© Foto by OnlineReports.ch
"Wir sind keine Bank": Basler Energieversorger Thiel

"Wir überlegen uns, im Solar-Bereich Generalunternehmer zu werden"

IWB-Chef David Thiel zum Umbau des Basler Energieversorgers zum Energiedienstleister


Von Peter Knechtli und Marc Gusewski


Der Basler Energieversorger IWB steht in einer grundlegenden Änderung seines Geschäftsmodells: CEO David Thiel (50) sagt im OnlineReports-Interview, das Unternehmen überlege sich, im Solarbereich zum Generalunternehmer zu werden. Auch verteidigt er den Basler Alleingang auf dem Weg zur "Smart City": Arbeitsplätze und Knowhow sollen in Basel bleiben, statt ins Silcon Valley abzuwandern.


OnlineReports: Wie hat sich das Geschäftsmodell der IWB seit Ihrem Amtsantritt Anfang März 2008 gegenüber der Ära Schumacher verändert?

David Thiel: Wesentlich ist die Ausgliederung von IWB, die uns 2010 zu einem selbständigen, handlungsfähigen Unternehmen machte. Zuvor waren wir eine Amtsstelle des Kantons. Wir erhielten mehr Kompetenzen bei den Ausgaben – die Limite stieg von 300'000 auf 30 Millionen Franken. Wir erhielten aber auch mehr Kontrolle, wurden unternehmerisch und finanziell transparent. Dazu kamen der Bau des Glasfasernetzes, die Teilmarktöffnungen im Strom- und Gasbereich sowie die Digitalisierung.

OnlineReports: Haben Sie ein schweres Erbe angetreten?

Thiel: Nein, ich konnte von den Vorarbeiten meiner Vorgänger profitieren.

OnlineReports: Aber nach dem Weggang von Edi Schumacher gingen viele Kaderleute.

Thiel: Wenn ein neuer Chef kommt, gibt es neue Ziele und entsprechende Veränderungen, auch in der Entourage. Ich bin sehr stolz auf meine Kader, die engagiert, mit Fachkompetenz und Herzblut ihre Verantwortung tragen.

OnlineReports: Die IWB stecken mitten in der Transformation vom Stromversorger zum Dienstleister – wo genau?

Thiel: Auf einer Skala von eins bis zehn stehen wir heute etwa bei vier. Von der Energieversorgung allein wird man nicht mehr leben können. Erforderlich ist vielmehr eine breite Dienstleistungs-Palette, die eine wirtschaftlich rentable Abstützung ermöglicht. Wir haben drei Geschäftssparten: erstens die Energieproduktion, zweitens den Netzbetrieb für Strom, Wärme, Telekommunikation und Wasser und drittens die Dienstleistungen. Im Energiebereich leiden wir unter der schwierigen Preissituation in Europa. Wir haben aber viele neue Tätigkeiten erfolgreich aufgebaut wie erneuerbare Energien in Europa mit unserem Windpark-Portfolio.


"Heute benötigen wir einen Rechtsdienst
mit acht Anwälten."


OnlineReports:
Worin besteht die aktuell grösste Herausforderung Ihres Unternehmens?

Thiel: Bei den drei D’s: Die Digitalisierung, die von uns eine grundlegende Neuausrichtung verlangt, die Dezentralisierung und die Dekarbonisierung ...

OnlineReports: ... also der vollständige Verzicht auf fossile Energie. Haben sich dabei die staatlichen Vorgaben oder die unternehmerische Freiheit verstärkt?

Thiel: Beides. Die Regulation hat sich stark entwickelt und beschäftigt uns intensiv. Als ich hier begann, hatten wir eine 50 Prozent-Juristenstelle. Heute benötigen wir einen Rechtsdienst mit acht Anwälten.

OnlineReports: Der Energiekonsument wird mehr und mehr zum Energieproduzenten. Was bedeutet das für die IWB?

Thiel: Die Digitalisierung und Dezentralisierung der Energieversorgung führen dazu, dass heute immer mehr Kunden ihre solare Eigenproduktion selbst in die Hand nehmen können. Vor fünf oder zehn Jahren war das noch nicht so. Mit der "Strategie Smart IWB 2020" wollen wir sicherstellen, dass IWB auch morgen noch gebraucht werden. Wir richten uns auf eine grundlegend neue Energieversorgung aus: der smarten, integrierten Versorgung.

OnlineReports: Mit welcher Geschäftssparte machen die IWB am meisten Geld?

Thiel: Mit den Stromnetzen, dem Gasgeschäft und mit der Fernwärme.

OnlineReports: Bis in 15 Jahren fällt in Basel ein Absatzmarkt für 10'000 Gasheizungen weg. Welche Alternativen sollen die Lücke schliessen?

Thiel: Wir streben eine erneuerbare Vollversorgung an. Beim Strom sind wir schon so weit, bei Gas und Wärme noch nicht. Wir möchten die fossilen Heizungen durch neue Lösungen ersetzen, seien es Wärmepumpen, der Ausbau der Fernwärme oder Biogas. Gleichzeitig wollen wir die gesamten Systeme optimieren.

OnlineReports: Die Basler Fernwärme muss bis 2020 zu 80 Prozent CO2-neutral sei. Wird dieses Ziel mühelos erreicht werden?

Thiel: Nein, aber wenn es keine Probleme mit Technik oder Bewilligungen gibt, sollte es erreichbar sein.


"Viele Kunden wollen ihre Gasheizungen
nicht einfach abstellen."


OnlineReports:
Bis wann stammt auch die Wärmeversorgung der IWB zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie?

Thiel: Laut dem neuen Basler Energiegesetz muss bis 2050 der jährliche CO2-Ausstoss pro Person auf eine Tonne reduziert werden. Wir wollen dem Basler Endkunden dazu eine aktive Hilfestellung leisten und zu den Vorreitern gehören. Dabei müssen wir aber die Balance von unternehmerischer Werthaltigkeit des Gasnetzes und politischer Opportunität erreichen. Das ist schwierig, weil es in Basel viele Kunden gibt, die zum Beispiel ihre Gasheizungen nicht einfach abstellen wollen. Wenn wir dieses Ziel schnell erreichen wollen, müssen wir den Kunden reale Alternativen bieten können.

OnlineReports: Nun hören wir von Basler Energiepolitikern, dieser Prozess könnte bei den IWB beschleunigt werden.

Thiel: Fragen Sie einmal Energieministerin Doris Leuthard nach dem innovativsten Energieversorgungs-Unternehmen der Schweiz, dann zeigt sie nach Basel und zu uns.

OnlineReports: Im Benchmarking-Bericht des Bundes vom November 2016 liegt Basel nach Zürich, Genf Biel, Schaffhausen und Erstfeld allerdings erst an sechster Stelle.

Thiel: Dieser Bericht enthält viele Kriterien, die wenig zu tun haben mit einer Innovationskraft und der Ausrichtung eines Unternehmens.

OnlineReports: In Basel steigen die Netzkosten – wieso?

Thiel: IWB gehört schweizweit zu den Anbietern mit den tiefsten Netzkosten. Aber wir müssen unsere Netze stets unterhalten und weiter finanzieren können.

OnlineReports: Sie haben vor einigen Jahren beklagt, das Stromnetz sei in einem desolaten Zustand. Gilt das nicht mehr?

Thiel: Ich habe gesagt, dass wir unser Netz in verschiedenen Bereichen stark erneuern müssen ...

OnlineReports: ... Baudirektor Hans-Peter Wessels zeigte uns 2013 ein marodes Stück Stromleitung aus dem Spalenberg ...

Thiel: ... dasselbe gilt für das Wassernetz, das mittlerweile auch alt ist.

OnlineReports: Haben da auch die Vorgänger Unterlassungen begangen?

Thiel: Das hat weniger mit meinen Vorgängern als mit der damaligen Rechtsform von IWB zu tun. Aber dank moderner Technologie kennen wir heute den Zustand praktisch jedes Zentimeters im Netz. Wir können so gezielter planen.


"Ein grosser Teil der Solaranlagen
funktioniert suboptimal bis schlecht."


OnlineReports:
Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich unterstützt den Bau von privaten Solaranlagen massiv, wieso nicht die IWB?

Thiel: Basel-Stadt kennt die höchste Rückliefervergütung in der Schweiz. Davon profitieren Private, die auf dem Kantonsgebiet eine Photovoltaik-Anlage besitzen. Zusätzlich bieten wir Dienstleistungen rund um den Betrieb von Solaranlagen an. Auch überlegen wir uns, inwiefern wir in diesem Bereich zum Generalunternehmer werden wollen.

OnlineReports: Hören wir richtig: Die IWB als Solar-Unternehmung?

Thiel: Sagen wir es einmal so: Wir sind ein erfolgreiches Energieversorgung-Unternehmen mit vielen Kompetenzen – und vieles ist möglich.

OnlineReports: Und wenn Sie nicht ganz so weit gehen wollen?

Thiel: Dann möchten wir sicherlich die Anbieter und Nachfrager auf einem digitalen Marktplatz zusammenbringen. So könnten sich Kunden rasch einen Überblick über Angebote, Kosten, Unterstützungsmöglichkeiten und Dienstleistungen von IWB verschaffen. Wir wissen auch, dass ein grosser Teil der Solaranlagen suboptimal bis schlecht funktioniert. Hier können wir  die Funktion dieser Anlagen testen und Optimierungen anbieten.

OnlineReports: Weshalb funktionieren viele Anlagen schlecht?

Thiel: Oft liegen die Ursachen bei der mangelhaften Planung und Ausführung oder im Betrieb. Staub, Verunreinigungen oder Schattenwurf durch Pflanzen können die Ausbeute empfindlich schmälern. Wir können die Kunden gezielt auf solche Mängel aufmerksam machen und diese auch beheben. Von der Tradition her sind wir ein zentral orientierter Energieversorger. In Zukunft werden wir uns immer mehr in der dezentralen Energieversorgung bewegen und neue Kompetenzen aufbauen.


"Nant de Drance ist für die IWB
ein absolutes Muss."


OnlineReports:
Die IWB haben aber auch in grosse Pumpspeicher-Kraftwerke investiert.

Thiel: Aus einer systemischen Gesamtsicht sind hier durchaus Verbindungen möglich. Mit überschüssigem Photovoltaik-Strom kann turbiniertes Wasser wieder in die Stauseen hochgepumpt werden.

OnlineReports: Wegen belastender Energiebezugs-Verträge mit Grosswasserkraftwerken, zu denen auch das Pumpspeicher-Kraftwerk Nant de Drance im Wallis zählt, haben die IWB im Geschäftsjahr 2015 vorsorglich Rückstellungen in der Höhe von 120 Millionen Franken gebildet. War dies angezeigt?

Thiel: Ja, sicher. Und die Situation ist noch nicht entspannt. Das Problem der Schweizer Wasserkraft ist weiterhin ungelöst. Aber eine Energiewende funktioniert nur mit grossen Speichern, weil erneuerbare Energie aus Wind und Sonne nicht einfach auf Knopfdruck produziert werden können.

OnlineReports: Ist die Pumpspeicherung nicht überholt?

Thiel: Nein. Von allen erprobten Speichertechnologien, die heute im kommerziellen Einsatz stehen, haben Pumpspeicher den weitaus höchsten Wirkungsgrad. Auch eine dezentrale Versorgung braucht Backup-Kapazitäten. Wegen der strukturellen Marktverzerrungen in Europa sind Pumpspeicher-Kraftwerke heute nicht rentabel. Aber sie könnten – je nach Druck aus dem umliegenden Ausland – plötzlich höchst rentabel werden.

OnlineReports: Wenn es denn tatsächlich zu einer Verknappung oder einem Blackout kommt. Ist Nant de Drance für Basel nicht ein Fass ohne Boden?

Thiel: Nein. Nant de Drance ist zur Erfüllung des Versorgungsauftrags von IWB ein absolutes Muss. Wir müssen unsere Kunden mit Strom versorgen, wenn sie Strom benötigen. IWB ist der Basler Energieversorger. Wir sind keine Bank.

OnlineReports: Gingen Sie das Investment bei Nant de Drance heute nochmals ein?

Thiel: Sofort. Aber eben: nicht als Investment, sondern als Voraussetzung für eine sichere, erneuerbare Stromversorgung von Basel.


"Die Basler Arbeitsplätze sollen
nicht ins Silicon Valley abwandern."


OnlineReports:
Sie haben vor bald drei Jahren mit den Arbeiten an der Strategie "Smart IWB 2020" begonnen. Wie viele Smart Meter – also leistungsfähige digitale Strommessgeräte – sind installiert?

Thiel: Wir haben heute schon über 50'000 von rund 135'000 Energiezählern auf intelligente, fernauslesbare Zähler umgestellt. Das entspricht einem Anteil von 37 Prozent und ist schweizweit ein Spitzenwert. Wir können damit die Kosten für die Zählerauslesung massiv senken, das Inkasso ferngesteuert abwickeln sowie den Unterhalt und den Ausbau unserer Netze, wozu wir jährlich hundert Millionen Franken investieren, viel besser prognostizieren.

OnlineReports: Das nützt den IWB, aber nicht den Kunden.

Thiel: In einem nächsten Schritt werden wir den Kunden ganz neue Anwendungen anbieten.

OnlineReports: Letzten Herbst wurde der Verein "Smart Regio Basel" für intelligente digitale Anwendungen gegründet. Sie sagten: "Wir machen es selbst, bevor es ein Multi macht". Aber macht es Sinn, wenn jedes Stadtwerk eigene Lösungen entwickelt? Sollte nicht eine grössere Organisation wie der Stadtwerke-Verbund "Swisspower" die Federführung übernehmen?

Thiel: Die Städte müssen sich überlegen, welche Rolle sie in einer digitalen Welt übernehmen werden und welchen Nutzen sie bieten können. Auch Basel muss dafür sorgen, dass die Arbeitsplätze nichts ins Silicon Valley abwandern, sondern dass dank Digitalisierung und Vernetzung in unserer Region ein Mehrwert geschaffen und genutzt werden kann.

OnlineReports: Nochmals: Ginge es im Verbund nicht einfacher?

Thiel: Jede Stadt ist anders und jede Stadt braucht ihre eigenen individuellen Lösungen. Vor allem brauchen wir zum Aufbau der "Smart City" keine weiteren Energieversorger, denn es geht hier um ein gesamtgesellschaftliches Thema. So ist erst vor kurzem die Schweizerische Post als neues Mitglied zum Verein "Smart Regio Basel" gestossen und bringt ganz andere Kompetenzen wie die Logistik oder die Mobilität ein.


"Wir setzen alles daran, nicht in den
globalen Daten-Sumpf zu fallen."


OnlineReports:
Warum nicht mit Daten-Multi Google zusammenarbeiten?

Thiel: Google hat das Interesse an einer globalen Datenvernetzung, aber kein Interesse an Basel. Wir als IWB, die dem Kanton Basel-Stadt gehören, vertreten die Interessen der Region. Wir setzen alles daran, Rezepte zu finden, um in der digitalen Welt nicht in den globalen Daten-Sumpf zu fallen. Vielmehr wollen wir unsere regionalen Daten so stricken, dass sie einen maximalen Mehrwert für die Nutzerinnen und Nutzer in der Region bringen.

OnlineReports: Der Verein verfügt über ein Jahresbudget in Höhe von 25'000 Franken. Das ist nicht gerade berauschend.

Thiel: "Smart Regio Basel" ist ein Start-up. Start-ups sind bei der Gründung klein und müssen dann wachsen oder sie verschwinden wieder. Wir planen, das Vereinsbudget mit den wachsenden Tätigkeiten schrittweise auszubauen.

OnlineReports: Ist die "Smart Regio Basel" auch ein PR-Vehikel?

Thiel: Nein. Hier soll ein neuer digitaler Marktplatz entstehen, den jemand verwalten muss. Wir von IWB sehen unsere Rolle als Anbieter der digitalen Infrastruktur, des digitalen Service public. Wir könnten zum Beispiel für den Betrieb eines WLAN oder für die Datensicherheit sorgen. Im Gegensatz zu Google unterstehen wir dem kantonalen Datenschutz. Unsere Daten werden lesesicher über Glasfaser übermittelt und hier am Sitz von IWB gespeichert – und nicht in Manchester oder New York.

OnlineReports: Die IWB kündigten 2004 die "Basler Datenautobahn" an. Wie weit ist Basel mit Glasfaser erschlossen?

Thiel: Wir sind mittlerweile sehr weit. Ende 2016 waren bereits 97‘000 Nutzungseinheiten erschlossen, also anschlussbereit. Das entspricht über 83 Prozent des Endausbaus.

OnlineReports: Nach früheren Plänen hätte das Projekt dieses Jahr abgeschlossen sein sollen.

Thiel: Das stimmt. Aber wir mussten den Ausbau etwas verlangsamen, damit wir das Netz mit unserem Kooperationspartner Swisscom symmetrisch ausbauen konnten.


"Wir haben noch riesigen Optimierungsbedarf mit
dem intelligenten Steuern von Heizungen."


OnlineReports:
Basler Energiepolitikern geht die Smart-Anwendung zu schleppend voran. Mit der Impuls-Steuerung von Heizungen könnte massiv Energie gespart werden, heisst es. Die Technologie im Markt werde angeboten, nur müssten mehr innovative Unternehmen gegründet werden.

Thiel: Wir haben ja noch Zeit bis 2020. Aber Sie haben recht: Wir haben noch riesigen Optimierungsbedarf mit dem intelligenten Steuern von Heizungen. Wir sind jetzt daran, mit unseren Spezialisten Daten zu generieren und digitale Kompetenzen für Dienstleistungen aufzubauen.

OnlineReports: Statt Dienstleistungen und Produkte anzubieten, sagen Kritiker, seien die IWB immer noch zu stark auf den Verkauf von Energie ausgerichtet.

Thiel: Der reine Energieverkauf wird bei IWB künftig nur noch einen kleinen Teil ausmachen. An seine Stelle treten Dienstleistungen – etwa in der Beratung für Installation, Optimierung, Steuerung und Betrieb von unterschiedlichen Anlagen. Hier besteht eine Marktlücke. Hier kann man Geld verdienen.

OnlineReports: Konkurrenzieren Sie damit nicht das lokale Installationsgewerbe?

Thiel: Nein. Wir fokussieren uns auf neue, datenbasierte Dienstleistungen. Hier werden wir komplementär zum lokalen Installationsgewerbe die Kunden unterstützen.

OnlineReports: Die Kunden wollen tendenziell autark werden.

Thiel: Deshalb müssen wir mit den Kunden gehen, sonst gehen die Kunden ohne uns.

OnlineReports: Der WWF steht den IWB als Partner mit globalem Knowhow und disruptiver Prozessbegleiter bezüglich Nachhaltigkeit zur Verfügung. Was ist bisher daraus geworden?

Thiel: Wir sind das erste und bislang einzige Energieversorgungsunternehmen, mit dem der WWF Schweiz eine Partnerschaft unterhält.

OnlineReports: Gibt es schon ein konkretes Anwendungs-Beispiel?

Thiel: Wir arbeiten beispielsweise gemeinsam an neuen Angeboten und Geschäftsideen in den Bereichen Biogas und Energieeffizienz. Zudem prüfen wir die strengere Zertifizierung von einzelnen Anlagen und Kraftwerken auf Basis von Nachhaltigkeitskriterien.


"Die Elektromobilität wird ein zentraler
Treiber für Grossinvestitionen werden."


OnlineReports:
Wo werden die IWB in 20 Jahren stehen?

Thiel: Wir werden in einer klassischen und einer digitalen Versorgungswelt stehen und den Kunden eine moderne, sichere und ökologische Versorgung bieten, was entscheidend zur Lebensqualität in unserer Region beiträgt.

OnlineReports: Wo stehen die grössten Investitionen an?

Thiel: Im Umbau der Strom-, Gas- und Fernwärmenetze, die es für die Energiewende benötigen wird. Die Elektromobilität wird ein zentraler Treiber für Grossinvestitionen in die Verteilnetze werden. Im Erdgasbereich stehen ebenso Investitionen anstehen. Das "Solarkraftwerk Basel" wird dereinst bei günstigen Verhältnissen überschüssigen Strom produzieren, den wir möglicherweise methanisieren und im Gasnetz speichern können. Teile des Gasnetzes werden gezielt zurückgebaut. Überdies wird das Basler Fernwärmenetz stark ausgebaut – nicht nur dank des zweiten Holzkraftwerks, das wir nun bauen. Sondern auch, weil so viele Kunden wie möglich an das Fernwärmenetz heranführen.

OnlineReports: Vor Jahren war die Rede von verstärkter Kooperation mit EBL und EBM. Was ist daraus geworden. Viel ist daraus nicht geworden.

Thiel: In der Region arbeiten wir zusammen, wo es technisch angebracht und im Interesse der drei Versorgungsunternehmen ist, etwa beim Netzbetrieb oder der Windkraft. Im Übrigen sind EBL und EBM genossenschaftlich organisiert, während IWB dem Staat gehört. Ein Zusammengehen würde entweder eine Verstaatlichung der beiden Baselbieter Versorger oder eine Privatisierung von IWB bedeuten. Beides erachte ich als unwahrscheinlich.

OnlineReports: Sie sind vor einem Jahr Vater eines Mädchens geworden. Wie lange wollen Sie diesen Job bei den IWB noch machen?

Thiel: Solange es mir Freude macht und ich einen Mehrwert bieten kann.

OnlineReports: Möchten Sie bis zur Pensionierung bleiben?

Thiel: Das kann ich mir vorstellen, aber ich kann mir auch Anderes vorstellen.

29. März 2017

Weiterführende Links:


 Ihre Meinung zu diesem Artikel
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)

Weitere aktuelle News

News

Basel Enuu-Elektro-Wägeli: "Pro Velo" meldet Vorbehalte an
Sissach Zeugen gesucht: Polizei-Video zeigt Geisterfahrer
Basel Zweiter Anlauf: Madörin und Gloor schuldig gesprochen
Basel 22-Jähriger nach Verfolgungsjagd durch die Stadt verhaftet
Basel Junger Schweizer Schläger von der Polizei überwältigt
Basel Vier Aggressoren griffen in blauen Handschuhen an
Füllinsdorf Ausländer-Trio nach Wohnwagen-Klau verhaftet

www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Innerhalb von weniger als zehn Jahren brannte es in der Auto-Einstellhalle Im Hirshalm, in Riehen."

Peter A. Vogt
SVP-Einwohnerrat Riehen
in einer Medienmitteilung
vom 29. September 2020
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Gute Bilanz. In andern Einstellhallen brennt es innerhalb von Sekunden.

Frisch pubertiert

Bitte so lange wie möglich

RückSpiegel

 

Bajour schreibt, die Berichte von OnlineReports zur Baselbieter Velobahn-Affäre gefielen ihr "am besten".

In ihrem Kommentar über staatliche Medienförderung geht Prime News auf das über zwanzigjährige Bestehen von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung und die BZ zitierten in ihren Berichten über das Velobahn-Amigo-Geschäft von Klaus Kirchmayr und Isaac Reber ausführlich aus OnlineReports.

In ihrem Bericht über die Umgestaltung der Basler Meriangärten nimmt die BZ auf eine zuvor erschienene OnlineReports-Recherche Bezug.

Die Badische Zeitung zitierte in ihrer Vorwahl-Analyse der Basler Regierungs-Wahlen aus einem OnlineReports-Kommentar.

In der BZ-Kolumne nahm Daniel Wiener Bezug auf den OnlineReports-Kommentar über den Macht-Poker um die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann.

In ihrem Leitartikel über den Zustand des Kantons Basel-Stadt zitierte die BZ aus dem OnlineReports-Interview mit Michael Hug.

Die BZ nahm die OnlineReports-Geschichte über den Abbruch des Hauses an der Basler Rufacherstrasse 73 auf. Die Basler Zeitung verzichtete auf eine Quellennennung.

Die BZ nahm die OnlineReports-Story über eine umstrittene Eichen-Fällung auf.

In ihrer News über das Debakel um die Wahl des Gemeindepräsidenten in Schönenbuch nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Artikel über die Kandidatensuche der Basler SVP auf ein Interview in OnlineReports.

In ihrem Beitrag über den Protest gegen das "General Sutter"-Denkmal in Rünenberg nahm die BZ auf OnlineReports Bezug.

Die BZ zog die OnlineReports-News über den Rücktritt von Beat Jans als IWB-Verwaltungsrat nach.

Auch das Regionaljournal zog die OnlineReports-Geschichte über Probleme in den Familiengärten nach, verzichtete aber vornehm auf eine Quellenangabe.

Die BZ nahm die OnlineReports-Recherche über die erneute Schliessung der Familiengärten an der Landesgrenze auf.

Die BZ nahm die OnlineReports-Nachricht über die Berufung des Staatsanwalts im Fall der FCZ-Schlägerei im Lehenmattquartier auf.

Das Regionaljournal griff die OnlineReports-Geschichte über Kurzarbeit bei BaZ und BZ auf.

Die BZ nahm die OnlineReports-Nachricht über die Stadtpräsidenten-Ambition von Kantonsspital-CEO Jürg Aebi auf.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Story über den anstehenden Gerichtsfall zum Rothenflüher Blechpolizisten-Sprenger auf.

In ihrem Basler Medien-Epos nahm die Medienwoche auch auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung, Prime News und die BZ berichteten unter Berufung auf OnlineReports über Adrian Plachesis Abgang bei Telebasel.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Die Stadt Liestal hat die Einführung eines Ortsbusses namentlich in den Quartieren Sichtern und Langhag/Hanro mit 2'246 Ja-Stimmen gegen 2'717 Nein-Stimmen deutlich abgelehnt.
 

Binningen hat die SP-Initaitive gegen den Verkauf von gemeindeeigenem Boden mit  2'823 Ja gegen 2'809 Nein hauchdünn angenommen.

Münchenstein hat der Quartierplanung "Spenglerpark" mit dem 100 Meter hohen Hochhaus mit einem Ja- Anteil von 58 Prozent zugestimmt.

Der Deutsche Florian Röthlingshöfer wird neuer Direktor der Schweizerischen Rheinhäfen und Nachfolger von Hans-Peter Hadorn, der Ende Jahr abtreten wird.

Patricia von Falkenstein, die Präsidentin der Liberalen LDP, wird als Nachfolgerin von Helmut Hersberger neue Präsidentin des Hauseigentümer-Verbandes Basel-Stadt.

Roman Brunner (Muttenz) wird per 1. November 2020 neuer Präsident der Baselbieter SP-Landratsfraktion als Nachfolger von Miriam Locher, die sich für das Amt der Parteipräsidentin bewirbt.

Dem Enkeltrickgewerbe fielen in Basel kürzlich Beträge von 15'000 und 4'000 Franken in die Hände, während ein happiger Beutezug von 80'000 Franken misslang.

Der FC Basel und sein Captain Valentin Stocker verlängern den Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre bis im Sommer 2023 – mit einer Option auf ein weiteres Jahr.

Im vergangenen Sommer lagen die Ozon-Konzentrationen in der Region Basel zwar tiefer als im Vorjahr, aber immer noch deutlich über den Grenzwerten der Luftreinhalte-Verordnung.

Mit zusätzlichen Städtepartnerschaften mit Abidjan (Elfenbeinküste) und einer Stadt in einem Erstfluchtland im Nahen Osten will die Basler Regierung "ein Zeichen der Solidarität setzen".

Teilerwerbstätigen Beziehenden von Ergänzungsleistungen und Beziehenden von Ergänzungsleistungen, die zu einer medizinischen Behandlung fahren, werden im Baselbiet die Kosten für Schutzmasken mit pauschal 30 Franken vergütet.

Ralph Lewin und Andreas Sturm stellen sich nach über zehnjähriger Amtszeit nicht mehr für eine Wiederwahl für die nächste Amtsperiode im Bankrat der Basler Kantonalbank zur Verfügung.

Die auslaufenden Verträge von Cheftrainer Marcel Koller und den Assistenztrainern Thomas Janeschitz und Carlos Bernegger mit dem FC Basel werden "im gemeinsamen Einvernehmen" nicht verlängert.

Die auf Gebäudetechnik und Energiekonzepte spezialisierte Rapp Gebäudetechnik AG plant die Konzentration ihrer Geschäftstätigkeit am Standort Münchenstein und erwägt die Schliessung ihrer beiden Filialen in Lausanne und Genf.

Der Baselbieter Landrat wird vorläufig – mindestens bis zu den Herbstferien – weiterhin im Basler Kongresszentrum tagen, wie die Geschäftsleitung beschlossen hat.

Der Kanton Basel-Stadt unterstützt über den Pendlerfonds das Veloverleihsystem Basel mit 2,15 Millionen Franken.

Wegen der Corona-Situation haben der Gewerbeverband und das Erziehungsdepartement entschieden, die 8. Basler Berufs- und Weiterbildungsmesse  vom 15. bis 17. Oktober nicht durchzuführen.

Auf der A2 bei Birsfelden wurde in der Nacht des 3. August ein in der Region wohnhafter Italiener als Raser erwischt, der bei erlaubten 80 mit 140 Stundenkilometern in Richtung Bern/Luzern unterwegs war.

Der Kanton Basel-Stadt, die IWB und Pro Innerstadt Basel gaben heute den offiziellen Startschuss für die Erneuerung der Freien Strasse und der angrenzenden Gassen.

Weil bei Bauarbeiten am Hochbergerplatz ein Stromkabel durchtrennt wurde, kam es am 30. Juli kurz vor 7.30 Uhr in Teilen von Kleinhüningen zu einem Stromunterbruch.

Die Friedhöfe Basel schreiben die Dienstleistungen für die Einsargung und die Überführung von Verstorbenen im Rahmen der unentgeltlichen Bestattung neu aus.

Die Universität Basel hat entschieden, ihren Dies academicus auf Grund der Corona-Pandemie nicht durchzuführen.

Die Baselbieter Corona-Abklärungs- und Teststation befindet sich neuerdings im Spenglerpark in Münchenstein.

Daniela Martin wird neue Geschäftsführerin der Basel Sinfonietta.

Am 8. Juli wurde im Basler Rathaus die Initiative für echten Wohnschutz und das Referendum gegen das "mieterfeindliche Nichtwohnschutzgesetz" eingereicht.

Mit über 4'000 Unterschriften ist in Basel-Stadt das Referendum gegen den umstrittenen Bau des Hafenbeckens 3 zustande gekommen, so dass es am 29. November zur Volksabstimmung kommt.

2. Juli: Einreichung der Initiative "Basel baut Zukunft", die 50 Prozent gemeinnützigen Wohn- und Gewerberaum auf Transformations-Arealen verlangt.

Niggi Rechsteiner übernimmt die Geschäftsführung der Basler "Stiftung Sucht" und folgt damit auf Francesco Castelli, der die Stiftung während neun Jahren geführt hat.

Jeanne Locher, seit 2016 Vizepräsidentin des Gemeinderates, ist mit 1'276 Stimmen neue Gemeindepräsidentin von Münchenstein, während Herausforderer Daniel Altermatt (GLP) auf 906 Stimmen kam.

Eveline Sprecher (SP) wurde in Aesch mit 1'087 Stimmen zur Gemeindepräsidentin gewählt, wobei FDP-Gemeinderat Stephan Hohl 726 Stimmen und Andreas Spindler (SVP) 305 stimmen erzielte.

In Allschwil setzte sich FDP-Gemeindepräsidentin Nicole Nüssli mit 2'989 Stimmen klar gegen Gemeinderat Christoph Morat (SP) durch, der 1'696 Stimmen erzielte.

Mike Keller (FDP) bleibt mit 2'162 Stimmen Binninger Gemeindepräsident; seine grüne Herausforderin, Landrätin Rahel Bänziger Keel, kam auf 1'140 Stimmen.