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Ein Spital im Banne der Polarisierung

Von PETER KNECHTLI

 

Die Stimmung im Laufental ist wieder einmal nicht die beste: Querelen hier, Querelen dort. Allein in jüngerer Zeit sind mehrere Vorfälle erkennbar, in denen viel Substanz in Streitigkeiten floss, die anderswo besser eingesetzt werden könnte.
 

Wer die Zeiten der Bezirkskommission und die Wirren um den Wechsel des bernischen Laufentals zum Baselbiet miterlebt hat, erinnert sich noch leibhaftig daran, dass es damals nur eines gab: Anschlussbefürworter oder Anschlussgegner. Freund oder Feind. Die Risse gingen quer durch Familien und Vereine.


Bis heute lebt die emotionale Polarisierung nach, wie das Schicksal des einstigen Laufener Feningerspitals (heute: Kantonsspital Baselland) zeigt. Die Talschaft ist seit dem Anschluss ans Baselbiet nicht mehr weit weg vom Geschütz, gemeint sind die damaligen Herren von Bern. Die Wahrnehmung der 13 Gemeinden durch das politisch-geografische Umfeld hat sich intensiviert.

"Es wäre Zeit, dass sich Laufen einer
transparenten Information verpflichtet."

Zuweilen staunt man. Denken wir an den bizarren Streit um den Entsorgungs-Verbund "Kelsag AG", dessen Führung nicht imstande ist, abweichende Meinungen dreier Gemeinden durch Verhandlungen diplomatisch zu entschärfen, sondern die Gerichte anruft und dafür sechsstellige Beträge aufwirft, die früher oder später durch die Bewohner der Verbund-Gemeinden zu bezahlen sind.


Ein weiteres Beispiel ist der Eklat zu Sommerbeginn in Laufen, wo sämtliche gewählten Mitglieder der Finanzkommission aus Protest gegen die teuren Werkhofpläne des Stadtrates den kollektiven Rücktritt erklärten. Die Exekutive von Laufen schien es nicht für nötig zu halten, das gemeine Volk über diesen einmaligen Vorgang zu informieren. Hätten nicht die Medien über den Vorgang berichtet, wüsste das Volk nichts darüber, wie es im Hintergrund "brodelt", wie es eine Laufener Quelle beschreibt.


Einer Art Geheimpolitik kommt gleich, was sich der Stadtrat zur Zukunft des Spitals in Laufen geleistet hat. Schon Ende Juni hatte er – was politisch hochbrisant ist – beschlossen, gegen den Abbruch des Spitals keine Einwände mehr zu erheben.


Dabei war und ist diese Bezirksklinik auch in reduzierter Form eines Ambulatoriums ein Wahrzeichen der Talschaft, gründend auf dem damaligen Versprechen im Laufentalvertrag von 1983. Darin heisst es: "Der Bestand des Spitals mit Grundversorgung für Chirurgie, Innere Medizin, Gynäkologie, Geburtshilfe und mit der Notfallstation bleibt dauernd gewährleistet."


Auch wenn die Berechtigung dieses Bezirksspitals finanziell und strukturell von den politischen Entscheidungsgremien heute anders beurteilt wird als vor vierzig Jahren, halten sich in Teilen der Bevölkerung Gefühle eines Wortbruchs. Wenn nun der auch Laufener Stadtrat zur Überzeugung gelangt, der Abbruch des Spitalgebäudes und die Rückgabe des Landes an Einwohner- und Burgergemeinde sei der richtige Schritt, dann soll er seinen Entscheid bitte sauber begründet kommunizieren, und nicht, wie es in heiklen Fällen offenbar Usanz zu sein scheint, unter den Teppich zu kehren und das stumme Männchen zu spielen.


Stundenlang versuchte OnlineReports, den Stadtpräsidenten für eine Stellungnahme zu erreichen. Während Stunden erschien auf dem Handy die "Besetzt"-Meldung. Ein Rückruf erfolgte nie. Dass Stadtrat Simon Felix unter anderem aus Ärger über die Zustimmung zum Spital-Abbruch den Rücktritt erklärt hat, liess die Stadt bis heute nicht offiziell verlauten.


Die Zeit ist überreif, dass sich die Stadt Laufen eine zeitgemässe, transparente Informationspraxis verpasst und sich von der Hinterzimmer-Politik verabschiedet. Unter dem Deckel beziehungsweise unter dem Teppich lassen sich heikle Vorgänge und Entscheide auf Dauer nicht verstecken. Früher oder später ist der unkontrollierbare Weg an die Öffentlichkeit nicht mehr zu verhindern.

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16. August 2022
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Peter Knechtli, ist Chefredaktor und Gründer von OnlineReports.ch.

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"Dem Laufener Volk klaren Wein einschenken"

Sehr interessant: Da scheint ja ein gewählter (!) Stadtrat diktatorische Anmassungen entwickelt zu haben. Aber: Man darf nie vergessen, dass spätestens bei den nächsten Wahlen der Souverän – das Volk – das beurteilt, seine Meinung bildet und letztlich selbst entscheidet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich ausgerechnet dieses Volk eine diktatorische "Hinterzimmer-Politik" auf Dauer gefallen liesse.

Den Medien – hier besonders OnlineReports – fällt die Aufgabe zu, sachlich zu "durchleuchten", informieren, kritisieren und kommentieren. Dass Herr Knechtli das auch wirklich tut, rechne ich ihm hoch an. Unsere Volksdemokratie hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht positiv entwickelt, weil der Niedergang vom Denkprozess aus dem Gehirn in den Bauch (vulgo Emotionalisierung der Politik) durch seine sinnlose, kompromisslose Sturheit vernünftige, wohlüberlegte Kompromisse umgeht. (Nach-)Denken ist halt anstrengender als Empfinden (Glauben).

Also: Dem Laufener Volk weiterhin klaren Wein einschenken und es dann sein Schicksal demokratisch selbst bestimmen lassen. Mehr kann man nicht tun.


Peter Waldner, Basel


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"Wenn ihr etwas verloren habt, gebt es im Fundbüro ab."

Radio SRF
am 27. August 2022
um 17.28 Uhr
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Mir ist entfallen, was ich soeben vergessen habe.

RückSpiegel


In ihrer Analyse über die unklare Gesundheitsversorgung des Laufentals ging die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche ein.

Telebasel konfrontierte die SVP-Regierungsrats-Kandidatin Sandra Sollberger mit einem Kommentar aus OnlineReports (worauf sie die Stellungnahme verweigerte).

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen den OnlineReports-Bericht über Pläne zum Abbruch des Spitals Laufen auf.

Die OnlineReports-News über den Wechsel des Telefon-Anbieters durch die Basler Verwaltung wurde von der BZ Basel und Happy Radio aufgenommen.

In seiner Aufstellung über "Politiker, die Wasser predigen und Wein trinken", nahm der Nebelspalter auch auf einen Artikel in OnlineReports Bezug.

20 Minuten griff die OnlineReports-Meldung über einen Autolenker, der bei der verbotenen Fahrt durch eine Einbahnstrasse in Birsfelden eine Radfahrerin schwer verletzte, auf.

Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des früheren Baselbieter Regierungsrats Urs Wüthrich nahmen Telebasel, die BZ Basel, die Basler Zeitung, das SRF-Regionaljournal, Prime News, die Nachrichtenagentur SDA, 20 Minuten und Happy Radio auf.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Recherche über Lärm-Überschreitungen im Osten des Gundeldinger-Quartiers auf.

Auf die OnlineReports-News über den Rücktritt der Laufener Finanzkommission reagierte die BZ Basel mit einem Nachzug.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Analyse der Basler FDP auf einen OnlineReports-Artikel aus dem Jahr 2005 Bezug.

Die BZ Basel nahm in ihrem Bericht über den Protest gegen entwässerte Basler Brunnen auf OnlineReports Bezug.

Die OnlineReports-News über stehengelassene BVB-Buspassagiere wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Aufnahme von Frauen in die drei Kleinbasler Ehrengesellschaften auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über Login-Probleme bei der Basler Kantonalbank (BKB) nach. Ebenso das Regionaljournal, das aber keine Quelle nannte.

Die BZ Basel und das SRF-Regionaljournal nahmen die OnlineReports-Meldung vom Tod des ehemaligen Baselbieter LdU-Nationalrats Claudius Alder auf.

In ihrem Bericht über den Störungs-Aufruf von "Basel nazifrei" zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Das Bau- und Verkehrsdepartement erteilt der Wyniger Gruppe den Zuschlag für den Betrieb der Flora-Buvette ab 2023; es soll sich um die "erste klimaneutrale Buvette" handeln.

Per 1. Januar 2023 übernimmt Christopher Henry Tütsch (49) die Geschäftsleitung des Ausländerdienstes Baselland als Nachfolger von Oliver Bolliger, der zum selben Zeitpunkt die Geschäftsleitung der Stiftung Wohnhilfe in Basel übernimmt.

Die Delegierten des Gewerbeverbandes Basel-Stadt haben am 20. September Hansjörg Wilde zum neuen Präsidenten gewählt.

Nach einjährigem Studium am Basler Gymnasium Kirschgarten konnten dieses Jahr 65 junge Erwachsene ihre Passerelle-Ausweise entgegennehmen, die ihnen nach der Berufs- oder Fachmatur den Zugang zu sämtlichen Studiengängen an den Schweizer Hochschulen ermöglichen.

In Muttenz beim Hallenbad beginnen im September /Oktober die Bohrarbeiten zur Erkundung des Untergrundes, da es dort zu Dolineneinstürzen und grossflächigen Absenkungen gekommen ist.

Der Verein "Treffpunkt Arlesheim" (ehemals "Verkehrsverein Arlesheim") beschloss bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung, sich aufzulösen.

Gleichzeitig mit dem Start der Bundeskampagne zum Energiesparen senkt die Basler Regierung die Heiztemperatur in seinen Verwaltungsgebäuden auf 19 Grad Celsius.

Der Liestaler Stadtrat hat beschlossen, den "Engel-Saal" unter dem Namen "Stadtsaal" in eigener Regie zu betreiben, womit er den Liestaler Vereinen zukünftig zu vergünstigten Konditionen angeboten werden kann.

Die Baumann & Cie übernimmt rückwirkend per 30. Juni 100 Prozent der Aktien der Vögeli Vermögensverwaltung AG.

In Basel-Stadt ist am 19. August die aus Lehrerkreisen angeregte Initiative zur Erweiterung der Integrativen Schule durch heilpädagogisch geführte Förderklassen eingereicht worden.

Die beiden Ludotheken Bläsi und St. Johann der Robi-Spiel-Aktionen werden nach 2022 nicht weiter betrieben.

Anouk Feurer, die Co-Präsidentin des "Jungen grünen Bündnisses Nordwest", ist Nachrückende für die zurücktretende grüne Basler Grossrätin Michelle Lachenmeier.

Die grosse Silberlinde im Riehener Solitude-Park musste durch die Stadtgärtnerei gefällt werden, weil sich aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit zwei gefährliche Risse im Kronenansatz gebildet haben und der Baum zusätzlich stark in Schieflage geraten ist.

Auch die Gemeinden Arisdorf, Bubendorf, Frenkendorf, Füllinsdorf, Hersberg, Itingen, Lausen, Liestal, Lupsingen, Seltisberg und Ziefen haben per sofort das Feuerwerksverbot beschlossen.

Der Kanton Basel-Stadt unterstützt mit 118'000 Franken aus dem Pendlerfonds den Bau einer Mobilitätsdrehscheibe in Lörrach-Brombach, die dazu beitragen soll, den Pendler- und Besucherverkehr nach Basel auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu verlagern.

Der Landrat hat am 30. Juni Lucia Mikeler Knaack (SP) mit 68 von insgesamt 78 abgegebenen Stimmen zur neuen Präsidentin gewählt.

Die Volksinitiative "Sichere Velorouten in Basel-Stadt" ist am 24. Juni mit 3'176 beglaubigten Unterschriften bei der Basler Staatskanzlei eingereicht worden.

Claraspital-Direktor Peter Eichenberger wird per Jahresende Nachfolger von Fritz Jenny als Präsident des Verwaltungsrats der "Rehab Basel".

Nach 12 Jahren als Delegierte des Vorstands trat Ruth Ludwig-Hagemann an der GGG-Mitgliederversammlung vom 16. Juni zurück; als Nachfolger wurde David Andreetti gewählt.

Markus Leuenberger wird ab  August 2023 neuer Rektor des Gymnasiums Laufental-Thierstein und damit Nachfolger von Isidor Huber, der in Pension gehen wird.

Andreas Eggimann, Chief Digital & Information Officer (CDIO) und Mitglied des Executive Board der MCH Group verlässt das Unternehmen im Verlaufe des Sommers.

Der Liestal Gymnasiums-Rektor Thomas Rätz wird im Sommer 2023 in Pension gehen, worauf die bisherigen Konrektoren Urban Kessler und Andreas Langlotz seine Nachfolge als Co-Rektoren antreten werden.

Die Basler Regierung hat die Wohnschutzkommission gewählt: Rico Michael Maritz (vorsitzender Präsident), Béatrice Elisabeth Müller Schnürle, Piotr Franciszek Brzoza (Präsidium); Vera Gruber, Felix Spiegel, und Markus Anderegg (Vermietende); Beat Leuthardt (Mieterschaft); Martin Schlatter (Schreiber).

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) des Basler Grossen Rates unterstützt die Beteiligung des Kantons Basel-Stadt an einer Kapitalerhöhung der MCH Group AG, wie es die Regierung vorschlägt.

Die künftige Direktorin des Basler Waisenhauses ist Anita Conrad, die auf den Ende November 2023 pensionierten Uli Hammler folgt.