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"Kein Problem": Kandidierender Basler Regierungspräsident Morin

Regierung: Rot-Grün bleibt in Basel an der Macht

Das Basler Stimmvolk bestätigt die mehrheitlich links-grüne Regierung / Regierungspräsident Guy Morin muss in zweiten Wahlgang


Von Peter Knechtli


Basler Regierungswahlen: Alle sechs Bisherigen wiedergewählt, als Regierungspräsident muss Guy Morin in den zweiten Wahlgang, bei den Freisinnigen liegt Baschi Dürr vorn, aber unter dem absoluten Mehr.


Die Basler Regierung wird auch in den nächsten vier Jahren von einer rot-grünen Mehrheit geprägt. Alle erneut kandidierenden Bisherigen wurden als Regierungsräte im ersten Wahlgang gewählt.

Eva Herzog erneut mit Spitzenergebnis

Das Spitzenergebnis erzielte die seit 2005 amtierende Finanzdirektorin Eva Herzog (SP, 30'182 Stimmen), mit deutlichem Abstand gefolgt von ihren Parteikollegen Wirtschaftsminister Christoph Brutschin (26'618 Stimmen) und Bau- und Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels (24'887 Stimmen). Auf Platz vier landete Gesundheitsdirektor Carlo Conti (CVP, 23'222 Stimmen) vor dem Grünen Guy Morin (22'902 Stimmen) und dem liberalen Erziehungsdirektor Christoph Eymann (22'312 Stimmen).

Noch offen bleibt, wie allgemein erwartet, der frei werdende Sitz des demissionierenden Sicherheitsdirektors Hanspeter Gass (FDP). Bei den Freisinnigen liegt Baschi Dürr (17'038 Stimmen) deutlich vor seinem Parteikollegen Christophe Haller (13'491 Stimmen), doch beide verfehlten das absolute Mehr. Nur gut die Hälfte von Hallers Stimmen buchten Patrick Hafner (8'084 Stimmen) und Lorenz Nägelin (7'852 Stimmen, beide SVP). Der grünliberale Ullmann Emmanuel kaum auf 5'668 Stimmen. Weitere Stimmen erhielten: Elia Rediger (MUT, 2'705 Stimmen), Christian Mueller (FUK, 2'129 Stimmen) und Eric Weber (VA, 1'905 Stimmen).

Morin schafft erste Präsidiums-Hürde nicht

Doch für den Grünen Guy Morin gibt es einen Dämpfer (Bild bei der Kenntnisnahme des Zwischenergebnisses): Er muss als Regierungspräsident mit 20'266 Stimmen in den zweiten Wahlgang, obschon er fast doppelt so viel Stimmen erzielte wie sein schärfster Herausforderer Dürr Baschi (11'851 Stimmen). Chancenlos blieben Lorenz Nägelin (SVP, 4'600 Stimmen), Elia Rediger (MUT, 753 Stimmen) und Eric
Weber (VA: 716 Stimmen).

Den grünen Exponenten stand die Enttäuschung über Morins Ergebnis in der Regierungspräsidenten-Wahl ins Gesicht geschrieben. Wenige Augenblicke nach Bekanntwerden dieser Tatsache sagte Morin gegenüber OnlineReports, es werde "kein Problem" sein, seine Funktion als Regierungspräsident gegen Baschi Dürr in einem zweiten Wahlgang zu verteidigen. Der Vorsprung sei gross genug.

Ullmann hat "schon mehr erwartet"

Zur Besetzung des Sitzes des zurücktretenden Sicherheitsdirektors Hanspeter Gass wird ebenfalls ein zweiter Wahlgang nötig. Höchstwahrscheinlich wird für die Freisinnigen Baschi Dürr erneut antreten. So jedenfalls liess sich Parteipräsident Daniel Stolz gegenüber OnlineReports verlauten.

Der grünliberale Kandidat Emmanuel Ullmann (32), der sich "schon mehr Stimmen erhofft" hat, weiss noch nicht, ob er nochmals antreten wird. "Das wird heute Sonntagabend entschieden. Das ist schon ein beträchtlicher Abstand gegenüber Dürr. Er hatte allerdings drei Parteien im Rücken. Wir sind allein angetreten, das darf man nicht unterschätzen. Ich habe mir noch keine abschliessende Meinung gebildet, ob ich nochmals antreten werde", sagte Ullmann gegenüber OnlineReports. "Es kommt auch stark darauf an. ob ich mit einer grösseren überparteilichen Unterstützung rechnen kann oder nicht."

Unterstützung durch Rot-Grün fraglich

OnlineReports versuchte bei Exponenten der SP und des Grünen Bündnisses auszuleuchten, ob von ihren Parteien ein Unterstützung Ullmanns erwartet werden könne. Offiziell hiess es, die Ausgangslage müsse erst noch in den Gremien analysiert werden. Inoffiziell wurde deutlich, dass die Bereitschaft zur Unterstützung Ullmanns gering ist. Einerseits, weil sein Ergebnis im ersten Wahlgang eher enttäuschend sei und die Grünliberalen mit fünf Grossratssitzen stagnieren. Anderseits vertrete Ullmann wirtschaftspolitisch auch Positionen, in bei Rot-Grün auf teils heftigen Widerstand stiessen.

Auf Seiten der SP klang die Haltung durch, den Freisinnigen als Partei, die einen Grossratssitz vorwärts machte, auch einen Sitz in der Regierung zuzugestehen. Ob Baschi Dürr die aktive (verbale) Unterstützung der SP erwarten darf, ist hingegen fraglich. Nicht in die Karten blicken lassen will sich die SVP: Ob sie mit Patrick Hafner oder Lorenz Nägelin nochmals antritt, sei offen. Hingegen war aus einer Quelle zu erfahren, dass Baschi Dürr unter Umständen bekämpft werden könnte. Der 35-jährige ultraliberale Ökonom dürfte nach einer allfälligen Wahl im zweiten Wahlgang Sicherheitsdirektor werden. Das gefällt der SVP, die allein in die Wahlen gestiegen war, gar nicht.

Wessels: "Die Regierung harmoniert"

Stellvertretend für Eva Herzog und Christoph Brutschin freute sich Hans-Peter Wessels über den Ausgang der Regierungsratswahlen und die "grosse Unterstützung durch die Wählerinnen und Wähler". Es sei offensichtlich der "Wunsch der Stimmbevölkerung, dass ich mit meiner Politik den öffentlichen Verkehr in den nächsten vier Jahren deutlich ausbaue". Die Stadt soll "velofreundlicher, die Wohnquartiere verkehrsberuhigt und die Innen fussgängerfreundlicher werden".

Als "grösste Überraschung" dieses ersten Wahlgangs nannte Wessels, "Dass drei SPler so geschlossen vorn sind". Dies sei ein "Riesenvertrauensbeweis der Bevölkerung" – nicht nur gegenüber der SP, sondern auch gegenüber dem Regierungskollegium. Es sei "in Basel keine Selbstverständlichkeit, dass wir als Gesamtkollegium gut miteinander harmonieren". Wessels zu OnlineReports: "Das hat sicher auch mit dem Präsidenten zu tun. Die Bevölkerung nimmt das so wahr."  Meinungsdifferenzen würden "sehr offen ausgetragen", bevor man sich "zu einer gemeisamen Haltung zusammenraufe". Im übrigen bedauere er, dass Hanspeter Gass aus der Regierung aussscheide.

Die Wahlbeteiligung lag bei 41,5 Prozent. Der zweite Wahlgang findet am 25. November statt.

Kommentar: "Der Anfang vom Ende von Rot-Grün"

28. Oktober 2012

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In einem Satz


Die Volksinitiative "Sichere Velorouten in Basel-Stadt" ist am 24. Juni mit 3'176 beglaubigten Unterschriften bei der Basler Staatskanzlei eingereicht worden.

Claraspital-Direktor Peter Eichenberger wird per Jahresende Nachfolger von Fritz Jenny als Präsident des Verwaltungsrats der "Rehab Basel".

Nach 12 Jahren als Delegierte des Vorstands trat Ruth Ludwig-Hagemann an der GGG-Mitgliederversammlung vom 16. Juni zurück; als Nachfolger wurde David Andreetti gewählt.

Markus Leuenberger wird ab  August 2023 neuer Rektor des Gymnasiums Laufental-Thierstein und damit Nachfolger von Isidor Huber, der in Pension gehen wird.

Andreas Eggimann, Chief Digital & Information Officer (CDIO) und Mitglied des Executive Board der MCH Group verlässt das Unternehmen im Verlaufe des Sommers.

Der Liestal Gymnasiums-Rektor Thomas Rätz wird im Sommer 2023 in Pension gehen, worauf die bisherigen Konrektoren Urban Kessler und Andreas Langlotz seine Nachfolge als Co-Rektoren antreten werden.

Die Basler Regierung hat die Wohnschutzkommission gewählt: Rico Michael Maritz (vorsitzender Präsident), Béatrice Elisabeth Müller Schnürle, Piotr Franciszek Brzoza (Präsidium); Vera Gruber, Felix Spiegel, und Markus Anderegg (Vermietende); Beat Leuthardt (Mieterschaft); Martin Schlatter (Schreiber).

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) des Basler Grossen Rates unterstützt die Beteiligung des Kantons Basel-Stadt an einer Kapitalerhöhung der MCH Group AG, wie es die Regierung vorschlägt.

Die künftige Direktorin des Basler Waisenhauses ist Anita Conrad, die auf den Ende November 2023 persionierten Uli Hammler folgt.

In der Gemeinderats-Ersatzwahl in Füllinsdorf wurde Christoph Keigel als Kandidat der Ortspartei "Pro Füllinsdorf" und Nachfolger des verstorbenen Beat Keller gewählt.

Die Initiative zum Bau einer neuen Stadthalle für Liestal ist bei einer Stimmbeteiligung von 44 Prozent mit einer Mehrheit von fast 69 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt worden.

Einen Unterstützungsbeitrag in Höhe von 25'000 Franken aus dem Swisslos-Fonds hat die Basler Regierung dem türkisch-islamischen Sozial- und Kulturverein an die Infrastruktur von Küche und Aufenthaltsraum am Leimgrubenweg bewilligt.

Lukas Fischler wird neuer Chefarzt Anästhesie, Chief Medical Officer und Mitglied der Geschäftsleitung der Merian Iselin Klinik.

Der bei der Basler Zeitung in Ungnade gefallene Lokalredaktor Daniel Wahl ist in Markus Somms Nebelspalter untergekommen.

Die Gemeinde Reinach budgetierte war ein Defizit von 9,2 Millionen Franken, herausgekommen ist ein Verlust von 440'000 Franken.

Samuel Meyer, Leiter des Geschäftsbereichs Vertrieb der Bank Cler, wird per 1. Mai neuer CEO und Nachfolger von Mariateresa Vacalli.

Bei einem budgetierten Defizit von 5,7 Millionen Franken schliesst die Liestaler Rechnung 2021 nun ausgeglichen ab "dank höherer Steuereinnahmen und tieferen Sozialhilfekosten als erwartet".


Susanne Fisch und Noé Pollheimer sind die Nachfolgenden von Martin Leschhorn Strebel im Präsidium der SP Riehen.


Marc-Oliver Möller wird am 1. August neuer der Zentralen Dienste im Basler Erziehungsdepartement und Nachfolger von Thomas Riedtmann, der im Sommer pensioniert wird.

Der frühere Basler Regierungsrat Baschi Dürr (45) wird Verwaltungsrat bei der Sicherheitsfirma Pantex.

Die Findungskommission für die Direktion des Historischen Museums Basel ab 1. Mai 2024 ist konstituiert und nimmt ihre Arbeit auf, während der Vertrag mit dem interimistischen Direktor Marc Zehntner bis Ende April 2024 verlängert wurde.

Anstelle des zurücktretenden André Auderset soll Anita Treml Nidecker (64) das Präsidium der "Interessen-Gemeinschaft Kleinbasel" (IGK) übernehmen.

Die 35-jährige Zahnärztin Anja von Büren wird per 25. April 2022 neue Baselbieter Kantonszahnärztin und Leiterin des Kantonszahnärztlichen Dienstes im Amt für Gesundheit – als Nachfogerin von Ludmilla Strickler, die in Pension geht.

Für die zurücktretende Grossrätin Grüne Marianne Hazenkamp-von Arx (Riehen) rückt Béla Bartha nach.

In Riehen steigen EVP, Grüne und SP im dritten Wahlgang der Gemeinderatswahlen vom 24. April mit Daniele Agnolazza (EVP) ins Rennen.

Wegen massiven Preissteigerungen der letzten Monate an den internationalen Energiemärkten bei Gas sowie laufenden Investitionen in die CO2-Neutralität erhöhen die IWB die Fernwärmetarife ab 1. April um 12,25 Prozent.