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Cyber-Kriminalität: Präventions-Anlässe in vier Gemeinden

Die massive Zunahme von Kriminalität im Internet veranlasst die Baselbieter Sicherheitsdirektion zu einer fünfteiligen öffentlichen Präventionskampagne in vier Gemeinden. Der Tenor an alle Online-Nutzenden: Vorsichtiger und kritischer zu sein.
Liestal, 16. Mai 2022

"Der Cyber-Raum darf nicht zu einem rechtsfreien Raum werden", mahnte heute Montagmorgen die Baselbieter Sicherheitsdirektorin Kathrin Schweizer (Bild) an einer Medienkonferenz in Liestal. Doch die Bekämpfung von Cyber-Kriminellen ist äusserst aufwendig: Sie folgt häufig dem Prinzip von Hase und Igel. Die Banden operieren international, verstehen es, die digitalen Spuren zu verwischen und Firmen, öffentliche Institutionen und Privatpersonen mit immer neuen Tricks übers Ohr zu hauen.

 

Die SP-Regierung sagte, der jährliche Schaden durch den Industriezweig der Cyber-Kriminalität belaufe sich gesamtschweizerisch schon auf "mehrere hundert Millionen Franken". Spezifische Deliktsformen wie das Online-Mobbing meist in sogenannten Sozialen Medien habe in der Schweiz auch schon zu Selbstmord geführt.

"Noch ziemlich analog unterwegs"

Deshalb will die Sicherheitsdirektion zusammen mit der Polizei und der Standortförderung Baselland die schon vor drei Jahren lancierte Reihe der Präventions- und Informationsanlässe wieder aufnehmen – in Arlesheim, Therwil, Pratteln und Gelterkinden (Daten siehe unten).

Dabei geht es darum, die Endbenutzer zu kritischem und vorsichtigem Verhalten an Computer oder Smartphone zu animieren. Die Strafverfolgungs-Behörden hätten bezüglich Digitalisierung zwar "Fortschritte gemacht", seien aber vergleichsweise "noch immer ziemlich analog unterwegs".

Die Zahl der Cyberdelikte im Baselbiet stieg letztes Jahr von 489 auf 769 sprunghaft an. Durch kritisches Online-Verhalten und Verfolgung durch die Strafjustiz könne der Anstieg der Fälle kaum gebrochen werden, "aber wir können ihn vielleicht etwas verlangsamen".

Mannigfaltige Gangster-Aktivitäten

Bei 826 letztes Jahr im Baselbiet angezeigten Cyber-Delikten lag die Erfolgsrate bei fast 40 Prozent, wie Michel Meier (Bild rechts), Leiter der Abteilung "Cybercrime" und stellvertretender Chef der Kriminalpolizei, auf eine OnlineReports-Frage erklärte. Dabei handelt es sich vorwiegend um Massendelikte mit Standort Schweiz.

Die Delikte sind mannigfaltig: Das Klauen von Zugangsdaten ("Phishing"), Gelderschleichen durch falsche Online-Liebesbeziehungen ("Romance-Scam"), Erpressung durch Hacking und Stilllegen einer Website ("Ransomware", von Fachleuten als "digitale Form der Geiselnahme" bezeichnet) oder die Nichtlieferung von bezahlten Artikeln aus Kleinanzeige-Plattformen. Kriminelle Variationen sind Angriffe auf die Informatik beispielsweise von Ö-Pipelines oder die Regelungstechnik einer Trinkwasser-Anlage.

Ein "dicker Fisch" aus Binningen

Dabei gelang es den Strafverfolgungsbehörden auch, "dicke Fische" aus dem internationalen Betrugsgeschäft das Handwerk zu legen. Ende Oktober verhaftete die Staatsanwaltschaft aufgrund eines internationales Rechtshilfe-Ersuchens der Pariser Staatsanwaltschaft in Binningen eine dort wohnhafte Person.

Die Festnahme steht im Zusammenhang mit einer in der Ukraine und der Schweiz international koordinierten Aktion gegen zwölf Personen, die dringend verdächtigt werden, an Ransomware-Attacken gegen über 1'800 geschädigte Personen und Institutionen in 71 Ländern beteiligt gewesen zu sein. "Dieses Signal wurde gehört", sagte Staatsanwalt Philippe von Planta (Bild links) als Leiter der dreiköpfigen Fachstelle Cybercrime dazu, dass Delinquenten immer mit wachsamen Ermittlern rechnen müssten.

Mühsamste Rechtshilfe-Verfahren

Der Ankläger rief Geschädigte und Opfer von Cyber-Delikten auch im Interesse der Datensicherung auf, "möglichst rasch Strafanzeige" zu erstatten. Allerdings warnte von Planta auch vor den Erwartungen einer raschen Erfolgsmeldung. Bis zu neun Hin- und Herphasen müssen internationale Rechtshilfe-Verfahren durchlaufen, bis eine Auskunft im Strafjustizzentrum in Muttenz eintrifft.

Ob es sich dann auch um die gewünschte Auskunft handle, sei auch dann nicht einmal sicher. Beweiserhebungen in Staaten wie Nigeria oder Benin seien "sehr schwierig", was einer amtlich korrekten Form der Hoffnungslosigkeit entspricht. Aber "nichts machen ist keine Option".


Info-Anlässe
Pratteln, 18. Mai: Informationsanlass für Gemeinden
Therwil, 8. Juni: Informationsanlass für die Bevölkerung
Arlesheim, 22. Juni: Informationsanlass für Unternehmen
Gelterkinden, 7. September: Informationsanlass für die Bevölkerung
Pratteln, 16. September: Informationsanlass für Unternehmen




Weiterführende Links:
- Cyber-Kriminalität erhöht Druck auf Bestand der Baselbieter Polizei


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Frisch pubertiert

Sommer: Wem gehört die Stadt?
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"Ein ukrainischer Soldat mit einer Antipanzerabwehrrakete."

BZ Basel
Bildlegende
vom 8. Juni 2022
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(Kurz vor dem Suizid.) Das sind jene Geräte, deren Sprengsätze hinten rausgehen.

RückSpiegel


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Die BZ Basel, die Basler Zeitung, das Regionaljournal und 20 Minuten nahmen die OnlineReports-News über beschädigte Gummiprofile auf der Tram-Teststrecke im Gundeldingerquartier auf.

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Im Bericht über den Ausstieg der BKB aus dem FCB-Sponsoring bezieht sich 20 Minuten auf OnlineReports.

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In ihrem Artikel über die hohe "Swisslos"-Vergabung an "Primeo Energie" bezieht sich die BZ Basel auf OnlineReports.

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Im Interview mit dem Medienökonomen Matthias Künzler stellt Bajour die Frage, ob es fair sei, dass OnlineReports, da kostenlos zugänglich, von der Medienförderung nicht profitieren könnte.

Prime News nimmt im Kommentar gegen das "Medienförderungsgesetz" auf die Position von OnlineReports Bezug.

Die BZ Basel und Happy Radio bezogen sich in ihrer Meldung über die Kündgung der Gelterkinder Schulleitung auf eine OnlineReports-News.

Die Badische Zeitung bezog sich in ihrem Bericht über die Absage des internationalen Reitsport-Turniers "CHI Classics" in der St. Jakobshalle auf OnlineReports.

In ihrer Meldung über den Widerstand gegen ein Kirchenglocken-Läutverbot geht die BZ Basel auf OnlineReports ein.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Meldung über die Traiferhöhung auf den Basler Fähren auf.

Bajour interviewt OnlineReports-Gründer Peter Knechtli zu seiner Ablehnung des vor der Volksabstimmung stehenden "Medienförderungsgesetzes". Die Medienwoche nimmt das Interview auf.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Die Volksinitiative "Sichere Velorouten in Basel-Stadt" ist am 24. Juni mit 3'176 beglaubigten Unterschriften bei der Basler Staatskanzlei eingereicht worden.

Claraspital-Direktor Peter Eichenberger wird per Jahresende Nachfolger von Fritz Jenny als Präsident des Verwaltungsrats der "Rehab Basel".

Nach 12 Jahren als Delegierte des Vorstands trat Ruth Ludwig-Hagemann an der GGG-Mitgliederversammlung vom 16. Juni zurück; als Nachfolger wurde David Andreetti gewählt.

Markus Leuenberger wird ab  August 2023 neuer Rektor des Gymnasiums Laufental-Thierstein und damit Nachfolger von Isidor Huber, der in Pension gehen wird.

Andreas Eggimann, Chief Digital & Information Officer (CDIO) und Mitglied des Executive Board der MCH Group verlässt das Unternehmen im Verlaufe des Sommers.

Der Liestal Gymnasiums-Rektor Thomas Rätz wird im Sommer 2023 in Pension gehen, worauf die bisherigen Konrektoren Urban Kessler und Andreas Langlotz seine Nachfolge als Co-Rektoren antreten werden.

Die Basler Regierung hat die Wohnschutzkommission gewählt: Rico Michael Maritz (vorsitzender Präsident), Béatrice Elisabeth Müller Schnürle, Piotr Franciszek Brzoza (Präsidium); Vera Gruber, Felix Spiegel, und Markus Anderegg (Vermietende); Beat Leuthardt (Mieterschaft); Martin Schlatter (Schreiber).

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) des Basler Grossen Rates unterstützt die Beteiligung des Kantons Basel-Stadt an einer Kapitalerhöhung der MCH Group AG, wie es die Regierung vorschlägt.

Die künftige Direktorin des Basler Waisenhauses ist Anita Conrad, die auf den Ende November 2023 persionierten Uli Hammler folgt.

In der Gemeinderats-Ersatzwahl in Füllinsdorf wurde Christoph Keigel als Kandidat der Ortspartei "Pro Füllinsdorf" und Nachfolger des verstorbenen Beat Keller gewählt.

Die Initiative zum Bau einer neuen Stadthalle für Liestal ist bei einer Stimmbeteiligung von 44 Prozent mit einer Mehrheit von fast 69 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt worden.

Einen Unterstützungsbeitrag in Höhe von 25'000 Franken aus dem Swisslos-Fonds hat die Basler Regierung dem türkisch-islamischen Sozial- und Kulturverein an die Infrastruktur von Küche und Aufenthaltsraum am Leimgrubenweg bewilligt.

Lukas Fischler wird neuer Chefarzt Anästhesie, Chief Medical Officer und Mitglied der Geschäftsleitung der Merian Iselin Klinik.

Der bei der Basler Zeitung in Ungnade gefallene Lokalredaktor Daniel Wahl ist in Markus Somms Nebelspalter untergekommen.

Die Gemeinde Reinach budgetierte war ein Defizit von 9,2 Millionen Franken, herausgekommen ist ein Verlust von 440'000 Franken.

Samuel Meyer, Leiter des Geschäftsbereichs Vertrieb der Bank Cler, wird per 1. Mai neuer CEO und Nachfolger von Mariateresa Vacalli.

Bei einem budgetierten Defizit von 5,7 Millionen Franken schliesst die Liestaler Rechnung 2021 nun ausgeglichen ab "dank höherer Steuereinnahmen und tieferen Sozialhilfekosten als erwartet".


Susanne Fisch und Noé Pollheimer sind die Nachfolgenden von Martin Leschhorn Strebel im Präsidium der SP Riehen.


Marc-Oliver Möller wird am 1. August neuer der Zentralen Dienste im Basler Erziehungsdepartement und Nachfolger von Thomas Riedtmann, der im Sommer pensioniert wird.

Der frühere Basler Regierungsrat Baschi Dürr (45) wird Verwaltungsrat bei der Sicherheitsfirma Pantex.

Die Findungskommission für die Direktion des Historischen Museums Basel ab 1. Mai 2024 ist konstituiert und nimmt ihre Arbeit auf, während der Vertrag mit dem interimistischen Direktor Marc Zehntner bis Ende April 2024 verlängert wurde.

Anstelle des zurücktretenden André Auderset soll Anita Treml Nidecker (64) das Präsidium der "Interessen-Gemeinschaft Kleinbasel" (IGK) übernehmen.

Die 35-jährige Zahnärztin Anja von Büren wird per 25. April 2022 neue Baselbieter Kantonszahnärztin und Leiterin des Kantonszahnärztlichen Dienstes im Amt für Gesundheit – als Nachfogerin von Ludmilla Strickler, die in Pension geht.

Für die zurücktretende Grossrätin Grüne Marianne Hazenkamp-von Arx (Riehen) rückt Béla Bartha nach.

In Riehen steigen EVP, Grüne und SP im dritten Wahlgang der Gemeinderatswahlen vom 24. April mit Daniele Agnolazza (EVP) ins Rennen.

Wegen massiven Preissteigerungen der letzten Monate an den internationalen Energiemärkten bei Gas sowie laufenden Investitionen in die CO2-Neutralität erhöhen die IWB die Fernwärmetarife ab 1. April um 12,25 Prozent.