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"Er zwingt mich, mit ihm zu schlafen": Gerichts-Standort Muttenz

Tonband des "Vergewaltigers" machte aus "Vergewaltigter" eine Angeklagte

Heimliche Aufzeichnung bringt Ex-Frau wegen Falschanschuldigung vors Baselbieter Strafgericht


Von Peter Knechtli


Ein heute 55-jähriger Schweizer aus dem Unterbaselbiet wurde von seiner heute 39-jährigen Ex-Frau per Strafanzeige der Vergewaltigung bezichtigt. Doch bald steht sie selbst vor Gericht: Der vermeintliche Täter liess in der fraglichen Zeit illegal ein Tonband laufen, das ihn nun entlastet.


Damals in Marrakesch war es so etwas wie Liebe auf den ersten Blick: Der Mann verliebte sich in die verheiratete Marokkanerin. Sie liess sich scheiden, zog in die Schweiz zu ihrem Mann. Nach einigen Jahren – das Paar hatte inzwischen einen Sohn – begann die Beziehung zu kriseln. Es kam zur Trennung,


Ex-Mann bestreitet sexuelle Handlungen
 

Unmittelbar bevor sich der Mann zur Scheidung entschloss, kam es am 23. und am 28. Januar 2018 zu zwei Treffen der Eheleute. Gut einen Monat später, am 12. März, erstattete die Frau auf den Polizeiposten Muttenz Strafanzeige. Ihr Vorwurf: Vergewaltigung. "Er zwingt mich, mit ihm zu schlafen, Sex zu haben."

 

Pascal Pilet, stellvertretender Leitender Staatsanwalt, hält in seiner Anklageschrift fest: "In Wirklichkeit haben an diesen Abenden tatsächlich sexuelle Handlungen zwischen den beiden stattgefunden, diese waren jedoch stets einvernehmlich." Der von seiner Ex-Frau Angeschuldigte bestreitet energisch, dass es zu diesen "Handlungen" gekommen sei.


Antrag auf Freiheitsstrafe
 

Darum bringt der Ankläger nun Mitte März die Frau und nicht den Mann vor Gericht. Grund: Falsche Anschuldigung. Die angeklagte Frau, so der Antrag, soll zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zehn Monaten verurteilt werden.

 

Wie der Staatsanwalt zu seiner Meinung kommt, steht nicht in der Anklageschrift. Hingegen belegen Dokumente, dass der beschuldigte Mann an beiden Tagen insgesamt zehn Stunden der angeblichen Vergewaltigung mit seinem iPhone ohne Wissen und Einverständnis seiner Partnerin aufgenommen hat. Das war illegal, was wegen "unbefugtem Aufnahmen von Gesprächen" auch eine Busse zur Folge hatte. Aber ein erzwungener sexueller Übergriff ist daraus nicht erhörbar.


"Schwere Rechtsgutverletzung"
 

Dies legt auch den klaren Schluss nahe, dass die Tonband-Aufnahmen als Beweismittel den Staatsanwalt zur Anklage gegen die Frau bewogen haben.

Ihr Verteidiger macht gegenüber dem Gericht geltend, diese Aufnahmen dürften nicht gegen die Angeklagte verwendet werden. Der Staatsanwalt kommt "angesichts der schweren Rechtsgutsverletzung" zu einem völlig anderen Schluss: Der Nachweis der falschen Anschuldigung einer Vergewaltigung, die bis zu 20 Jahren Freiheitsstrafe zur Folge haben könnte, stehe und falle mit der Verwertbarkeit der unerlaubten Aufzeichnungen.

 

Plötzlich "im Datum geirrt"

Im Verlauf des Ermittlungsverfahrens verlor die Klägerin an Glaubwürdigkeit, indem sie plötzlich geltend machte, sie habe sich in den Daten der angeblichen Vergewaltigungen geirrt. Dies obschon die behaupteten Vergewaltigungen nur rund einen Monat zuvor stattgefunden haben sollen.

 

Ihr Verteidiger forderte zudem die Anhörung einer mit dem Fall betrauten Polizistin: Der Ex-Mann habe offenbar auf die freie Meinungsfindung der Beschuldigten eingewirkt, was die Polizistin bewogen hatte, die Ex-Ehefrau "zu einer Anzeige zu ermuntern".


Eskalation eines Beziehungskonflikts
 

Der Staatsanwalt mag aber weder an eine Datums-Verwechslung glauben noch den behaupteten Einfluss der Polizistin als relevant hinnehmen. Es sei klar, dass eine Anzeige nicht wider besseres Wissen eingereicht werden dürfe, und in einer Einvernahme nicht wider besseres Wissen falsche Aussagen gemacht werden dürften.

Harte emotionale Eruptionen in Zuge einer Scheidung gehören zu den normalen Begleiterscheinungen eines Beziehungskonflikts. Vergewaltigungsvorwürfe haben den Pferdefuss, dass sie kaum belegt werden können und oft mit einer Verfahrenseinstellung zu den Akten gelegt werden. Das Besondere am vorliegenden Fall ist, dass eine verbotene Tonband-Aufzeichnung nun vom Richter hinzugezogen kann, um einen beschuldigten Mann zu entlasten.

Der Fall wird am 17. März vor dem Einzelrichter im Muttenzer Strafgericht verhandelt.

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21. Januar 2022

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"Basel SBB, c’est Endbahnhof."

SBB
Zugsdurchsage
vom 3. November 2022
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Basel, bilingue.

RückSpiegel


matthiaszehnder.ch nimmt die beiden News-Artikel aus OnlineReports zum Anlass, sich über die schrumpfende Kulturberichterstattung in den Schweizer Medien Gedanken zu machen.

Bajour zitierte OnlineReports in seinem Bericht über die Verwicklung von Bundesratskandidatin Eva Herzog in umstrittene Basler Geschäfte.

In ihrer Recherche über die sterbende Kulturberichterstattung in Basler Medien bezieht sich Bajour auf OnlineReports.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Angriff auf den Stiefvater vor dem Muttenzer Gerichtsgebäude auf.

Die Basler Zeitung und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Rückkehr von Christine Keller in den Basler Grossen Rat auf.

In ihrer Analyse über die unklare Gesundheitsversorgung des Laufentals ging die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche ein.

Telebasel konfrontierte die SVP-Regierungsrats-Kandidatin Sandra Sollberger mit einem Kommentar aus OnlineReports (worauf sie die Stellungnahme verweigerte).

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen den OnlineReports-Bericht über Pläne zum Abbruch des Spitals Laufen auf.

Die OnlineReports-News über den Wechsel des Telefon-Anbieters durch die Basler Verwaltung wurde von der BZ Basel und Happy Radio aufgenommen.

In seiner Aufstellung über "Politiker, die Wasser predigen und Wein trinken", nahm der Nebelspalter auch auf einen Artikel in OnlineReports Bezug.

20 Minuten griff die OnlineReports-Meldung über einen Autolenker, der bei der verbotenen Fahrt durch eine Einbahnstrasse in Birsfelden eine Radfahrerin schwer verletzte, auf.

Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des früheren Baselbieter Regierungsrats Urs Wüthrich nahmen Telebasel, die BZ Basel, die Basler Zeitung, das SRF-Regionaljournal, Prime News, die Nachrichtenagentur SDA, 20 Minuten und Happy Radio auf.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Recherche über Lärm-Überschreitungen im Osten des Gundeldinger-Quartiers auf.

Auf die OnlineReports-News über den Rücktritt der Laufener Finanzkommission reagierte die BZ Basel mit einem Nachzug.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Analyse der Basler FDP auf einen OnlineReports-Artikel aus dem Jahr 2005 Bezug.

Die BZ Basel nahm in ihrem Bericht über den Protest gegen entwässerte Basler Brunnen auf OnlineReports Bezug.

Die OnlineReports-News über stehengelassene BVB-Buspassagiere wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Aufnahme von Frauen in die drei Kleinbasler Ehrengesellschaften auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über Login-Probleme bei der Basler Kantonalbank (BKB) nach. Ebenso das Regionaljournal, das aber keine Quelle nannte.

Die BZ Basel und das SRF-Regionaljournal nahmen die OnlineReports-Meldung vom Tod des ehemaligen Baselbieter LdU-Nationalrats Claudius Alder auf.

In ihrem Bericht über den Störungs-Aufruf von "Basel nazifrei" zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Heiko Vogel (47), der frühere Cheftrainer, kehrt am 1. Januar 2023 als Sportdirektor zum FC Basel zurück, um den "gesamten operativen Fussball-Alltag des FCB" zu verantworten.

Die Baselbieter Regierung hat die Mietung von Räumlichkeiten für das Amt für Migration und Bürgerrecht im Helvetia Tower in Pratteln beschlossen.

Auf die im Februar zurücktretende "Basta"-Grossrätin Beatrice Messerli (70) wird die Präsidentin des Jungen Grünen Bündnisses Nordwest, die Klimaaktivistin Fina Girard (Jahrgang 2001) folgen.

Lorenz Amiet, bisher Vizepräsident, wird neuer Präsident der SVP-Grossratsfraktion als Nachfolger von Pascal Messerli, der neu Parteipräsident wurde.

In Lörrach bewarf dieser Tage ein Unbekannter die Fassade der Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde mit Eiern.

Am Riehenring entsiegelt das Basler Bau- und Verkehrsdepartement als Versuch ab 31. Oktober insgesamt 14 Parkfelder, so dass dort zukünftig Regenwasser in den Untergrund geleitet wird.

Witterungsbedingt muss die Eröffnung der Kunsteisbahn Eglisee in diesem Jahr um zwei Wochen nach hinten verschoben werden, nämlich auf den 12. November.

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Der Kanton Baselland beteiligt sich mit 900'000 Franken an der von der Wirtschaftskammer organisierten grössten Berufswahlmesse der Schweiz.

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Die Kunsteisbahn Margarethen eröffnet am 22. Oktober, die Eislaufsaison und eine Woche später; ab dem 29. Oktober, ist auch die Kunsteisbahn Eglisee geöffnet.

Die Evangelische Volkspartei Baselland (EVP) feierte am vergangenen 9. Oktober mit Partei- und ihren 100. Geburtstag.

Das Bau- und Verkehrsdepartement erteilt der Wyniger Gruppe den Zuschlag für den Betrieb der Flora-Buvette ab 2023; es soll sich um die "erste klimaneutrale Buvette" handeln.

Per 1. Januar 2023 übernimmt Christopher Henry Tütsch (49) die Geschäftsleitung des Ausländerdienstes Baselland als Nachfolger von Oliver Bolliger, der zum selben Zeitpunkt die Geschäftsleitung der Stiftung Wohnhilfe in Basel übernimmt.

Die Delegierten des Gewerbeverbandes Basel-Stadt haben am 20. September Hansjörg Wilde zum neuen Präsidenten gewählt.

Nach einjährigem Studium am Basler Gymnasium Kirschgarten konnten dieses Jahr 65 junge Erwachsene ihre Passerelle-Ausweise entgegennehmen, die ihnen nach der Berufs- oder Fachmatur den Zugang zu sämtlichen Studiengängen an den Schweizer Hochschulen ermöglichen.

In Muttenz beim Hallenbad beginnen im September /Oktober die Bohrarbeiten zur Erkundung des Untergrundes, da es dort zu Dolineneinstürzen und grossflächigen Absenkungen gekommen ist.

Der Verein "Treffpunkt Arlesheim" (ehemals "Verkehrsverein Arlesheim") beschloss bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung, sich aufzulösen.

Gleichzeitig mit dem Start der Bundeskampagne zum Energiesparen senkt die Basler Regierung die Heiztemperatur in seinen Verwaltungsgebäuden auf 19 Grad Celsius.

Der Liestaler Stadtrat hat beschlossen, den "Engel-Saal" unter dem Namen "Stadtsaal" in eigener Regie zu betreiben, womit er den Liestaler Vereinen zukünftig zu vergünstigten Konditionen angeboten werden kann.

Die Baumann & Cie übernimmt rückwirkend per 30. Juni 100 Prozent der Aktien der Vögeli Vermögensverwaltung AG.

In Basel-Stadt ist am 19. August die aus Lehrerkreisen angeregte Initiative zur Erweiterung der Integrativen Schule durch heilpädagogisch geführte Förderklassen eingereicht worden.

Die beiden Ludotheken Bläsi und St. Johann der Robi-Spiel-Aktionen werden nach 2022 nicht weiter betrieben.

Anouk Feurer, die Co-Präsidentin des "Jungen grünen Bündnisses Nordwest", ist Nachrückende für die zurücktretende grüne Basler Grossrätin Michelle Lachenmeier.