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"Es wäre auch nicht plauschig": Herbstabend-Dämmerung mit Fasnachts-Akustik

Piccolos und Guggemusig-Gedröhn treiben Anwohner zur Verzweiflung

Ohren zu: Die abendlichen Übungen von Cliquen und Guggen sind Kleinhüninger Quartierbewohnern zu laut


Von Fabian Schwarzenbach


Wegen Corona können Basler Pfeifer, Trommler und Guggebläser nicht in Innenräumen üben. Viele Fasnachtseinheiten haben sich deshalb das Basler Hafen-Areal als Open-Air-Probelokal ausgesucht – sehr zum Ärger der Quartierbewohner Kleinhüningens. Nun versucht die Polizei zu vermitteln. Das Fasnachts-Comité bittet um Verständnis bittet, fühlt sich aber sonst nicht zuständig.


"Arabi", "Gluggsi" oder ganz klassisch "Z Basel a mym Rhy": Schöne Basler Märsche, gepfiffen oder getrommelt, erhellen die Seele eines jeden Bebbi. Doch die Anwohnerinnen und Anwohner von Kleinhüningen können es nicht mehr hören: Aktuell üben verschiedene Cliquen und Guggen im Hafengebiet und im angrenzenden Quartier ihre Stücke. Der Schall dröhnt ungefiltert durch das ehemalige Fischerdorf. Ton-Beispiel hier.

Pieter Poldervaart und Sara Buess-Cignacco wohnen beide im Quartier. Sie berichten, dass die Übungslektionen von Montag bis Freitag jeden Abend ab 19 Uhr losgingen. Buess-Cignacco hat auch schon am Samstag Cliquen üben gehört. Trotz geschlossenen Türen und Fenstern ist es beiden nicht möglich, sich auf einen Film zu konzentrieren oder zu lesen.

"Mein Kind muss am nächsten Tag zur Schule", erklärt die berufstätige Mutter. Beim Einkaufen im Quartier sei der allabendliche Lärm das grosse Thema. "Vor allem ältere Einwohnerinnen und Einwohner sind mit ihren Nerven am Ende."

 

Polizei will vermitteln


Den Leuten im Quartier ist der Geduldsfaden gerissen. Sie tätigen nun vermehrt Anrufe bei der Polizei. Deren Sprecher Toprak Yerguz berichtet noch von "wenigen Lärmklagen aus Kleinhüningen", aber er bestätigt, dass sich das Community Policing dem Problem angenommen habe. Der "Schugger zem Alänge" wird zwischen den Cliquen und Anwohnenden zu vermitteln versuchen.

Buess-Cignacco sieht noch einen weiteren Grund für die (noch) wenigen Klagen: "Hier wohnen viele Ausländerinnen und Ausländer, die nicht wissen, wie man sich wehren kann."


"Auch wenn das Sinfonieorchester üben käme, wäre es ebenfalls nicht plauschig", meint Poldervaart. Er attestiert den Cliquen aber, dass sie "richtig üben würden": "Sie setzen nach ein paar Takten wieder ab und wiederholen die Stelle, bis sie es klappt."

Doch "das zerrt zusätzlich an den Nerven", meint eine weitere Anwohnerin, die anonym bleiben möchte. Sie setzt ihre Hoffnung in die Mitarbeitenden der Polizei und "dass sie schnell zu einer Lösung kommen". "Kleinhüningen soll aufgewertet werden. Jetzt passiert das genaue Gegenteil davon", ergänzt Buess-Cignacco.


Beiseitiges Verständnis gefordert


"Ganz grundsätzlich gilt, dass mit Busse bestraft werden kann, wer trotz behördlicher Mahnung vorsätzlich oder fahrlässig Lärm verursacht, der über das üblicherweise zu tolerierende Mass am fraglichen Ort oder zur fraglichen Zeit hinausgeht", zitiert Yerguz aus dem neuen Übertretungsstrafgesetz. Der Polizei-Sprecher interpretiert den Paragraphen nicht. Aber das dürfte bedeuten, dass Polizei-Patrouillen Kugelschreiber und Bussen-Blöcke zücken werden, wenn die Vermittlungsversuche der "Schugger zem Alänge" scheitern.
 

"Das Fasnachts-Comité hat Verständnis für die Anwohnerinnen und Anwohner", erklärt Obfrau Pia Inderbitzin gegenüber OnlineReports und ergänzt: "Wir haben aber auch Verständnis für die übenden Cliquen und Guggen, die nicht in ihren Lokalen üben können, weil sie die Schutzmassnahmen dort nicht einhalten können".

Dafür haben die Quartierbewohnerinnen und -bewohner durchaus Gehör. "Ich begreife, dass das drinnen nicht geht", meint Poldervaart und ergänzt: "Es sind spezielle Zeiten, aber auch für uns!"


Idee: Ein Quartier-Rotationsprinzip


Poldervaart regt an, Turnhallen oder auch die Messenhallen für Übungen zu öffnen. Zusammen mit anderen Anwohnern schlägt er eine Art Rotation zwischen den Quartieren und allenfalls auch Vorortsgemeinden vor: "Jeden Abend in einem anderen Quartier: Kleinhüningen, auf dem Bruderholz, beim Rankhof und so weiter", zählt Poldervaart auf.

Buess-Cignacco unterstützt die Idee: "Das Verständnis für die Übungszeiten sollte nicht nur ein Quartier in der Stadt haben." "Verteilen wäre fair. Es ist nicht einzusehen, dass nur hier geübt wird und nicht im Schützenmattpark", ergänzt Poldervaart.

 

OnlineReports machte das Fasnachts-Comité mit dieser Idee bekannt. Inderbitzin dribbelt sich aber aus der Verantwortung: "Wir hoffen, dass die beteiligten Parteien zu einer tragfähigen Lösung kommen." Das Comité sieht sich in dieser Auseinandersetzung nicht als Partei und begründet: "Das Fasnachts-Comité ist zuständig für die Organisation des Cortège. Die Organisation der Übungen ist Sache der Cliquen."
 

Marschübungen in den Langen Erlen?


Vier Wochen vor der Fasnacht ist es erlaubt, in den Langen Erlen Marschübungen zu absolvieren. Das Fasnachts-Comité hat bei der Basler Kantonspolizei um eine Verlängerung dieser Frist nachgesucht. "Die Cliquen und Guggen haben durch den Lockdown einen Übungsrückstand, den sie so etwas aufholen können", erklärt Inderbitzin die Beweggründe. Zu den laufenden Gesprächen gibt die Obfrau aber keine Auskunft.


Gesprächiger ist Yerguz: "Derzeit sind tatsächlich Überlegungen in Prüfung, die Marschübungszeiten auszudehnen." Man spreche zurzeit noch mit der Gemeinde Riehen. Sobald darüber entschieden worden sei, werde entsprechend kommuniziert, verspricht der Polizeisprecher. Interessant ist, dass sich das Comité für die Marschübungen in den Langen Erlen entgegen der obigen Aussage für zuständig erklärt.


Quartier-Fasnacht fraglich


Das Projekt "Fasnacht in den Quartieren", sofern es zustande kommt, hat bereits Gegenwind erhalten. Die Frustrations-Toleranz in Kleinhüningen ist kleiner geworden. "Wir werden mit den Behörden schauen, was umsetzbar ist", schreibt Inderbitzin zu den Vorschlägen zur Fasnacht 2021, die aktuell beim Comité eingereicht werden und räumt ein: "Die Gesundheit der Bevölkerung geht vor, dazu gehört auch das Element Lärm. Dies gilt es bei der Umsetzung mit zu berücksichtigen".

25. September 2020

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"In Gelterkinden wurden Waschbärennachwüchse gesichtet"

Nau.ch
Schlagzeile
vom 1. September 2021
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Nachwüchse. Soso.

RückSpiegel


Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über die Polizei-Kontrolle von Rechtsextremen in Bubendorf nach.

Telebasel nahm den OnlineReports-Primeur über die Sichtung einer Waschbären-Familie in Gelterkinden auf.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Meldung über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Basler Grossrat Eric W. auf.

20 Minuten, Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Durchführung der Basler Herbstmesse auf. Die Basler Zeitung kam einen Tag später und unterliess die Quellennennung.

Bajour nahm im Artikel über die Basler Nano-Forschung auf eine OnlineReports-Meldung Bezug.

Im Beitrag von Prime News über die "zunehmende Missachtung der Aufgabentrennung zwischen Staat und Medien" wird OnlineReports zitiert.

Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über den Grund des Tramunglücks vom Oktober 2019 auf.

Die OnlineReports-Erstmeldung über die zweite Beschwerde von ex ASE-Präsident Simon Müller vor Bundesgericht wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die Medienwoche nahm den OnlineReports-Leitartikel über die Förderung von Onlinemedien ohne Subventionen in ihr Monitoring auf.

Telebasel, 20 Minuten und Primenews nahmen die OnlineReports-Exklusivmeldung über den Ausnahmezustand im überfüllten Gartenbad St. Jakob auf.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über die Berufungen im Fall der Grellinger Kassengriff-Kassiererin auf.

Prime News nahm im Interview mit dem neuen Telebasel-Chefredaktor Philippe Chappuis Bezug auf einen Kommentar von OnlineReports.

Die OnlineReports-News über das Urteil des Aargauer Obergerichts gegen den früheren ASE-Präsidenten wurde von der Aargauer Zeitung aufgenommen.

20 Minuten nahm in der Nachricht über einen Hacker-Angriff auf die Basler Gewerbeschule auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Report über die Basler LDP nimmt die WochenZeitung (WoZ) Bezug auf ein OnlineReports-Interview mit LDP-Grossrat Michael Hug.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Psychoterror in einem Arlesheimer Wohnblock auf.

Die BZ greift in ihrem Artikel "Bikini-Gate im Schrebergarten" einen Artikel von OnlineReports auf.

Den OnlineReports-Bericht über Masken-Sicherheit an Spital-Porten nahm die Konsumenten-Sendung "Espresso" von Radio SRF zum Anlass, das Thema vertieft zu untersuchen.

Blick, Telebasel, 20 Minuten und die BZ nahmen die OnlineReports-News über die Strafanzeigen gegen den ausländerfeindlichen Basler Grossrat E. W. auf.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Die Birsfelder EVP-Landrätin Sara Fritz tritt nach zwölf Jahren zurück, um ihren Muttenzer Parteikollegen Thomas Buser nachrücken zu lassen.

Der Kanton Basel-Stadt budgetiert für das Jahr 2022 einen Überschuss von 78 Millionen Franken.

Ab dem 1. Oktober übernimmt Jonathan Koellreuter die Leitung des Portfolio-Managements bei Immobilien Basel-Stadt (IBS).

Raffael Kubalek wird per 1. Oktober neuer stellvertretender Generalsekretär in der Baselbieter Sicherheitsdirektion und Nachfolger von Katrin Bartels, die Gemeindeverwalterin von Arlesheim wird.

Laut Beschluss der Mitgliederversammlung stehen Patricia von Falkenstein als Präsidentin und Michael Hug als Vize "für (mindestens) vier weitere Jahre" (so die offizielle Medienmitteilung) der Basler LDP vor.

Der 52-jährige Museumsfachmann Werner Hanak übernimmt auf 15. Oktober 2021 die stellvertretende Leitung der Abteilung Kultur Basel-Stadt.

Die Basler Regierung beantragt für die Weiterführung der kantonalen Entwicklungs-Zusammenarbeit für die Jahre 2022 bis 2025 Ausgaben in der Höhe von acht Millionen Franken.

Im Baselbiet sinkt der Leerwohnungsbestand auf 1 Prozent, was einem noch tieferen Wert entspricht, der derzeit in Basel-Stadt gilt.

Die Baselbieter Juso haben am 16. August über 2’100 Unterschriften für ihre Initiative "ÖV für alle" eingereicht, die das U-Abo für alle im Kanton wohnhaften Personen gebührenfrei machen will.

Die imposante Kanada-Pappel auf dem Basler Wiesendamm steht nicht mehr stabil und ihr Stammfuss ist teilweise faul, weshalb sie am 16. August gefällt und durch einen Jungbaum ersetzt wird.

Der 30-jährige Rechtsverteidiger Michael Lang wechselt per sofort von Borussia Mönchengladbach zurück zum FC Basel.

Barbara Rentsch wird neue Geschäftsleiterin der staatlichen Liegenschafts-Verwaltung Immobilien Basel-Stadt (IBS) und Nachfolgerin von Rolf Borner, der das Finanzdepartement per Ende Juli verlassen wird.

Christoph Gloor wird per 1. Juli neuer Präsident der Stiftung des Kunstmuseums Basel als Nachfolger von Markus Altwegg.

Sämtliche Nacht-S-Bahnen, Nachttrams und Nachtbusse des TNW-Nachtnetzes verkehren ab dem ersten Wochenende im Juli wieder gemäss Fahrplan.

Hptm Pascal Geiger wird per 1. Juli 2021 die Leitung der Sicherheitspolizei Ost von Hptm Armin Reichenstein übernehmen, der intern in die Verkehrspolizei wechselt.

Das Basler Gesundheitsdepartement hebt die befristete Verfügung "Allgemeine Maskentragpflicht und Konsumationsverbot von Speisen und Getränken auf Allmend in der Steinenvorstadt" per Samstag, 26. Juni, auf.

Corinne Hügli wird per 1. Oktober neue Leiterin des Statistischen Amts Baselland und Nachfolgerin von Johann Christoffel, der Ende September in den Ruhestand tritt.

Als Nachfolger von Felix Keller übernimmt am 1. Juli Simon Oberbeck das Präsidium der Baselbieter CVP/GLP-Fraktion.

Der diplomierte Ingenieur Florian Kaufmann wird per 1. September im Baselbieter Amt für Raumplanung die Leitung der Abteilung Öffentlicher Verkehr übernehmen (Nachfolge von Eva Juhasz).

Laurent Métraux wird per 1. August neuer Leiter der Baselbieter Finanzverwaltung und Nachfolger von Tobias Beljean, der nach drei Jahren eine neue Herausforderung in der Privatwirtschaft angenommen hat.

CEO Roland Heri hat sich entschieden, den FC Basel zu verlassen und sich "umzuorientieren" und sich "neuen Aufgaben zu widmen".

Josiane Tinguely Casserini wird per 1. August neue Baselbieter Kantonsapothekerin und Leiterin der Abteilung Heilmittel im Amt für Gesundheit.

Das Hafenfest Basel 2021, das vom 3. bis 5. September hätte stattfinden sollen, wurde vom Organisationskomitee aus epidemiologischen Gründen abgesagt.

Die Basler Regierung hat die kantonalen Einschränkungen für "Einrichtungen im Sportbereich" aufgehoben, so dass der Sportunterricht und die Nutzung der Garderoben auf Sekundarstufe I und II ab 3. Mai wieder möglich sind.

Marc-André Giger und Guy Lachappelle werden neue Mitglieder des Verwaltungsrats des Universitäts-Kinderspitals beider Basel (UKBB).

Das Landratspräsidentinnen-Fest zu Ehren der Grünliberalen Regula Steinemann muss aus Pandemie-Gründen vom 24. Juni auf den 26. August verschoben werden.

Rolf Borner, Geschäftsleiter Immobilien Basel-Stadt, verlässt das Finanzdepartement nach 16 Jahren per 1. August und wird Direktor "Infrastruktur und Betrieb" und Mitglied der Universitätsleitung der Universität Basel.

Ab 19. April sind die Sportanlagen im Kanton Basel-Stadt gemäss den Vorgaben des Bundes und unter Einhaltung der Schutzmassnahmen wieder zugänglich.

Salome Bessenich wird Nachfolgerin des zurücktretenden Basler SP-Grossrats Sebastian Kölliker, der Co-Generalsekretär des Basler Präsidialdepartements wird.

Der 615. Liestaler Banntag vom 10. Mai ist durch einen Beschluss der vier Rottenchefs aus pandemischen Gründen abgesagt worden.

Innerhalb von zwei Wochen sind über 3’000 Unterschriften gegen die vom Grossen Rat beschlossene Abschaffung der Parkplätze beim Friedhof Hörnli zusammengekommen.

Daniel Urech, Gemeinderat der Freien Wähler Dornach und Kantonsrat der Grünen Solothurn, tritt für das Gemeindepräsidium Dornach an.

Mit einer Geschwindigkeit von 124 km/h statt der erlaubten 60 km/h erwischte die Polizei am 29. März auf der Oristalstrasse in Liestal einen 33-jährigen italienischen PW-Lenker, der in Richtung Büren raste und es jetzt mit der Justiz zu tun bekommt.