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"Sorgen wegen tektonischer Verschiebung": Energiepolitiker Buser

"Ich spüre von der Regierung zu wenig, wohin die Reise gehen soll"

Der Baselbieter Wirtschaftskammer-Direktor Christoph Buser zu Energiepolitik und drohender Mangellage


Von Peter Knechtli


Christoph Buser, der Direktor der Wirtschaftskammer Baselland, fordert von der Regierung einen erkennbaren Steuerungswillen in der Energiepolitik. Um die Photovoltaik stärker zu fördern, schlägt der Verbands-Chef im OnlineReports-Interview ausserdem vor, dass der Staat die Investition für Solar-Anlagen übernimmt. Im Gegenzug soll die Einspeise-Vergütung abgeschafft werden.


OnlineReports: Herr Buser, Hand aufs Herz, wie viele kWh Strom verbraucht Ihr privater Haushalt jährlich?

 

Christoph Buser: Das weiss ich ehrlich gesagt nicht. Aber ich werde es nachschauen.

 

OnlineReports: Mit welcher Erhöhung ihrer privaten Stromrechnung rechnen Sie in den kommenden zwölf Monaten?

 

Buser: Wir haben einen Durchschnitts-Haushalt. Ich gehe von knapp 30 Prozent aus.

 

OnlineReports: Nach der Russen-Invasion reden plötzlich alle von Stromknappheit. Haben Sie vor einem Jahr nur schon im Traum damit gerechnet, dass der Strom im Extremfall stundenweise abgestellt werden könnte?

 

Buser: Nein.

 

OnlineReports: Mindestens so schlimm wie für die Privathaushalte wäre ein Elektrizitäts-Stopp für das Gewerbe – zumindest für jene KMU, die stromintensive Tätigkeiten ausüben. Sind diese Unternehmen auf eine Mangellage genügend vorbereitet?

 

Buser: Nein. Aber die neue Situation entstand ja auch sehr schnell. Und dieses Szenario hat es so noch nie gegeben. Es ist ähnlich wie die Pandemie, die man in diesem Ausmass auch noch nie erlebt hat.

OnlineReports: Dabei waren es gerade die Unternehmen, die nach Strommarkt-Liberalisierung riefen und sich vom freien Markt günstigere Tarife erhofften.

 

Buser: Da macht man es sich nach meiner Meinung zu einfach. Damals ging es um eine Vergünstigung von wenigen Rappen. Heute reden wir von einer Verteuerung um Faktor zehn. Doch der typische Reflex ist, dass sich die Politik erst mal darum kümmert, dass die Wähler nicht zu sehr frieren müssen. Mein Plädoyer ist, dass die hart getroffenen KMU jetzt nicht fallen gelassen werden.

"Wenn nichts unternimmen wird,
erwartete ich Konkurse."

OnlineReports: Erwarten Sie eine KMU-Konkurswelle?

 

Buser: Ja, wenn nichts dagegen unternommen wird, erwarte ich Konkurse. Die Firmen kommen direkt aus der Pandemiekrise, die viel Substanz gekostet hat. Das Polster für eine nächste Krisenbewältigung ist in vielen Fällen nicht mehr vorhanden.

OnlineReports: Was soll unternommen werden?

 

Buser: Der Bund müsste ein Modell finden, damit die Unternehmen wieder zu tieferen Strompreisen kommen. Eine Möglichkeit wäre, sie aus dem freien Markt in die Grundversorgung zurückzulassen …

 

OnlineReports: … auf Kosten der privaten Haushalte, die bisher gar nicht die Möglichkeit hatten, in die Liberalisierung einzutreten und von ihr zu profitieren?

 

Buser: Wir stellen uns vor, dass diese Unternehmen sich dann auf eine Dauer von beispielsweise 25 Jahre binden müssen und die Vergünstigung abzahlen in den Jahren, in denen es wieder besser läuft. Da erwarte ich von der Politik eine unkomplizierte Hilfe …

OnlineReports: … aber die Stromproduktion ist Bundessache.

 

Buser: Und hier schieben sich Frau Sommaruga und Herr Parmelin den Ball gegenseitig hin und her. Ich glaube, der Bundesrat ist sich der Dringlichkeit noch gar nicht bewusst. Mich stört auch, dass auch auf lokaler Ebene das Problem einfach ignoriert wird. In der Feinmechanik-Industrie beispielsweise laufen den ganzen Tag die Maschinen. Da droht die Gefahr, dass die Angestellten plötzlich keinen Job mehr haben.

OnlineReports: Die Bevölkerung fürchtet sich zu allererst vor kalten Wohnungen im Winter.

 

Buser: Das ist richtig, aber man muss die nächste Phase schon im Auge behalten. Dort geht es dann ans Eingemachte.

 

OnlineReports: Ihre "Liga Baselbieter Stromkunden, die Sie früher präsidiert haben, verlangt, dass mit dem Baselbieter Energiepaket "übergeordnet möglichst technologieneutral energetische Gebäudesanierungen unterstützt werden. Müsste der Staat nicht deutlicher wahrnehmbar auch dezentrale Systeme wie Photovoltaik und Wärmepumpen fördern?

 

Buser: Die "Liga" konzentriert sich auf das, was wir im Kanton bewirken können, und das ist die Energieeffizienz, die mit Gebäudesanierungen verbessert werden kann. Die Stromproduktion wird auf Bundesebene reguliert.

OnlineReports: Um die "Liga" ist es still geworden. Die letzte Medienmitteilung stammt von Ende März 2019. Ein Zeichen der Verlegenheit oder von Müdigkeit?

 

Buser: Seit ich nicht mehr im Landrat bin, bin ich nicht mehr so nahe am Ball. Deshalb suchte ich auch jemanden wie Landrätin Christine Frey, die mit sicher mehr Elan dahinter gehen wird. Die Liga kommentiert das Geschehen aber auch ohne Medienmitteilungen nach wie vor mit regelmässigen Blogbeiträgen.

"Die Bevölkerung erkennt keine Richtung,
geschweige denn einen Plan."

OnlineReports: Die Solarisierung des Kantons geht nach meiner Beobachtung nur schleppend voran. Es fehlt jenseits aktualisierter Gesetzgebung auch ein kraftvoller Schub durch die Gesamtregierung.

 

Buser: Ich spüre von der Regierung in der Energiefrage tatsächlich auch zu wenig, wohin die Reise gehen soll. Das äussert sich auch in Abstimmungen. Im Baselbiet wurde das CO2-Gesetz letztes Jahr abgelehnt und die Klima-Initiative der Grünen richtiggehend abgeschmettert. Das hat damit zu tun, dass die Bevölkerung nicht wirklich eine Richtung, geschweige denn einen Plan erkennt. Insgesamt finde ich, die Regierung igelt sich in vielen Themenbereichen ein.

 

OnlineReports: Mir fällt auf, wie viele grossflächige Dächer von Industriebauten noch immer über keine Solarpanels verfügen, obschon das Baselbiet zu den sonnigsten Regionen der Schweiz zählt.

 

Buser: Ich bin nicht gegen Solarpanels. Aber im Thema dezentrale Energieerzeugung argumentiere ich vor allem als Betriebswirtschafter. Photovoltaik können wir erst dann richtig nutzen, wenn die Energie gespeichert und die Redundanz abgebaut werden können. Und solange die Mittel beschränkt sind, sind sie dort einzusetzen, wo die Wirkung am grössten ist.

OnlineReports: Die Einspeisevergütung für Hauseigentümer war bis vor kurzem auch nicht gerade ein Investitions-Anreiz.

 

Buser: Gerade mit dieser Einspeisevergütung habe ich Mühe. Sie zwingt den Energieversorger, überschüssig produzierten Strom aufzunehmen, wenn er gar nicht gebraucht wird. Das belastet auch die Netze erfordert einen teuren Ausbau, nur um die Subvention abzuwickeln. Gleichzeitig können sich viele Hauseigentümer die Investition in eine Solaranlage gar nicht leisten, weil sie die das Geld quasi bevorschussen müssen. Es gibt zu viele staatliche Anreize wie die heutige Einspeise-Vergütung, die heute nicht mehr stimmen.

"Der Staat sollte die Photovoltaik-Anlagen
ganz oder grösstenteils finanzieren."

OnlineReports: Wie soll denn nach Ihrer Meinung – Sie sind ja auch Verwaltungsrat der Elektra Baselland (EBL) – ein attraktiver Investitions-Anreiz geschaffen werden?

 

Buser: Wenn der Ausbau der Fotovoltaik wirklich im grossen Stil vorangetrieben werden soll, müsste ein grundsätzliches Umdenken auf ein neues Subventions-System stattfinden. Der Kanton oder der Bund sollte die Photovoltaik-Anlagen ganz oder sicher grösstenteils finanzieren. Im Gegenzug würde die Einspeisevergütung wegfallen und der selber produzierte Strom wird grundsätzlich nur dann verkaufbar, wenn ihn jemand kaufen will. Ohne diese Korrektur werden die Kosten für die Netze stark steigen.

 

OnlineReports: Im Entwurf zum aktualisierten kantonalen Richtplan schlägt die Regierung drei neue Kraftwerk-Standorte an der Birs und zwei an der Ergolz vor. Einverstanden?

 

Buser: Das ist eine gute Sache. Wir erleben im Strommarkt derzeit einen negativen Angebots-Schock. Darum müssten alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, um das Angebot zu vergrössern.

 

OnlineReports: Die Umweltpolitik der Wirtschaftskammer ist im Wesentlichen Gebäudesanierungspolitik. Weniger vehement setzt sich Ihr Verband für Solarstrom ein nach dem Motto "Panels auf jedes Dach". Dabei wäre dies doch ganz im Interesse des Installationsgewerbes.

 

Buser: Das Eine schliesst das Andere nicht aus. Aber geht man davon, dass nicht unendliche Finanzen vorhandenen sind, spielt der Wirkungsgrad eine Rolle. Und da schneidet eine Investition in die Gebäudesanierung im Vergleich zu den Solarpanels ganz klar besser ab.

 

OnlineReports: Jetzt, wo die europäische Abhängigkeit von russischem Gas und Öl auf fatale Weise spürbar wird, setzt in der Bevölkerung in der auch im Baselbiet ein Wärmepumpen- und Solarpanel-Boom ein, der längst hätte einsetzen müssen. Die Anbieter werden überrannt. Doch jetzt fehlen genügend Panels und vor allem genügend Fachkräfte. Was lief hier schief?

 

Buser: Der Fachkräftemangel ist ein schleichender Prozess, den wir jetzt in aller Härte zur spüren bekommen. Über Jahre hinweg hat die Politik den Trend weg von der Berufslehre in die akademische Bildung zugelassen.

 

OnlineReports: Wer ist dafür verantwortlich, dass das Installationsgewerbe – neben dem Mangel an Panels – personell völlig überfordert ist, die akute Nachfrage zu decken?

Buser: Die Baselbieter Bildungsdirektorin …

 

OnlineReports: … Ihre FDP-Parteifreundin Monica Gschwind …

 

Buser: … könnte mit Blick auf das Berufs-Marketing in den Schulen ganz sicher mehr in Bewegung bringen. Auf Bundesebene läuft es gut. Hier sind die Berufsverbände professionell aufgestellt und primär dafür zuständig, wie sich ein Berufsbild entwickelt. Der Flaschenhals besteht auf kantonaler Ebene, wo die Berufsverbände im Ehrenamt geführt werden und auch die Mittel fehlen, um für eine Berufslehre zu werben.

"Monica Gschwind müsste einen stärkeren Fokus
auf die handwerkliche Berufsbildung legen."

OnlineReports: Was erwarten Sie von diesbezüglich von Monica Gschwind?

 

Buser: Sie müsste in der Sekundarschule, wo es darum geht, die Weichen für die Zukunft zu stellen, einen stärkeren Fokus auf die handwerkliche Berufsbildung legen. Heute gelingt es offenkundig nicht, die Jugendlichen für die duale Bildung zu begeistern. Hinzu kommt, dass die Universität den Nachwuchs zum grossen Teil an den Bedürfnissen der Wirtschaft vorbeiproduziert. Da schliessen viele mit Steuergeldern ausgebildete Leute auf einem Gebiet ab, auf dem sie später gar nie arbeiten. In diesen zwei Trends liegt der Hund begraben, und den müssen wir dringend korrigieren.

 

OnlineReports: Welche Forderungen ergeben sich aus der heutigen verfahrenen Situation in Bezug auf das Berufsbild der Installateure und der unabhängigen Energieberater?
 

Buser: Der Austausch mit Jugendlichen zeigt, dass die Sinnhaftigkeit im Job eine grosse Bedeutung hat. Dies ist doch die Chance, in den Schulen zu zeigen, dass es beispielsweise im Einsatz gegen den Klimawandel ganz dringend Praktiker braucht. Also weg von der Vermarktung des abstrakten Berufsbildes und hin zu einem interessensbasierten Ausbildungsplan.


OnlineReports: Der Basler Grosse Rat will Netto-Null bis 2037, bis 2035 sollen Öl- und Gasheizungen ganz verschwunden sein. Welche Gnadenfrist möchte der Wirtschaftskammer-Direktor den Baselbieter Öl- und Gasheizungen geben?

 

Buser: (überlegt) So schnell wie möglich. Aber die Anreize müssen stimmen. Sobald politisch Verbote verlangt werden, wird es schwierig. Die Gnadenfrist wird kürzer, wenn umgesetzt wird, was letzte Woche der Ständerat mit einem Förderpaket von zwei Milliarden Franken mit dem Gegenvorschlag zur Gletscher-Initiative beschlossen hat.

OnlineReports: Was gefällt Ihnen an diesem Gegenvorschlag?

 

Buser: Der Anreiz für einen Umstieg auf ein nachhaltiges Heiz-System muss hoch genug sein, um die Hauseigentümer dafür zu gewinnen. Heute ist der Anreiz noch ungenügend. Es muss aber auch Geld in die Forschung noch effektiverer Heiztechnologien investiert werden.

 

OnlineReports: Sie haben 2015 eine kantonale CO2-Steuer auf Brennstoffe, das Volk lehnte sie ab.

 

Buser: Damals wurde ich in meiner Partei beinahe exkommuniziert. Heute finden das alle völlig normal. Damals wäre die Steuer in die Subventionierung von Gebäudesanierungen geflossen. Heute unterstützt der Kanton mit 15 Prozent. Das ist für mich zu wenig. Dabei gäbe es auch im KMU-Bereich noch viel Potenzial. Aber wer für eine Hallen-Sanierung Millionen zahlen muss und nur 15 Prozent erhält, der macht es einfach nicht.

 

OnlineReports: Wir haben gerade eine euphorische Elektrisierungs-Welle durchlebt – von der grossflächigen e-Mobilität bis zur elektrischen Zahnbürste. Und jetzt fehlt vielleicht bald der Strom. War die Gesellschaft blauäugig oder gar blind?

"Ein neues AKW in der Schweiz oder gar
im Baselbiet braucht es nicht."

Buser: Man war blind in der Frage einer möglichen Stromverknappung. Das Problem ist nach meiner Meinung aber vorübergehend. Es ist vor allem die Frage, wo und wie erneuerbarer Strom produziert wird. Gefahren und Verschmutzung bei der Stromerzeugung will niemand mehr.

 

OnlineReports: Ein neues AKW in der Schweiz – gar im Baselbiet?

 

Buser: Nein, das braucht es nicht. Denn wir haben Speicherseen, die Schweiz ist das Wasserschloss Europa. Zusammen mit anderen nachhaltigen Technologien ist die Schweiz am nächsten dran, eine total erneuerbare Stromproduktion zu erreichen.

 

OnlineReports: Sind wir auf den guten Weg dorthin?

 

Buser: Im Bund wie im Kanton stelle ich leider fest, dass man ohne klare Agenda unterwegs ist und sich einfach etwas treiben lässt. Ich wünschte mir, dass jene, die an den Regierungs-Hebeln sitzen, auch etwas nach vorn schauen, Impulse setzen und sagen: "Da wollen wir hin.

 

OnlineReports: Wenn Strom fehlt, kann auch nicht mehr getankt werden, Pumpen stehen still. An Tankstellen und Läden sind die Kassen tot, Öl- und Gasheizungen stehen still, auch Solaranlagen und Wärmepumpen. Die Auswirkungen wären dramatisch.

 

Buser: Einen Strom-Stopp müssen wir um jeden Preis verhindern. Selbst wenn es im Notfall zu einer stundenweisen Abschaltung käme, würde die Schweiz auch dies überstehen. Jedenfalls sind wir beim Strom sicherer als beim Gas, das importiert werden muss.

 

OnlineReports: Finden Sie, ich male schwarz?

 

Buser: Es wird im Moment extrem Angst gemacht. Experten sagen mir, dass wir kurzfristig keine Mangellage haben werden und bis nächsten Februar genügend Strom vorhanden ist. Mehr Sorgen bereitet mir die derzeit übergeordnet stattfindende tektonische Verschiebung der produzierenden Wirtschaft in Richtung USA.

 

OnlineReports: Was meinen Sie damit?

 

Buser: Dort knallen die Champagnerkorken, weil das Land über genügend Öl, Strom und Gas verfügt und über Jahrzehnte bessere Energiepreise als Europa bieten kann. Es wird die ganz grosse Herausforderung sein, dass nicht ganze Teile der Industrie abwandern.

"Hauseigentümer wollen nicht von einem
Interessenvertreter beraten werden."

OnlineReports: Viele investitionsbereite Hauseigentümer "schwimmen, weil ihnen die Energieberater unterschiedliche sogenannte massgeschneiderte Lösungen vorschlagen. Ist es nicht ein Problem, dass viele Installateure ihren Fokus aus ihrem herkömmlichen Beruf – Heizung, Sanitär, Elektrizität, Solar – beziehen, nicht aber aus der komplexen Verknüpfung der neuen Technologien und in interdisziplinärer Kompetenz?

 

Buser: Diese Kompetenz ist vorhanden, aber sicher nicht in genügendem Mass. Das zeigt sich daran, dass zu einer Veranstaltung des Hauseigentümerverbands, die wir zum Thema häusliche Energieversorgung und Heizungsersatz anbieten, nach zwei Tagen 300 Anmeldungen eingetroffen sind. Dazu haben wir den unabhängigen Experten Marc Schürch engagiert. Die Hauseigentümer wollen unabhängig beraten werden und nicht von einem Interessenvertreter, der sie über den Tisch zieht.

OnlineReports: Wie sich abzeichnet, könnte die Autobranche bald auch in die Strombranche einsteigen – beispielsweise durch die schwarmweise Nutzung von Teilen der Autobatterie-Ladung als virtuelles Kraftwerk zur kurzfristigen Abdeckung von Spitzenlasten. Sehen Sie eine Entwicklung auch in diese Richtung?

Buser: Ja. Und ich sehe hier vor allem grosses Potenzial, das hoffentlich rasch erschlossen werden kann. Der Schlüssel wird sein, diese Entwicklung zuzulassen und nicht mit vielen Regulierungen abzuwürgen.

 

OnlineReports: Steht auf dem Dach Ihres Hauses schon eine Solaranlage?

 

Buser: Mein Vater war der Erste im Baselbiet, der eine thermische Solaranlage aufs Dach meines Elternhauses montieren liess.

 

OnlineReports: Was sagen Sie zu Reto Baumgartner, dem neuen Direktor des Basler Gewerbeverbandes?

 

Buser: Schön, ich habe ihm gratuliert. Eine gute Wahl.

Mehr über den Autor erfahren

19. September 2022

Weiterführende Links:


Gesprächspartner




Christoph Buser (51) ist seit Dezember 2011 Direktor der Wirtschaftskammer Baselland als Dachverband der Baselbieter KMU-Wirtschaft und Vorstandsmitglied der "Liga Baselbieter Stromkunden". Buser ist auch Verwaltungsrat der Elektra Baselland (EBL) und Präsident des Hauseigentümer-Verbands Baselland. Der Ökonom gehört zudem den Vorstand der "Liga der Baselbieter Steuerzahler" an. Der Freisinnige gehörte von 2007 bis 2019 dem Landrat an. Buser ist verheiratet, Vater von zwei Kindern und wohnt in Füllinsdorf.
 


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"Staatlich geschenkte Photovoltaik-Anlage"

Das ist jetzt doch das Lustigste, was ich je gelesen habe. Dezentrale Stromproduktionsanlagen auf privaten Immobilien soll der Bund oder der Kanton grösstenteils finanzieren. Und der Strom soll nur «verkaufbar» werden, wenn er nachgefragt wird. Auf jedem Dach ist dann eine staatlich geschenkte Photovoltaik-Anlage, die vielleicht gar kein Strom einspeist, aber vielleicht doch eines Tages dann Strom verkauft. Und dann müsste ja das Netz so ausgebaut sein, dass es den verkauften Strom jederzeit aufzunehmen vermag. Wenn dem so ist, dann kann man beim Netzausbau keinen Rappen sparen. Alles sehr unausgegoren – energiewirtschaftlich wirklich «funny».


Eric Nussbaumer, Liestal




"Lustig irgendwie"

Die Linken verlangen Gratis-Kitas und die Rechten Gratis-Solaranlagen. Lustig irgendwie. Und Steuersenkungen sollen auch noch Platz haben. Das alles geht bald nicht mehr auf.


Margareta Bringold, Wahlen



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"Wenn jetzt die frühere Regierungsrätin und heutige Ständerätin Verena Herzog (SP) antritt, hat sie nach fünfzig Jahren nicht nur den Stadtbasler Anspruch auf ihrer Seite. "

Christoph Mörgeli
"Weltwoche"-Autor
am 1. Dezember 2022
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Herr Mörgeli hätte wohl gern die Thurgauer SVP-Nationalrätin Verena Herzog als Bundesrätin, muss aber mit Eva Herzog Vorlieb (SP) nehmen.

RückSpiegel


In ihrer Recherche über die sterbende Kulturberichterstattung in Basler Medien bezieht sich Bajour auf OnlineReports.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Angriff auf den Stiefvater vor dem Muttenzer Gerichtsgebäude auf.

Die Basler Zeitung und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Rückkehr von Christine Keller in den Basler Grossen Rat auf.

In ihrer Analyse über die unklare Gesundheitsversorgung des Laufentals ging die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche ein.

Telebasel konfrontierte die SVP-Regierungsrats-Kandidatin Sandra Sollberger mit einem Kommentar aus OnlineReports (worauf sie die Stellungnahme verweigerte).

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen den OnlineReports-Bericht über Pläne zum Abbruch des Spitals Laufen auf.

Die OnlineReports-News über den Wechsel des Telefon-Anbieters durch die Basler Verwaltung wurde von der BZ Basel und Happy Radio aufgenommen.

In seiner Aufstellung über "Politiker, die Wasser predigen und Wein trinken", nahm der Nebelspalter auch auf einen Artikel in OnlineReports Bezug.

20 Minuten griff die OnlineReports-Meldung über einen Autolenker, der bei der verbotenen Fahrt durch eine Einbahnstrasse in Birsfelden eine Radfahrerin schwer verletzte, auf.

Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des früheren Baselbieter Regierungsrats Urs Wüthrich nahmen Telebasel, die BZ Basel, die Basler Zeitung, das SRF-Regionaljournal, Prime News, die Nachrichtenagentur SDA, 20 Minuten und Happy Radio auf.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Recherche über Lärm-Überschreitungen im Osten des Gundeldinger-Quartiers auf.

Auf die OnlineReports-News über den Rücktritt der Laufener Finanzkommission reagierte die BZ Basel mit einem Nachzug.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Analyse der Basler FDP auf einen OnlineReports-Artikel aus dem Jahr 2005 Bezug.

Die BZ Basel nahm in ihrem Bericht über den Protest gegen entwässerte Basler Brunnen auf OnlineReports Bezug.

Die OnlineReports-News über stehengelassene BVB-Buspassagiere wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Aufnahme von Frauen in die drei Kleinbasler Ehrengesellschaften auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über Login-Probleme bei der Basler Kantonalbank (BKB) nach. Ebenso das Regionaljournal, das aber keine Quelle nannte.

Die BZ Basel und das SRF-Regionaljournal nahmen die OnlineReports-Meldung vom Tod des ehemaligen Baselbieter LdU-Nationalrats Claudius Alder auf.

In ihrem Bericht über den Störungs-Aufruf von "Basel nazifrei" zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Heiko Vogel (47), der frühere Cheftrainer, kehrt am 1. Januar 2023 als Sportdirektor zum FC Basel zurück, um den "gesamten operativen Fussball-Alltag des FCB" zu verantworten.

Die Baselbieter Regierung hat die Mietung von Räumlichkeiten für das Amt für Migration und Bürgerrecht im Helvetia Tower in Pratteln beschlossen.

Auf die im Februar zurücktretende "Basta"-Grossrätin Beatrice Messerli (70) wird die Präsidentin des Jungen Grünen Bündnisses Nordwest, die Klimaaktivistin Fina Girard (Jahrgang 2001) folgen.

Lorenz Amiet, bisher Vizepräsident, wird neuer Präsident der SVP-Grossratsfraktion als Nachfolger von Pascal Messerli, der neu Parteipräsident wurde.

In Lörrach bewarf dieser Tage ein Unbekannter die Fassade der Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde mit Eiern.

Am Riehenring entsiegelt das Basler Bau- und Verkehrsdepartement als Versuch ab 31. Oktober insgesamt 14 Parkfelder, so dass dort zukünftig Regenwasser in den Untergrund geleitet wird.

Witterungsbedingt muss die Eröffnung der Kunsteisbahn Eglisee in diesem Jahr um zwei Wochen nach hinten verschoben werden, nämlich auf den 12. November.

Ab 1. November müssen sämtliche Personen, die den Kanton in strategischen Führungsorganen der Beteiligungen des Kantons Basel-Landschaft vertreten, ihre Vergütungen offenlegen.

Der Kanton Baselland beteiligt sich mit 900'000 Franken an der von der Wirtschaftskammer organisierten grössten Berufswahlmesse der Schweiz.

Am 29. Oktober, ab 10.15 Uhr, findet an der Oristalstrasse 100 A in Liestal die öffentliche Fahrzeug-Versteigerung von rund 140 Velos diverser Marken, 4 Autos (BMW X6 xDrive30d, Honda Civic 2.0i Typ R, VW T5 Kombi D 4M BMT, VW Polo Blue GT) und ein Arbeitsanhänger (BZS MA MA MA) statt.

Die Kunsteisbahn Margarethen eröffnet am 22. Oktober, die Eislaufsaison und eine Woche später; ab dem 29. Oktober, ist auch die Kunsteisbahn Eglisee geöffnet.

Die Evangelische Volkspartei Baselland (EVP) feierte am vergangenen 9. Oktober mit Partei- und ihren 100. Geburtstag.

Das Bau- und Verkehrsdepartement erteilt der Wyniger Gruppe den Zuschlag für den Betrieb der Flora-Buvette ab 2023; es soll sich um die "erste klimaneutrale Buvette" handeln.

Per 1. Januar 2023 übernimmt Christopher Henry Tütsch (49) die Geschäftsleitung des Ausländerdienstes Baselland als Nachfolger von Oliver Bolliger, der zum selben Zeitpunkt die Geschäftsleitung der Stiftung Wohnhilfe in Basel übernimmt.

Die Delegierten des Gewerbeverbandes Basel-Stadt haben am 20. September Hansjörg Wilde zum neuen Präsidenten gewählt.

Nach einjährigem Studium am Basler Gymnasium Kirschgarten konnten dieses Jahr 65 junge Erwachsene ihre Passerelle-Ausweise entgegennehmen, die ihnen nach der Berufs- oder Fachmatur den Zugang zu sämtlichen Studiengängen an den Schweizer Hochschulen ermöglichen.

In Muttenz beim Hallenbad beginnen im September /Oktober die Bohrarbeiten zur Erkundung des Untergrundes, da es dort zu Dolineneinstürzen und grossflächigen Absenkungen gekommen ist.

Der Verein "Treffpunkt Arlesheim" (ehemals "Verkehrsverein Arlesheim") beschloss bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung, sich aufzulösen.

Gleichzeitig mit dem Start der Bundeskampagne zum Energiesparen senkt die Basler Regierung die Heiztemperatur in seinen Verwaltungsgebäuden auf 19 Grad Celsius.

Der Liestaler Stadtrat hat beschlossen, den "Engel-Saal" unter dem Namen "Stadtsaal" in eigener Regie zu betreiben, womit er den Liestaler Vereinen zukünftig zu vergünstigten Konditionen angeboten werden kann.

Die Baumann & Cie übernimmt rückwirkend per 30. Juni 100 Prozent der Aktien der Vögeli Vermögensverwaltung AG.

In Basel-Stadt ist am 19. August die aus Lehrerkreisen angeregte Initiative zur Erweiterung der Integrativen Schule durch heilpädagogisch geführte Förderklassen eingereicht worden.

Die beiden Ludotheken Bläsi und St. Johann der Robi-Spiel-Aktionen werden nach 2022 nicht weiter betrieben.

Anouk Feurer, die Co-Präsidentin des "Jungen grünen Bündnisses Nordwest", ist Nachrückende für die zurücktretende grüne Basler Grossrätin Michelle Lachenmeier.