© Foto by Peter Knechtli, OnlineReports.ch
"Von überall her erreichen uns Hilferufe": "Chilchacher"-Versammlung in Tenniken

Wirtschaft, Wachstum und Wiesen im Werte-Wandel

Zweimal geht es um bedrohte Freiflächen: Was das "Hafenbecken 3" in Basel mit dem "Chilchacher" in Tenniken zu tun hat


Von Peter Knechtli


Ich habe mich in einem Punkt geirrt, als ich letzten Sommer über die Klimajugend schrieb und die Vermutung äusserte, ihr könnte auf diesem Protest-Marathon bald die Puste ausgehen. Heute ist das Sorgen-Virus der Jugend nicht nur auf die Welt der Erwachsenen, sondern der Entscheidungsträger und Meinungsführer weltweit übergesprungen. Auch Protestbewegungen sind globalisiert.



Eine so ungeheure überkontinentale Breitenwirkung wäre noch vor zwei Jahrzehnten nicht denkbar gewesen. Die letzten grossen Ausbrüche des Volksempfindens in der analogen Welt – die Jugendunruhen der achtundsechziger Jahre und später der Kampf gegen die Atomenergie oder Demos gegen den Irak-Krieg – waren vor allem grossstädtisch konzentriert oder regional verankert.



Und heute: Die Klimaproteste sind der grosse unübersehbare und von den Medien prominent begleitete Vulkanausbruch. Gleichzeitig scheint mir im Bewusstsein der Bevölkerung ein stiller, aber ebenso unübersehbarer Werte-Wandel erkennbar: die Wachstums-Skepsis, die bewusste Prüfung von Infrastruktur-Vorhaben auf ihre Umweltverträglichkeit und Zukunftstauglichkeit. Es ist nicht Wirtschaftsfeindlichkeit, sondern perspektivische Abschätzung.

Die deutliche Ablehnung des Ozeaniums, dem riesigen Meerestier-Aquarium auf der Basler "Heuwaage", war in keiner Weise damit zu begründen, die Basler liebten ihren Zoologischen Garten nicht mehr. Natürlich lieben sie ihren Zolli weiterhin! Aber das Projekt in seiner exotischen Affiche entsprach insbesondere mit seinen tierethischen und verkehrspolitischen Fragwürdigkeiten dem Zeitgeist im modernen Sinn nicht mehr. In den achtziger Jahren hätte das Ozeanium seine Prüfung an der Urne vermutlich noch bestanden.




"Ökonomische Interessen müssen
heute ein öffentliches Assessment bestehen."


S
o sehr der Pendlerverkehrs-Kollaps auf der A2 östlich von Basel täglich bedauert werden muss, so unsicher ist heute, ob die Bevölkerung noch bereit wäre, Hunderte Millionen Franken in neue Strassenbauprojekte freizugeben. Negative Volksentscheide der letzten Jahre im Baselbiet – Langmattstrasse in Oberwil vor einem Jahr oder die Entwicklungsplanung Leimental-Birseck-Allschwil ("Elba") im Juni 2015 – sprechen eine andere Sprache, die soeben in den Baselbieter Gemeindewahlen ihre Bestätigung fand.



Grüne und rote Parteien sind die Sieger. In Pratteln sind neuerdings sowohl Gemeinderat wie Einwohnerrat links-grün dominiert, im Reinacher Parlament verdreifachten die Grünen ihre Sitzzahl, währenddem die FDP verlor und die SVP ein eigentliches "Debakel" ("Basler Zeitung") erlitt.



Die Meta-Ebene der Klimaschutz-Debatte hat die Wahlen sicherlich beeinflusst. Aber nicht nur sie. Vielmehr dürfte der Werte-Wandel mitgespielt haben: Die lokale Bevölkerung verschliesst sich dem wirtschaftlichen Fortschritt nicht, aber sie schaut auf der Mikro-Ebene viel genauer hin.

 Anders ausgedrückt: Ökonomische Interessen müssen ein öffentliches Assessment bestehen.

Im Oberbaselbieter 900 Seelen-Dorf Tenniken lässt sich dies in diesen Wochen schön nachweisen. Nicht weniger als rund hundert Interessierte fanden sich kürzlich im vollbesetzen "Gemeindesaal" ein (Aufmacherbild), wo kaum ein Wort häufiger fiel als "Identität": Eine kommunale Bürgerinitiative wehrt sich vehement gegen eine Überbauung des "Chilchachers". In zwei Wochen sammelte sie 290 Unterschriften zur Erhaltung der markanten Grünfläche.



Die beinahe rechteckige Hektare Wiesland, die sich südlich der Kirche wie ein Riegel zwischen bebautes Land und den Stockenrain schiebt, soll mit bis zu 70 neuen Wohnungen überbaut werden und damit die Dorfbevölkerung auf einen Schlag um bis zu 20 Prozent oder 200 Einwohner anwachsen lassen.



Die idyllische Wiese, früher teilweise von Pfarrer und Siegrist als Pflanzblätz und Baumgarten genutzt, gehört der Stiftung "Kirchengut Baselland" und ist der Zone für öffentliche Werke und Anlagen (OeWA) zugeteilt.



Diese Stiftung hat die Aufgabe, die Kirchen, Pfarrhäuser und Nebengebäude mit den dazugehörigen Arealen "dauernd und im guten Zustand" zu erhalten und den evangelisch-reformierten Kirchgemeinden am Ort zur Verfügung zu stellen. Die übrigen Vermögensbestandteile sollen "nach kaufmännischen und den denkmalpflegerischen Grundsätzen" bewirtschaftet werden.


"Selbst die Fledermaus-Population an der Kirche
steht heute hoch im Kurs."


W
o Wachstum und mehr Steuererträge früher die Augen der Gemeinderäte hätten leuchten lassen, stehen die Zeichen jetzt auf "Halt!". Ein Fachgutachten der "Stiftung für Landschaftsschutz" attestiert dem Bauprojekt eine "schwere Beeinträchtigung der planerischen Schutz- und Entwicklungsziele" und dem natürlichen Gelände einen "identitätsstiftenden Freiraum" (so Autorin Franziska Grossenbacher).

 Priorität habe die Verdichtung nach innen.

Ob politisch rechts oder links, ist nicht mehr erheblich. Was früher kaum Schutz erfuhr, ist heute öffentlich hoch im Kurs: die Fledermaus-Population an der Kirche, die "spannungsvolle Topografie", der "unglaubliche Kontrast zum Ortsbild", "Ruhe", "Kontemplation" am Schlittelhang. Hansjörg Stalder vom Baselbieter Heimatschutz, rief dazu auf, "der Banalisierung des Ortsbildes entgegen zu wirken".



Der Widerstand ist mobilisiert. Still sass der Riehener Anwalt Heinrich Ueberwasser als Berater der "Chilchacher"-Aktivisten in der Frontreihe. Angereist war auch Vera Weber. Die Chefin der "Fondation Franz Weber", die schon im Kampf gegen das Ozeanium eine massgebliche Rolle spielte, sprach von einem "paradiesischen Grünraum", kritisierte die "Bauen, bauen, bauen!"-Strategie der unter Anlagedruck stehenden Investoren und rief den "Chilchacher"-Freunden unter Applaus entgegen: "Gehen Sie auf die Barrikaden – und wir werden Sie dabei unterstützen."



Nicht unmöglich, dass die Überbauung scheitert. Der Gemeinderat hält sich im Urteil zurück und wird dafür kritisiert. Letztlich muss die Gemeindeversammlung über den Quartierplan entscheiden, falls es überhaupt so weit kommt. Anwalt Ueberwasser ist sogar der Meinung, dass das Raumplanungsgesetz das Bauprojekt gar nicht zulässt. Zudem bestünde die Möglichkeit, die heute bestehende Zone für öffentliche Werke und Anlagen (ÖWA) in eine Denkmalschutz- oder Landwirtschaftszone umzufirmieren.

Tenniken ist kein Einzelfall, wie Vera Weber fast beschwörend meinte: "Von überall her erreichen uns Hilferufe. Sind wir denn noch in den sechziger Jahren?"



Ein Hilferuf könnte sie nächstens auch aus Basel erreichen, wo es ebenso um eine bedrohte Freifläche geht. Dort lanciert fast ein Dutzend Institutionen und Firmenvertreter aus einem bunten Bouquet an Interessen – Naturschützer, Anrainer, Wachstumskritiker, unternehmerische Konkurrenten – das Referendum gegen den Kredit von 195 Millionen Franken zum Bau des neuen 330 Meter langen Hafenbeckens 3. Der Schiffs-Zubringer wäre zwingender Bestandteil des "Gateway Basel Nord".




"Führende politische Terminal-Supporter
sind Mitglieder der SP."


D
ieses trimodale Terminal mit seinen benachbarten vier Lastwagen- und sechs 750 Meter langen Umschlaggleisen wird angepriesen als für den Standort Basel bedeutungsvolles Zentrum für den Güterumschlag auf Bahn und Strasse. Das im kantonalen Richtplan als Logistikfläche eingetragene Basel Nord biete laut den Promotoren "die raumplanerisch einmalige Gelegenheit, Strasse, Schiene und Binnenschifffahrt zu verknüpfen" und ausserdem den "einzigen Standort in der Schweiz, wo mit vertretbarem finanziellen Aufwand 750 Meter lange Umschlaggleise realisierbar sind".



Führende Supporter des neuen Terminals sind Wirtschaftsminister Christoph Brutschin und Rheinhäfen-Präsident Ralph Lewin, Brutschins Vorgänger im Regierungsamt – beide SP-Mitglieder.



Diese Mega-Infrastruktur würde dort gebaut, was früher "Niemandsland" hiess, heute aber als 20 Hektar grosser Trockenlebensraum Schutz-Status geniesst: auf dem stillgelegten Rangierbahnhof der Deutschen Bahn.

Der Widerstand gegen das "Gateway"-Vorläuferprojekt "Hafenbecken 3" irritiert zunächst. Zumal die möglichen Betreiber auf ihrer nicht ganz aktuellen Website schreiben, in den Schweizerischen Rheinhäfen zeichneten sich "bereits ab 2019 Kapazitätsengpässe beim Containerumschlag ab".


Der Grosse Rat stimmte dem Hafenkredit überdeutlich zu, die Kritiker gingen regelrecht unter. Die Bevölkerung ging bisher davon aus, es mit einem sowohl der Wirtschaft wie auch dem Umweltschutz dienenden Infrastruktur-Plan zu tun zu haben. Wer sollte ernsthaft ein Vorhaben bodigen, das aus Basel eine Güterverkehrs-Drehscheibe par excellence macht!



Jetzt bringt das Referendums-Komitee mit Wucht Thesen an die Öffentlichkeit, die von den Befürwortern bisher nicht oder nur ungern angesprochen wurden. Es herrscht angesichts widersprüchlicher Behauptungen dringender Klärungsbedarf.

Die Promotoren versprechen, dass statt heute nur zehn künftig 50 Prozent Ladungen ab und zum Schiff mit der Bahn transportiert werden. Gegner dagegen behaupten, in Basel Nord werde künftig noch mehr Schwerverkehr zirkulieren. Der Präsident der nicht in das Projekt eingebundenen "Swissterminal AG" sagt, die Mehrheit der Güter würden in Hafenbecken 3 "von Schiff und Bahn auf Lastwagen verladen". Die Hafenbecken-Gegner behaupten weiter, das "Gateway Basel Nord" sei so durchrationalisiert, dass kaum neue Arbeitsplätze entstünden. Die Promotoren hingegen versprechen 580 neue Arbeitsplätze ab 2030. Von den Standorten der ökologischen Ausgleichsflächen ist nicht die Rede.

Dieses Projekt ist ebenso wie die Containerbranche insgesamt für Laien kaum durchschaubar. Hier haben Akteure das Sagen, die von ihrem Insiderwissen profitieren, das der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Im Grossen Rat herrschte während der Hafendebatte Schwarm-Verhalten: Dazu sagt man nicht Nein. Punkt. Volksvertreter äussern Zweifel daran, dass hier alle Parlamentarier en connaissance de cause abgestimmt haben.

Möglicherweise sind wir in einer Zeit angekommen, in der Ruderalflächen höheren gesellschaftlichen Status besitzen als ein wachstumsgetriebenes Mega-Verladeprojekt, dessen Nachhaltigkeit und Sinn sich der Stimmbevölkerung nicht wirklich erschliesst. Der Abstimmungskampf wird zeigen, ob das neue Hafenbecken und seine benachbarte riesige Trockenwiese auch von der Bevölkerung als ein schützenswerter "Chilchacher" empfunden wird.

Mehr über den Autor erfahren

26. Februar 2020

Weiterführende Links:


 Ihre Meinung zu diesem Artikel
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/echo.gif

"Das ist keine Bagatelle, das ist skandalös"

Die Replik von Claude Janiak enthält neben einem unnötigen Angriff auf den Naturschutz reihenweise Behauptungen und Andeutungen, die zu hinterfragen sind.

"Wo wenn nicht an der Grenze zu Deutschland sollen die Güter von der Strasse und vom Wasser auf die Schiene verlagert werden?" ist eine typische "Gateway Basel Nord"-Frage, die vieles suggeriert, das nicht oder nur halb stimmt:

1. Es kommen praktisch keine Container auf der Strasse an die Schweizer Grenze! Sie kommen auf der Schiene oder (weniger) auf dem Schiff. Erst hier gehen sie auf die Strasse, weil der Kunde dies für die Endzustellung so möchte. 2. Weil bei jedem Gateway die Container aufgrund von wirtschaftlichen Tatsachen überwiegend auf die Strasse gehen werden, wäre eine zentrale Lage im Land wesentlich sinnvoller, weil dadurch die An-/Abfahrtswege für Lastwagen vom/zum Endkunden im Schnitt kürzer werden. 3. In Zukunft werden immer mehr Container von den Mittelmeerhäfen im Süden kommen, nicht von der Nordsee. Da ist Basel der allerdümmste Ort für ein Gateway!

Dass ein trimodaler Güterumschlag in der Schweiz nur in Basel möglich ist, ist irrelevant, weil sein Nutzen wesentlich geringer ist, als es intuitiv scheint. Die Verantwortlichen haben das Gateway zunächst jahrelang im Mittelland geplant, was alleine schon belegt, dass für ihre Pläne der Rheinanschluss nicht wichtig ist – wie sie in Interviews auch zugegeben haben und wie Berichte des Bundes feststellen.

Die angesprochenen Verfilzungen sind offensichtlich und publiziert, keine Polemik. Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um zu sehen, dass beim Zusammenspiel Bundesamt für Verkehr (BAV)-SBB Cargo-Gateway Basel Nord AG-Rheinhäfen-Basler Regierung einige Interessen und Involvierte in sehr ungünstiger Weise aufeinander treffen. Das BAV beispielsweise beurteilt das Projekt keineswegs objektiv, sondern möchte es unter Einsatz aller Mittel durchbringen. Eines der zwei Bundesgerichtsurteile gegen das Projekt war direkt gegen das BAV gerichtet, weil es geltende Rechtsgrundsätze verletzt hat, um das Projekt möglichst rasch durchzuboxen. Das ist keine Bagatelle, das ist skandalös.

Die ganz grosse Lüge hinter diesem Projekt ist aber, dass es primär um Güterverlagerung geht. Wenn es wirklich primär um Verlagerung ginge, würde man zum Beispiel ein Projekt "Gateway Limmattal" machen (wie ursprünglich geplant!), den bestehenden, drei Kilometer langen Rangierbahnhof Muttenz nutzen oder schlicht die Verladekosten auf den Zug subventionieren. Auf gar keinen Fall ist es nötig, dafür ein Naturschutzgebiet zu zerstören.

Das wirkliche Ziel von Gateway Basel Nord ist der Bahntransport zwischen den Meereshäfen und der Schweiz, der heute schon mit der Bahn erfolgt! SBB Cargo hat dies aber verschlafen und braucht das Gateway nun im Konkurrenzkampf mit anderen Bahngesellschaften. Das ist legitim, aber nicht unter dermassen überrissenem Einsatz von Steuergeldern, nicht auf einem bundesrechtlich geschützten Naturschutzgebiet und nicht unter Missachtung rechtlicher Normen. Dass die SBB nicht primär am Containertransport in der Schweiz interessiert ist, beweist sie seit Jahren durch den systematischen Abbau von Anschlussgleisen und kleine Verladestationen.

Gateway Basel Nord AG und Hafendirektion informieren Bevölkerung und Politik unvollständig und teils falsch. Viele Ihrer Behauptungen dienen nur dazu, das Projekt nach mehr aussehen zu lassen, als es ist. Sie machen das geschickt – man könnte auch sagen: schamlos.

Würde Gateway Basel Nord zu einer nennenswerten Verlagerung auf die Schiene führen? Vom Projekt unabhängige Fachleute sagen klar nein. Und der Stimmbürger weiss auch ohne Fachleute: Wenn die Promotoren eines hunderte Millionen Franken schweren Projektes behaupten, es würden künftig 50 statt 10 Prozent der Container innerhalb der Schweiz auf die Bahn gehen, kann man froh sein, wenn schon nur 15 bis 20 Prozent eintreffen.

Glaube versetzt Berge, aber leider keine Container.


Oliver Balmer, Präsident Pro Natura Basel und Komitee "Nein zum Hafenbecken 3", Basel




"Es hat zuviel an Menge"

Danke, lieber Claude, dass du das Stichwort ’Güterverlagerung’ in die Diskussion einbringst. Mir geht es überhaupt nicht darum, dieses oder das unermüdliche Schaffen von SP-Menschen, auch deines, in Sachen Alpen querender Güterverkehr (’Alpeninitiative’) in Zweifel zu ziehen. Ich war übrigens einer der Erstunterzeichner dieser Initiative.

Natürlich brauchen wir diese Verlagerung – nur: Wieviel in der Gesamtmenge dieser meist sinnlosen Hin- und Herschiebereien oft zweifelhaftester Güter (siehe mein Stichwort "hart an der Kriminalität") vermag unser Oekosystem überhaupt noch ertragen? Und natürlich brauchen wir den Schutz unserer gesamten Umwelt, übrigens nicht nur in unserer Region, sondern weltweit. Stichwort: Seetransporte.

Ich habe während meiner Zeit in Tecknau enorm viel gesehen und erlebt punkto Güterverkehr und oft mit Fachleuten der Gütertraktion darüber reden können. Mein Eindruck war und ist: Es hat zuviel an Menge! Und dies in der Luft, auf den Schienen und Strassen und zu Wasser. Wenn Grosskonzerne die Logistikfirmen mit dem Containerverlad als ihre fahrbaren Ersatzteillager auf Abruf missbrauchen, so hat dies mit einem umweltverträglichen Wirtschaftssystem einfach nichts mehr zu tun. Das ist diese elende Oekonomen-Krankheit, die da heisst: "Mit möglichst wenig Input möglichst grossen Ouput zu erzielen." Die externen Verluste interessieren nicht!

Und da komme ich eben auf den von mir kritisierten Ansatz betreffend Gateway Basel Nord: Die Politikerschaft und die involvierten Organisationen der Logistikbranche machen sich zu Komplizen eines völlig falschen Wirtschaftens – weltweit! Gerade jetzt müssen wir mit einer Fassungslosigkeit sondergleichen erleben, wohin die hemmungslosen globalisierten Waren- und Menschenströme führen. Weniger wäre eindeutig mehr.


Ueli Pfister, Gelterkinden




"Es geht zu allererst um die Güterverlagerung"

Am 20. Februar 1994 hat das Schweizer Volk der Alpeninitiative zugestimmt. Sie verlangt bekanntlich, dass der alpenquerende Gütertransitverkehr von Grenze zu Grenze erfolgt auf der Schiene erfolgt und der Bundesrat die notwendigen Massnahmen trifft. Gestützt darauf sind das Verkehrsverlagerungsgesetz und das Gütertransportgesetz verabschiedet worden. Viele der von Ueli Pfister erwähnten "SP-Koryphäen", zur Zeit allen voran Simonetta Sommaruga, kämpfen dafür, dass das Verlagerungsziel, von dem wir noch weit entfernt sind, erreicht wird. Ich bin stolz auf die Mitstreiter aus SP und allen politischen Lagern.
 
Für Basel Nord setze ich mich deshalb, seit ich in Bern Verkehrspolitik betrieben habe, ein, weil es  in erster Linie der Umsetzung des Verlagerungsziels dient. Auch die Bemühungen, möglichst viele Güter auf dem Wasser anstatt auf der Strasse in die Schweiz zu transportieren, stimmen mit dem Verlagerungsziel überein. Wo wenn nicht an der Grenze zu Deutschland sollen die Güter von der Strasse und vom Wasser auf  die Schiene verlagert werden? Sind sie einmal auf der Strasse, werden sie quer durchs Land darauf bleiben. Ein trimodaler Güterumschlag kann an keinem anderen Ort in der Schweiz realisiert werden.

Die von Ueli Pfister übernommenen Behauptungen eines Teils der Schiffsführer-Gilde betreffend Manövrierfähigkeit der Schiffe sind längst widerlegt. Das Projekt hat im Rahmen der Beratungen des Gütertransportgesetzes das Eidgenössische Parlament überzeugt. Der Bundesrat stuft Gateway Basel Nord samt dem dazugehörigen Logistikkonzept als Projekt von nationaler Bedeutung ein. Auch das Bundesamt für Verkehr steht voll dahinter. Die Weko hat grünes Licht gegeben, alles in einem transparenten Verfahren. Es sind noch Rechtsverfahren offen, bei denen es nur darum geht, wer von welchen Verfahrensrechten Gebrauch machen kann. Von undurchsichtigen und unredlichen Verfilzungen zu sprechen, ohne dies mit einem Wort zu belegen, ist reine Polemik. Mit der deutlichen Zustimmung des Grossen Rates zum Hafenbecken 3 mit den Stimmen von auch weniger gut bezahlten "SP-Koryphäen" hat die Politik sich einmal mehr zu Basel Nord bekannt.

Leider kommt im Artikel von Peter Knechtli das Wort "Güterverlagerung" nicht vor. Aber darum geht es zu allererst. Und selbstverständlich sind wirtschaftliche Interessen des Logistikstandorts Basel vorhanden. Was ist daran unanständig? Es braucht einen Interessensausgleich zwischen den Anliegen der Verkehrspolitik und dem Schutz des ökologisch wertvollen Lebensraumes. Es ist legitim, für den Erhalt der schützenswerten Arten zu kämpfen. Alle involvierten Stellen sind bemüht, entsprechende Ausgleichsflächen zu finden. Wenn indessen das übergeordnete Ziel des Projektes, die verfassungsmässig abgestützte Verlagerungspolitik "von Grenze zu Grenze", ausgeblendet und wie von Pro Natura Fundamentalopposition betrieben wird, erweisen sich die hehren Beteuerungen, sich nur für die Umwelt einzusetzen, als wenig glaubwürdig. Denn Verkehrsverlagerung ist wichtiger Bestandteil des Schutzes der Umwelt vor Immissionen aller Art.


Claude Janiak, ehemaliger Ständerat BL und Präsident der KVF-S, Binningen




"Es kann nicht sein, was nicht sein darf"

Sehr treffend, Peter Knechtlis Umschreibung der Geheimwelt, genannt Logistikbranche. Ich kenne die ja aus eigener Erfahrung, sei es zu Luft, auf Schiene, Strasse oder Wasser: Immer hart an der Grenze zu kriminellen Handlungen. Und da nehme ich die Rheinhäfen mit ihren zum Teil verzweifelt ausrufenden Sprechern – Sprecherinnen gibts in dieser Branche ja kaum, ausser auf dem EuroAirport - überhaupt nicht aus. Kinder, die Angst haben im dunklen Keller, singen auch lau.

Es scheint so, als die seit Jahren geäusserten Warnungen der professionellen Schiffsführer-Gilde wegen der enorm waghalsigen Ein-, Ausfahrts- und Wendemanöver in und aus diesem vermaledeiten Hafenbecken 3 einfach ignoriert würden. Es kann nicht sein, was nicht sein darf, wenn übergrosse ökonomische Interessen zu undurchsichtigen und unredlichen Verfilzungen führen – auch mithilfe teuer bezahlter SP-Koryphäen! Geschieht dann aber wieder mal eine gröbere Havarie, leiden Umwelt und Bevölkerung, und die Allgemeinheit darf anschliessend die Scherben zusammenwischen.

Zum Thema "Chilchacher" in Tenniken und dem stattfinden drohenden Idenditätsverlust: Lesen Sie meine Antwort auf Steffi Luethi-Brüderlin und die anschliessenden Kommentare zur Story über das "Rosskopf-Häuschen".


Ueli Pfister, Gelterkinden




"Ich bin gegen die Überbauung"

Ich bin sowohl gegen die Überbauung des Kirchengrundstücks, ich war auch gegen das Abholzen von mehreren tausend Kirschbäumen, nur hat das niemanden interessiert und ich bin sei eh und je gegen den Bau des Hafenbecken 3, der nicht nichts bringt, nur horrende Kosten verursacht und gewissen Profiteuren Gewinn bringt.

Ich bin sehr für Landschaftsschutz und deswegen bin ich voll gegen die Greta-Bewegung, die von Grosskonzernen und Regierungen ins Leben gerufen wurde, sonst hätte Greta nicht am WEF dabei sein können und von Regierungsvertretern empfangen werden können. Genau diese Regierungsvertreter, die sich so für Greta einsetzen, pfeifen auf den Landschaftsschutz und installieren Windmühlen, die die Vögel töten. Auch die vielgepriesenen Wärmepumpen sind nicht ohne Tücken. Solarzellen werden unter schrecklichen Bedingungen in China hergestellt und die Materialen von Kindern in Afrika abgebaut. Die Smart Phones, ohne die Gretas Bewegung nie möglich gewesen wäre, sind gesundheitsgefährdend und ihre Materialen werden auch unter unmenschlichen Bedingungen produziert.

Guy Morin, unser ehemaliger grüner Stadtpräsident, hat einmal erklärt, er wolle aus Basel Klein-Shanghai machen. Das hätte bedeutet, dass man alle Einfamilienhäuser eliminiert, die ganze Altstadt, alle Gärten und dafür Betonbauten hinstellt. Danke Nein!!! Die Grünen sind nicht grün, es sind Wassermelonen, aussen grün für die Dummen und innen rot, was den wahren Charakter zeigt. Umweltschutz ist nicht ihre Sache – im Gegenteil.


Alexandra Nogawa, Basel



Weitere aktuelle News

News

Basel Klybeckstrasse: Schlägerei-Beteiligte attackiert
Basel Erst beim zweiten "Besuch" schaltete er die Polizei ein
Liestal Wiedemann kommt erneut mit Bildungs-Initiative
Liestal BL-Staatsangestellte sollen bei Stellen-Abbau helfen
Basel Birrer und Cron neue Mitglieder des Fasnachts-Comités
Liestal/Basel Uni im Baselbiet: Die Standort-Suche geht weiter
Fussball FC Basel holt Offensiv-Spieler Mohamed Elyounoussi

www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Wir von der SP setzen uns vor allem für den unteren und mittleren Mittelstand ein. Also etwa 80 Prozent der Bevölkerung. Und für die oberen 20 Prozent sind die bürgerlichen Parteien zuständig."

Kaspar Sutter
am 31. August 2020
am Wahl-Podium der
Handelskammer beider Basel
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Die pfiffigste Aussage des Abends.

Frisch pubertiert

Bitte so lange wie möglich

RückSpiegel

 

Das SRF-Regionaljournal und die BZ nahmen die OnlineReports-Recherche über Lärmprobleme durch Trommler, Peifer und Gugge in Kleinhüningen auf.

Bajour schreibt, die Berichte von OnlineReports zur Baselbieter Velobahn-Affäre gefielen ihr "am besten".

In ihrem Kommentar über staatliche Medienförderung geht Prime News auf das über zwanzigjährige Bestehen von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung und die BZ zitierten in ihren Berichten über das Velobahn-Amigo-Geschäft von Klaus Kirchmayr und Isaac Reber ausführlich aus OnlineReports.

In ihrem Bericht über die Umgestaltung der Basler Meriangärten nimmt die BZ auf eine zuvor erschienene OnlineReports-Recherche Bezug.

Die Badische Zeitung zitierte in ihrer Vorwahl-Analyse der Basler Regierungs-Wahlen aus einem OnlineReports-Kommentar.

In der BZ-Kolumne nahm Daniel Wiener Bezug auf den OnlineReports-Kommentar über den Macht-Poker um die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann.

In ihrem Leitartikel über den Zustand des Kantons Basel-Stadt zitierte die BZ aus dem OnlineReports-Interview mit Michael Hug.

Die BZ nahm die OnlineReports-Geschichte über den Abbruch des Hauses an der Basler Rufacherstrasse 73 auf. Die Basler Zeitung verzichtete auf eine Quellennennung.

Die BZ nahm die OnlineReports-Story über eine umstrittene Eichen-Fällung auf.

In ihrer News über das Debakel um die Wahl des Gemeindepräsidenten in Schönenbuch nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Artikel über die Kandidatensuche der Basler SVP auf ein Interview in OnlineReports.

In ihrem Beitrag über den Protest gegen das "General Sutter"-Denkmal in Rünenberg nahm die BZ auf OnlineReports Bezug.

Die BZ zog die OnlineReports-News über den Rücktritt von Beat Jans als IWB-Verwaltungsrat nach.

Auch das Regionaljournal zog die OnlineReports-Geschichte über Probleme in den Familiengärten nach, verzichtete aber vornehm auf eine Quellenangabe.

Die BZ nahm die OnlineReports-Recherche über die erneute Schliessung der Familiengärten an der Landesgrenze auf.

Die BZ nahm die OnlineReports-Nachricht über die Berufung des Staatsanwalts im Fall der FCZ-Schlägerei im Lehenmattquartier auf.

Das Regionaljournal griff die OnlineReports-Geschichte über Kurzarbeit bei BaZ und BZ auf.

Die BZ nahm die OnlineReports-Nachricht über die Stadtpräsidenten-Ambition von Kantonsspital-CEO Jürg Aebi auf.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Story über den anstehenden Gerichtsfall zum Rothenflüher Blechpolizisten-Sprenger auf.

In ihrem Basler Medien-Epos nahm die Medienwoche auch auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung, Prime News und die BZ berichteten unter Berufung auf OnlineReports über Adrian Plachesis Abgang bei Telebasel.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Die Stadt Liestal hat die Einführung eines Ortsbusses namentlich in den Quartieren Sichtern und Langhag/Hanro mit 2'246 Ja-Stimmen gegen 2'717 Nein-Stimmen deutlich abgelehnt.
 

Binningen hat die SP-Initaitive gegen den Verkauf von gemeindeeigenem Boden mit  2'823 Ja gegen 2'809 Nein hauchdünn angenommen.

Münchenstein hat der Quartierplanung "Spenglerpark" mit dem 100 Meter hohen Hochhaus mit einem Ja- Anteil von 58 Prozent zugestimmt.

Der Deutsche Florian Röthlingshöfer wird neuer Direktor der Schweizerischen Rheinhäfen und Nachfolger von Hans-Peter Hadorn, der Ende Jahr abtreten wird.

Patricia von Falkenstein, die Präsidentin der Liberalen LDP, wird als Nachfolgerin von Helmut Hersberger neue Präsidentin des Hauseigentümer-Verbandes Basel-Stadt.

Roman Brunner (Muttenz) wird per 1. November 2020 neuer Präsident der Baselbieter SP-Landratsfraktion als Nachfolger von Miriam Locher, die sich für das Amt der Parteipräsidentin bewirbt.

Dem Enkeltrickgewerbe fielen in Basel kürzlich Beträge von 15'000 und 4'000 Franken in die Hände, während ein happiger Beutezug von 80'000 Franken misslang.

Der FC Basel und sein Captain Valentin Stocker verlängern den Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre bis im Sommer 2023 – mit einer Option auf ein weiteres Jahr.

Im vergangenen Sommer lagen die Ozon-Konzentrationen in der Region Basel zwar tiefer als im Vorjahr, aber immer noch deutlich über den Grenzwerten der Luftreinhalte-Verordnung.

Mit zusätzlichen Städtepartnerschaften mit Abidjan (Elfenbeinküste) und einer Stadt in einem Erstfluchtland im Nahen Osten will die Basler Regierung "ein Zeichen der Solidarität setzen".

Teilerwerbstätigen Beziehenden von Ergänzungsleistungen und Beziehenden von Ergänzungsleistungen, die zu einer medizinischen Behandlung fahren, werden im Baselbiet die Kosten für Schutzmasken mit pauschal 30 Franken vergütet.

Ralph Lewin und Andreas Sturm stellen sich nach über zehnjähriger Amtszeit nicht mehr für eine Wiederwahl für die nächste Amtsperiode im Bankrat der Basler Kantonalbank zur Verfügung.

Die auslaufenden Verträge von Cheftrainer Marcel Koller und den Assistenztrainern Thomas Janeschitz und Carlos Bernegger mit dem FC Basel werden "im gemeinsamen Einvernehmen" nicht verlängert.

Die auf Gebäudetechnik und Energiekonzepte spezialisierte Rapp Gebäudetechnik AG plant die Konzentration ihrer Geschäftstätigkeit am Standort Münchenstein und erwägt die Schliessung ihrer beiden Filialen in Lausanne und Genf.

Der Baselbieter Landrat wird vorläufig – mindestens bis zu den Herbstferien – weiterhin im Basler Kongresszentrum tagen, wie die Geschäftsleitung beschlossen hat.

Der Kanton Basel-Stadt unterstützt über den Pendlerfonds das Veloverleihsystem Basel mit 2,15 Millionen Franken.

Wegen der Corona-Situation haben der Gewerbeverband und das Erziehungsdepartement entschieden, die 8. Basler Berufs- und Weiterbildungsmesse  vom 15. bis 17. Oktober nicht durchzuführen.

Auf der A2 bei Birsfelden wurde in der Nacht des 3. August ein in der Region wohnhafter Italiener als Raser erwischt, der bei erlaubten 80 mit 140 Stundenkilometern in Richtung Bern/Luzern unterwegs war.

Der Kanton Basel-Stadt, die IWB und Pro Innerstadt Basel gaben heute den offiziellen Startschuss für die Erneuerung der Freien Strasse und der angrenzenden Gassen.

Weil bei Bauarbeiten am Hochbergerplatz ein Stromkabel durchtrennt wurde, kam es am 30. Juli kurz vor 7.30 Uhr in Teilen von Kleinhüningen zu einem Stromunterbruch.

Die Friedhöfe Basel schreiben die Dienstleistungen für die Einsargung und die Überführung von Verstorbenen im Rahmen der unentgeltlichen Bestattung neu aus.

Die Universität Basel hat entschieden, ihren Dies academicus auf Grund der Corona-Pandemie nicht durchzuführen.

Die Baselbieter Corona-Abklärungs- und Teststation befindet sich neuerdings im Spenglerpark in Münchenstein.

Daniela Martin wird neue Geschäftsführerin der Basel Sinfonietta.

Am 8. Juli wurde im Basler Rathaus die Initiative für echten Wohnschutz und das Referendum gegen das "mieterfeindliche Nichtwohnschutzgesetz" eingereicht.

Mit über 4'000 Unterschriften ist in Basel-Stadt das Referendum gegen den umstrittenen Bau des Hafenbeckens 3 zustande gekommen, so dass es am 29. November zur Volksabstimmung kommt.

2. Juli: Einreichung der Initiative "Basel baut Zukunft", die 50 Prozent gemeinnützigen Wohn- und Gewerberaum auf Transformations-Arealen verlangt.

Niggi Rechsteiner übernimmt die Geschäftsführung der Basler "Stiftung Sucht" und folgt damit auf Francesco Castelli, der die Stiftung während neun Jahren geführt hat.

Jeanne Locher, seit 2016 Vizepräsidentin des Gemeinderates, ist mit 1'276 Stimmen neue Gemeindepräsidentin von Münchenstein, während Herausforderer Daniel Altermatt (GLP) auf 906 Stimmen kam.

Eveline Sprecher (SP) wurde in Aesch mit 1'087 Stimmen zur Gemeindepräsidentin gewählt, wobei FDP-Gemeinderat Stephan Hohl 726 Stimmen und Andreas Spindler (SVP) 305 stimmen erzielte.

In Allschwil setzte sich FDP-Gemeindepräsidentin Nicole Nüssli mit 2'989 Stimmen klar gegen Gemeinderat Christoph Morat (SP) durch, der 1'696 Stimmen erzielte.

Mike Keller (FDP) bleibt mit 2'162 Stimmen Binninger Gemeindepräsident; seine grüne Herausforderin, Landrätin Rahel Bänziger Keel, kam auf 1'140 Stimmen.