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"Ich kann es nicht starten": Kundin Biedermann, Beraterin Fink

Die Befreiung aus der Verzweiflung am Bildschirm: Freiwillige helfen

Laptop, Handy, Tablet: Das Gratis-Angebot "Digi-Coach" der GGG unterstützt bei niederschwelligen Problemen


Von Peter Knechtli


Welcher durchschnittliche Handy- oder Laptop-Anwender kennt es nicht: Man steht wie der Esel am Berg und vertrödelt mit wachsender Frustration Stunden mit einem Problem, ohne dass eine Lösung in Sicht wäre. Dagegen hilft in Basel "Digi Coach", ein Gratisangebot der GGG Stadtbibliotheken.


Die Uhr tickt – und man kommt keinen Schritt weiter, sondern vergeudet Stunden im hoffnungslosen Selbstversuch: Weshalb kann der externe Lautsprecher über Bluetooth nicht mehr angesteuert werden? Warum immer dieselbe Fehlermeldung, ohne dass sie einen Lösungsvorschlag anbietet? Weshalb springt mein Cursor während des Schreibens plötzlich an eine andere Stelle mitten im Text?

Wer nicht die freundschaftliche Hilfe aus dem Umfeld von Familie oder aus der Bekanntschaft in Anspruch nehmen kann, scheut sich angesichts der hohen Service-Preise professioneller Anbieter, ihnen die Behebung des Problems zu überlassen.

Kostenlose Digital-Beratung

Es gibt aber im niederschwelligen Bereich auch sehr attraktive Unterstützungs-Angebote, ohne einen tiefen Griff in den Geldbeutel machen zu müssen: Die Basler GGG Stadtbibliothek offeriert mit ihrem Angebot "Digi Coach" eine kostenlose Hilfe an, wenn es um Probleme mit digitalen Geräten geht.

Wir sitzen in einer Eingangs-Ecke der Stadtbibliothek, wo Michèle Fink (65) gerade dabei ist, den Beratungs-Tisch samt Plexiglas-Trennscheibe mit Desinfektionsmittel zu reinigen. Sie erwartet Esther Biedermann (64), die heute noch freiwillige Springereinsätze in einem Altersheim leistet.

Die pensionierte gelernte Pflegefachfrau erscheint mit einem Laptop und einem Samsung-Tablet, das sie auf ihre Auslandreise mitnehmen möchte, das aber seinen Dienst versagt, wenn es um den Zugang ins Mail-Programm geht: "Ich kann es nicht starten."

Behutsam in des Pudels Kern

Die Beratung beginnt. Es geht zunächst darum, den Kern des Problems zu identifizieren, was gar nicht immer einfach ist: Wie soll eine Anwenderin den Weg in die Sackgasse mit den rchtigen Worten beschreiben, wenn sie selbst nicht weiss, wo das Problem liegt!

Beraterin Michèle Fink stellt behutsam Fragen, bis sie in des Pudels Kern vordringt: Anders als auf dem Laptop kann Kundin Biedermann ihren Mail-Account auf dem Tablet nicht mehr öffnen. Michèle Fink ist eine von 14 freiwilligen Digicoaches, die an diesem Tisch eine kostenlose Dienstleistung erbringen – darunter auch ein emeritierter Mathe-Professor, ein Werbeprofi, Informatiker, IT-Supporter und selbst der Leiter der Stadtbibliotheken.

"Ich bin ein Super-User"

Michèle Fink, gelernte Medizinische Praxisangestellte und am Ende ihrer Karriere war sie als Administrations-Leiterin des Friedhofs "Hörnli" auch für die spezielle Friedhofs-Software verantwortlich. "Ich bin ein Super-User", sagte sie zum Besuch von OnlineReports. "Den Ratsuchenden will ich Selbstvertrauen geben." Empathisch passt sie Niveau und Tempo der Beratung ihrem Gegenüber an, stellt die richtigen Fragen: "An mir ist ein Detektiv verloren gegegangen."

Schon im Jahr 1974 kam sie zum ersten Mal mit der sogenannten "EDV" (elektronische Datenverarbeitung) in Kontakt. Es kamen die ersten elektronischen Schreibmaschinen mit 5 1/4 Zoll Floppy-Disk, später die Digitalisierung von Architekturplänen.

Ob PC oder Mac, iPhone oder Android: Kaum etwas bringt sie aus der Ruhe. Ergänzende Informationen holt sie bei "Google" ab. Im Gespräch mit Frau Biedermann geht es Schritt für Schritt voran. Auf ihrem "Mac" testet die Beraterin, ob sie mit Name und Passwort ihrer Kundin den Zugang zur GMX-Webmail schafft, was gelingt. Doch das Tablet will nicht. Endlich aber klärt sich das Problem: Auf dem Tablet ist ein altes Passwort gespeichert.

Aufatmen in Minute 41

Michèle Fink gab bisher bewusst nun Handlungsanweisungen, die Operationen musste die Kundin selbst ausführe. Doch jetzt desinfiziert sie sich die Hände und geht rüber zu Frau Biedermann und packt selbst an.

Es ist Minute 41, als Helferin Fink sagt: "Voilà. Ihr Konto ist eingerichtet!" Esther Biedermann zieht vor Erleichterung und Anerkennung die Mundwinkel nach unten und sagt "Hoppla!"

Jetzt geht es um ein Testmail auf dem Tablet. Letzte Testfrage: "Wie gehen Sie vor, wenn Sie eine Mail schreiben wollen?"

Corona-Beschränkung

"Digi Coach" ist seit Dezember 2018 in Betrieb. Die Beratung ist täglich mit oder ohne Anmeldung möglich. Corona-bedingt ist die Dienstleistung derzeit auf Montag, Mittwoch und Samstag von 14 bis 17.30 Uhr auf den Schmiedenhof beschränkt (vgl. Kasten). Die Ratsuchenden sind häufiger Ü65 als U65, mehrheitlich sind es Frauen.

Frauen wie Esther Biedermann. Die Adressen sind mittlerweile synchronisiert. Nach rund einer Stunde steht sich auf, legt ein Zehnernötli in die Trinkgeld-Box und atmet auf: "Jetzt habe ich einen Riesenstein weniger – Danke!"
 

Info: www.ggg-digicoach.ch
 

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30. August 2020


Das Angebot




Unter Nicht-Corona-Bedingungen findet die Beratung am Montag (14-17.30 Uhr) in der Bibliothek Schmiedenhof statt. Die Hauptberatung leistet aber die Bibliothek Gundeldingen von Dienstag bis Freitag 14-17.30 Uhr) und am Samstag von 12-15 Uhr. Pandemie-bedingt beschränkt sich das Coaching derzeit auf den Schmiedenhof (siehe Text oben).

Hilfe geboten wird beispielsweise zu folgenden Fragen:

• Einrichten einer Mail-Adresse, Sicheres Bewegen im Internet, elektronische Bewerbung
• Fotos synchronisieren, Tickets lösen in den Apps des öffentlichen Verkehrs
• Umgang mit unbekanten Mails und Spam, Vorgehen bei vergessenen Passwörtern, Ausleihen und Lesen eines E-Books

Wer vertiefte Kenntnisse über die Computer-Anwendung sucht, findet sie ebenfalls kostenlos im Lernzentrum, das sich ebenso in den GGG-Stadtbibliotheken Schmiedenhof und Gundeldingen sowie in der Kantonsbibliothek Baselland in Liestal befindet. Zusammenarbeit mit der Volkshochschule beider Basel.

Telefon 061 269 86 66.
 


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"Die Petitionsstellenden sind der festen Überzeugung, dass der Gemeinderat von Muttenz in Kenntnis aller Fakten wohl kaum (...) die vorgesehene Zonenplanänderung bejahren (...) kann."

Verein Windstill
in einer Medienmitteilung
vom 30. September 2020
zum Windkraft-Projekt
in Muttenz
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Vielleicht kann sie sogar betagt werden.

RückSpiegel

 

Das SRF-Regionaljournal, die BZ, fasnacht.ch sowie LDP-Grossrat Michael Hug (Interpellation) nahmen die OnlineReports-Recherche über Lärmprobleme durch Trommler, Peiffer und Gugge in Kleinhüningen auf.

Bajour schreibt, die Berichte von OnlineReports zur Baselbieter Velobahn-Affäre gefielen ihr "am besten".

In ihrem Kommentar über staatliche Medienförderung geht Prime News auf das über zwanzigjährige Bestehen von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung und die BZ zitierten in ihren Berichten über das Velobahn-Amigo-Geschäft von Klaus Kirchmayr und Isaac Reber ausführlich aus OnlineReports.

In ihrem Bericht über die Umgestaltung der Basler Meriangärten nimmt die BZ auf eine zuvor erschienene OnlineReports-Recherche Bezug.

Die Badische Zeitung zitierte in ihrer Vorwahl-Analyse der Basler Regierungs-Wahlen aus einem OnlineReports-Kommentar.

In der BZ-Kolumne nahm Daniel Wiener Bezug auf den OnlineReports-Kommentar über den Macht-Poker um die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann.

In ihrem Leitartikel über den Zustand des Kantons Basel-Stadt zitierte die BZ aus dem OnlineReports-Interview mit Michael Hug.

Die BZ nahm die OnlineReports-Geschichte über den Abbruch des Hauses an der Basler Rufacherstrasse 73 auf. Die Basler Zeitung verzichtete auf eine Quellennennung.

Die BZ nahm die OnlineReports-Story über eine umstrittene Eichen-Fällung auf.

In ihrer News über das Debakel um die Wahl des Gemeindepräsidenten in Schönenbuch nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Artikel über die Kandidatensuche der Basler SVP auf ein Interview in OnlineReports.

In ihrem Beitrag über den Protest gegen das "General Sutter"-Denkmal in Rünenberg nahm die BZ auf OnlineReports Bezug.

Die BZ zog die OnlineReports-News über den Rücktritt von Beat Jans als IWB-Verwaltungsrat nach.

Auch das Regionaljournal zog die OnlineReports-Geschichte über Probleme in den Familiengärten nach, verzichtete aber vornehm auf eine Quellenangabe.

Die BZ nahm die OnlineReports-Recherche über die erneute Schliessung der Familiengärten an der Landesgrenze auf.

Die BZ nahm die OnlineReports-Nachricht über die Berufung des Staatsanwalts im Fall der FCZ-Schlägerei im Lehenmattquartier auf.

Das Regionaljournal griff die OnlineReports-Geschichte über Kurzarbeit bei BaZ und BZ auf.

Die BZ nahm die OnlineReports-Nachricht über die Stadtpräsidenten-Ambition von Kantonsspital-CEO Jürg Aebi auf.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Story über den anstehenden Gerichtsfall zum Rothenflüher Blechpolizisten-Sprenger auf.

In ihrem Basler Medien-Epos nahm die Medienwoche auch auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung, Prime News und die BZ berichteten unter Berufung auf OnlineReports über Adrian Plachesis Abgang bei Telebasel.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Die Basler SP hat am 16. Oktober ihre Initiative "Kinderbetreuung für alle" mit über 3'000 Unterschriften eingereicht.

Dominik Beeler wird neuer Präsident der Grünen Liestal und damit Nachfolger von Erika Eichenberger.

Die Volksinitiative "für ein klimagerechtes Basel", die die Treibhausgas-Emissionen in Basel-Stadt bis 2030 auf Null senken will, ist am 8. Oktober mit über 3'700 Unterschriften bei der Staatskanzlei eingereicht worden.

Die Stadt Liestal hat die Einführung eines Ortsbusses namentlich in den Quartieren Sichtern und Langhag/Hanro mit 2'246 Ja-Stimmen gegen 2'717 Nein-Stimmen deutlich abgelehnt.

Binningen hat die SP-Initaitive gegen den Verkauf von gemeindeeigenem Boden mit  2'823 Ja gegen 2'809 Nein hauchdünn angenommen.

Münchenstein hat der Quartierplanung "Spenglerpark" mit dem 100 Meter hohen Hochhaus mit einem Ja- Anteil von 58 Prozent zugestimmt.

Der Deutsche Florian Röthlingshöfer wird neuer Direktor der Schweizerischen Rheinhäfen und Nachfolger von Hans-Peter Hadorn, der Ende Jahr abtreten wird.

Patricia von Falkenstein, die Präsidentin der Liberalen LDP, wird als Nachfolgerin von Helmut Hersberger neue Präsidentin des Hauseigentümer-Verbandes Basel-Stadt.

Roman Brunner (Muttenz) wird per 1. November 2020 neuer Präsident der Baselbieter SP-Landratsfraktion als Nachfolger von Miriam Locher, die sich für das Amt der Parteipräsidentin bewirbt.

Dem Enkeltrickgewerbe fielen in Basel kürzlich Beträge von 15'000 und 4'000 Franken in die Hände, während ein happiger Beutezug von 80'000 Franken misslang.

Der FC Basel und sein Captain Valentin Stocker verlängern den Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre bis im Sommer 2023 – mit einer Option auf ein weiteres Jahr.

Im vergangenen Sommer lagen die Ozon-Konzentrationen in der Region Basel zwar tiefer als im Vorjahr, aber immer noch deutlich über den Grenzwerten der Luftreinhalte-Verordnung.

Mit zusätzlichen Städtepartnerschaften mit Abidjan (Elfenbeinküste) und einer Stadt in einem Erstfluchtland im Nahen Osten will die Basler Regierung "ein Zeichen der Solidarität setzen".

Teilerwerbstätigen Beziehenden von Ergänzungsleistungen und Beziehenden von Ergänzungsleistungen, die zu einer medizinischen Behandlung fahren, werden im Baselbiet die Kosten für Schutzmasken mit pauschal 30 Franken vergütet.

Ralph Lewin und Andreas Sturm stellen sich nach über zehnjähriger Amtszeit nicht mehr für eine Wiederwahl für die nächste Amtsperiode im Bankrat der Basler Kantonalbank zur Verfügung.

Die auslaufenden Verträge von Cheftrainer Marcel Koller und den Assistenztrainern Thomas Janeschitz und Carlos Bernegger mit dem FC Basel werden "im gemeinsamen Einvernehmen" nicht verlängert.

Die auf Gebäudetechnik und Energiekonzepte spezialisierte Rapp Gebäudetechnik AG plant die Konzentration ihrer Geschäftstätigkeit am Standort Münchenstein und erwägt die Schliessung ihrer beiden Filialen in Lausanne und Genf.

Der Baselbieter Landrat wird vorläufig – mindestens bis zu den Herbstferien – weiterhin im Basler Kongresszentrum tagen, wie die Geschäftsleitung beschlossen hat.

Der Kanton Basel-Stadt unterstützt über den Pendlerfonds das Veloverleihsystem Basel mit 2,15 Millionen Franken.

Wegen der Corona-Situation haben der Gewerbeverband und das Erziehungsdepartement entschieden, die 8. Basler Berufs- und Weiterbildungsmesse  vom 15. bis 17. Oktober nicht durchzuführen.

Auf der A2 bei Birsfelden wurde in der Nacht des 3. August ein in der Region wohnhafter Italiener als Raser erwischt, der bei erlaubten 80 mit 140 Stundenkilometern in Richtung Bern/Luzern unterwegs war.