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"Derart radikalisierte Monopolzeitung": BaZ-Richtungskritiker Krneta

"Wir brauchen nicht wieder die Polarisierung des Kalten Krieges"

Die "Basler Zeitung", Somm und Suter: Interview mit Guy Krneta, Koordinator der BaZ-Protestaktion "Rettet Basel"


Von Peter Knechtli


Die erfolgreiche BaZ-kritische Online-Aktion "Rettet Basel" will auch nach dem Besitzerwechsel bei der "Basler Zeitung" weiter bestehen bleiben. Im OnlineReports-Interview sagt "Rettet Basel"-Koordinator Guy Krneta, die Anliegen der Kritiker seien "nicht erfüllt, solange Markus Somm noch Chefredaktor der BaZ ist".


OnlineReports: 18'500 Personen haben ihren Namen für den Slogan "Wir haben genug von Blocher, Somm und Tettamanti" hergegeben. Nun sind Blocher und Tettamanti weg von der "Basler Zeitung", einzig Chefredaktor Markus Somm ist noch da. Ist die Luft Ihrer Aktion"Rettet Basel" jetzt draussen?

Guy Krneta: Überhaupt nicht. Die Frage ist, wie es weiter geht. Wir sind ja nicht legitimiert, Wortführer für 18'000 Leute zu sein. Wir selber sind der Meinung, unser Anliegen sei nicht erfüllt, solange Markus Somm noch Chefredaktor der BaZ ist. An der inhaltlichen Ausrichtung der "Basler Zeitung" hat sich ja nichts geändert und wird sich, wie es aussieht, auch nichts ändern.

OnlineReports: Aber jetzt haben doch – zumindest nach bisherigem Kenntnisstand – zwei der drei Namen nichts mehr mit der "Basler Zeitung" zu tun. Reicht Ihnen dies noch nicht?

Krneta: Nein, wir wissen ja gar nicht, wie dieser Handel vor sich gegangen ist. Wir wissen nicht, wer Moritz Suter das Geld gegeben hat, und wer also weiterhin Einfluss auf diese Zeitung ausübt. Der eigentliche Auslöser unserer Aktion war die Implementierung von Markus Somm Ende August. Als das Beratungsmandat von Christoph Blocher bekannt wurde, lief das Fass über. Darauf haben wir reagiert.

OnlineReports: Das heisst, Sie glauben Suter nicht, dass er die BaZ aus seinem eigenen Vermögen bezahlt hat?

Krneta: Das glauben wir nicht, nein. Dafür gibt es zu viele Gegeninformationen. Wir wären sehr interessiert daran, dass Moritz Suter bald bekannt gibt, was er mit der Zeitung vor hat, welches Szenario er mit dem Unternehmen verfolgt und welche Rolle Markus Somm darin spielen soll.

 

"Somm bestimmt wesentlich, welche Debatten
geführt werden und wie sie geführt werden."


OnlineReports: Was stört Sie denn an Somm? Er ist nur einer von etwa 70 Redaktoren.

Krneta: Ja, aber er ist nicht nur ein regelmässiger Kolumnist. Er ist Chefredaktor der Zeitung und gibt den Ton vor. Wenn es nur seine Artikel aus Halbwahrheiten und Polemik wären, könnte man sie wegblättern. Aber er bestimmt wesentlich, welche Debatten geführt werden und wie sie geführt werden. Er bestimmt auch weitere Kolumnisten und Blattmacher. Es stimmt schon, dass er Gegenpositionen einlädt. Aber diese Gegenpositionen dienen ja nur dazu, klar zu machen, dass es sich um wichtige Debatten handelt. Somm gibt die Themen vor. Debatten sollen aber nicht ideologisch vorgegeben sein, weil sie gut zu einem Parteiprogramm passen, sie haben sich aus der Wahrnehmung der gesellschaftlichen Realität zu ergeben.

OnlineReports: Die Redaktion könnte sich ja gegen ideologisch inszenierte Debatten wehren.

Krneta: Interessant ist, dass Markus Somm öffentlich behauptet, die Redaktion sei links und er müsse quasi eine Gegenposition zur Redaktion einnehmen. Das ist ein seltsamer Blick des Chefs auf das Verhältnis zu seinen Mitarbeitern.
 
OnlineReports: Welche Pläne verfolgt "Rettet Basel" jetzt?

Krneta: Wir haben sehr viele Rückmeldungen erhalten, wie es jetzt weiter gehen soll. Es kristallisieren sich drei Richtungen heraus, über die wir in den nächsten Tagen konsultativ abstimmen lassen. Die häufigste Option ist, dass wir dran bleiben sollen und Druck ausüben, so lange Somm Chefredaktor ist. Andere meinen, wir sollten unsere Kräfte dafür verwenden, den Aufbau einer neuen Zeitung zu unterstützen. Ein paar, in den letzten Tagen allerdings immer weniger, raten uns, die Aktion abzubrechen, wir hätten doch unser Ziel erreicht.

OnlineReports: Aber welches ist die Stossrichtung von "Rettet Basel": Eine unabhängige, professionelle BaZ zu fordern oder eine neue Zeitung, die publizistischen Wettbewerb ermöglicht?

Krneta: Das kann ich so nicht sagen. "Rettet Basel" ist keine Aktion, die in der Lage ist, eine Zeitung zu lancieren. Wir können dem neuen Projekt, das derzeit am Entstehen ist, durch Glaubwürdigkeit Rückendeckung geben. Aber wir selber sind weder Zeitungsmacher noch verfügen wir über die nötigen finanziellen Ressourcen.

 

"Angedacht ist eine neue Zeitung, die
den Abonnentinnen und Abonnenten gehört."


OnlineReports: Sie sprechen von einem Projekt - worum handelt es sich?

Krneta: Privatbürger haben die Idee an uns herangetragen. Sie haben sich bereit erklärt, einen Projektkredit zu sprechen und haben  Ivo Bachmann als Projektleiter bestimmt, der nun eine neue Online-Zeitung ...

OnlineReports: ... wir freuen uns auf neue Konkurrenz ...

Krneta: ... mit einer wöchentlichen Papierausgabe aufgleisen soll.

OnlineReports: Wie weit sind Ihre Pläne gediehen?

Krneta: Das Vorprojekt läuft. Es finden Gespräche statt, in denen abgeklärt wird, unter welchen Bedingungen das Projekt realistisch ist und welche anderen Projekte allenfalls mit eingebunden werden können. Angedacht ist eine neue Zeitung nach dem Vorbild der "LeserZeitung", die den Abonnentinnen und Abonnenten gehört. Aber wie gesagt: Das ist nicht unser Projekt. Wir haben von ihm erfahren und unterstützen es.

OnlineReports: Es gibt ja mehrere Initiativen für eine "Neue Zeitung". Mit wem arbeiten Sie zusammen?

Krneta: Es gibt sehr viele Initiativen. Das jetzige Projekt favorisieren wir, weil es nicht personengebunden ist. Es sind nicht einige Personen, die etwas machen wollen und nun noch eine Finanzierung suchen, sondern es ist umgekehrt. Hier gibt es Leute, die Geld für die Ausarbeitung eines Projekts geben und eine Finanzierung auf die Beine stellen wollen. Die personelle Besetzung kommt erst relativ spät, nämlich dann, wenn das Projekt steht. Das scheint uns realistischer zu sein als der umgekehrte Weg.

OnlineReports: Sind bei Ihnen auch schon Geldspenden und Zusagen eingetroffen?

Krneta: Es gibt Leute, die den Wunsch äusserten, unser Projekt zu unterstützen. Wenn konkrete Anfragen zur Unterstützung des Projets eintreffen, leite ich sie immer gleich an Ivo Bachmann weiter. Es gab auch Leute, die einfach unsere Aktion "Rettet Basel" unterstützen wollten.

 

"Es besteht die Idee, den Grundstein
für einen Basler Recherche-Fonds zu legen."


OnlineReports: Wie gingen Sie mit diesen Spendenangeboten um?

Krneta: Die haben wir gestoppt, weil wir nicht gewusst haben, wie wir mit diesen Geldern transparent umgehen könnten. Daraus entstand die Idee, den Grundstein für einen Basler Recherche-Fonds zu legen, unabhängig auch von dem Projekt einer neuen Zeitung. Bisher sind wir das noch nicht angegangen, weil wir nicht zuviele Baustellen schaffen und uns nicht verzetteln wollen.

OnlineReports: Gab es auch Personen, die ihre Unterschrift nach dem Kauf der BaZ durch Moritz Suter von der Liste gestrichen haben wollten?

Krneta: Die gab es, aber es waren sehr wenige. Dagegen gibt es im Moment viel mehr Neueinträge. Das ist ein, finde ich, positives Zeichen. Die Zahl der Unterschriften fällt nicht runter, sondern sie steigt weiterhin an. Das zeigt doch, dass sehr viele Leute das Vertrauen zur BaZ noch nicht gefunden haben und daran interessiert sind, dass die Medienlandschaft in Basel vielfältiger wird.

OnlineReports: Moritz Suter hat die Aktion "Rettet Basel" in seinem ersten Auftritt letzten Mittwoch als "Mobbing" bezeichnet. Wa sagen Sie dazu?

Krneta: Der Mobbing-Vorwurf ist absurd. Wir haben zum legitimen Mittel des Bürgerprotests gegriffen, um uns gegen eine SVPisierung  der BaZ zu wehren. Das Szenario war mehr oder weniger klar: Die Zeitung wurde gekauft, sie hätte zerlegt werden sollen und dann wäre die verkleinerte Zeitung wahrscheinlich nach dem Vorbild der "Weltwoche" an Markus Somm oder an sein Umfeld übergegangen. Man wollte ganz klar eine SVP-Zeitung, die zwar weniger Abonnenten hat, aber in Basel weiterhin das Leitmedium wäre. Da sind wir dazwischen gegangen, weil wir es für fatal halten, wenn sich eine Monopolzeitung politisch dermassen radikalisiert.

OnlineReports: Was kann Moritz Suter tun, um das Vertrauen der Leserschaft und vielleicht auch von "Rettet Basel" zu gewinnen?

Krneta: Er muss erstens klar machen, wer hinter ihm steht und der eigentliche Eigentümer ist und welches seine Strategie ist. Er muss zudem ganz klar kommunizieren, welche Entlassungen vorgenommen werden. Das muss er tun, nicht Markus Somm über die "Schweizer Illustrierte". Schliesslich muss Suter eine Chefredaktion einsetzen, die glaubwürdig ist und nicht so vorbelastet wie Markus Somm.

OnlineReports: Sie sind jetzt im Besitz höchst interessanter Daten – nämlich dem potenziellen Kern-Abonnentenkreis einer Alternativ-Zeitung zur BaZ. Haben Sie schon Angebote zum Kauf dieser Daten erhalten?

Krneta: Nein, bisher nicht. Wir würden sie aber sicher nicht verkaufen. Es geht im Gegenteil darum, mit diesen Daten extrem vertrauensvoll umzugehen – und zu wissen, wann dieses Netzwerk wieder aufgelöst werden kann.

OnlineReports: Wann werden Sie persönlich aus der Aktion aussteigen?

Krneta: Das kann ich noch nicht sagen. Im Moment hat sich die Situation erst dahingehend geändert, dass mit Moritz Suter ein neuer Besitzer da ist und dieser Besitzer aber wieder nicht mit offenen Karten spielt.

OnlineReports: Haben Sie je mit einer solchen Anzahl Unterschriften gerechnet?

Krneta: Überhaupt nicht.

 

"Tettamantis Ziel ist es,
die NZZ in die Hand zu bekommen."


OnlineReports: Wieviele der über 18'000 "Basel-Rettende" werden sich mit dem heutigen Zustand zufrieden geben, und die BaZ wieder oder weiterhin abonnieren?

Krneta: Das weiss ich nicht. Aus den Reaktionen, die wir erhalten, nicht viele. Ich habe empörte Rückmeldungen von vielen bürgerlichen, liberalen, auch älteren Leuten erlebt, die sagten, sie hätten jetzt einfach genug. Sie hätten so und so viele Jahre diese Zeitung abonniert gehabt, sie müssten sich nicht länger von Somm ins Gesicht spucken lassen. Das ist auch das, was mich erschüttert: Somm provoziert so durchschaubar und niveaulos. Dafür braucht man keine Zeitung. Die Rückmeldungen zeigen, dass viele Leute noch immer in grosser Habacht-Stellung sind oder mit der BaZ ganz abgeschlossen haben.

OnlineReports: Könnte aber nicht gerade das Entstehen einer linksliberalen Alternativ-Zeitung Somms rechtsnationalen BaZ-Kurs rechtfertigen?

Krneta: Ich stelle mir vor, dass die "Basler Zeitung" eine bürgerliche Zeitung mit einer Ausrichtung ähnlich der NZZ sein müsste, neben der vielleicht eine andere, eher links-grüne Zeitung Platz hätte. Aber diese BaZ müsste eben auch das Niveau einer NZZ haben. Doch auch die NZZ steht ja unter Druck: Tettamantis Ziel ist es, das hat er ziemlich deutlich gesagt, die NZZ in die Hand zu bekommen. Mit dem neuen Verwaltungsratspräsidenten Konrad Hummler könnte das in der Tat gelingen.

OnlineReports: Werden Sie Verleger der neuen Zeitung in Basel?

Krneta: Ich bin Theater- und Spoken word-Autor und bin damit sehr zufrieden. Ich hoffe, dass ich die jetzige Funktion, die mich im Moment Tag und Nacht beschäftigt, irgendwann wieder los werde. Kunst+Politik ist ein Netz von Künstlerinnen und Künstlern ...

OnlineReports: ... die das Zeitungmachen Andern überlassen wollen?

Krneta: Wir wollen weder in ein Zeitungsprojekt involviert werden, noch wollen wir eines gründen. Uns interessiert die Medienvielfalt, und wir wollen, dass es in der Demokratie Raum für Debatten und Auseinandersetzung gibt. Dieser Raum darf nicht einseitig vorgegeben und mit Themen besetzt sein, bei denen man nur noch den Kontrapart spielen kann. Nach 1989 habe ich erlebt, dass die Welt vielseitig sein und eine ganze Reihe von Positionen zulassen kann. Wir brauchen nicht wieder die Polarisierung des Kalten Krieges.

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30. November 2010

Weiterführende Links:


Interview-Partner

Guy Krneta (46) ist Koordinator der vom Netzwerk "Kunst+Politik" initiierten Online-Unterschriftenaktion gegen den Einfluss von Christoph Blocher, Markus Somm und tito Tettamanti bei der "Basler Zeitung". Hinter die Aktion gruppierten sich in wenigen Tagen mehr als 18'000 Personen. Der Schriftsteller Krneta arbeitet vor allem als Theaterautor und Spoken word-Künstler. Er wohnt in Basel, ist verheiratet mit der Regisseurin Ursina Greuel und Vater dreier Kinder.


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"Somm ist noch einiges zuzutrauen"

Herr Thiriet, den Klönenden war das alte Radio langweilig. Aus allen Kanälen immer dieselbe Musik, dämliche laute Jingles. Informationen wenig kreativ. Nichts Innovatives. Um das umzusetzen, braucht man mehr Lebenserfahrung. Ein Radio nur für Junge war zum Scheitern verurteilt.

 

Somm kann mit seiner forschen Art das monetär sedierte Basel wachrütteln. Den Knopf lösen, der seit der Fusion zur BaZ Basel lahm legt. Wenn er seine Manieren noch anpasst, ist ihm noch einiges zuzutrauen. Basel braucht starke Führungskräfte.


Michael Przewrocki, Basel




"Wie steht es um die eigene Transparenz?"

Die Mechanik ist bekannt: Jeden Tag fahren drei bis vier Leute mit einem Bus auf irgendeinen Hügel. Wegen fehlender Rentabilität macht die Post die Linie schliesslich dicht. Folge: Tausende unterschreiben eine Petition gegen die "skandalöse" Sparmassnahme.

 

Ähnliches bei der BaZ: Würden die 18'000 Protestierer ein BaZ-Abo unterschreiben statt einer Petition, würden auf einen Schlag gut sieben Millionen Franken in die Kassen gespült, die Zeitung wäre finanziell aus dem gröbsten raus und könnte das redaktionelle Angebot merklich ausbauen.

 

Ein flüchtiger Blick auf die Unterschriftenliste zeigt im übrigen, dass die Kündigungen der Abos aus unterschiedlichen Gründen erfolgt sind. Ich entdecke empörte Leserinnen und Leser, die das Abo noch bei Chefredaktor Hans Peter Platz gekündigt haben, andere bei Ivo Bachmann (sogar viele!), weitere bei Geering und die letzten jetzt noch unter Markus Somm. Vielleicht schafft eine Umfrage hier mehr Transparenz.

 

Und noch eine Information wäre nachzureichen. Herr Krneta verlangt zurecht mehr Klarheit bei den Besitzverhältnissen des Basler Medien Verlages.

Beim eigenen Projekt ist der Nebel aber noch dichter. Über die Finanzgeber für die neue Wochenzeitung erfährt man nur, dass es sich um besorgte Basler Bürger handelt, keine Namen, keine Zahlen. Nichts. Ein bisschen wenig, wenn man selbst schweres Geschütz gegen andere in Stellung bringt.


Roland Stark, Basel




"Wie viele der 18'000 haben ein BaZ-Abo?"

Ich setze ein grosses Fragezeichen hinter die Zahl von angeblich 18'000 empörten BaZ-Sympathisanten. Wie viele von ihnen haben/hatten ein Abo? Wie gross war deren Commitment zur "alten" BaZ? Sind diese Leute wirklich bereit, über 300 Franken im Jahr zu zahlen und somit einer Zeitung – mit welcher politischen Ausrichtung auch immer – den Rücken zu stärken?

 

Nach dem Verkauf von "Radio Basel 1" vor einem Jahr ging ein mittelschwerer Aufschrei durch die Region. Zugegeben, bei weitem nicht in dem Masse, wie wir ihn jetzt erleben. Aber hätte auch nur die Hälfte der Klönenden regelmässig unser Programm gehört, wir hätten Jahr für Jahr tiefschwarze Zahlen geschrieben.


Simon Thiriet, ehemaliger Programmleiter "Radio Basel 1"




"Vielleicht ist ja auch Somm noch lernfähig"

Auch für mich war das Ziel des BaZ-Kaufs vor zehn Monaten nachträglich völlig klar: Ideologische Vereinnahmung. Dies zugleich den vermeintlichen Gegnern vorzuwerfen ("alles Linke!") gehört dabei zum Programm. Weil die Neugründung einer eigenen "bürgerlichen" Tageszeitung (wir haben zum Glück Pressefreiheit!) zu wenig erfolgversprechend war wurde versucht, eine bestehende Zeitung "heimlich umzupolen".

 

Ich gehe mit Herrn Krneta auch darin einig, dass natürlich Markus Somm ein Teil dieser Agenda war. Selbstverständlich muss dieser auch nicht erst immer bei Christoph Blocher anfragen, um dessen Meinung zu einem Thema zu erfahren: Das ist völlig simpel und vorhersagbar. Ich könnte das meist auch selber – wenn ich es wollte.

 

Dennoch habe ich jetzt mein Abo erst einmal wieder erneuert, für drei Monate. Mir scheint, der Eintritt von Moritz Suter war eine Wendung, die zumindest probeweise Unterstützung verdient. Auch wenn er bisher nichts dergleichen gezeigt hat (sondern ganz im Gegenteil!): Vielleicht ist in der neuen Situation ja auch Markus Somm noch lernfähig? Vielleicht könnte ja auch er ein wenig Interesse für seine Leserschaft entwickeln, die er zugunsten seiner Ideologie bisher völlig ignoriert? Vielleicht entwickelt sich sogar ein "gespannt-konstruktives" Verhältnis zur übrigen Redaktion? Ich weiss, das klingt nach naivem Wunschdenken, aber mein Gefühl ist: Wenn ich jetzt "hart" bin und auch noch "Markus Somm raus!" fordere, dann mache ich mich genau so zum "strammen Ideologen" wie ich es in einer guten Tageszeitung nicht sehen will. Links/rechts ist für mich eine Brille, die einfach zu viel von der Lebenswirklichkeit ausblendet. Und letztlich ist es sogar austauschbar, wie die Biographie von Markus Somm (und übrigens vieler anderer "Rechter") belegt.

 

Nun, blauäugig bin ich auch nicht, und ich werde in den nächsten Monaten vor allem Folgendes genau verfolgen:

 

• Wird Markus Somm den Stil der BaZ einfach um eine Facette bereichern, wie er es behauptet, oder wird er nur polarisierend und politisierend wirken?

 

• Wird die vielleicht tatsächlich nochmals nötige Reduktion der Redaktion halbwegs sachlich erfolgen oder wird sie nach rein ideologischen Kriterien erfolgen, womöglich noch unter Neueinstellung neuer "rechter Beisser"?

 

• Erweisen sich die "geheimen Hintermänner" von Moritz Suter als letztlich die gleichen wie bisher (wie von einigen befürchtet), oder sind es Wohlhabende, denen tatsächlich die kulturelle Vielfalt der Stadt am Herzen liegt, die aber die Anonymität bevorzugen? Doch doch, das gibt es durchaus – und in einigen Monaten werden wir ja sehen, wie der Hase läuft. Ob wir die Namen dieser Leute nun erfahren oder nicht: Sie werden ihre Spuren hinterlassen.


Cornelis Bockemühl, Basel




"Hoffentlich zieht Suter die Basler nicht über den Tisch"

Lieber Ruedi Mohler, ich habe das Gefühl, die Antwort zu deiner Frage kennst Du bestimmt selbst. Es sind nicht einfache Kulturschaffende, die plötzlich heimliche potente Geldgeber aus dem Hut zaubern können. Es sind knallharte Geschäftsleute wie ein Moritz Suter, die ihren Namen, Beziehungen und Freundschaften zur Verfügung stellen, um ein solches Projekt über die Bühne zu bringen. Fragt sich nur, wer die eigentlichen Drahtzieher sind und warum. Das Ganze ging einfach zu schnell, ein Basler rettet Basel – das gibt Ruhe, bringt Zeit und hört sich gut an. In so einem Geschäft hat die Uneigennützigkeit bestimmt keinen Platz. Hoffentlich werden die lieben Basler nicht von einem Berufsbasler über den Tisch gezogen.


Bruno Heuberger, Oberwil




"Dranbleiben, mindestens solange Somm dranbleibt"

Das habe ich gedacht, als ich Somms Leidartikel vom Samstag 27.11.2010 ("Leuenbergers toxisches Vermächtnis"), gelesen habe.

 

Was da nicht alles zusammenkommt. Somm macht Leuenberger zum Vorwurf, eine Kehrtwende vollzogen zu haben vom scharfen Hund und rhetorischer Vollstrecker zum versöhnlichen Debattierer. Leuenberger habe seinen Mann De Weck an der Spitze der SRG installiert, habe die Bauherren an den Rand zum Wahnsinn getrieben, habe einen Geruch der Korruption.

 

Und Somm selber: Er vollzog eine Kehrtwende als "linker", damals sachbezogener Schreiberling im ehemaligen Aargauer Volksblatt zum "rechten" Vasallen des Altbundesrates Ch. B. und zum Personenbeisser der "Weltwoche", und bald wird er seine Leute am richtigen Ort in der BaZ installieren, um die anständige Leserschaft mit seiner Fertigmacherei zum Wahnsinn und dann zur Abo-Kündigung zu treiben.

 

Wie lange muss die Leserschaft die SVP-Methode des Einhackens auf Personen und damit die Vergiftung des politischen Klimas schlucken? Wie lange stellt sich die BaZ Somm als Plattform für die Bewirtschaftung seiner Lieblingsfeinde und Lieblingsthemen zur Verfügung?


Gerhard Trottmann, Mumpf




"Man täusche sich nicht"

Man soll sich nicht täuschen lassen. Moritz Suter ist ebenso ein guter wie knallharter Geschäftsmann und den ehemaligen "Basler Nachrichten" näher stehend als der alten "National-Zeitung" (NZ). So lange er an Somm festhält, ist Sache noch nicht ausgestanden.


Jan Krieger, ehem. NZ-Lokalchef, Basel




"Kein Anspruch auf Vorzugsbehandlung"

Der Zeitungsverlag BaZ ist ein privatwirtschaftliches Unternehmen, weder vom Staat noch von einer Partei subventioniert. Somit gibt es für keinerlei gesellschaftliche oder politische Gruppierung einen Anspruch auf eine Vorzugsbehandlung, auch wenn dieser Eindruck möglicherweise in der Vergangenheit entstehen konnte.

 

Zu den abbestellten Abos werden verschiedene Zahlen herumgeboten. Doch die Annahme wird nicht falsch sein, unter den genannten 18'000 Unterschreibern bezahlt wohl nur ein kleiner Bruchteil ein Abonnement; die Legitimation fürs Unterschreiben dürfte damit nur einem kleinen Teil der grossen Zahl zukommen.

 

Ausserdem: Was ist mit den anderen 90 oder mehr Prozent der BaZ-Leser, die sich nicht gemeldet haben? Handelt die Aktion mit dem schönen Anspruch im Titel auch für die anderen Leser der BaZ? Wenn Ja, dann soll sie das bitte ausweisen.

 

Die BaZ zum Zeitpunkt des Verkaufes durch die bisherige Verlegerfamilie ist auch das Resultat der Bemühungen des früheren Chefredaktors Ivo Bachmann. Und derselbe soll nun eine neue stadtgerechte Publikation aufbauen? Wer verspricht sich was davon?

 

Die BaZ-Gruppe macht jährlich zweistellige Millionenverluste. Die Aktion wäre glaubwürdig, wenn sie zugleich verkündet hätte, die Unterschreiber seien bereit, für das Abo jährlich einige hundert Franken mehr zu bezahlen.

 

Auf andere Ungereimtheiten mag ich gar nicht eingehen. Aber es muss einfach Spass machen, sich für hohe Ziele in die Schanze zu werfen und Basel zu retten!


Lorenz Ros, Basel




"Denken kann ich noch selber"

Wenn wir soweit sind, dass die Strasse und/oder selbsternannte Gralshüter der Publizistik via Strasse bestimmen, was und welche Meinungen in einer Zeitung zu erscheinen haben, kann ich nur sagen: "Guet Nacht BaZ, Guet Nacht Presse- und Meinungsfreiheit." Ich jedenfalls lasse mir weder von einem Krneta noch von einem Blocher oder Somm vorschreiben, was ich zu denken habe. Das kann ich selber.


Max Mantel, Kilchberg




"Warum haben nicht Sie die BaZ gekauft?"

Nur einen einzigen Fehler haben Sie gemacht, Herr Krneta: Warum haben denn nicht Sie die BaZ von Tettamanti und Wagner abgekauft? Dann könnten Sie doch jetzt schon ungehindert zur Umsetzung Ihrer kühnen Pläne schreiten und sich als erstes von Markus Somm trennen.


Rudolf Mohler, Oberwil



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"Nach der Dompteuse wird Massimo gewaschen, geföhnt."

Migros-Zeitung
vom 18. November 2020
über Hundepflege
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Tondeuse heisst das Hundescheren. Oder war es die Hunde-Dompteuse, die zuvor gewaschen und geföhnt wurde?

Frisch pubertiert

Knutschen im Thermalbad

Alles mit scharf

Der Bart nach dem Maskenball

RückSpiegel


Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-News über einen geplatzten Baselbieter Strafprozess auf.

Die Wochenzeitung ging in ihrem Bericht über den Abbau in grossen Schweizer Zeitungsredaktion auch auf "kleinere Player" wie OnlineReports ein.

Die BZ zieht den OnlineReports-Report über den Verzicht auf das Muttenzer Multiplex-Kino der "Kitag AG" nach.

Die OnlineReports-News über die Schliessung eines Tanzlokals in der Basler Innenstadt nahm die BZ auf.

In ihrer Besprechung von Roland Starks Kolumne-Buch "Stark!" nimmt die Volksstimme auf OnlineReports Bezug.

Die BZ kritisierte den designierten Basler SP-Regierungsrat Beat Jans für seinen Twitter-Tweet: "Wieso muss man in unserer Region eigentlich 'Onlinereports' lesen, wenn man sich umfassend informieren, statt belehren lassen will?"
 

Bajour.ch zitiert OnlineReports in einem Interview mit der Basler Regierungsrats-Kandidatin Stephanie Eymann.

Das SRF-Regionaljournal, die BZ, fasnacht.ch sowie LDP-Grossrat Michael Hug (Interpellation) nahmen die OnlineReports-Recherche über Lärmprobleme durch Trommler, Pfeifer und Gugge in Kleinhüningen auf.

Bajour schreibt, die Berichte von OnlineReports zur Baselbieter Velobahn-Affäre gefielen ihr "am besten".

In ihrem Kommentar über staatliche Medienförderung geht Prime News auf das über zwanzigjährige Bestehen von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung und die BZ zitierten in ihren Berichten über das Velobahn-Amigo-Geschäft von Klaus Kirchmayr und Isaac Reber ausführlich aus OnlineReports.

In ihrem Bericht über die Umgestaltung der Basler Meriangärten nimmt die BZ auf eine zuvor erschienene OnlineReports-Recherche Bezug.

Die Badische Zeitung zitierte in ihrer Vorwahl-Analyse der Basler Regierungs-Wahlen aus einem OnlineReports-Kommentar.

In der BZ-Kolumne nahm Daniel Wiener Bezug auf den OnlineReports-Kommentar über den Macht-Poker um die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann.

In ihrem Leitartikel über den Zustand des Kantons Basel-Stadt zitierte die BZ aus dem OnlineReports-Interview mit Michael Hug.

Die BZ nahm die OnlineReports-Geschichte über den Abbruch des Hauses an der Basler Rufacherstrasse 73 auf. Die Basler Zeitung verzichtete auf eine Quellennennung.

Die BZ nahm die OnlineReports-Story über eine umstrittene Eichen-Fällung auf.

In ihrer News über das Debakel um die Wahl des Gemeindepräsidenten in Schönenbuch nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Artikel über die Kandidatensuche der Basler SVP auf ein Interview in OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Die Baselbieter Regierung senkt den Verzugszins 2021 bei der Staatssteuer von 6 auf 5 Prozent, während der Vergütungszins unverändert bei 0,2 Prozent bleibt.

Das Budgetdefizit 2021 in Höhe von 2,2 Millionen Franken sei "mehrheitlich coronabedingt", schreibt der Birsfelder Gemeinderat.

Sarah Thönen wird am 1. April 2021 die Leitung des Bereichs "Jugend, Familie und Sport" des Kantons Basel-Stadt übernehmen.

Die Birsfelder Gemeinderätin Regula Meschberger wird ab 1. Januar 2021 als Nachfolgerin von Bianca Maag-Streit den "Verband Basellandschaftlicher Gemeinden" (VBLG) präsidieren.

Gregor Leonhardt (52) übernimmt im Frühjahr 2021 die Leitung des Geschäftsbereichs Infrastruktur im Basler Tiefbauamt.

Der Basler Anwalt und Notar Andreas Waldmann zieht sich per 1. Januar 2021 aus der Kanzlei Waldmann Petitpierre als Partner zurück.

Der Baselbieter Landrat nahm das Gesetz über die Bekämpfung der Schwarzarbeit und das Arbeitsmarktaufsichts-Gesetz mit 71:18 Stimmen an, doch kommt es zur obligatorischen Volksabstimmung, weil die Vierfüntel-Mehrheit nicht erreicht wurde.

Der Baselbieter Polizeikommandant Mark Burkhard ist zum Präsidenten der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz (KKPKS) gewählt worden.

Die Central Real Estate Basel AG, Eigentümerin im Klybeck-Areal, tritt ab sofort unter dem neuen Namen Rhystadt AG auf.

Das Basler Marionetten Theater unterbricht per sofort seine Saison bis mindestens Ende 2020.

Die Basler FDP nominierte für den zweiten Wahlgang der Regierungsrats-Wahlen erwartungsgemäss ihr Mitglied Baschi Dürr sowie die LDP-Liberale Stephanie Eymann.

Auf der Autobahn A3 bei Eiken, wo 120 km/h erlaubt sind, wurde am frühen Morgen des 24. Oktober eine Autofahrerin mit Tempo 214 km/h als Raserin geblitzt.

Die Basler Juso bitten die Regierung in einer Petition, sich aktiv dafür einzusetzen, 100 Menschen aus dem Camp Moria in den Kanton Basel-Stadt aufzunehmen.

Der Stiftungsrat der Stiftung Brasilea hat die 37-jährige brasilianisch-schweizerische Doppelbürgerin Tatiana Andrade Vieira als neue Geschäftsführerin und Nachfolgerin von Daniel Faust gewählt.

Die Basler SP hat am 16. Oktober ihre Initiative "Kinderbetreuung für alle" mit über 3'000 Unterschriften eingereicht.

Dominik Beeler wird neuer Präsident der Grünen Liestal und damit Nachfolger von Erika Eichenberger.

Die Volksinitiative "für ein klimagerechtes Basel", die die Treibhausgas-Emissionen in Basel-Stadt bis 2030 auf Null senken will, ist am 8. Oktober mit über 3'700 Unterschriften bei der Staatskanzlei eingereicht worden.

Die Stadt Liestal hat die Einführung eines Ortsbusses namentlich in den Quartieren Sichtern und Langhag/Hanro mit 2'246 Ja-Stimmen gegen 2'717 Nein-Stimmen deutlich abgelehnt.

Binningen hat die SP-Initaitive gegen den Verkauf von gemeindeeigenem Boden mit  2'823 Ja gegen 2'809 Nein hauchdünn angenommen.

Münchenstein hat der Quartierplanung "Spenglerpark" mit dem 100 Meter hohen Hochhaus mit einem Ja- Anteil von 58 Prozent zugestimmt.