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"Keine Auskunft zu Mietverhältnissen": Basler Traditions-Kino "Rex"

Lichterlöschen in der "Steinen": Basler Kino "Rex" schliesst

Ende Jahr wird der Betrieb des Traditions-Kinos in der "Steinenvorstadt eingestellt


Von Christian Hilzinger


Gleich zwei grosse Kinosäle verschwinden in der Basler Steinenvorstadt: Auf Ende Jahr wird das Kino "Rex" geschlossen. Die Betreiberin Kitag AG zieht sich aus der Innenstadt zurück.


Was schon lange gemunkelt wurde, wird nun Realität: Die Kitag AG schliesst in der Steinenvorstadt das Kino "Rex". Olivia Willi von der Kitag-Pressestelle auf Anfrage zu OnlineReports: "Wir werden das Kino Rex in Basel noch bis Ende 2019 betreiben."

Die beiden Kino-Säle mit 340 und 208 Sitzplätzen werden somit in wenigen Monaten verschwinden. Für die weitere Nutzung ist der Immobilien-Dienstleister "Wincasa" zuständig.


Auch die Zukunft des zweiten Kinos der Kitag AG in der Steinenvorstadt, das Kino "Capitol" (406 und 125 Sitzplätze), ist ungewiss. Olivia Willi sagt dazu nur: "Zu unseren laufenden Mietverhältnissen geben wir keine Auskunft".

Pathé Küchlin dominiert die "Steinen"

Das Kino "Studio Central" in der Nähe des Marktplatzes hat die Kitag AG 2017 geschlossen. Das "Studio Central" ist inzwischen teilweise wieder geöffnet, und ein privater Betreiber zeigt an spezifischen Tagen vor allem Bollywood-Filme aus Indien und Pakistan in der Originalsprache (meist mit englischen Untertiteln).

Damit beherrscht Pathé Küchlin mit ihren acht Sälen und 2'117 Sitzen bald die ganze Kino-Meile in der "Steinen". Doch auch Pathé hat in der Innerstadt Angebote geschlossen: Das Kino "Hollywood" (2005 mit zwei Sälen), "Eldorado" (2014 mit zwei Sälen) und "Plaza" (2018).

Die Kitag AG zieht es an den Stadtrand. Bei der Überbauung Hagnau in Muttenz soll ein neues Multiplex-Kino entstehen.

Schwerer Stand für Kino-Branche

Auch beim Stücki-Areal an der Grenze zu Deutschland wird ein Multiplex-Kino mit 18 Sälen gebaut. Hochmoderne Angebote nach dem Vorbild der High-Tech-Kinos in Südkorea, wie sie in der Schweiz so noch nicht existieren. Die Immobilienfima "Wincasa" baut es für die Areal-Besitzerin "Swiss Prime Site AG". Betrieben werden die Säle dereinst von der Firma "Arena Cinemas".

Die Kinobranche hat einen schweren Stand. Das Kinojahr 2018 gilt als das schlechsteste in der Schweiz seit 1995, schreibt "ProCinema", der Dachverband der Schweizer Kino- und Filmverleihunternehmen. Im vergangenen Jahr sanken die Besucherzahlen nochmals um 12,5 Prozent. 12,1 Millionen Eintritte wurden im 2018 verkauft (13,8
Millionen Eintritte waren es im Jahr 2017; das Spitzenjahr war noch 2002 mit 18,8 Millionen Eintritten).

9. August 2019


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Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


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