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Marc Schinzel: "Schinzel Pommes"

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Summertime – das tut uns gut

Sommer – heiss herbeigesehnte Jahreszeit. Ferien, fern von Arbeit, Schule und Politik. Viel Sonne natürlich. Genuss kühler Getränke im lauschigen Schatten. Grillabende in Balkonien, am Rheinufer, in den städtischen Parks. Picknicks auf abgelegenen Alpwiesen, zu denen man im Schweisse seines Angesichts emporgewandert ist. Oder das beruhigende Rauschen des Meeres, dessen glitzernde Wellen sanft auf den hellen Sand in der palmenbesetzten Bucht treffen. 

Hinaus in die Natur, weg von der Tastatur! Ausgedehnte, gemütliche Abende im Freundeskreis. Zweisamkeit und Zeit mit der Familie, die es auch noch gibt. Musse, die sich nicht mehr vom schlechten Gewissen verdrängen lässt, das auf rastlose Tätigkeit programmiert zu sein scheint. Raum für Openair-Kinos und Bücher, die endlich die gebührende Aufmerksamkeit erhalten. Die Zwänge des Alltags entschwinden. Die Agenda wird luftiger und unverbindlicher, ausser wenn die fussballerischen Highlights der Euro 2024 rufen. 

Sommer – bloss ein kitschiges Klischee? Ein Gag in der Art von "Sun, Fun and Nothing to Do", Peach Webers Blödelsong, den ich nie ausstehen konnte und der mir doch stets lästig im Kopf herumschwirrt, wenn wir Juli und August haben? 

Wer kennt nicht die repetitiven Posts, die den Klimawandel für beendet erklären?

Der Sommer kann auch ganz anders, wie wir wissen. In den letzten Jahren dominierte die Hitze. Dieses Mal sind Dauerregen, Überschwemmungen und Bergrutsche angesagt. Verheerende Unwetter forderten Todesopfer. Wer kennt nicht die repetitiven Posts auf X (früher Twitter), die den Klimawandel für beendet erklären, weil die Sonne bei uns buchstäblich ins Wasser fällt? 

Das ausgedehnte Nass und die bescheidenen Temperaturen bieten jedenfalls keine Traumszenerie für Peter Maffays Schnulze "Und es war Sommer", in der dieser die Sonne am Abend als adoleszenter Jüngling verabschiedet und nach einer feurigen Nacht an der Seite einer 31-jährigen Frau als frisch geborener Mann wieder begrüsst. Der Sommer bewegt viel. 

Wenn wir nun herunterfahren und in unsere wohlverdienten, grossen oder kleineren Ferien gehen, gibt es viele, die uns das mit ihrem unermüdlichen Einsatz ermöglichen. Ich denke an die Mitarbeitenden der Stadtreinigung, die die Kleinbasler Riviera sauber halten. An die Pilotinnen und Piloten und die Fluglotsen, die dafür sorgen, dass sich in alle Himmelsrichtungen ausschwärmende Flugzeuge mit erholungsbedürftigen Touristinnen und Touristen an Bord nicht in die Quere kommen.

Es ist, wie wenn ein Teil der südländischen Lebensfreude zu uns herüberschwappt. 

Ich denke aber auch an die Polizistinnen und Polizisten, die zuverlässig zur Stelle sind, wenn sich von reichlich Sangria, Wodka oder Bier benebelte Gemüter zu stark erhitzen. Auch die feinen Häppchen sowie die verführerischen Mojitos und Tequilas, die wir unter dem Sonnenschirm geniessen, muss jemand zubereiten. 

Im Sommer verlangsamt sich der Rhythmus des öffentlichen Lebens in Europa. In der Schweiz sind der "Bündelitag" und die Ende Juni stattfindende Reise des Bundesrats in den Heimatkanton der Präsidentin oder des Präsidenten traditionelle Startpunkte für die gemächlichere Gangart der Politik und der Geschäftswelt. Es ist dann, wie wenn ein Teil der südländischen Lebensfreude und Gelassenheit über den Alpenkamm zu uns herüberschwappt. 

Das tut uns gut, unabhängig vom Wetter. Wenn wir uns etwas lösen können von der Verbissenheit, mit der wir in alltäglichen Angelegenheiten zu oft unterwegs sind, wenn wir etwas Distanz gewinnen zu unseren gewohnten Aufgaben, so kann uns das neue Horizonte öffnen. "Summertime and the livin' is easy", singt die junge, keineswegs sorgenfreie schwarze Mutter Clara in George Gershwins Oper "Porgy and Bess", als sie im ärmlichen Fischerviertel von Charleston (South Carolina) ihr Baby in den Schlaf wiegt. 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine entspannte Sommerzeit mit viel bereichernder Musse. Dann wird Sie auch etwas Regen nicht aus der Bahn werfen.

8. Juli 2024
 Ihre Meinung zu dieser Kolumne
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Marc Schinzel, geboren 1963, studierte und doktorierte an der juristischen Fakultät Basel und absolvierte ein Postdoc-Studium in Völkerrecht und internationalen Beziehungen an der Columbia University, New York. Er arbeitet beim Bundesamt für Justiz mit Schwerpunkten im Staats- und Religionsrecht. Mit seiner Familie wohnt er in Binningen, wo er aufgewachsen ist. Seit 2015 vertritt er die FDP im Baselbieter Landrat, seit 2016 im Einwohnerrat Binningen. Schinzel gehört der Geschäftsleitung der FDP BL an. Seine Interessen sind Geschichte, Musik sowie nahe und ferne Kulturen. © Foto Landeskanzlei BL

marc.schinzel@gmail.com

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"Vielen ist das Glück nicht vergönnt"

Eine wunderbare Hommage an den Sommer von Marc Schinzel. Es hat Spass gemacht, die Kolumne während der südfranzösischen Siesta zu lesen, und sich all dessen bewusst zu werden, was in der Kolumne so anschaulich beschrieben wird. Und auch Demut empfinden, dass man/frau Ferien machen darf. Es gibt so viele, denen das Glück nicht vergönnt ist, sei es aus finanziellen oder aus gesundheitlichen Gründen. Für all die Daheimgebliebenen hoffe ich, dass auch sie noch viele sonnige Tage erleben dürfen!


Marina Fink, Zunzgen


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"Basler Bauern kämpfen gegen den Dauerregen"

BaZ
in einem Titel
im Regionalteil
am 16. Juli 2024
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Zürcher Blattmacher kämpfen für die Kantonsfusion.

RückSpiegel

 

20 Minuten und zentralplus zitieren die OnlineReports-Recherche über die Baselbieter Obstbauern, die ihre Kirschen nicht verkaufen können.

Die BaZ und 20 Minuten beziehen sich in einem Artikel über den tödlichen Unfall im St. Johann auf einen Bericht aus dem OnlineReports-Archiv.

Die bz nimmt die OnlineReports-Recherche über den Kunst-Coup der Stiftung Im Obersteg auf.

Die bz vermeldet den Tod von Aurel Schmidt und bezieht sich dabei auf OnlineReports.

Baseljetzt, bz, Volksstimme, SDA und Happy Radio nehmen die Recherche von OnlineReports über den geschassten CEO Marcel Allemann auf.

Die bz berichtet, dass Landrat Hannes Hänggi das Mitte-Präsidium übernehmen will, und verweist dabei auf OnlineReports.

Das Portal kath.ch nimmt die OnlineReports-Recherche über die Pläne der Basler Hicret-Moschee in Reinach im Medienspiegel auf.

Baseljetzt nimmt die Recherche von OnlineReports über den "Fuck SVP"-Schriftzug am Nebiker-Turm in Sissach auf.

In ihrem Bericht über die Wahl des neuen Baelbieter SVP-Präsidenten zitiert die Basler Zeitung aus einem OnlineReports-Kommentar.

 

Das Regionaljournal Basel veweist in einem Beitrag über die Probleme der Kitas im Baselbiet auf OnlineReports.

Der Klein Report nimmt die Recherche von OnlineReports über Roger Blums Buch über die Basellandschaftliche Zeitung auf.

Die BaZ bezieht sich in einem Artikel über die Zerwürfnisse in der Baselbieter SVP auf OnlineReports.

Die bz verweist in einem Bericht über die Kita-Krise im Baselbiet auf OnlineReports.

BaZ, Baseljetzt und Happy Radio nehmen die OnlineReports-News über das geplante Ministertreffen in Basel auf.

Der Sonntagsblick zitiert OnlineReports in einer grossen Recherche über die Baselbieter SVP-Politikerin Sarah Regez.

Baseljetzt verweist im Bericht über Basler Schiffsunfälle auf ein OnlineReports-Video.

Die Volksstimme greift die OnlineReports-Recherche über das Aus des Textildruck-Unternehmens Permatrend auf.
 

Weitere RückSpiegel







In einem Satz


Markus Habegger übernimmt am 2. August die Leitung des Tageshauses für Obdachlose in Basel als Nachfolger von
Paul Rubin.

Der Basler Rechtsanwalt und Baurechtsexperte Daniel Gebhardt wird neuer Verwaltungsratspräsident der Rhystadt AG, der grössten Eigentümerin auf dem Klybeck-Areal. 

Die Baselbieter Grünen-Landrätin Erika Eichenberger tritt im September zurück, Natalie Oberholzer rückt nach.

Ass. Prof. Dr. Prisca Liberali wird für ihre Forschung auf dem Gebiet der Gewebebildung mit dem Wissenschaftspreis der Stadt Basel ausgezeichnet.

Sarah Mehler folgt am
1. Oktober als neue Geschäftsführerin der Kaserne Basel auf Eva Heller.

Markus Jordi,
langjähriges Mitglied der SBB-Konzernleitung, übernimmt am 1. Januar 2025 den Vorsitz des Fachhochschulrats der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Karoline Sutter und Urs Berger treten nach über zehn Jahren per 31. März 2025 aus dem Bankrat der Basler Kantonalbank zurück, die Vakanzen werden demnächst ausgeschrieben.

Jacqueline Herrmann und Alexander Bieger lösen Brigitte Jäggi ab, die als Rektorin des Gymnasiums Muttenz in Pension geht.

Bettina Zeugin folgt als Präsidentin von insieme Baselland auf Röbi Ziegler.

Der frühere Baselbieter SP-Regierungsrat Peter Schmid gibt das Präsidium des Freundevereins Zoo Basel an seine Parteikollegin und Landrätin Miriam Locher ab.

Eine Findungskommission sucht eine Nachfolge für Anna Schmid, Direktorin des Museums der Kulturen Basel, die 2025 in Pension geht.

Grünen-Politikerin Flavia Müller aus Allschwil rückt für Biljana Grasarevic in den Baselbieter Landrat nach.

Doppel-Pensionierung am Euro-Airport: Direktor Matthias Suhr geht Ende März 2025, sein Stellvertreter Marc Steuer Ende Dezember 2025 in den Ruhestand.

Jo Krebs
übergibt nach über 23 Jahren seine Stelle als Leiter Unternehmenskommunikation von Primeo Energie an Nachfolger Fabian Hildbrand.

Die Israelitische Gemeinde Basel wählt mit Steffi Bollag als Nachfolgerin von Emmanuel Ullmann erstmals eine Frau zur Präsidentin.

Sabina Brocal wird am
1. August Förderchefin der Abteilung Kultur im Präsidialdepartement Basel-Stadt.

Die Stadtreinigung des Basler Tiefbauamts wird ab 12. August neu von Markus Müller geleitet, sein Vorgänger Dominik Egli geht in Pension.

Christoph Jorns wird am 1. Juli Finanzchef der Basler Lebensversichererin Pax als Nachfolger von Alex Flückiger.

Mirjam Christ-Crain
 von der Universität Basel erhält den mit 200'000 Franken dotierten Otto-Naegeli-Preis für ihre patientenorientierte klinische Forschung.

Kimrobin Birrer übernimmt das Parteisekretariat der GLP Baselland von Yves Krebs.

Barbara Staehelin hat am
1. Mai das Verwaltungsrats-Präsidium des Kantonsspitals Baselland von Madeleine Stöckli übernommen.

Die Baselbieter Regierung hat Kathrin Choffat und Roger Müller als neue Mitglieder des Bankrats der BLKB für die laufende Amtsperiode bis Mitte 2027 gewählt. 

Der Baselbieter Regierungsrat hat Raphael Giossi zum Nachfolger des langjährigen kantonalen Bieneninspektors Marcel Strub gewählt.