen diese Möglichkeit nicht vorhanden, da der Gemeinderat beschloss, keine Standorte auf öffentlichen Gebäuden zuzulassen.) Wenn diese Standorte nicht in Frage kommen, kann auch die Installation auf Dächern von Wohnhäusern oder die Errichtung von vollständig neuen Mastanlagen ins Auge gefasst werden.

Neu: Kommunale Kompetenz für Einschränkung

Bei diesen Anforderungen – schränkt der Gemeinderat die Verbindlichkeit ein – handle es sich "allerdings lediglich um Vorschläge, da es die gesetzlichen Grundlagen verbieten, die Lage einer Anlage vorzuschreiben". Erfasst und abgebildet wurden somit Lagen, die sich für die Aufstellung von Antennenanlagen eignen, aber auch jene Gebiete, in denen keine Anlagen erwünscht sind, beispielsweise aufgrund des Denkmalschutzes oder wegen Zugehörigkeit zur Kernzone.  

Eine der Grundlagen für die Erstellung des Standortskonzepts war die Änderung des kantonalen Raumplanungs- und Baugesetzes über Mobilfunk-Antennen, das neu den Gemeinden die Kompetenz der Negativplanung überträgt – die Möglichkeit zur Verhinderung von Nutzungen auf bestimmten Arealen – und ein "Verunstaltungsverbot" einführte.

Neu müssen die Mobilfunkbetreiber vor dem eigentlichen Baugesuch bei der Gemeinde auch ein Vorabklärungsgesuch einreichen. Somit erhält die Gemeinde Gelegenheit, sich frühzeitig zum geplanten Standort zu äussern. Sollte diese Stellungsnahme positiv ausfallen, muss der Mobilfunkbetreiber ein Baugesuch beim kantonalen Bauinspektorat einreichen und vorher die Zustimmung des Grundeigentümers einholen.

Stefan Friedli, Geschäftsleiter der Gemeinde Münchenstein, zu OnlineReports: "Es ist den Gemeinden zu empfehlen, eine solche Planungshilfe zu erstellen. Denn kooperatives Vorgehen ist für Mobilfunk-Anbieter wie für Gemeinden zielführender als ein Alleingang." In Münchenstein scheint sich dies laut Friedli zu bestätigen: "Schon der erste Mobilfunkanbieter hat seit Inkrafttreten des Konzepts den Tatbeweis erbracht, dass dieses Planungsinstrument hilfreich ist auch berücksichtigt wird."



 Ihre Meinung zu dieser News
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)

Weitere aktuelle News

News

Möhlin Ganoven schupsten Verkäuferin weg und leerten Kasse
Basel Motorradfahrer fuhr ungebremst in Tunnelmauer
Weil am Rhein 41 Verletzte: Schüler spielten mit Brom
Liestal Rolf Wirz: Vom Polizei- zum Gesundheits-Sprecher
Magazin Nochmals ein neues Basler Medium: "Journal de Bâle"
Basel Mit geladener Schusswaffe an der Grenze aufgespürt
Liestal/Basel "Drüben" einkaufen? Das meinen Kandidierende

www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

Theater Basel

"Un sentiment de vie"
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gehort.gif
"weibliche Schriftstellerinnen"

Schweizer Radio SRF 2 Kultur
Kultur kompakt
vom 6. Oktober 2021
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gehort.gif

Genderpolitisch korrekt, es gibt heutzutage auch männliche Schriftstellerinnen.

RückSpiegel


20 Minuten nahm die OnlineReports-Geschichte über einen FCB-Hooligan und vor Appellationsgericht erfolglosen DNA-Verweigerer auf.

Die BZ Basel, Telebasel, Bajour und Prime News nahmen zum Rücktritt des Basler Nationalrats Christoph Eymann Bezug auf ein OnlineReports-Interview.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über die Polizei-Kontrolle von Rechtsextremen in Bubendorf nach.

Telebasel nahm den OnlineReports-Primeur über die Sichtung einer Waschbären-Familie in Gelterkinden auf.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Meldung über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Basler Grossrat Eric W. auf.

20 Minuten, Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Durchführung der Basler Herbstmesse auf. Die Basler Zeitung kam einen Tag später und unterliess die Quellennennung.

Bajour nahm im Artikel über die Basler Nano-Forschung auf eine OnlineReports-Meldung Bezug.

Im Beitrag von Prime News über die "zunehmende Missachtung der Aufgabentrennung zwischen Staat und Medien" wird OnlineReports zitiert.

Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über den Grund des Tramunglücks vom Oktober 2019 auf.

Die OnlineReports-Erstmeldung über die zweite Beschwerde von ex ASE-Präsident Simon Müller vor Bundesgericht wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die Medienwoche nahm den OnlineReports-Leitartikel über die Förderung von Onlinemedien ohne Subventionen in ihr Monitoring auf.

Telebasel, 20 Minuten und Primenews nahmen die OnlineReports-Exklusivmeldung über den Ausnahmezustand im überfüllten Gartenbad St. Jakob auf.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Die grünliberale Fraktion wählt Grossrat Bülent Pekerman ins Büro des Basler Grossen Rates und nominiert ihn damit im kommenden Jahr für das Amt des Statthalters und im 2023 zum ersten Grossratspräsidenten der GLP.

Das Basler Silvester-Feuerwerk kann auch dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden.

Die frühere Baselbieter SP-Landrätin und Landrats-Präsidentin Heidy Strub ist am 21. September im Alter von 83 Jahren gestorben.

Die Birsfelder EVP-Landrätin Sara Fritz tritt nach zwölf Jahren zurück, um ihren Muttenzer Parteikollegen Thomas Buser nachrücken zu lassen.

Der Kanton Basel-Stadt budgetiert für das Jahr 2022 einen Überschuss von 78 Millionen Franken.

Ab dem 1. Oktober übernimmt Jonathan Koellreuter die Leitung des Portfolio-Managements bei Immobilien Basel-Stadt (IBS).

Raffael Kubalek wird per 1. Oktober neuer stellvertretender Generalsekretär in der Baselbieter Sicherheitsdirektion und Nachfolger von Katrin Bartels, die Gemeindeverwalterin von Arlesheim wird.

Laut Beschluss der Mitgliederversammlung stehen Patricia von Falkenstein als Präsidentin und Michael Hug als Vize "für (mindestens) vier weitere Jahre" (so die offizielle Medienmitteilung) der Basler LDP vor.

Der 52-jährige Museumsfachmann Werner Hanak übernimmt auf 15. Oktober 2021 die stellvertretende Leitung der Abteilung Kultur Basel-Stadt.

Die Basler Regierung beantragt für die Weiterführung der kantonalen Entwicklungs-Zusammenarbeit für die Jahre 2022 bis 2025 Ausgaben in der Höhe von acht Millionen Franken.

Im Baselbiet sinkt der Leerwohnungsbestand auf 1 Prozent, was einem noch tieferen Wert entspricht, der derzeit in Basel-Stadt gilt.

Die Baselbieter Juso haben am 16. August über 2’100 Unterschriften für ihre Initiative "ÖV für alle" eingereicht, die das U-Abo für alle im Kanton wohnhaften Personen gebührenfrei machen will.

Die imposante Kanada-Pappel auf dem Basler Wiesendamm steht nicht mehr stabil und ihr Stammfuss ist teilweise faul, weshalb sie am 16. August gefällt und durch einen Jungbaum ersetzt wird.

Der 30-jährige Rechtsverteidiger Michael Lang wechselt per sofort von Borussia Mönchengladbach zurück zum FC Basel.

Barbara Rentsch wird neue Geschäftsleiterin der staatlichen Liegenschafts-Verwaltung Immobilien Basel-Stadt (IBS) und Nachfolgerin von Rolf Borner, der das Finanzdepartement per Ende Juli verlassen wird.

Christoph Gloor wird per 1. Juli neuer Präsident der Stiftung des Kunstmuseums Basel als Nachfolger von Markus Altwegg.

Sämtliche Nacht-S-Bahnen, Nachttrams und Nachtbusse des TNW-Nachtnetzes verkehren ab dem ersten Wochenende im Juli wieder gemäss Fahrplan.

Hptm Pascal Geiger wird per 1. Juli 2021 die Leitung der Sicherheitspolizei Ost von Hptm Armin Reichenstein übernehmen, der intern in die Verkehrspolizei wechselt.

Das Basler Gesundheitsdepartement hebt die befristete Verfügung "Allgemeine Maskentragpflicht und Konsumationsverbot von Speisen und Getränken auf Allmend in der Steinenvorstadt" per Samstag, 26. Juni, auf.

Corinne Hügli wird per 1. Oktober neue Leiterin des Statistischen Amts Baselland und Nachfolgerin von Johann Christoffel, der Ende September in den Ruhestand tritt.

Als Nachfolger von Felix Keller übernimmt am 1. Juli Simon Oberbeck das Präsidium der Baselbieter CVP/GLP-Fraktion.

Der diplomierte Ingenieur Florian Kaufmann wird per 1. September im Baselbieter Amt für Raumplanung die Leitung der Abteilung Öffentlicher Verkehr übernehmen (Nachfolge von Eva Juhasz).